Sperren und die Verhinderung zu schneller Entgiftung

Was es mit Entgiftung auf sich hat, wodurch sie gefördert wird, wie lange sie andauert, wie du damit sinnvoll umgehst, warum Achtsamkeit (auch) beim Essen wichtig ist und was das Ganze mit Sperren (was ist das überhaupt?) zu tun hat – darum geht es in diesem Artikel.

Unser Körper hat die natürliche Begabung, sich zu heilen. Zu reinigen von allem, was ihn belastet. Das macht er ständig. So gut er kann. Manche Lebensgewohnheiten fördern und unterstützen dies (z. B. sinnvolle Bewegung, frische Luft, Sonne auf der Haut, eine natürliche Ernährung, ein bewusster Umgang mit deinen Emotionen & Gedanken usw.), andere hemmen oder verhindern diese Reinigungsprozesse, und/oder bewirken genau das Gegenteil, nämlich Vergiftung, Belastung, Blockaden … die der Körper dann wiederum zu bewältigen versucht. Dazu gehören, neben ungeeigneter Nahrung, auch alle Arten von Umweltgiften, Strahlung, sog. Genussgifte (Tabak, Alkohol, andere Drogen), ein bewegungsarmer Alltag, Kosmetika und andere Chemikalien auf der Haut, das Verdrängen von Emotionen usw.

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Emotionale Heilung

Fehlendes Wohlbefinden, Krankheit, ist nicht nur in unserem physischen Körper begründet. Und auch nicht immer & vollständig nur auf physischer Ebene zu heilen. Auch Blockaden, Verletzungen, Vergiftungen, Ungelebtes auf emotionaler, mentaler und spiritueller Ebene unseres Hier-Seins manifestieren sich oftmals in physischen Symptomen oder gar Krankheiten. Und, selbst wenn sie das (noch) nicht tun, schränken doch unser Wohlbefinden, unser grundlegendes Glücklichsein sein.

Eine rohköstliche, natürliche, achtsame und liebevolle Art und Weise, deinen Körper zu nähren, trägt meistens enorm zur Heilung bei. Zunächst auf körperlicher Ebene, weiterhin auch unterstützend in den anderen Bereichen.

Wie es auch körperlich bei den meisten zu mehr oder weniger starken und unangenehmen Entgiftungserscheinungen kommt, geschieht dies nach der Umstellung auf eine leichtere Ernährung früher oder später auch auf den anderen Ebenen. Und ja, das fühlt sich oftmals einfach so gar nicht gut an. Ist eventuell gar noch schwerer zu ertragen als körperliche Entgiftungserscheinungen. Denn so viele von uns haben gelernt, seelischen Schmerz möglichst schnell zu vermeiden, ihn mit Essen oder anderem zu betäuben, oder uns abzulenken.

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Wunderwerk Körper. Alle Krankheit ist nur eine Reaktion auf das, womit wir unseren Körper & unsere Seele nähren

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„Jede unserer Zellen ist hergestellt aus Teilen der Welt, die wir aufgenommen und verwandelt haben. Alle Menschen sind verzaubertes Essen.“

Ein Zitat der Philosophin Catherine Newmark, gefunden in: Formbewusstsein. Eine kleine Vernetzung der alltäglichen Dinge, Frank Berzbach – danke für den Hinweis an jademond 🙂

Nicht nur was wir essen, sondern alles, was wir in unseren Körper aufnehmen, und auch alles, womit wir unsere Seele und unseren Geist nähren (oder eben nicht), trägt dazu bei, was wir sind, wie wir uns fühlen, wie gesund wir sind. Krankheit, wie die Schulmedizin sie beschreibt, ist keine Folge irgendwelcher Viren oder Bakterien, sondern Reaktion unseres Körpers auf das, womit wir Körper, Geist und Seele füttern.
Eine Reaktion eines Körpers, der sein Bestes tut, sich zu entgiften. Zu reinigen. Zu heilen. Verfallserscheinungen, wie sie allgemein den zunehmenden Jahren zugeschrieben werden, sind ebenfalls durch unsere Ernährung, unsere Gewohnheiten, unsere Geisteshaltung und unser Seelenleben bedingt. Und keineswegs so unausweichlich, wie von dem meisten angenommen.

Rohe Kost – so viel mehr als nur eine Ernährungsform

Rohkost ist – oder kann es sein, wenn du es zulässt – so viel mehr als nur eine Ernährungform, eine Diät, mit der du mal eben schnell deine Krankheiten heilst. An Krankheiten in dem Sinne, wie die Schulmedizin sie kennt, glaube ich ohnehin nicht. Wenn du hier schon länger liest, weisst du das ;). Du wirst nicht plötzlich und aus heiterem Himmel krank, „erleidest“ nicht als Opfer irgendwelche Krankheiten. Die Ursache einer sog. Krankheit ist auch nicht, dass du dich „erkältet“ = verkühlt hast, oder dich irgendwo angesteckt hast. Jedes als „Krankheit“ bezeichnete Symptom bzw. Syndrom ist ein Versuch deines Körpers, sich auf die bestmögliche Art zu heilen, zu reinigen, von Schadstoffen zu befreien. Medikamente einzunehmen stoppt diesen Prozess zwar und unterdrückt häufig die Symptome, schadet aber letzten Endes meistens mehr als es nützt, weil es eben die Reinigung des Körpers verhindert.

Rohkost heilt nicht!!! Auch spezielle Superfoods nicht. Nicht einmal Wildkräuter. Doch sie gibt deinem Körper die Gelegenheit, sich zu reinigen, während er optimal mit Nährstoffen versorgt wird. Und sich so selbst zu heilen – das kann er nämlich perfekt.

Zu Beginn einer Rohkosternährung treten daher oftmals erst einmal neue Beschwerden/“Krankheiten“ auf. Je nach Alter und Zustand deines Körpers kann das durchaus auch über eine längere Zeit andauern. Das zeigt, dass der Körper sich nun befreit. Entgiftet. Alles, was nicht zu ihm gehört, was ihm nicht gut tut, loslässt.

Und das geschieht übrigens nicht nur auf körperlicher, sondern ebenso auf emotionaler und spiritueller Ebene. Auch hier schafft eine natürliche, von Gift- und Suchtstoffen befreite Ernährung Raum für Heilung.

Das alles ist sicher nicht immer angenehm, bietet dir jedoch weitaus größere Chancen als einfach nur einen schlankeren, schöneren, fitteren Körper zu bekommen. Rohkost kann dir helfen, Blockaden auf allen Ebenen – Körper, Geist & Seele – zu lösen. Vergiftungen, Konditionierungen, Limitierungen. Sofern du deine Ernährung als Reise, als Weg zu dir selbst betrachtest und sie nutzt, um dich selber besser kennen zu lernen. Und beim Essen auf deinen Körper hörst, statt dich an Dogmen zu klammern und irgendwelchen Regeln zu folgen. (Das gilt natürlich nicht nur fürs Essen, sondern für alles, was du so tust.)

Rohkostkonzepte als Inspiration zu verstehen und sie auszuprobieren – daran ist sicher nichts verkehrt. Doch das wahre Potenzial hier liegt in der Chance, dich von allen Konditionierungen zu befreien! Nicht etwa, sie durch Neue zu ersetzen – was nur allzu leicht passiert; sind doch die meisten von uns dazu erzogen worden, unser Leben an Regeln und Maßstäben des Verstandes auszurichten, statt auf unsere Intuition zu hören und ihr zu folgen.

Nutze die Chance, beim Ausprobieren und Herumspielen herauszufinden, was DIR wirklich gut tut. Was du brauchst – und was nicht. Bewusst essen und leben … & bewusst dabei bleiben, denn Bedürfnisse ändern sich eben auch.

Der Sinn einer Ernährungsumstellung ist nicht, neue Dogmen und Limitierungen zu schaffen! Ich esse seit vielen Jahren zu 100% roh – nicht, weil ich mir das zur Regel gemacht habe. Sondern, weil es mir damit gut geht. Weil ich mich immer wieder für das entscheide, was sich richtig und gut anfühlt und mir gut tut.

Wähle dein Essen nicht aus Angst, oder aufgrund von Vorschriften, auch keinen selbstgemachten.

Lass deine Nahrungswahl eine Wahl FÜR das Leben, für dich, aus Liebe zu dir, deinem Körper, der Welt sein.

Liebe & Licht für dich

Einfache & liebe-volle Rezepte zum Ausprobieren & Kennenlernen findest du in meinen eBooks – zum Beispiel „Rohkostrezepte voller Leben & Liebe“ … oder schau dich einfach mal um

(Selbst-)Heilung & Schönheit. Eine Buchvorstellung.

Ich hab mal wieder gelesen. Ein Buch zum Thema Heilung, das ich dir hier gern vorstellen möchte. „Heile dich schön“ von Markus Rothkranz.

Ein toller Ansatz für das Thema, wie ich finde. Eitelkeit siegt. 😉 Für all die, die (noch) nicht wirklich unter lebensbedrohlichen oder stark einschränkenden Krankheiten leiden bzw. deren Leidensdruck durch Krankheiten oder mangelndes Wohlbefinden nicht hoch genug ist, ist doch meist ihr Aussehen von Bedeutung. Und wer wünscht sich nicht, ewig jung und schön auszusehen? Frei von Falten, Pickeln, Flecken zu sein, einen straffen Körper zu haben usw.

Dass das möglich ist, mehr noch: dass du nicht nur jünger aussehen, sondern sogar jünger werden kannst & wie das geht, das zeigt Markus Rothkranz an seinem eigenen Beispiel und darüber schreibt er in diesem Buch.

Schönheit, so sagt er, ist gleichbedeutend mit Gesundheit. Ohne Gesundheit ist wirkliche Schönheit auch mit allen künstlichen Hilfsmitteln, Operationen usw. nicht möglich.

An deinem Aussehen, an jedem Pickel, jeder Falte, lässt sich erkennen, wie es um deine Gesundheit, um den Zustand deiner Organe bestellt ist. Markus Rothkranz zeigt in seinem Buch, wie alles miteinander zusammenhängt. Gesicht und Organe, du und die Welt.

Interessant an dem Buch finde ich vor allem die Darstellungen zu den Organzusammenhängen. Welche Teile deines Gesichts & deines übrigen Körpers mit welchen Organen in Zusammenhang stehen. Wie du lernen kannst, deine Falten, Pickel, Ausschläge usw. zu „lesen“ – und was du sinnvollerweise tun kannst, um sie verschwinden zu lassen.

Was mir außerdem gut gefällt, sind die unzählige Male wiederholten Hinweise darauf, dass es nicht um die Oberfläche allein geht. Dass du deinen Körper reinigen – und anschließend sauberhalten – musst, wenn du wirklich heil (gesund) und schön sein willst. Dass es keine Abkürzungen gibt und die wertvollsten Kräuter, Superfoods, Wundermittel dich nicht retten werden, wenn du nicht zuvor die grundlegenden Probleme behebst. In seinen trotzdem vorhandenen Auflistungen wundersamer Mittel fehlen neben exotischen Kräutern und über Markus selbst zu beziehenden Spezialmischungen auch nicht die Verweise auf die in der Natur frei erhältlichen wertvollen Wildkräuter.

Insgesamt ein locker & überzeugend geschriebenes und leicht zu lesendes Einsteigerbuch mit vielen wertvollen Tipps für Menschen, die nach neuen Wegen zu mehr Wohlbefinden, Schönheit und Gesundheit suchen. Und eben ein überzeugender Ansatz, um Menschen zu Veränderung zu bewegen.

Denn diese Welt, die Menschheit, braucht Veränderung. Umdenken. Veränderung unserer Lebensgewohnheiten. Bevor wir uns selbst und alles andere hier zerstören. (Oder, vielleicht eher, die Erde sich von unserer physischen Präsenz befreit.) Und Veränderung beginnt immer in dir selbst. Heilst du dich, so heilst du auch die Welt. Selbst wenn du aus eitlen, oberflächlichen Motiven damit beginnst, wirst du mit der Veränderung deiner Ernährungs- und Lebensweise eine Erfahrung machen, die dich weit über dein Aussehen hinaus verändern wird. Und sich auf das gesamte Universum auswirken wird.

Herzlichen Dank an den Hans-Nietsch-Verlag, der mir das Buch zur Verfügung gestellt hat! Beziehen kannst du es direkt über den Verlag, oder hier über amazon.

(Selbst-)Heilung

Ist Leben = Heilen? Manchmal scheint es mir, als ob das Leben hier zu einem großen Teil aus Heilen besteht. Wir heilen unseren Körper und unsere Seele von den ererbten oder erworbenen Verletzungen und daraus entstandenen Symptomen. Das, was meist „Krankheit“ genannt und mit irgendeinem Label versehen wird, ist in Wirklichkeit die (jeweils bestmögliche) Reaktion unseres Systems auf das, was wir erleben. Wir, unser Körper bzw. unsere Seele, finden im Laufe dieses Lebens Wege, mit dem, was auf uns einwirkt, umzugehen. Manchmal führt das zu Blockaden und damit zu das Wohlbefinden beeinträchtigenden Symptomen. Diese Blockaden wieder zu lösen, Energien und Liebe frei fließen zu lassen, das ist Heilung. Und Leben. Heilung verstehe ich dabei absolut nicht als Leidensweg, weg von „falsch“ zu „richtig“ oder so. Den Ansatz: zu vertrauen, zu wissen, dass unser Körper und unsere Seele perfekt sind, wie sie sind, finde ich sehr hilfreich für den Heilungsansatz. Denn das Gegenteil – sich selbst als irgendwie „falsch“ anzusehen und Teile von sich selbst zu bekämpfen – scheint mir kontraproduktiv. Alles, was uns blockiert, was schmerzt oder uns sonstwie beeinträchtigt, lehrt uns etwas über uns selbst.

Jede Heilung, davon bin ich überzeugt, ist eine Selbst-Heilung. Die unheimlich viel mit Vertrauen zu tun hat. Vertrauen in dich selbst! Du selbst, inklusive deinem Körper, hast eine enorme Fähigkeit, dich selbst zu heilen.

Heiler*innen & Therapeut*innen können dich dabei unterstützen – vor Allem dadurch, dass sie dir helfen, wieder mehr auf dich selbst zu achten. Für dich zu sorgen & an deine Heilung zu glauben. Blockaden zu identifizieren und zu beseitigen. Doch selbst wenn es so scheint, als ob ein Medikament oder eine andere Behandlung dich geheilt hätte: es mag dir geholfen haben, doch geheilt hast du dich letzten Endes selbst!

Die beste Art, deinen Körper dabei zu unterstützen, ist, ihn nicht davon abzuhalten. Also auf ihn zu hören & ihm zu geben, was er braucht. Ihn so weit wie möglich zu befreien von dem, was ihn belastet und ihn damit von seinem natürlichen Zustand, dem der vollständigen Gesundheit, entfernt. Und natürlich gilt dasselbe auch für dein übriges Selbst, deine Seele, dein Herz … Belastungen der Seele beeinträchtigen das Wohlbefinden im gleichen Maße und können sich, bei andauernder Missachtung, auch in körperlichen Symptomen manifestieren.

In meinem Bild von mir und der Welt, in dem alles miteinander verbunden ist, alles ein Zusammenspiel von Energien ist, bedeutet Heilsein für mich so etwas wie Gleichgewicht und freies Fließen der Energien. Krankheitssymptome deuten darauf hin, dass etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist. Und/oder irgendwo Blockaden bestehen. Die Lösung besteht folglich darin, Blockaden zu entfernen bzw. das Gleichgewicht wiederherzustellen.

Als potentielle Hilfsmittel auf der physischen Seite sehe ich dabei vor allem Optimierungen der täglichen Gewohnheiten (Ernährung, Bewegung, Atem (Luftqualität & Atemtechnik), ausreichend Erholungsphasen, Körperhaltung usw usw.). Darüberhinaus wirken meiner Erfahrung nach vor allem alle Arten von Körperarbeit und Anwendungen wie Massagen sehr hilfreich. Vielleicht kann gelegentlich auch die verstärkte Aufnahme bestimmter Kräuter oder anderer Nahrungsmittel unterstützend wirken – dann (und nur dann!), wenn der Körper wirklich deutlich danach verlangt.

An spezielle Wundermittel, egal ob pharmazeutischer oder natürlicher Herkunft, deren Einnahme trotz Beibehaltung ungesunder Lebensgewohnheiten und ohne Hinterfragung des Lebensstils und der Lebensinhalte Beschwerden heilen soll, glaube ich nicht.

Viele haben allein mit einer Umstellung ihrer Ernährung – sei es auf eine vollständige Rohkost oder „nur“ weg von Industrienahrung hin zu natürlicherer Nahrung – und/oder ihrer Lebensgewohnheiten (Bewegung, mehr Sonne, mehr draußen sein, weniger „Pflichtprogramm“ und mehr von dem, was glücklich macht, usw. ) erstaunliche Heilungserfolge sowohl bei physischen als auch bei psychischen Problemen erzielt.

Andere haben nicht minder erstaunliche Heilungen durch mentale Arbeit, Perspektivwechsel, Änderungen ihres Lebensalltags (hin zu mehr Freude, dem Herzen folgen) erreicht.

Ich glaube, wir sind gleichermaßen Körper – Seele – Geist. Und alles beeinflusst sich gegenseitig. Auf dem Weg zur Heilung scheint es mir am sinnvollsten, sich um alle Bereiche gleichermaßen zu kümmern.

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Kälte & inneres Feuer

Ich nehme die Herausforderung an! Danke für diese neue Chance! Kälte. Und die Aktivierung meines inneren Feuers. Tummo. Wim Hof Methode. Danke!!! an Clemens, der mir davon erzählt hat. Ich bin seinem Hinweis sofort nachgegangen. Und habe dies dabei gefunden:

Hast du schon von Wim Hof und seiner Methode gehört? Damit kannst du lernen, extreme Temperaturen auszuhalten, extreme körperliche Beanspruchungen zu bewältigen, dein Immunsystem willentlich zu steuern, dich selbst zu heilen. Klingt gut, oder? Und das ist nicht nur für High Sensation Seeker und andere Adrenalin Junkies interessant. Sondern für jede*n, der sich mal wieder richtig spüren will. In körperlicher und auch in seelischer Hinsicht. Und für jede*n, die zu dieser Jahreszeit dauernd friert, wie ich ;). Die Lösung liegt – wie immer – NICHT darin, sich am Ofen oder unter der Bettdecke zu verkriechen, vor der Herausforderung wegzulaufen. Sondern sich ihr zu stellen!

Mit Atem- und Kälteübungen kannst du lernen, dein inneres Feuer zu aktivieren. Ähnlich wie bei der tibetischen Tummo-Technik; einer Meditationstechnik bei der es ebenfalls um die Aktivierung des inneren Feuers geht. Ziele der Tummo-Meditation sind

  • Kontrolle über die Körpertemperatur
  • Überleben in kalten Temperaturen
  • Stärkung von Körper und Geist
  • Freisetzung körpereigener Heilkräfte

Es geht also um die Wärmeerzeugung durch die Erhöhung der Körpertemperatur. Dafür wird Energie von innen nach außen gelenkt. Statt Holz im Kamin für Wärme von außen wird hierbei Negatives aus Gedanken, Gefühlen und Einstellungen „verbrannt“. So schützt die Wärme den Körper und den Geist gleichermaßen.

Dein inneres Feuer wirkt auf allen Ebenen:

  • Auf der physischen Ebene erhöht es die Körpertemperatur, die Hitze der Verdauung und des Metabolismus, welcher die chemischen Reaktionen zu Grunde liege.
  • Auf einem energetischen Level brennt Tummo alle emotionalen Blockaden frei.
  • Auf dem Level des Verstandes ist Tummo die Quelle von Liebe, Glück und Freude
  • Und auf der spirituellen Ebene ist Tummo das Brennen in deiner Seele, das dich dazu bewegt, für das, was dir am Herzen liegt, für das, wozu du hergekommen bist, zu kämpfen.

Auf Verstandes-, Seelen- und emotionalem Level spüre ich mein inneres Feuer schon sehr lange, und immer mehr. Mehr davon ist in jedem Bereich natürlich herzlich willkommen, doch insbesondere auf physischer Ebene kann es definitiv Unterstützung gebrauchen. 🙂

Und wie funktioniert das nun?

Während die Tummo-Meditation ein hohes Maß an meditativen Fähigkeiten und spiritueller Kenntnis voraussetzt, gibt es von Wim Hof ganz klare, praktische Atem- & Kälteübungen, die du ohne jegliche Vorkenntnisse durchführen kannst. Wesentlich ist nur dein Fokus, deine Entschlossenheit, deine Bereitschaft, deine Komfortzone zu verlassen: Willst du etwas mit dieser Methode erreichen, dann solltest du die Übungen täglich durchführen!

Atemübung

Lies dir zuerst alle Schritte der Übung aufmerksam durch, bevor du beginnst!

  1. Führe die Übung mit leerem Magen durch; am Besten gleich morgens nach dem Aufstehen. Mach es dir bequem und schließe deine Augen. Setze dich in eine meditative = entspannte Haltung, auf einen Stuhl, Couch, Boden, … wichtig ist, dass du Dich entspannst und die Lungen sich frei entfalten können.
  2. Aufwärmen: Atme tief ein, solange, bis du einen leichten Druck von innen auf den Solar Plexus spürst. Halte die Luft für einen Moment. Atme vollständig aus. Lasse die Luft vollständig aus deinen Lugen entweichen. Halte das für einen Moment. Wiederhole die Übung 15mal.
  3. 30 Power Breaths: Stelle dir vor, du bläst einen Luftballon auf. Atme tief durch die Nase ein und puste die Luft durch den Mund hinaus. Zieh den Bauch bei der Ausatmung ein, um die Luft aus den Lungen zu drücken. Wiederhole diese Übung für 30-40 mal, bis dein Körper mit Sauerstoff gesättigt ist. Anzeichen dafür sind, Schwindel, Kribbeln in den Gliedmaßen und Gesicht, das Gefühl von leichten Stromschlägen.
  4. Scanne deinen Körper (für Fortgeschrittene): Während du die 30-40 mal die Atmung wiederholst, beobachte deine Körper von der Zehenspitze bis zum Scheitel. Bewege deine Aufmerksamkeit über den ganzen Körper und versuche dabei jeden Punkt zu spüren. Wenn du einen Punkt nicht spüren kannst, lenke die Aufmerksamkeit und Energie der Atmung dort hin, bis du etwas spüren kannst. (So löst du emotionale Blockaden und Traumen auf). Spüre wie sich der ganze Körper mit Wärme und Licht füllt. Spüre, wie all das Negative wegbrennt. Es kann sein, dass du während der Übung Lichtblitze und helle Lichter wahrnimmst, was aber ganz normal ist.
  5. Luft anhalten: Nach den 30 schnellen Atemzyklen, atme noch einmal voll ein, fülle deine Lungen vollständig mit Luft, ohne dabei zu viel Kraft anzuwenden. Atme vollständig aus und halte den Atmen solange du kannst, bis der Atemreflex kommt. Zwinge dich nicht über dein Limit hinaus. Entspanne Dich.
  6. 10 Sekunden einatmen: Atme für 10-15 Sekunden ein, halte für 10-15 Sekunden, atme aus.
  7. Manche Anleitungen im Internet sagen, du sollst 4 Runden des ganzen Programms durchführen. Ich habe am ersten Tag 1,5 Runden geschafft und dann abgebrochen, weil mir schon ganz schwindelig und kribbelig wurde. Wahrscheinlich ist es besser, die Dauer der Durchführung langsam zu steigern. Auch hier gilt, wie bei allem im Leben: Höre immer auf dein eigenes Gefühl! Wenn du dich komisch fühlst, zu schwindelig fühlst oder dergleichen, hör lieber auf. Mach immer nur so viel, dass es sich für dich gut und richtig anfühlt.
  8. Wenn du magst, kannst du die Stille in deinem Kopf nach der Atemübung ausdehnen & direkt in eine Meditation übergehen.

Kälteübung

Kalt duschen. Wenn du das noch nicht tust, beginne mit Wechselduschen. Dusche erst warm, dann kalt. Verkürze die warme Dusche immer weiter, bis du nur noch kalt duscht. Bei der kalten Dusche arbeite dich mit dem kalten Wasser von außen nach innen, von unten nach oben, von den Extremitäten Richtung Herz. Beginne mit den Füßen und Armen, bevor du Bauch, Brust, Rücken duscht. Überfordere dich nicht – wenn es zu unangenehm wird oder du Schmerzen bekommst, schalte das Wasser kurz auf warm und versuche es danach erneut. Dehne die kalte Dusche im Laufe der Zeit weiter aus. Versuche, dich zu entspannen & ruhig in die Kälte hinein zu atmen. Beobachte, wie du dich danach fühlst. Während mich eine warme Dusche eher träge macht, fühle ich mich nach einer kalten Dusche wunderbar belebt. Und hier bedeutet „kalt“ wirklich KALT … das Wasser ist Grundwasser, aus irgendwas zwischen 65 und 80 Meter Tiefe.

Der Effekt der kalten Dusche: die Muskeln, insbesondere die rund um deine Venen werden gestärkt. Deine Venen werden gestärkt & halten die Körperkerntemperatur viel besser aufrecht. Deine Durchblutung und dein gesamtes Herz-Kreislauf-System werden gestärkt & verbessert.

Wenn dir die kalten Duschen zur lieben Gewohnheit geworden sind, kannst du einen Schritt weitergehen: Eisbaden! Dafür brauchst du entweder ein kaltes, natürliches, sauberes Gewässer in deiner Nähe. Oder (sowieso im Sommer) eine Badewanne und viele Eiswürfel. Das Wasser sollte maximal 10°C haben. Steig hinein und versuche, für den Anfang 10 Minuten drin zu bleiben. Steigere das langsam. Wenn du dich dabei unwohl fühlst, geh raus aus dem Bad!

Hinweis : Dies ist eine Anleitung, die du auch an vielen anderen Stellen im Internet findest. Ich führe das momentan selber nach dieser Anleitung durch (das Atmen und das kalte Duschen) und achte dabei sorgsam darauf, wie ich mich damit fühle. Ich gehe davon aus, dass du ebenfalls auf dich aufpasst & selber weisst bzw. mit angemessener Vorsicht ausprobierst, was dir gut tut und was nicht! Wenn du dich unwohl fühlst damit, hör auf bzw. tu es nicht!

Auch noch hervorhebenswert finde ich die Frage deiner mentalen Einstellung (zum Klima ebenso wie zu allen Herausforderungen, externe und interne). Ich habe mich hier wochenlang so sehr nach der Wärme gesehnt und mich gegen die zunehmende Kälte gewehrt. Erst der Hinweis auf diese Methoden hat mich wachgerüttelt. Mit etwas mehr „Lieben was ist“ komme ich auch mit dem Klima hier viel besser zurecht. Selbst wenn es nicht mein Lieblings-Wohlfühl-Klima ist 😉 (Heute, während ich dieses schreibe, funktioniert die Heizung seit Tagen nicht, draußen sind es unter 10 Grad Höchsttemperatur, nachts ca. 3.) Also: Winter, Portugal, ich nehme die Herausforderung an & entscheide mich, dich zu lieben! 😉 🙂


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