Rohe Kost – so viel mehr als nur eine Ernährungsform

Rohkost ist – oder kann es sein, wenn du es zulässt – so viel mehr als nur eine Ernährungform, eine Diät, mit der du mal eben schnell deine Krankheiten heilst. An Krankheiten in dem Sinne, wie die Schulmedizin sie kennt, glaube ich ohnehin nicht. Wenn du hier schon länger liest, weisst du das ;). Du wirst nicht plötzlich und aus heiterem Himmel krank, „erleidest“ nicht als Opfer irgendwelche Krankheiten. Die Ursache einer sog. Krankheit ist auch nicht, dass du dich „erkältet“ = verkühlt hast, oder dich irgendwo angesteckt hast. Jedes als „Krankheit“ bezeichnete Symptom bzw. Syndrom ist ein Versuch deines Körpers, sich auf die bestmögliche Art zu heilen, zu reinigen, von Schadstoffen zu befreien. Medikamente einzunehmen stoppt diesen Prozess zwar und unterdrückt häufig die Symptome, schadet aber letzten Endes meistens mehr als es nützt, weil es eben die Reinigung des Körpers verhindert.

Rohkost heilt nicht!!! Auch spezielle Superfoods nicht. Nicht einmal Wildkräuter. Doch sie gibt deinem Körper die Gelegenheit, sich zu reinigen, während er optimal mit Nährstoffen versorgt wird. Und sich so selbst zu heilen – das kann er nämlich perfekt.

Zu Beginn einer Rohkosternährung treten daher oftmals erst einmal neue Beschwerden/“Krankheiten“ auf. Je nach Alter und Zustand deines Körpers kann das durchaus auch über eine längere Zeit andauern. Das zeigt, dass der Körper sich nun befreit. Entgiftet. Alles, was nicht zu ihm gehört, was ihm nicht gut tut, loslässt.

Und das geschieht übrigens nicht nur auf körperlicher, sondern ebenso auf emotionaler und spiritueller Ebene. Auch hier schafft eine natürliche, von Gift- und Suchtstoffen befreite Ernährung Raum für Heilung.

Das alles ist sicher nicht immer angenehm, bietet dir jedoch weitaus größere Chancen als einfach nur einen schlankeren, schöneren, fitteren Körper zu bekommen. Rohkost kann dir helfen, Blockaden auf allen Ebenen – Körper, Geist & Seele – zu lösen. Vergiftungen, Konditionierungen, Limitierungen. Sofern du deine Ernährung als Reise, als Weg zu dir selbst betrachtest und sie nutzt, um dich selber besser kennen zu lernen. Und beim Essen auf deinen Körper hörst, statt dich an Dogmen zu klammern und irgendwelchen Regeln zu folgen. (Das gilt natürlich nicht nur fürs Essen, sondern für alles, was du so tust.)

Rohkostkonzepte als Inspiration zu verstehen und sie auszuprobieren – daran ist sicher nichts verkehrt. Doch das wahre Potenzial hier liegt in der Chance, dich von allen Konditionierungen zu befreien! Nicht etwa, sie durch Neue zu ersetzen – was nur allzu leicht passiert; sind doch die meisten von uns dazu erzogen worden, unser Leben an Regeln und Maßstäben des Verstandes auszurichten, statt auf unsere Intuition zu hören und ihr zu folgen.

Nutze die Chance, beim Ausprobieren und Herumspielen herauszufinden, was DIR wirklich gut tut. Was du brauchst – und was nicht. Bewusst essen und leben … & bewusst dabei bleiben, denn Bedürfnisse ändern sich eben auch.

Der Sinn einer Ernährungsumstellung ist nicht, neue Dogmen und Limitierungen zu schaffen! Ich esse seit vielen Jahren zu 100% roh – nicht, weil ich mir das zur Regel gemacht habe. Sondern, weil es mir damit gut geht. Weil ich mich immer wieder für das entscheide, was sich richtig und gut anfühlt und mir gut tut.

Wähle dein Essen nicht aus Angst, oder aufgrund von Vorschriften, auch keinen selbstgemachten.

Lass deine Nahrungswahl eine Wahl FÜR das Leben, für dich, aus Liebe zu dir, deinem Körper, der Welt sein.

Liebe & Licht für dich

Einfache & liebe-volle Rezepte zum Ausprobieren & Kennenlernen findest du in meinen eBooks – zum Beispiel „Rohkostrezepte voller Leben & Liebe“ … oder schau dich einfach mal um

Leben & (am) Leben lassen

Ich bezeichne meine Art der Ernährung gern als lebendige Nahrung. Nahrung voller Leben & Liebe. Etwas sachlicher ausgedrückt wird das meist als vegane Rohkost. Früchte- & grünbasiert. Sowohl beim Essen als auch sonst in meinem Leben ist es mir sehr wichtig, möglichst wenig Schaden anzurichten. Nach Möglichkeit nicht absichtlich oder unachtsam zu verletzen oder gar zu töten.

Auch Pflanzen sind lebendige Wesen; sie haben einen Stoffwechsel, eine Seele, und Gefühle. Das weiss jedeR GärtnerIn, die/der mit ihren Pflanzen spricht, sie liebevoll hegt & pflegt & dabei deutlich besser gedeihen sieht.

Vor einiger Zeit habe ich von einem faszinierenden Experiment von Cleve Backster gehört, das eben dies wundervoll belegt. (Danke fürs Erzählen, liebe Reiny 🙂 ). Er hat festgestellt, dass Pflanzen bereits auf die Intention eines Menschen, der sich ihnen nähert, reagieren – will er sie töten/verletzen, änderst sich ihre Energie ganz anders als wenn er kommt, um sie zu pflegen. Etwas ausführlicher beschrieben wird das z. B. in diesem Video.

Manche sehr sensible, bereits vegan lebende Menschen bekommen durch das Wissen über die Empfindsamkeit der Pflanzen und die Erkenntnis, dass auch diese lebenden Wesen ebenso wie alle Menschen & Tiere mit uns verbunden sind, sogar Schwierigkeiten mit ihrer Ernährung & wissen nicht mehr, was zu essen.

Manche Fleischesser hingegen benutzen dies gern als Argument, um ihren Fleischverzehr nicht weiter hinterfragen zu müssen; im Sinne von „wenn ich doch bei pflanzlicher Ernährung Leben töte, macht es ohnehin keinen Unterschied“ …

Wie ich momentan damit umgehe:

Ich versuche, möglichst weitgehend meine Nahrung so zu wählen, dass ich dabei kein (auch kein pflanzliches) Lebewesen töte/verletze. Ich esse Früchte, wodurch sowieso schon einmal die Pflanze (Baum, Strauch …) nicht verletzt/getötet wird, und lasse einen großen Teil der Kerne übrig, so dass sie sich auch noch fortpflanzen bzw. vermehren kann – so ich die Möglichkeit habe, die Kerne im Kompost oder direkt in der Natur/im Garten auf Erde zu entsorgen. Beim Ernten von Grünzeug achte ich auf einen achtsamen, vorsichtigen Umgang, um die Pflanzen nicht mehr als nötig zu verletzen. Ich bitte vorher und danke nachher. Auch Salate und manches andere lässt sich so ernten, dass die Pflanze weiterleben kann & nicht komplett zerstört oder mehr als nötig verletzt wird. Salat z. b. kannst du blattweise ernten, von außen, und den Rest immer weiter wachsen lassen. er bildet dann auch neue Blätter & wächst weiter, bis er irgendwann Samen gebildet hat, also für seinen Nachwuchs gesorgt hat, und die Pflanze stirbt.
Wurzeln esse ich nur sehr wenig – es kommt noch vor, doch meistens mag ich sie gar nicht. Schon seit Jahren. Vielleicht war mein Unterbewusstsein da schon längst weiter als mein bewusster Teil ;). Beim Essen von Wurzeln stirbt natürlich die Pflanze. Knollen wie Süßkartoffeln hingegen haben die schöne Eigenschaft, dass du die Knolle entfernen & die rankenden Blätter wieder in die Erde stecken kannst, wo sie dann eine neue Knolle bilden. Auch hier kannst du ebenso die Blätter essen, jedoch bei beidem (Blätter & Knollen) immer darauf achten, dass du nur ein wenig nimmst, um deinen Hunger zu stillen, und die Pflanze selbst am Leben & weiterwachsen lässt.

Alles ist Energie; sowohl materielle als auch spirituelle, und alles, was wir tun, wirkt sich auf alles aus. Davon bin ich überzeugt und mir dessen auch meistens (zunehmend) in allem, was ich tue, bewusst. Bei manchem ist es ganz offenkundig & auch schon „wissenschaftlich“ belegt. So z. B., dass Tiere, die geschlachtet werden sollen, dies wissen, Angst haben, Streßhormone etc. produzieren … und Menschen, die das Fleisch dann essen, diese natürlich ebenfalls aufnehmen & die Auswirkungen davon spüren können. Die Angst, der Horror, irgendwelcher Lebewesen, Menschen, Tiere, in unserer Welt wirkt sich immer auf alle aus. Wie schon Tolstoi sagte: solange es Schlachthöfe gibt, wird es Schlachtfelder geben.

Wer weiss so genau, was es mit uns macht, wenn wir lieblos/brutal geerntete Pflanzen essen, die dabei ja – siehe oben – ebenfalls unter Stress standen und entsprechende Energien freigesetzt haben? Auch geht – in Asien ist das schon lange bekannt, vielleicht hast du dich mit dem Konzept des Qi, der Lebensenergie, schon einmal befasst und davon gehört? – die Energie der Person, die Essen zubereitet (und sicher auch diejenige, die anpflanzt, pflegt, erntet), auf die Nahrung über. Und du schmeckst den Unterschied – ob da liebevoll gehegt & zubereitet wurde oder eben nicht.

Manchem mag das zu weit führen; noch mehr, worauf bei der Nahrungswahl zu achten ist … doch ich finde es wichtig, dem ab und zu nachzuspüren. Bewusst darauf zu achten, wie unterschiedlich sich manches für dich anfühlt. Und … zumindestens bei mir (aber auch bei anderen, mit denen ich über dieses Thema gesprochen habe) ist dieses Bewusstsein ganz ungefragt nach und nach immer mehr gewachsen.

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