Rohkost in Deutschland: Mitterteich

Was Mitterteich mit Rohkost zu tun hat? Und wo liegt das überhaupt??? Genau, in Bayern, keine 20km von der tschechischen Grenze entfernt. Der deutsche Sitz von lifefood befindet sich dort … eine Besichtigung hat leider nicht geklappt; dafür aber ein Besuch bei einem lieben Freund aus Hamburger Zeiten … in dessen Garten ohnehin viel köstlichere Dinge wachsen:

Helle Stachelbeeren - so lecker!

Helle Stachelbeeren – so lecker!

Frischluft

Zu Besuch bei meiner Tante in Frankreich. Zum ersten Mal seit einer Woche wieder in einem Haus. Nachdem wir eine Woche lang nur draußen oder im (gut belüfteten) Zelt geschlafen haben, habe ich es am Wochenende im Zimmer kaum ausgehalten. Wir haben das Fenster weit aufgemacht, so ging es schließlich. Erfreulicherweise herrschen auch hier, in den Midi-Pyrénées, Temperaturen von 38°C … ich hoffe, dass uns der Sommer noch lange, auch in Deutschland, wohlgesonnen ist, so dass wir möglichst viel draußen sein können. Es tut so viel besser als der Aufenthalt, insbesondere das Schlafen, in geschlossenen Räumen!

Auch andere Aspekte des „zivilisierten“ Lebens erscheinen mir momentan weniger angenehm als die natürlicheren Varianten. Sitzen auf einer Toilette statt auf dem Boden o. ä. zu hocken zum Beispiel. Klopapier statt waschen mit Wasser. Duschen indoor ist okay – das Wasser lässt sich ja glücklicherweise kalt einstellen & ist hierzulande auch nicht so gechlort wie vielerorts auf den Kanaren.

Woran ich übrigens nicht gedacht hatte bei der Ankündigung meines Besuches hier: meine Ernährungsweise vorab zu erklären. Ich hatte die Tante seit über 20 Jahren nicht gesehen & sie hatte offenbar noch nie von irgendwelchen „alternativen“ Ernährungsformen gehört. So wurden wir hier mit Bratkartoffeln & Würstchen empfangen … & meine dankende Ablehnung und Erklärung riefen großes Erstaunen hervor. Glücklicherweise hat sie die Ablehnung ihres Essens nicht persönlich genommen & fühlte sich auch nicht (wie es mir bei anderen Menschen schon häufiger begegnet ist) kritisiert. Sie hat uns ersatzweise ihre Obstschale angeboten (Charentaismelonen & Kirschen!), wir sitzen alle gemeinsam am Tisch, verspeisen jeweils, was wir so mögen & genießen unsere Unterhaltung. La vie en France 🙂

Roh von Portugal nach Frankreich

Seit Donnerstag sind wir wieder unterwegs, weiter auf unserer Reise gen Norden. Wir haben Portugal verlassen, nach einem ausgiebigen Mittagessen aus Zucchini, Gurke, Melde, Malve, Tomaten und Kichererbsen“matsch“ (eingeweichte, geriebene Kichererbsen). Unsere Gastgeber haben uns außerdem eine große Schale von den Kichererbsen und eine Zucchini mitgegeben – Reiseproviant für die nächsten Tage. Vielen Dank dafür! An einer nahegelegenen Quelle haben wir noch unsere Wasserflaschen aufgefüllt. Bei über 40°C sind wir am späteren Nachmittag losgefahren, in den Abend hinein. Das ausgiebige Mittagessen hat uns satt gehalten, bis wir abends um elf den anvisierten Campingplatz nahe Salamanca erreichten.

Auf der Fahrt über die Autobahn im Westen Spaniens sah es schlecht aus mit Verpflegung, keine Orte, keine Märkte am Weg. Schließlich haben wir ausnahmsweise in einem Supermarkt Melonen gekauft. Die sowie die aus Portugal mitgenommenen Vorräte und Mandeln & Datteln aus unseren Trockenvorräten haben uns bis San Sebastian, kurz vor der französischen Grenze, gut genährt. Das Kichererbsenmus scheint im Laufe der Tage zu fermentieren & schmeckt mittlerweile etwas säuerlich, aber immer noch sehr lecker. Ich habe den Eindruck, dass es so leichter verdaulich ist.

Im spanischen Teil des Baskenlands, nahe San Sebastian, haben wir wieder übernachtet und am Samstagmorgen auf einem Bauernmarkt mitten in der Altstadt von San Sebastian frisches Gemüse & Obst gefunden – Gurken, Zucchini, Salat, Möhren und bergeweise Kirschen!

Kirschen!

Kirschen!

sansebastianpilze

Nicht so spannend für uns, aber außer Tomaten gab es hier auch unzählige Sorten Pilze.



Anschließend ging es über die Grenze, nach Frankreich. Faszinierend: kaum hatten wir die Grenze überquert, veränderte sich das Erscheinungsbild komplett. Wald, jede Menge Grün, putzige kleine Dörfer, ganz anders gestaltet als die spanischen Ortschaften. Und: in jedem Dorf, durch das uns die Route Nationale führte, fanden wir Obst- & Gemüseläden und sogar Bioläden. Wir haben günstige Aprikosen gekauft – gekennzeichnet als „für Marmelade“, schon sehr reif, nicht so hübsch, aber köstlich! Und uns mit einem Gemisch aus Spanisch, Englisch, Deutsch und Französisch über den Obstregalen über die Vorzüge der unterschiedlichen Feigensorten (getrocknete noch, für die Frischen ist es hier noch zu früh) unterhalten.

Dieses Wochenende verbringen wir in den Midi-Pyrénées, am Montag geht es dann weiter. Ich kannte Frankreich außer Paris noch fast gar nicht & bin grad sehr begeistert von dem, was ich hier kennenlerne.

Natürlich leben in Portugal

Draußen schlafen, draußen duschen, draußen spielen, draußen arbeiten (im Garten, am Computer bin ich nur kurz & ausnahmsweise, um dir schnell ein paar Eindrücke unseres momentanen Aufenthaltsortes zu zeigen). Leben in Gemeinschaft zudem … wir genießen es!

Gegessen wird hier roh, ein wenig anders, als wir es sonst tun. Viel Zubereitetes gibt es, was mich im Großen & Ganzen wie üblich wenig reizt. Die „Kichererbsenküchle“ heute mittag haben mir allerdings auch geschmeckt! Aus eingeweichten, geriebenen Kichererbsen, Tomate und Zwiebel. Echt lecker & unglaublich sättigend. Ansonsten genieße ich essensmäßig Früchte & Grünes frisch aus dem Garten: Zucchini, Melde, Malve, Himbeeren, die ersten Frühfeigen, …

… und die Temperaturen von annähernd 40°C. Bei denen wir hier, obgleich in Portugal scheinbar sonst nicht so üblich, nachmittags Siesta machen. Ich versuch mal, ein bissel davon mitzubringen nach Deutschland … oder hast du es dort mittlerweile auch etwas wärmer?

Unser Outdoor-Schlafplatz

Unser Outdoor-Schlafplatz

Wegwarte (aus der Familie der Endivien)

Wegwarte (aus der Familie der Endivien)

Blick über einen Teil der Farm

Blick über einen Teil der Farm

Himbeere :)

Himbeere 🙂

Palmkohl

Palmkohl

Festland

Die ersten Eindrücke auf dem europäischen Festland: der Himmel ist schon hier nicht ganz so blau wie daheim, es wird früher hell & später dunkel, aktuell haben wir fast 40°C.

Angekommen in Europa, nach einer 32stündigen ziemlich fürchterlichen Fährenfahrt (ich sag nur: _ich_ hätte keinen Proviant gebraucht für diese 32 Stunden, noch nie zuvor war ich derart seekrank 🙁 … naja, der Tochter ging es glücklicherweise gut und sie hat sich, dank ausgiebiger Vorräte an knusprigen Sonnenblumenkernen und Pizzakräckern, Tomaten und Gurken wunderbarst selbst versorgt).

Nach einer Nacht im Zelt, nah dem wunderschönen Strand von Mazagón … kilometerweit heller Sand, was für ein Anblick!. (Alex & Julia haben es kürzlich gebloggt, dort findest du auch Fotos.) … haben wir das brütend heiße Andalusien und Huelva durchquert & sind jetzt für ein paar Tage in Portugal, zu Gast bei einer Rohkostfamilie, wo wir Gesellschaft & natürliches Leben genießen. Darum heute nur kurz & ohne Fotos … ich mag nämlich grad keine Minute länger am Computer sitzen.

Venga vamos – auf geht’s!

Heute geht es los, unsere Sommerreise beginnt. Das Auto ist vollgepackt, Zelt, Schlafsäcke, Kleidung, Malsachen, Schreibzeug & was wir noch so glauben, in den kommenden 4 Monaten zu brauchen. 30 Stunden Fährfahrt liegen vor uns, eine Nacht auf dem spanischen Festland danach & dann geht es erstmal nach Portugal.

Einen nicht unbeträchtlichen Teil unseres Reisegepäcks macht unser Proviant aus. Unter anderem eine große Kiste frischer Früchte … da wir derartiges auf der Fähre vermutlich eher nicht bekommen werden. Auf Bananen steht momentan keine von uns beiden so wirklich, weshalb wir diesmal auf die doch eigentlich so praktischen Reisebegleiter verzichten. Stattdessen gibt es Papayas, Gurken, Tomaten, ein paar Mangas und eine Melone.

Unsere trockenen Vorräte wurden auch noch aufgestockt … durch ein in letzter Minute eingetroffenes Care-Paket der Firma Keimling, die unseren rohköstlichen Europa-Trip mit Feigen, Mango, Zedernkernen und Pizzacräckern sponsorn. Vielen Dank dafür!

Reiseproviant

Reiseproviant

Abschied

Abschied vom Banana House … vielen Dank, es war eine wunderschöne Zeit!