Löwenzahn & Chufas

Mit Sonnennahrung durch Herbst & Winter

Wir nähern uns der dunkelsten Zeit des Jahres: die Tage, die Zeit, in der die Sonne sich zeigt, werden kürzer. Und häufig bekommen wir dank Wolken die Sonne gar nicht zu sehen. Tage ohne Sonnenschein & blauen Himmel machen mir immer sehr schnell bewusst, wie sehr ich Sonnenlicht auf meiner Haut brauche! Nicht nur (aber auch 🙂 ) der damit verbundenen Wärme wegen. Sowohl unser körperliches als auch unser seelisches Wohlbefinden ist eng verknüpft mit Sonnenlicht. Direkt auf der Haut … nicht nur durch dicke Kleidungsschichten hindurch.

Monate- und jahrelang täglich in der Sonne zu leben, im Südwesten Teneriffas, hat mir unglaublich gut getan. Und bei jeder Rückkehr dorthin nach unseren Reisen durch das herbst- bzw. winterliche Europa, habe ich gespürt, wie die Sonne mich buchstäblich aufgetankt hat.

Sonnenlicht nährt uns & kann uns heilen. Bei einem ausgiebigen Sonnenbad werden Giftstoffe aus der Haut herausgezogen; außerdem werden die Durchblutung und Sauerstoffversorgung der Haut verbessert, wodurch Verletzungen & Ausschläge besser heilen können. Bei Sonnenstrahlung auf der Haut bildet der Körper Vitamin D, das Immunsystem wird gestärkt & der Blutzuckerspiegel gesenkt. Bei einer Ernährung mit überwiegend süßen Früchten ist das Sonnenlicht notwendig zur besseren Verarbeitung des Zuckers. Die Sonne stärkt unsere Verdauungsenergie & kann durch ihre “Hitze” die “kalte” Rohkost ausgleichen.

Wie kannst du nun die kommenden, dunklen & sonnenarmen Monate, möglichst gut & gesund überstehen?

Rohkost wird manchmal auch als „Sonnenkost“ bezeichnet. Weil sie aus Nahrung voller gespeicherter Sonnenenergie besteht. Früchte, süße & nicht-süße reifen in der Sonne; grüne Blätter speichern Sonnenlicht in Form von Chlorophyll. Dem Pflanzenfarbstoff, der ihnen ihre grüne Farbe gibt & der in seiner Zusammensetzung fast identisch ist mit unserem roten Blutfarbstoff, dem Hämoglobin. Es wirkt somit direkt blutbildend, hilft bei Entgiftung & Regeneration, unterstützt die Wundheilung & die Verdauung. Essbares Sonnenlicht. Energie pur. Mit all den Nährstoffen, die unser Körper benötigt: unter anderem die Vitamine A, C, K, B6, Folsäure. Auch B12, wenn wir die grünen Blätter ungewaschen verzehren. Calcium, Kalium, Magnesium und so weiter liefert uns das Grünzeug auch, & jede Menge sog. sekundäre Pflanzenstoffe.

Das ultimative Superfood dabei sind die Wildkräuter: sie enthalten weitaus mehr Vitalstoffe als jede Kulturpflanze. Und genau deshalb sind gerade in Deutschland und ähnlichen Klimazonen die Wildkräuter so unglaublich wichtig als Bestandteil einer funktionierenden, befriedigenden Rohkosternährung! Lass dir nicht einreden, du müsstest klimabedingt etwa auf tierische Produkte wie Eier oder Milch ausweichen – nutze, was die Natur dir in Hülle und Fülle anbietet und du bist bestens versorgt! Du findest Wildkräuter in Deutschland nahezu rund ums Jahr. Bei wirklich starkem Schneefall und Frost suche nach Brombeerblättern – geschmacklich ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber mit all den oben genannten Vorzügen sehr hilfreich, um über den Winter zu kommen. Auch wenn Kulturgrün im Vergleich wahrhaft blass aussieht: besser als gar kein Grünzeug ist es allemal. Wähle möglichst dunkelgrüne Blattgemüse wie Spinat, Mangold, Petersilie, Grünkohl – reich an Chlorophyll liefern sie dir deine tägliche Portion Sonnenlicht “von innen”. Je mehr davon du außerdem von außen tanken kannst, um so besser! Denn ab und an scheint die Sonne ja auch im Winter. 🙂


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Den Überfluss nutzen

Spätsommer in Portugal. Das heisst hier & jetzt: Sonne, den ganzen Tag. Und Hitze. Trockene Hitze. Brombeeren satt. Feigen reifen, Birnen & Trauben. Die Nachbarn beschenken mich großzügig mit Tomaten, Zwiebeln & Gurken.

Kurz: ich habe mehr, als ich essen kann.

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Also nutze ich das Klima und trockne so manches. Zwiebeln und Tomaten zu Chips. Birnen und Trauben, als Naschereien für den Winter. Brombeeren, mit dem Plan, sie zu pulverisieren, um sie für Schokolade & andere Süßigkeiten zu verwenden.

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Ich benutze die Siebe meines Dörrgerätes und lege einfach alles in die Sonne. Sehr süße Früchte, wie die Birnen, locken manchmal Bienen an. Zwiebeln daneben zu stellen, hilft ;). Alternativ kannst du die Früchte auch mit einem leichten, luftdurchlässigen Tuch oder einem feinmaschigen Netz abdecken.

Auch Angekeimtes, wie z. B. Buchweizen, lässt sich ausgezeichnet in der Sonne trocknen, wenn sie so kräftig scheint wie hier, und die Luftfeuchtigkeit niedrig ist.

Manchmal lasse ich Rote Bete ein paar Stunden antrocknen, weil sie mir so besser schmeckt. Oder Bananenstücke, um daraus dann Tartys zu basteln.

Cräcker etc. habe ich noch nicht gemacht, seit ich hier bin, aber ich vermute, auch das würde mit der Kraft der Sonne funktionieren.

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Sonnentrocknen

Hier im heissen, trockenen Portugal-Sommer-Klima nutze ich die natürlichen Gegebenheiten (anstelle des Dehydrators) zum Trocknen:

  • Bananen, in Scheiben geschnitten, lassen sich entweder ganz trocknen (zwecks längerer Aufbewahrung), oder – das tue ich derzeit gern – ein wenig in der Sonne antrocknen, um dann als Törtchen genossen zu werden. Z. b. mit frischer Zitronenmelisse und/oder rohem Kakao dazu. Einige Ideen für solche einfachen Törtchen findest du im nächsten Newsletter, für den du dich hier kostenlos anmelden kannst.
  • Ich habe ja, dank lieber & großzügiger Nachbarn, große Mengen an Tomaten & Zwiebeln – insbesondere Zwiebeln mehr als ich essen kann, weil ich sie eigentlich fast gar nicht mag 😉 … Also experimentiere ich jetzt auch damit, sie zu Zwiebelringen und ähnlichem zu trocknen.
  • Rote Bete mag ich am liebsten leicht angetrocknet – was hier in der Sonne ganz fix geht.
  • Und auch zuvor eingeweichte Chufas trocknen in Windeseile wieder.
Chufas (Erdmandeln) - nach dem Ankeimen wieder trocknen

Chufas (Erdmandeln) – nach dem Ankeimen wieder trocknen

Rote Bete

Rote Bete

Tomaten

Tomaten

Zwiebeln

Zwiebeln


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Sonne & Sonnenschutz

Sonne ist Leben!

Ohne Sonne gäbe es kein Leben auf unserem Planeten! Vor etlichen Jahren habe ich im Klimahaus Bremerhaven in Deutschland einmal einen Film gesehen, der veranschaulichte, was passieren würde, wenn die Sonne eines Tages nicht mehr aufginge. Innerhalb weniger Tage würden sämtliche Pflanzen, inklusive der Algen in den Weltmeeren, sterben … und in Folge dessen logischerweise nach kurzer Zeit auch sämtliche anderen Lebensformen.

Auch für dich ist die Sonne direkt lebenswichtig! Sie ist unsere Lebensquelle, sie nährt uns und sorgt auf vielfältige Art für uns mit ihrem Licht. Durch Sonnenlicht auf der Haut bildet dein Körper das lebenswichtige Vitamin D. Und auch die Seele braucht das Licht unserer Sonne.

Mit diesem Verständnis klingt der Begriff „Sonnenschutz“ geradezu widersinnig … Schutz vor dem, was uns am Leben hält?!? Natürlich kann die Sonne uns auch verbrennen – wie ich ja gerade erst am eigenen Leib erfahren habe. Wie gehst du also am Sinnvollsten mit der Sonne um, um ihre lebensspendende und gesundheitserhaltende Wirkung zu nutzen, ohne dir einen Sonnenbrand einzuhandeln? Und wie ist es mit der so häufig beschworenen Krebsgefahr durch UV-Strahlung?

Zunächst einmal: UV-Strahlung an sich verursacht keinen Hautkrebs! Nur in Kombination mit chronischem Nährstoffmangel (verursacht durch eine Junkfood-reiche Ernährung ohne schützende Antioxidantien) kann durch exzessive UV-Strahlung Hautkrebs hervorgerufen werden. Was allerdings krebserzeugend wirkt: die meisten angebotenen Sonnenschutzmittel! Nahezu alle konventionellen Sonnenschutzmittel enthalten krebsverursachende Substanzen (Duftstoffe, Parabene, toxische chemische Lösungsmittel, aus Erdöl gewonnene Öle …). Auch als „natürlich“ deklarierte Sonnenschutzmittel sind nicht unbedingt wirklich natürlich, und auch in Bio-Produkten befindet sich Chemie. Egal, wie es angeboten wird: lies unbedingt immer die Liste der Inhaltsstoffe durch und informiere dich, was das alles ist, falls du tatsächlich ein Sonnenschutzmittel kaufen willst. Selbst viele als „chemiefrei“ angebotene Produkte sind lt. Inhaltsstoffliste offensichtlich alles andere als das! Alles, was du dir auf die Haut schmierst, wird in den Körper aufgenommen! Die Inhaltsstoffe normaler Sonnenschutzmittel belasten so die Leber und wirken potentiell krebserregend.

Darüberhinaus blockieren Sonnenschutzmittel, insbesondere Sunblocker, die Vitamin-D-Produktion. Gerade in Ländern mit relativ wenig Sonne übers Jahr leidet ein Großteil der Bevölkerung ohnehin an Vitamin-D-Mangel! Dieser fördert Krebs, Grippe & Infekte, Depressionen, Osteoporose und Hormonstörungen! Viel sinnvoller, als das Sonnenlicht auf der Haut zu blockieren, ist es also, einen vernünftigen Umgang damit zu finden und sich, falls nötig, auf wirklich natürliche Art zu schützen.

Falls du lange nicht in der Sonne warst oder dich stärkerer Sonnenstrahlung als gewohnt aussetzen möchtest (z. B. im Urlaub in südlicheren Ländern, am Meer oder in Höhenlagen), gib deiner Haut Zeit, sich langsam daran zu gewöhnen. Setze deine unbekleidete Haut zunächst nur kurze Zeit der Sonne aus und steigere dich langsam. Wie lang genau das am Anfang sein kann, ist individuell unterschiedlich. Gehe besser am Morgen oder ab dem späten Nachmittag in die Sonne und meide die intensive Mittagssonne. Schütze deine Haut in der übrigen Zeit durch Kleidung, deinen Kopf & Nacken ggfs. durch das Tragen einer Cap oder eines Sonnenhutes.
Meinen Sonnenbrand letzte Woche habe ich mir an der Seite/teil des Rückens zugezogen, etwa von unter den Armen bis zum Po, genau in dem Bereich also, der, anders als meine längst gebräunten Arme und Schultern (denen nichts passiert ist), normalerweise von Top und Shorts bedeckt ist. Und ich war ausgerechnet über den Mittag am Strand, mehrere Stunden lang.

Pflege und etwas Schutz für die Haut bieten pure pflanzliche Öle wie Kokosöl oder Olivenöl – ja genau: die, die du auch in deiner Küche verwendest. Wie ich schon öfter sagte: schmiere dir nichts auf die Haut, was du nicht auch essen würdest! (Okay, genaugenommen esse ich auch schon seit Jahren kein Öl mehr, aber es ist noch nah genug dran. Olivenöl habe ich übrigens für die Haut noch nicht probiert, ich mag auch den Geruch nicht so, aber Kokosöl, hochwertiges, rohköstliches, verwende ich gern und oft für meine trockene Haut.)

Der beste Sonnenschutz von innen ist eine schadstoffarme, pflanzliche Ernährung, die reich an Vitaminen und Antioxidantien ist. Die individuelle Sonnenverträglichkeit ist zwar teilweise genetisch bedingt, lässt sich durch die Ernährung aber radikal beeinflussen! Je mehr Antioxidantien in deiner Nahrung sind, desto mehr Sonne verträgt deine Haut ohne zu verbrennen.

Nährende Sonne, essbares Sonnenlicht

Momentan erleben wir die dunkelste Zeit des Jahres; die Sonne zeigt sich nur kurz (wenn überhaupt) und vielen von uns wird durch ihr Fehlen bewusst, wie sehr wir das Sonnenlicht auf unserer Haut brauchen, um uns wohlzufühlen, körperlich und seelisch. Nicht zufällig erleben wir hier auf den Inseln zur Zeit die touristische Hauptsaison, mit Unmengen von Besuchern aus den kalten, dunklen Ländern Nordeuropas, die hierherkommen, um Sonne & Wärme zu tanken. Mir ist im Laufe des vergangenen, für mich sehr sonnenreichen Jahres, noch einmal mehr aufgefallen, wie nährend und heilsam die Sonne ist. Monatelang täglich in der Sonne zu leben, Sonne auf der Haut zu spüren, hat mir unglaublich gut getan & meinen Bedarf an fester Nahrung erkennbar sinken lassen.

Sonnenlicht nährt uns & kann uns heilen. Bei einem ausgiebigen Sonnenbad werden Giftstoffe aus der Haut herausgezogen; außerdem werden die Durchblutung und Sauerstoffversorgung der Haut verbessert, wodurch Verletzungen & Ausschläge besser heilen können. Bei Sonnenstrahlung auf der Haut bildet der Körper Vitamin D, das Immunsystem wird gestärkt & der Blutzuckerspiegel gesenkt. Bei einer Ernährung mit überwiegend süßen Früchten ist das Sonnenlicht notwendig zur besseren Verarbeitung des Zuckers. Die Sonne stärkt aber unsere Verdauungsenergie & kann durch ihre „Hitze“ die „kalte“ Rohkost ausgleichen. Die Schattenseite der monatelangen Hitze und Trockenheit, das Fehlen von frischen Wildkräutern, fällt dabei, wie ich bemerkt habe, nicht so sehr ins Gewicht, denn durch die viele Sonne brauchen wir weitaus weniger Grünzeug als gewohnt.

Ahnst du schon, warum ich dir ausgerechnet jetzt, wenige Wochen vor der Wintersonnenwende, etwas über die Vorzüge der Sonne erzähle? Nein, nicht um dich neidisch zu machen. Sondern, weil dieser Ausgleich – Sonne und Grünzeug – auch in die andere Richtung funktioniert. Chlorophyll, der Pflanzenfarbstoff, der den Blättern ihre grüne Farbe gibt, ist in der Zusammensetzung fast identisch mit unserem roten Blutfarbstoff, dem Hämoglobin. Es wirkt somit direkt blutbildend, hilft bei Entgiftung & Regeneration, unterstützt die Wundheilung & die Verdauung. Essbares Sonnenlicht. Energie pur. Mit all den Nährstoffen, die unser Körper benötigt: unter anderem die Vitamine A, C, K, B6, Folsäure. Auch B12, wenn wir die grünen Blätter ungewaschen verzehren. Calcium, Kalium, Magnesium und so weiter liefert uns das Grünzeug auch, & jede Menge sog. sekundäre Pflanzenstoffe.

Wildkräuter sind das absolute „Superfood“: sie enthalten weitaus mehr Vitalstoffe als jede Kulturpflanze. Und genau deshalb sind gerade in Deutschland und ähnlichen Klimazonen die Wildkräuter so unglaublich wichtig als Bestandteil einer funktionierenden, befriedigenden Rohkosternährung! Lass dir nicht einreden, du müsstest klimabedingt etwa auf tierische Produkte wie Eier oder Milch ausweichen – nutze, was die Natur dir in Hülle und Fülle anbietet und du bist bestens versorgt! Du findest Wildkräuter in Deutschland nahezu rund ums Jahr. Bei wirklich starkem Schneefall und Frost suche nach Brombeerblättern – geschmacklich ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber mit all den oben genannten Vorzügen sehr hilfreich, um über den Winter zu kommen. Auch wenn Kulturgrün im Vergleich wahrhaft blass aussieht: besser als gar kein Grünzeug ist es allemal. Wähle möglichst dunkelgrüne Blattgemüse wie Spinat, Mangold, Petersilie, Grünkohl – reich an Chlorophyll liefern sie dir deine tägliche Portion Sonnenlicht „von innen“. Je mehr davon du außerdem von außen tanken kannst, um so besser! Denn ab und an scheint die Sonne ja auch im November/Dezember 🙂

Entgiftung – Haut – Sonne

Nach David Wolfe („Die Sonnendiät“) verläuft die Entgiftung des Körpers nicht linear, sondern in Kreisen & Wellen; der Körper heilt in Zyklen, die Auflösung und Ausscheidung der in Jahren angesammelten Schlacken dauert ebenfalls Jahre. Wolfe rechnet einen Monat 100%iger Rohkosternährung pro Jahr mit erhitzter toxisch belasteter Kost. Je nach weiteren Belastungen (Impfungen, Umweltgifte etc) aus der Vergangenheit & nach „Naturferne“ des Lebensstils (fortbestehende Belastungen, mangelnde Bewegung usw) mag die Vergiftung durchaus noch länger dauern. Manche Rohköstler beobachten nach mehr als 20 Jahren Rohkosternährung noch die Entgiftung von Stoffen, die sie zuvor, vor 30 oder mehr Jahren, zu sich genommen haben!

Die Heilung des Körpers beginnt tief innen & arbeitet sich nach außen – was eine mögliche Erklärung dafür sein könnte, dass Heilungskrisen bei langjährigen Rohköstlern, die auf Jahre zurückliegende Vergiftungen oder auf aus der gegenwärtigen Umwelt aufgenommene Schadstoffe zurückzuführen sind, sich häufig durch Hautprobleme zeigen.

Viele Rohköstler beobachten nach einigen Jahren, parallel zur wachsenden Auflösung von Schlacken & Blockaden & zur damit einhergehenden wachsenden Offenheit zudem eine gesteigerte Empfindlichkeit gegenüber diversen Begleiterscheinungen unserer urbanen Zivilisation: Lärm, Menschenmassen, die permanente Geräuschkulisse der Großstadt, werden als zunehmend unangenehm & stressig empfunden. Möglicherweise offenbart sich diese Empfindsamkeit (Dünnhäutigkeit!) auch über die Haut?

Die Haut ist unser größtes Ausscheidungsorgan; gleichzeitig nehmen wir über sie aber auch Stoffe in unseren Körper auf. Kosmetika, chemisch belastete Kleidung usw tragen auf diesem Weg zur Belastung unseres Körpers mit Schadstoffen bei.

Umgekehrt lässt sich an der Haut auch gut die zunehmende Reinheit des Körpers ablesen: Pickel & Unreinheiten verschwinden, Falten mildern sich, die Haut wird straffer, glänzender, elastischer bei naturgemäßer Ernährung und Lebensweise. Neurodermitis heilt aus (was aber je nach Alter & Bestehensdauer der Krankheit eine Weile dauern kann.)

Mit am wichtigsten für das Wohlbefinden von Körper & Seele ist Sonnenlicht auf der Haut. Sonnenlicht nährt uns & kann uns heilen. Bei einem ausgiebigen Sonnenbad werden Giftstoffe aus der Haut herausgezogen. Bei Sonnenstrahlung auf der Haut bildet der Körper Vitamin D, das Immunsystem wird gestärkt & der Blutzuckerspiegel gesenkt. Bei einer Ernährung mit überwiegend süßen Früchten ist das Sonnenlicht notwendig zur besseren Verarbeitung des Zuckers. Gemäß den Regeln der traditionellen chinesischen Medizin ist das Gleichgewicht von warmer & kalter Nahrung sehr wichtig um den Körper im thermischen & energetischen Gleichgewicht zu halten: jedes Nahrungsmittel wird als heiss, warm, neutral, kühl oder kalt eingeordnet & Rohkost gilt als kühl bis kalt & ist aus der Sicht der TCM nur für Menschen mit viel „Hitze“ (wie z. B. Leistungssportler) zu empfehlen. Auch die Sonne stärkt aber unsere Verdauungsenergie – & kann durch ihre „Hitze“ die kalte Rohkost ausgleichen. Durch Sonnenlicht werden außerdem die Durchblutung & Sauerstoffversorgung der Haut verbessert, wodurch Verletzungen & Ausschläge besser heilen können.

Die unmittelbare Reaktion der Haut auf die Sonne zeigt den Grad der Vergiftung bzw Reinheit des Körpers an:

Im Alter von ca. 14 – 21 Jahren habe ich unter Sonnenallergie gelitten- Aufenthalte in der Sonne honorierte meine Haut mit juckenden, unschönen Ausschlägen. Nachdem ich mit 21 Jahren Fleisch aus meiner Ernährung gestrichen habe, verschwand auch die Sonnenallergie. Meine Haut blieb aber weiterhin sonnenempfindlich & ich bekam immer recht schnell einen Sonnenbrand & bräunte nur langsam. Seit ich roh esse, habe ich keinen einzigen Sonnenbrand mehr gehabt (obwohl ich keinerlei Sonnencremes benutze), und ich bemerke, dass ich jedes Jahr schneller bräune. In diesem Jahr ist mir zum ersten Mal aufgefallen, wie wichtig das direkte Sonnenlicht überall auf dem Körper ist: das Wohlbefinden beim Sonnenbaden (& danach) steigt tatsächlich noch einmal enorm, wenn keine Kleidung die Haut bedeckt.