Protein ist grün

Zum ersten Mal seit Langem wurde mir kürzlich die Frage gestellt. „Und woher bekommst du dein Protein?“ Meine Antwort beinhaltete ein paar Fakten zum menschlichen Proteinbedarf sowie schwerpunktmäßig den Verweis auf das viele wertvolle, proteinreiche GRÜN in meiner Ernährung.

Protein ist grün
„Chlorophyll wird im kommenden erleuchteten Zeitalter das Hauptprotein sein. Im frisch zubereiteten Getränk enthält es synthetisierten Sonnenschein und den für die Wiederbelebung des Körpers erforderlichen elektrischen Strom, und es wird Teile des Gehirns erschließen, von denen der Mensch heute noch nichts weiß.“ – Ann Wigmore

Zwar safte ich nur in Ausnahmefällen mal & esse mein tägliches Grün lieber ganz oder allenfalls vermixt, doch was die Bedeutung von Chlorophyll für unsere Körper angeht, glaube ich Ann Wigmore absolut. Voller gespeichertem Sonnenschein und mit unserem Blutfarbstoff Hämoglobin fast identisch, nährt es uns optimal & versorgt uns auf mehreren Ebenen mit dem, was wir zum Leben & Wachsen brauchen.

Das Angebot an Grünem auf dem Markt ist reichhaltig und vielfältig, und dazu wächst überall draußen noch jede Menge frei verfügbares wildes Grün. Ich finde hier im Umkreis (wenn auch mit ein bisschen Suchen; es ist schon recht „aufgeräumt“ hier. Bewirtschaftete Felder rund um das kleine Dorf im Calenberger Land, in dem ich mich derzeit aufhalte.) Brennesseln, Giersch, Löwenzahn, Weissdornblätter, Beifuß, Malve, Knoblauchrauke, Beinwell und manches mehr. Auch die ersten Nüsse habe ich schon gefunden (übrigens auch sehr reich an Protein 😉 ).

Regionales Obst hingegen ist vergleichsweise knapp & dementsprechend teuer – dank der Kälte des Frühjahrs, die die Obstblüte weitgehend hat erfrieren lassen und/oder die Bienen vom Bestäuben der Blüten abgehalten hat.

Ohnehin zieht es mich nicht wirklich momentan. Die einzigen süßen Früchte, die ich, wenngleich importiert, hier bekomme und die mir derzeit schmecken, sind Kochbananen – auch die jedoch ergänze ich mit reichlich Spirulina. Nach wie vor köstlich schmeckt mir Kürbis. Meine Frucht des Jahres. 🙂 Und … passend zur Jahreszeit, denn jetzt sind hier all die vielen Kürbissorten reif: Neben Hokkaido liegen in meiner Küche Squash-Kürbis, Spaghetti-Kürbis und Butternut bereit.

Die meisten meiner Mahlzeiten bestehen aus einer Kombination von Salaten & anderem Grünzeug, Kürbis, Knoblauch, Algen & Sprossen (ebenfalls sehr proteinreich). Manchmal mit einem Dipp aus gekeimten Samen dazu, selten einer Avocado, oder einem Stück Kürbis-Broht – einem neuen Lieblingsrezept.

Neben frischem Grün und Kürbis gehören seit Längerem ein paar grüne Pulver zu meiner täglichen Ernährung: In Spirulina* könnte ich mich reinsetzen, schon seit Monaten, es schmeckt sooo lecker! Ich esse es zu allem möglichen: Banane, Kokosnuss, Kürbis, Zucchini, …

Mindestens genauso geht es mir mit Stevia. An meinem letzten Standort in Portugal gab es eine Pflanze davon, so dass ich gelegentlich sogar frische Blätter genießen konnte (nur sparsam, sonst hätte sie mich nicht überlebt 😉 ). Ansonsten greife ich auf Steviapulver* zurück – nur aus den getrockneten Blättern bestehend. Am liebsten mag ich es zu Zucchini – schmeckt erfrischend & süß. Auch köstlich ist es zu Avocado, Kokosmus, in Schokolade …

Angeblich soll Stevia ein wirksames Mittel zur Unterstützung des Körpers gegen Borrelien sein. Keine Ahnung, ob das stimmt. Schaden wird es jedenfalls nicht.

Außerdem gibt es ab und zu Chlorella*. Ebenfalls in Pulverform, meist in Wasser eingerührt, als morgendliches Getränk. Chlorella geht bei mir nicht immer, momentan mag ich es, also trink ich es. Mal sehen, wie lange das anhält.

Wie sieht deine Ernährung dieser Tage aus? Welches sind deine Lieblingsgrüns?

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Lebendige Nahrung

Unsere Nahrung, Lebensmittel, soll unseren lebendigen Körper nähren und ihn am Leben erhalten. Überleben kann er bekanntlich mit allem Möglichen – doch wirklich nähren kann ihn nur lebendige Nahrung.

Der Spruch „Du bist, was du isst.“ ist nicht neu, jedoch unverändert wahr. Wer ständig Künstliches, Altes oder Totes isst, wird nicht lange fit, gesund und voller Lebenskraft bleiben.

Ich bezeichne unsere Art der Ernährung lieber als lebendige oder natürliche Kost denn als Rohkost. Denn „roh“ ist schwer zu definieren. In der Regel bedeutet es, dass ein Lebensmittel nicht über 42°C erhitzt wurde. Dennoch sind manche Rohkost-Produkte weit verarbeitet. Sie mögen zwar der Definition nach noch immer roh sein, und beinhalten vermutlich immer noch mehr Vitalstoffe als vergleichbare erhitzte Produkte. Doch der Unterschied zu wirklich lebendiger Nahrung ist deutlich spürbar.

Eine frisch gepflückte Frucht, ein eben geerntetes grünes Blatt, schmeckt und wirkt fühlbar anders als Rohkost-Fastfood, Superfood-Pulver und auch anders als schon vor mehreren Tagen geerntete Früchte oder Blattgemüse.

Im Friedensevangelium der Essener wurde bereits vor 1000 Jahren als grundlegende Richtlinien bezüglich Essen folgendes festgehalten:

  • Ernährung mit rohen, lebendigen, ganzen, naturbelassenen Nahrungsmitteln
  • Nur eine minimale Zeit zwischen Ernten und Essen verstreichen lassen

Sie lagerten Nahrungsmittel nicht, froren sie nicht ein, trockneten, konservierten, bestrahlten und verarbeiteten nicht. Die Lebenskraft lebendiger Nahrung geht eine gewisse Zeit nach der Ernte verloren – das wussten sie schon damals.

Nun sind die wenigsten von uns in der glücklichen Lage, all ihr Essen frisch zu ernten. Wir leben in einem Apartment, sind viel unterwegs, haben keinen eigenen Garten und leben momentan auch in einer Gegend der Welt, in der es wenig wildwachsende Nahrung gibt. Daher sind wir – wie du wahrscheinlich auch – darauf angewiesen, den größten Teil unserer Nahrung zu kaufen. Wie lässt sich dabei am besten eine möglichst lebendige Ernährungsweise realisieren?

Ich habe vor ein paar Jahren schon einmal hier darüber geschrieben, doch ich wiederhole es noch einmal: Dr. Székely hat ein recht hilfreiches System zur Klassifizierung von Nahrungsmitteln auf Basis der energetischen Qualitäten entwickelt. Er teilte Nahrungsmittel in vier Kategorien ein: biogen, bioaktiv, biostatisch und biosauer.

  • Biogene Nahrungsmittel sind hochgradig lebens- und energiespendend & besitzen die Fähigkeit, den menschlichen Organismus zu regenerieren & revitalisieren. In diese Kategorie gehören sämtliche Sprossen. Biogene Nahrungsmittel sind in der Lage, einen völlig neuen Organismus hervorzubringen. Diese Lebenskraft wird auf den Menschen übertragen & hilft bei Heilungs- und Regenerationsprozessen.
  • Bioaktive Nahrungsmittel können die Lebenskraft gesunder Menschen erhalten & leicht steigern. Dazu gehören frische, unverarbeitete, rohe Früchte und Gemüse.
  • Die als biostatisch bezeichneten Nahrungsmittel der dritten Kategorie vermindern die Qualität der Körperfunktionen. Sie sind lebensverlangsamend und treiben den Prozess des Alterns langsam voran. In diese Kategorie gehören gekochte Nahrungsmittel und solche, die zwar roh aber nicht mehr frisch sind.
  • Biosaure Nahrungsmittel sind lebenszerstörend, d. h., sie bauen die Lebensfunktionen rasch ab. Hier hinein gehören stark verarbeitete Nahrungsmittel voller Zusätze und Konservierungsmittel.

Für die Behandlung von Krankheiten empfiehlt Szèkely, genau wie Ann Wigmore, Viktoras Kulvinskas und andere, eine 100%ige Rohkost-Ernährung. Ein guter Gesundheitsszustand lässt sich seiner Empfehlung nach erhalten mit 25% biogener, 50% bioaktiver & 10-25% biostatischer Nahrung, wobei letztere nur leicht gekochte Knollengewächse und harte Gemüse enthalten sollte. Kulvinskas empfiehlt als Voraussetzung für optimale Gesundheit 50% biogene & 50% bioaktive Nahrungsmittel.

Für einen möglichst hohen Anteil an bioaktiver Nahrung empfehle ich den Einkauf direkt beim Erzeuger, auf Bauernmärkten oder in Hofläden. Bevorzuge immer regionale, saisonale Produkte und achte darauf, nicht nur so frisch wie möglich einzukaufen, sondern das Gekaufte auch möglichst frisch zu verbrauchen und nicht selbst tage- oder wochenlang zu lagern.

Nutze so oft wie möglich Gelegenheiten zum Selber-Ernten. Sammle Wildkräuter und Wildfrüchte, möglichst täglich oder wenigstens alle paar Tage. Essbares findet sich in Mitteleuropa zu jeder Jahreszeit, selbst im Winter bei Schnee und Eis!

Das Beste jedoch, was du für deine Gesundheit tun kannst, ist biogene Nahrung. Sprossen. Kleine Kraftpakete, die genug Energie haben, aus sich selbst heraus neue Pflanzen wachsen zu lassen. Diese Energie kann auch deinen Körper optimal (re)vitalisieren. Und das Tolle daran: du kannst sie ganz einfach selber ziehen! In deiner Wohnung. Du brauchst keinen Garten dafür und auch nicht viel Platz. Keimgeräte und -gefäße gibt es zahlreiche unterschiedliche; probier aus, womit du am Besten zurecht kommst.

Sobald wir uns für länger als ein paar Tage an einem Ort aufhalten, findest du garantiert irgendwo eingeweichte Linsen oder Kerne bei uns. Und wenn wir, so wie jetzt, einen einigermaßen festen Standort haben, wächst in unserer Küche alles Mögliche an Samen, Kernen, Hülsenfrüchten.

Momentan sieht das in unserer Küche gerade so aus:

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Historisch gewachsen sozusagen verwende ich eine Vielzahl unterschiedlicher Keimgefäße. Da ist zum Einen der EasySprout (im Bild hinten links), momentan mit dem Keimen von Buchweizen beschäftigt. Dieses Gefäß ist zwar aus Kunststoff, funktioniert aber extrem gut; bisher sind alle Keimlinge darin gelungen und es geht vor allem ziemlich schnell. Kleiner Nachteil: er verfärbt recht schnell und ich habe noch keinen Weg gefunden, ihn wieder komplett weiss zu bekommen.

Buchweizen im bioSnacky Keimglas

Buchweizen im bioSnacky Keimglas

Noch mehr Buchweizen (das ist gerade eines unserer Grundnahrungsmittel: fettarm, zuckerfrei, sättigend und lecker!) keimt im bioSnack® Keimglas vor sich hin. Solche Gläser hatte ich schon vor Jahren, in Deutschland bekommst du sie für wenige Euros, und sie funktionieren wunderbar für alle nicht zu kleinen Keimsaaten.

Keimglas von Eschenfelder mit Adzukibohnen

Keimglas von Eschenfelder mit Adzukibohnen

Das Glas mit den Adzukibohnen ist von Eschenfelder.
Der Vorteil gegenüber dem bioSnacky: der Deckel ist aus Metall, also kein Kunststoff. Leider braucht es irgendeine Art von Gestell, um das Glas mit dem keimenden Inhalt richtig hinstellen zu können. Ich verwende dafür, wie du siehst, einfach einen Teller mit einem Essstäbchen. Es gibt aber auch ein richtiges Abtropfgestell für diese Gläser.

Kressesieb von Eschenfelder, mit Alfalfa-Sprossen

Kressesieb von Eschenfelder, mit Alfalfa-Sprossen

Ebenfalls von Eschenfelder ist das Kressesieb, das sich zur Aufzucht von Kresse und anderen kleinen Samen eignet. Momentan wächst darauf gerade Alfalfa.

bioSnacky Keimgerät mit 3 Etagen

bioSnacky Keimgerät mit 3 Etagen

Das bioSnacky® Keimgerät habe ich erst vor wenigen Tagen gekauft und probiere gerade damit herum. Ich hoffe, es funktioniert gut, denn unser Bedarf an Sprossen ist momentan doch sehr hoch und wir kommen mit den vorhandenen Gefäßen nicht wirklich aus. Es sei denn, wir ziehen jedesmal Sprossen auf Vorrat für einige Tage, aber das erscheint mir wenig sinnvoll – hochgradig lebendige Nahrung zu ziehen, um sie dann tagelang zu lagern. Außerdem schätzen wir die Abwechslung. 🙂

Lebendige Nahrung im Wachstum

Als Roh-VeganerIn kennst du sicher die Frage, was um Himmels willen du denn bloss essen kannst. Viele sind beim Nachdenken über die zur Verfügung stehende Nahrungsauswahl mit Blick auf die Kochkostküche eher auf den gefühlten „Mangel“ fokussiert … was nämlich alles NICHT zur Rohkost dazu gehört. Wir wissen es besser 🙂 … die zur Verfügung stehende Nahrungspalette in der veganen Rohkost ist schier unendlich groß!

Dazu gehören

  • alle essbaren Früchte dieser Erde … von denen ich in meinem Leben, selbst nach neun Jahren als Rohköstlerin, bei weitem noch nicht alle durchprobiert habe … und unter denen es sooo viele Köstlichkeiten gibt, dass ich mich niemals entscheiden könnte, welche ich denn am Allerliebsten mag.
  • alle essbaren Wildkräuter, Baumblätter, Gräser, Wurzeln, Blüten, Algen usw.
  • Unmengen unterschiedlicher Kulturgemüse: Wurzelgemüse, Knollengemüse, Salate, Blattgemüse, Gemüsefrüchte, viele Hülsenfrüchte, …
  • Nüsse, Samen, Kerne
  • Sprossen & Keimlinge, ganz einfach selbst zu ziehen aus Kernen, Samen und Hülsenfrüchten

Um letztere geht es hier heute: Sprossen und Keimlinge. Sie sind der Beginn neuen Lebens, der Anfang einer neuen Pflanze, voller Lebenskraft und Wachstumsenergie. Sie sind vitaler als jede ausgewachsene Pflanze & besitzen die Fähigkeit, den menschlichen Organismus zu regenerieren & zu revitalisieren. Biogene Nahrungsmittel(*1) sind in der Lage, einen völlig neuen Organismus hervorzubringen. Diese Lebenskraft wird auf den Menschen übertragen & hilft bei Heilungs- und Regenerationsprozessen.

Praktische Vorteile bieten sie außerdem: du kannst jederzeit, unabhängig vom Klima, dein eigenes Grünfutter ziehen. Samen, Kerne & Hülsenfrüchte sind preisgünstig und gut zu lagern.

Besonders bei Kindern sind Sprossen häufig sehr beliebt – vielleicht, weil auch sie im Wachstum sind und daher die hochgradige Energie der Keimlinge gut gebrauchen können. Keimen kannst du, wie schon gesagt, Kerne, Samen und Hülsenfrüchte. Aufgrund der Vorlieben der Tochter (ich mache mir nicht viel aus Sprossen) gibt es bei uns meistens Linsen (verschiedene Sorten, wie z. B. DuPuy, rote Linsen, unterschiedliche braune Linsen aus Lanzarote und Fuerteventura, … ), Kichererbsen, Adzukibohnen, Erbsen oder Sonnenblumenkerne. Was du sonst noch keimen kannst: Mungobohnen, Nüsse, Leinsamen, Kürbiskerne, Mandeln, Sesam … und natürlich all die als Grünsprossen angebotenen Keimsprossen wie Alfalfa, Brokkoli, Rettich, Radieschen etc. und auch Getreide wie Weizen, Gerste, Dinkel usw. … (Die aus dem Getreide wachsenden Gräser enthalten übrigens kein Gluten.).

Du kannst die Sprossen einfach so essen, sie lassen sich gut zu Avocado, Gemüsen oder Salaten kombinieren. Oder du vermixt sie zu Hummus (Kichererbsen), Patés (Kerne) oder bereitest Samenkäse oder rohe Falafeln daraus zu.

Bei uns sieht das z. B. so aus:

Richte dein Essen liebevoll an - auch Auge und Seele wollen genährt werden.

Richte dein Essen liebevoll an – auch Auge und Seele wollen genährt werden.

Linsensprossen mit Avocado, Stangensellerie und Tomate

Linsensprossen mit Avocado, Stangensellerie und Tomate

*1 Hier liest du mehr über lebendige Nahrung und die besondere Energie von gekeimter Nahrung.

Linsensprossen

Gekeimte Kerne, Samen oder Hülsenfrüchte sind in vielerlei Hinsicht ein wertvoller Bestandteil einer rohköstlichen Ernährung. Sprossen & Keimlinge sind der Beginn einer neuen Pflanze & sie stecken voller Lebenskraft. Nach Dr. Székelys Einteilung der Nahrungsmittel sind es sogar die wertvollsten aller Nahrungsmittel: biogene Nahrungsmittel. Sie sind hochgradig lebens- und energiespendend & besitzen die Fähigkeit, den menschlichen Organismus zu regenerieren & zu revitalisieren. Biogene Nahrungsmittel sind in der Lage, einen völlig neuen Organismus hervorzubringen. Diese Lebenskraft wird auf den Menschen übertragen & hilft bei Heilungs- und Regenerationsprozessen.

Kerne und Samen werden durch das Keimen besser verdaulich, getrocknete Hülsenfrüchte lassen sich in dieser Form auch roh essen. Da Kerne, Samen und Hülsenfrüchte sich im Gegensatz zu Frischkost gut länger aufbewahren lassen, kannst du so immer für einen kleinen Vorrat im Küchenschrank sorgen, auf den du im Bedarfsfall zurückgreifen kannst. Zudem sind Sprossen eine relativ kostengünstige Möglichkeit, satt zu werden.

Sprossen & Keimlinge kannst du ganz einfach in deiner Küche ziehen & wenn du sie so lange keimen lässt, bis sie grüne Blättchen entwickeln, helfen sie dir im Winter sogar über die wildkräuterlose Zeit. Zum Keimen werden diverse verschiedene Behältnisse angeboten; du kannst Nussmilchbeutel verwenden, Keimgläser oder Keimschüsseln, aus Glas, Kunststoff oder Ton, oder gar einen Sprossengarten.

Es geht aber auch ganz schlicht – ich verwende momentan einfach ein großes Schraubglas, über dessen Öffnung ich ein zusammengefaltetes Stück dünnen Stoffs mit einem Gummiband befestige und das Glas dann kopfüber, leicht schräg hinstelle – mit dem Deckel als Unterlage, damit es schräg steht und die überschüssige Flüssigkeit ablaufen kann.

Keimen kannst du z. B. Linsen, Mungobohnen, Erbsen, Kichererbsen, Sonnenblumenkerne, Alfalfa, Lein, Sesam, Hanf, Mandeln, Kürbiskerne … Du kannst die Keime dann einfach so essen, pur oder mit Früchten oder Gemüsen kombiniert, oder sie weiterverarbeiten, z. B. zu Samenkäse oder Falafeln.

Ich selbst mache mir aus Sprossen eher wenig, die Tochter jedoch liebt sie sehr. Am liebsten sind ihr Linsensprossen, die sie z. B. so isst:

  • Zum Frühstück, zu Kiwi oder Papaya.
  • Als Nascherei zwischendurch, zusammen mit Rosinen oder einfach pur.
  • Zusammen mit Avocado in ein Eisbergsalatblatt gewickelt.
Linsensprossen zu Papaya

Linsensprossen zu Papaya