Leben & (am) Leben lassen

Ich bezeichne meine Art der Ernährung gern als lebendige Nahrung. Nahrung voller Leben & Liebe. Etwas sachlicher ausgedrückt wird das meist als vegane Rohkost. Früchte- & grünbasiert. Sowohl beim Essen als auch sonst in meinem Leben ist es mir sehr wichtig, möglichst wenig Schaden anzurichten. Nach Möglichkeit nicht absichtlich oder unachtsam zu verletzen oder gar zu töten.

Auch Pflanzen sind lebendige Wesen; sie haben einen Stoffwechsel, eine Seele, und Gefühle. Das weiss jedeR GärtnerIn, die/der mit ihren Pflanzen spricht, sie liebevoll hegt & pflegt & dabei deutlich besser gedeihen sieht.

Vor einiger Zeit habe ich von einem faszinierenden Experiment von Cleve Backster gehört, das eben dies wundervoll belegt. (Danke fürs Erzählen, liebe Reiny 🙂 ). Er hat festgestellt, dass Pflanzen bereits auf die Intention eines Menschen, der sich ihnen nähert, reagieren – will er sie töten/verletzen, änderst sich ihre Energie ganz anders als wenn er kommt, um sie zu pflegen. Etwas ausführlicher beschrieben wird das z. B. in diesem Video.

Manche sehr sensible, bereits vegan lebende Menschen bekommen durch das Wissen über die Empfindsamkeit der Pflanzen und die Erkenntnis, dass auch diese lebenden Wesen ebenso wie alle Menschen & Tiere mit uns verbunden sind, sogar Schwierigkeiten mit ihrer Ernährung & wissen nicht mehr, was zu essen.

Manche Fleischesser hingegen benutzen dies gern als Argument, um ihren Fleischverzehr nicht weiter hinterfragen zu müssen; im Sinne von „wenn ich doch bei pflanzlicher Ernährung Leben töte, macht es ohnehin keinen Unterschied“ …

Wie ich momentan damit umgehe:

Ich versuche, möglichst weitgehend meine Nahrung so zu wählen, dass ich dabei kein (auch kein pflanzliches) Lebewesen töte/verletze. Ich esse Früchte, wodurch sowieso schon einmal die Pflanze (Baum, Strauch …) nicht verletzt/getötet wird, und lasse einen großen Teil der Kerne übrig, so dass sie sich auch noch fortpflanzen bzw. vermehren kann – so ich die Möglichkeit habe, die Kerne im Kompost oder direkt in der Natur/im Garten auf Erde zu entsorgen. Beim Ernten von Grünzeug achte ich auf einen achtsamen, vorsichtigen Umgang, um die Pflanzen nicht mehr als nötig zu verletzen. Ich bitte vorher und danke nachher. Auch Salate und manches andere lässt sich so ernten, dass die Pflanze weiterleben kann & nicht komplett zerstört oder mehr als nötig verletzt wird. Salat z. b. kannst du blattweise ernten, von außen, und den Rest immer weiter wachsen lassen. er bildet dann auch neue Blätter & wächst weiter, bis er irgendwann Samen gebildet hat, also für seinen Nachwuchs gesorgt hat, und die Pflanze stirbt.
Wurzeln esse ich nur sehr wenig – es kommt noch vor, doch meistens mag ich sie gar nicht. Schon seit Jahren. Vielleicht war mein Unterbewusstsein da schon längst weiter als mein bewusster Teil ;). Beim Essen von Wurzeln stirbt natürlich die Pflanze. Knollen wie Süßkartoffeln hingegen haben die schöne Eigenschaft, dass du die Knolle entfernen & die rankenden Blätter wieder in die Erde stecken kannst, wo sie dann eine neue Knolle bilden. Auch hier kannst du ebenso die Blätter essen, jedoch bei beidem (Blätter & Knollen) immer darauf achten, dass du nur ein wenig nimmst, um deinen Hunger zu stillen, und die Pflanze selbst am Leben & weiterwachsen lässt.

Alles ist Energie; sowohl materielle als auch spirituelle, und alles, was wir tun, wirkt sich auf alles aus. Davon bin ich überzeugt und mir dessen auch meistens (zunehmend) in allem, was ich tue, bewusst. Bei manchem ist es ganz offenkundig & auch schon „wissenschaftlich“ belegt. So z. B., dass Tiere, die geschlachtet werden sollen, dies wissen, Angst haben, Streßhormone etc. produzieren … und Menschen, die das Fleisch dann essen, diese natürlich ebenfalls aufnehmen & die Auswirkungen davon spüren können. Die Angst, der Horror, irgendwelcher Lebewesen, Menschen, Tiere, in unserer Welt wirkt sich immer auf alle aus. Wie schon Tolstoi sagte: solange es Schlachthöfe gibt, wird es Schlachtfelder geben.

Wer weiss so genau, was es mit uns macht, wenn wir lieblos/brutal geerntete Pflanzen essen, die dabei ja – siehe oben – ebenfalls unter Stress standen und entsprechende Energien freigesetzt haben? Auch geht – in Asien ist das schon lange bekannt, vielleicht hast du dich mit dem Konzept des Qi, der Lebensenergie, schon einmal befasst und davon gehört? – die Energie der Person, die Essen zubereitet (und sicher auch diejenige, die anpflanzt, pflegt, erntet), auf die Nahrung über. Und du schmeckst den Unterschied – ob da liebevoll gehegt & zubereitet wurde oder eben nicht.

Manchem mag das zu weit führen; noch mehr, worauf bei der Nahrungswahl zu achten ist … doch ich finde es wichtig, dem ab und zu nachzuspüren. Bewusst darauf zu achten, wie unterschiedlich sich manches für dich anfühlt. Und … zumindestens bei mir (aber auch bei anderen, mit denen ich über dieses Thema gesprochen habe) ist dieses Bewusstsein ganz ungefragt nach und nach immer mehr gewachsen.

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Ich habe einen Garten :)

Nun ja, es ist nicht meiner, ich hüte ihn nur. Doch er verschafft mir die Möglichkeit, auch selber ein bisschen was anbauen zu können. Und so habe ich vor zwei Wochen auf dem Markt ein paar winzige Salatpflänzchen erstanden & sie in Blumenkästen gepflanzt. Mit viel Liebe, ausreichend Schutz vor der Sonne & natürlich genug Wasser (danke an die Nachbarn, die zwischendurch das Gießen übernehmen, wenn ich mal wieder ein paar Tage unterwegs bin!) … wachsen & gedeihen sie :).

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Ich spüre allerdings jetzt schon, dass ich sie nicht werde komplett abschneiden können, um sie zu essen. Halt mich für verrückt, wenn du willst … aber ich kann sie nicht töten. Ich möchte mein Grünzeug nicht missen, mein Körper braucht es & ich bin mir wertvoll genug, dass ich mich gut ernähren möchte, mit allem, was ich brauche. Doch die Pflanzen sollen dabei am Leben bleiben. Glücklicherweise lässt sich auch Salat so ernten, dass du immer die äußeren Blätter liebevoll abnimmst & die Pflanze so weiterwachsen kann. Zumindestens so lange, bis sie irgendwann Samen bildet & damit dann ja für ihren Erhalt (Nachwuchs) gesorgt hat.

Leben funktioniert in jeder Hinsicht so … für alle, miteinander, nicht gegeneinander. In Liebe & Dankbarkeit zu allen & allem. So dass jede*r bekommt, was er*sie*es braucht, ohne dass eine*r dafür leiden oder gar sterben muss. Das beginnt (meist) mit der Hinwendung zu einer vegetarischen/pflanzenbasierten Ernährung, doch es hört damit noch nicht auf.

Es interessiert mich sehr zu hören, wie du darüber denkst/fühlst! Hälst du das für total verrückt? Empfindest du auch so? Oder ganz anders?


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Ankommen in Portugal

Nach gut vier Wochen des Herumreisens von Teneriffa zum europäischen Festland & durch Europa (siehe hier, hier & hier) bin ich nun (wieder) in Portugal angekommen, an einem Ort, an dem ich gern eine Weile bleiben möchte.

Wunderbar hat sich alles gefügt, Freilerner im Umkreis & ein Haus, das ich hüten darf. Mit einem großen Garten, in dem u. a. Kumquats, Nektarinen, Mandeln, Birnen, Erdbeeren & Tomaten wachsen, & viel Arbeit darin … ich brauche erstmal kein extra Sportprogramm mehr ;). Mit wundervollen Menschen in der Umgebung, von denen ich mich sehr liebevoll aufgenommen fühle. Nach den doch etwas einsamen Jahren in Teneriffa habe ich endlich wieder mehr Sozialleben – und genieße es! Alle sind überaus hilfsbereit, und versorgen mich darüber hinaus großzügig mit Gemüse aus ihren Gärten. Auch die Natur hier herum versorgt mich großzügig mit wilden Brombeeren, Feigen, & sogar Wildkräuter finde ich endlich wieder.

Ich lebe hier sehr weit außerhalb, umgeben von Wald (der eigentlich kein Wald ist, sondern riesige Eukalyptus-Plantagen), es ist sehr ruhig & ich bestaune wunderschöne Sonnenuntergänge & beeindruckende Nachthimmel, die hier, aufgrund der geringeren Beleuchtung, noch viel besser zu sehen sind als an unserem letzten Wohnort in Teneriffa. Noch dauert der Sommer an & die Temperaturen bewegen sich hier zwischen wirklich heißen 35-40+ Grad am Tag (in der prallen Sonne steigt das Thermometer auch schon mal 50) und ca 16 in der Nacht – weniger mild als auf den Kanaren, doch ich genieße die Hitze.

Ich bin so voller Dankbarkeit für all das!

Mit einem Haufen Arbeit dazu, der während der Reisewochen liegen geblieben ist & aufgearbeitet werden will, & der neuen Sprache hier, die ich noch lernen muss, bleiben meine Tage randvoll … auch das genieße ich; ich stehe früh auf, arbeite viel, bin viel draußen, und freue mich schon beim Schlafengehen auf das Aufwachen am nächsten Morgen … letzteres etwas, das ich so bewusst schon lange nicht mehr erlebt habe. 🙂

Ich liebe mein Leben!

Magische KorkeicheAbendhimmelVilaFacaia

EingerichtetEingerichtetSunset
TomatengeschenkeFeigen & BrombeerenWildkräuter: Malve


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Essen mit Liebe

Entscheide dich immer wieder bewusst dafür, was du essen willst. Womit du deinen Körper ernähren willst. Und genieße es! Die Erde ist so reich an Früchten, Gemüsen, Grünzeug & Möglichkeiten, wenigstens ein wenig von deiner Nahrung selbst wachsen zu lassen: Sprossen!

Spüre die Liebe & das Leben in deiner lebendigen Nahrung!

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