Superfood Hagebutte

Zu den Winter-Highlights in Deutschland gehörten für mich – und mehr noch für die Tochter – immer die Hagebutten. Leckere (und vitaminreiche) Snacks, die wir gern unterwegs gesammelt und frisch von der Hand in den Mund genossen haben.

Hagebutten sind die Früchte der Hecken- oder Hundsrose, und der leckere Teil daran sind die saftigen Schalen. Sie sind die Vitamin-C-reichsten hiesigen Früchte und enthalten darüber hinaus noch beachtliche Mengen an Lycopin (Carotin), Vitamin B, K und Niacin, außerdem Mineralstoffe, Ballaststoffe etc. – echte Superfoods also. Auch in der Naturheilkunde ist die Hagebutte bekannt. Verwendet werden dort auch die Kerne. Neben ihrer traditionellen Anwendung bei Fieber und Infektionen lassen Studien der letzten Jahre auf ihre positive Wirkung bei Arthrose und Rückenschmerzen schließen.

Im Süden ist mir die Hagebutte in den letzten Jahren nirgendwo begegnet, weshalb wir sie schon seit längerer Zeit nicht mehr gegessen haben. Jedoch hat im letzten Jahr ein neuer interessanter Kunde (also ein Webwork-Kunde; ich bin ja nicht nur Rohköstlerin, Housesitter, Zigeunerin, Lebenskünstlerin, Mutter und noch so manches sondern auch Webentwicklerin 😉 ) zu mir gefunden. Zu seinem Angebot zählen in Rohkost– und Bioqualität getrocknete, fair geerntete und verarbeitete Pflanzen, angeboten als Pulver: Hagebutten zum Beispiel.

Weil das so schön zusammenpasst, hat besagter Kunde – die Firma biofood direct – mir nun ein paar Proben ihrer Superfoods zukommen lassen. Und wir haben natürlich gleich probiert und ein paar erste Zubereitungen damit kreiert. Lecker!

Mein erstes Hagebutten-Rezept sowie die Bezugsquelle findest du weiter unten.

Schoko-Frucht-Riegel mit Hagebutte

Schokopudding mit Hagebutte

Für dich zum Nachmachen hier das Rezept für die Riegel:

Du brauchst dafür:

  • 1 HV Mandeln
  • 6 Deglet Datteln
  • 1 TL Kakaopulver in Rohkostqualität (ich kaufe meines hier)
  • 2 TL Hagebuttenpulver
  • Bananenpfannkuchen* aka rohes Fruchtleder

So geht’s:
Die Mandeln im Mixer (ich benutze diesen) zu Mehl vermahlen. Mit den entsteinten Datteln, dem Kakao und dem Hagebuttenpulver zu einem knetbaren Teig verarbeiten. Den Teig etwa einen halben Zentimeter dick auf Bananenpfannkuchen verteilen, mit einem zweiten Pfannkuchen abdecken und in Riegelform schneiden.
Fertig – guten Appetit!

Beziehen kannst du das Hagebuttenpulver sowie die weiteren Produkte direkt im Shop des Herstellers – hier.

*Ein Rezept für Bananenpfannkuchen findest du z. B. hier.

Alltägliche Superfoods

Vegane Rohkost ist die Superfood-Ernährung schlechthin. Ich esse den ganzen Tag nichts anderes als Superfoods! Und das ganz ohne Pülverchen und Co.

Frisch und reif: Superfood Mango

Frisch und reif: Superfood Mango

Dass Rohkost im Trend liegt, finde ich ja sehr erfreulich … je mehr Menschen sich gut und bewusst ernähren, um so besser. Doch auch wenn das steigende Angebot an rohköstlichen Lebensmitteln durchaus seine Vorteile hat: der Hype um all die Rohkost-Produkte, insbesondere um die vielgepriesenen Superfoods, lässt uns leicht aus den Augen verlieren, worauf es wirklich ankommt.

Wahre Gesundheit kommt aus der Natur. Diese hält bereits alles bereit, was wir brauchen. Die optimale Nahrung. Superfoods wie Goji-Beeren, Maca, Chia-Samen und Co sind zweifelsohne ebenfalls wertvolle Nahrungsmittel und reich an Vitalstoffen. Nicht weniger vitalstoffreich und wertvoll jedoch sind auch andere, alltägliche Nahrungsmittel – wertvoller noch, wenn wir sie frisch aus der Natur oder vom Produzenten auf den Tisch bekommen statt sie in getrockneter oder gar pulverisierter Form vom anderen Ende der Welt geliefert zu bekommen.

Die Bewerbung einiger, profitversprechender Lebensmittel als „super“ erweckt leicht den Eindruck, andere Nahrung sei weniger gesund. Alltägliche Nahrungsmittel wie Möhren, Äpfel und Bananen enthalten ebenfalls jede Menge gesundheitsfördernder Nährstoffe. Insbesondere die Wildkräuter sind extrem reich an Mineralien und anderen Vitalstoffen – und sie stehen uns komplett kostenlos zur Verfügung.

Was uns da so kostenlos oder zu günstigen Preisen ausreichend zur Verfügung steht, ist weitaus besser geeignet, unseren Nährstoffbedarf zu decken. Wir können diese Früchte, Gemüse und Kräuter regelmäßig und in hinreichenden Mengen verzehren und so von ihrem Nährstoffgehalt profitieren.

Ernähre dich ganz einfach SUPER: natürlich, ausgewogen, mit täglich viel rohem Obst, Gemüse und Wildkräutern statt dich auf angebliche „Superfoods“ zu konzentrieren.

Affenbrot

Die Frage, was ein Affenbrotbaum ist, hat mich schon immer interessiert. Wie diese Bäume wohl aussehen und vor allem, was das für interessante Früchte sein mögen, die den Namen „Affenbrot“ tragen.

Die Lektüre des „Kleinen Prinzen“ beantwortete die erste Frage; zu der zweiten Antwort hat mir die Entwicklung des Rohkostmarktes im letzten Jahr endlich verholfen. Denn die Geschäftstüchtigen dieser Welt haben das Affenbrot als ein gut zu vermarktendes Superfood entdeckt. Allerdings nennen sie es Baobab – klingt ja auch viel besser.

Affenbrot ist also Baobab. Hierzulande leider nur angeboten in Pulverform. Die ganze Frucht ist kaum zubekmmen, denn die wächst weit weg von hier in Madagaskar, Afrika und findet kaum jemals ihren Weg nach Mitteleuropa. Vergangenes Jahr habe ich mal eine sehen und kosten dürfen – beim Besuch der Rohvolution in Mülheim. Lecker schmeckt sie, bisschen säuerlich. Was wohl mit ihrem außergewöhnlich hohen Vitamin-C-Gehalt zusammenhängen dürfte. Was Baobab darüberhinaus so wertvoll macht, dass es auf der Liste der hochgelobten (und teuer verkauften) Superfoods gelandet ist, sind weitere 13 wichtige Vitamine und Spurenelemente, sein Ballaststoffanteil von 50% und sein außergewöhnlich hoher Gehalt an Antioxidantien.

Der Baobab-Baum stammt ursprünglich von der afrikanischen Insel Madagaskar, wo er schon seit Jahrhunderten für seine gesundheitsfördernden und verschönernden Eigenschaften geschätzt wird. Ja, verschönernd – denn der Verzehr der Baobab-Frucht soll eine seidig-glatte Haut fördern und auch zu schönem, glänzendem Haar beitragen.

Das als Superfood angebotene Baobab-Pulver ist, wen wundert’s, ebenfalls recht säuerlich. Zusammen mit Datteln jedoch lassen sich daraus leckere Süßigkeiten herstellen:

Affenbrot-Kugeln :)

Affenbrot-Kugeln 🙂

Wie’s geht? Ganz einfach: Gib ein paar Löffel Baobab-Pulver und einige entsteinte Deglet Datteln in den Blender, vermix‘ beides zu einem klebrigen Teig und rolle Kugeln daraus. Yummy!

„Superfood“ Sellerie

Eines der zahlreichen „Superfoods“, die unsere Ernährung ausmachen – genaugenommen essen wir nichts anderes, denn alle natürlichen Nahrungsmittel, Früchte, grüne Blätter, Gemüse … sind Superfoods! Je frischer desto besser. Wildfrüchte, Wildkräuter – noch besser! Was aus dem reichen Spektrum unserer Nahrungspalette nun gerade deine speziellen Superfoods sind, verrät dir dein Appetit.

Es werden drei Varietäten von Sellerie unterschieden: Schnittsellerie, bei dem nur die Blätter zum Würzen verwendet werden, Stangensellerie und Knollensellerie. Bei uns steht grad der Stangensellerie hoch im Kurs. Ganz frisch und knackig schmeckt er lecker als Knabberei zwischendurch, als grüner Nachtisch nach süßen Früchten oder zum Abendessen, kombiniert beispielsweise mit Tomaten oder eingedippt in Mandelmus.

Sellerie als knusprig-salzige Ergänzung zu Gurkenspaghetti

Stangensellerie als knusprig-salzige Ergänzung zu Gurkenspaghetti



Sellerie enthält hohe Mengen an Magnesium, Kalium und Calcium, was zu einem ausgeglichenen Nervensystem beiträgt. Der hohe Gehalt an Phthaliden (bestimmte ätherische Öle), die Stresshormone abbauen sowie für entspannte Arterienwände sorgen, führt zu einer blutdrucksenkenden Wirkung.(Quelle) Reich an Vitaminen ist er außerdem, und enthält Terpene, die das Wachstum schädlicher Pilze und Bakterien im Mund- und Rachenbereich sowie im Magen hemmen. (Quelle)

In Deutschland wird Staudensellerie von Juli bis Oktober geerntet. Wenn du ihn kaufst, achte auf frische, grüne Blätter – sie zeigen dir, wie frisch der Sellerie ist. In einer Plastiktüte kannst du ihn im Gemüsefach des Kühlschranks mehrere Tage aufbewahren – aber natürlich schmeckt & tut er am besten, wenn du ihn möglichst frisch verzehrst.

Uns schmecken zum frischen Verzehr nur die Stangen; die Blätter trockne ich und verarbeite sie dann im Blender zu Pulver, das ich zum „Salzen“ von Patés und Dipps verwende. Ein leckerer Snack aus Sellerie, der auch bei Kindern gut ankommt: schneide die Stangen quer in 3-4mm breite Scheibchen und serviere sie als Knabberzeug (rohe Flips)!

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