Leib & Seele

Als Stärkung für den Ausflug ans Meer gestern nachmittag gab es vorweg einen winterlichen Obstsalat:

Mandarinen, Kiwis, Orangen, Granatapfel. Mit Bananeneis. Yummy!

Mandarinen, Kiwis, Orangen, Granatapfel. Mit Bananeneis. Yummy!



Am Punta Blanca dann, etwas später, neben netter Freilernergesellschaft & vielen Schätzen diesen herrlichen Anblick:

puntablanca

Fruchtige Rezepte – supereinfach & 80/10/10-tauglich

Das beste Essen der Welt, eine riesige Palette köstlicher Früchte & grüner Blätter, hält die Natur für uns bereit. Es nährt uns optimal & bedarf keinerlei Zubereitung.

Weil es manchmal jedoch einfach Spaß macht, etwas zu gestalten – sei es für dich selbst, für die Familie oder Gäste – habe ich hier einige super-einfache, fruchtige Rezepte für dich zusammengestellt.

Einfach – das heisst: alles ist sehr leicht nachzumachen. Und einfach heisst auch: einfache Kombinationen – jedes Rezept kommt mit 1, 2 oder maximal 3 Zutaten aus.

Das eBook wird als PDF geliefert & enthält über 20 Rezepte & Ideen aus den letzten Monaten. Alle sind 80/10/10-tauglich, eignen sich also für eine kohlehydratbasierte, fettarme Ernährung.

Hier geht’s zur Bestellung.

Wieso wenig Fett?

Vorgestern abend habe ich zum ersten Mal seit einer Woche wieder Fettfrüchte gegessen. Avocado, um genau zu sein. Spätestens seit dem Tracking bei Chron-O-Meter wissen wir ja nun, dass auch in anderen Früchten und in grünen Blättern Fette enthalten sind. Explizite Fettfrüchte wie Avocados, Kokosnüsse, Nüsse/Kerne, die überwiegend Fett liefern & nur wenig Kohlehydrate, esse ich jedoch normalerweise eher wenig … & in letzter Zeit habe ich immer seltener Appetit darauf. Nun also mal wieder – erst gab’s Spinat (köstlich, einen dicken Bund!), danach Avocado. Bio, reif, lecker war sie … und zwei Stunden nach dem Essen der Avocado erblühte plötzlich ein Pickel an meinem Kinn. Hab ich sonst nicht. Hm. 🙁

Abgesehen vom (fehlenden) Appetit gibt es übrigens eine ganze Reihe von Gründen, besser wenig Fett zu essen:

  • Immer wenn hochfetthaltige Nahrung aufgenommen wird, müssen die Nebennieren mehr Adrenalin produzieren, denn übermäßig viel Fett behindert den Transport & die Bereitstellung des Zuckers zu den Zellen. Wenn unsere Nebennieren ständig durch die hohe Fettaufnahme belastet werden, ohne Zeit, sich zu erholen, werden auch sie „müde“ – das Ergebnis: dauernde Müdigkeit, Diabetes, Über- oder Unterzuckerung.
  • Das Fett, das du isst, ist das Fett, das du mit dir herumträgst! Unser Körper zieht es vor, Kalorien aus Fett zu speichern & die Energie aus Kohlehydraten als „Treibstoff“ zu nutzen.
  • Viel Fett in der Ernährung fördert die übermäßige Vermehrung von Candida & daraus resultierende gesundheitliche Probleme.
  • Übermäßig viel Fett im Blut kann zu Ablagerungen an den Wänden der Blutgefäße führen: Arteriosklerose. Bluthochdruck, Aneurismen, Thrombosen, Herzinfarkt, Schlaganfall hängen alle mit übermäßig viel Fett in der Ernährung zusammen!
  • Zuviel Fett im Blut vermindert die Fähigkeit der roten Blutkörperchen zum Sauerstofftransport & erhöht somit das Krebsrisiko. Ein niedriger Blutsauerstoffspiegel beeinträchtigt darüberhinaus alle Zellfunktionen, einschließlich der Funktionen der Muskel- und Gehirnzellen.

Zucker!

Früchte sind für mich der wesentliche Bestandteil einer funktionierenden rohen Ernährungsweise. Ergänzt mit Grünzeug, möglichst Wildkräutern, mal mehr, mal weniger – je nach Bedarf. Im deutschen Klima & mit den dort zur Verfügung stehenden Früchten (die größtenteils lange Anreisewege hinter sich hatten) brauchte ich sehr große Mengen an Wildkräutern. Hier im Süden, versorgt mit reichlich regionalen nahrhaften Früchten & mit mehr Sonne & natürlicher Wärme, brauche ich nicht so viele. Früchte jedoch immer, reichlich! Meiner Beobachtung nach haben viele, die an der Rohkost scheitern, zu wenig Früchte gegessen oder zu wenig Wildkräuter.

Früchte liefern uns reichlich Kohlehydrate, unsere effizienteste Energiequelle! Außerdem Eiweiß & Fett in genau dem (im Vergleich zu den aus der Standardernährung stammenden Empfehlungen gering erscheinenden) richtigen Verhältnis.


Warum brauchen wir so viele Kohlehydrate in unserer Ernährung?

Kohlehydrate sind die effizienteste Energiequelle für unseren Körper. Pflanzen bilden sie und speichern sie in all ihren Bestandteilen: Blätter, Stengel, Wurzeln und Früchte. Die meisten Früchte bestehen zu über 90% aus Kohlehydraten & erfüllen so unseren Nährstoffbedarf optimal. Unser Gehirn & Körper brauchen eine stetige Glukoseversorgung um zu funktionieren.

Das worauf die meisten, denen Rohkost nicht gelingt, zurückfallen, sind kohlehydratreiche Lebensmittel wie Brot, Nudeln, Pizza, Kuchen … weil sie zu wenig Früchte gegessen haben & ihre Zellen deshalb dringend nach Kohlehydraten verlangen & das Gehirn so nach den gehaltvollsten bekannten Quellen dafür sucht – erhitzte Kohlehydrate! Wenn wir hungrig sind, schert sich das Gehirn nicht darum, was es über gesunde/ungesunde Quellen weiss – es will einfach nur den Blutzuckerspiegel anheben.

Die Geschmacksknospen für die unterschiedlichen Geschmacksrichtungen sind in Zonen auf unserer Zunge verteilt. Die Geschmacksknospen für den süßen Geschmack liegen an der Zungenspitze – und haben so als erste Kontakt mit probierter Nahrung. Süßer Geschmack (von Kohlehydraten) ist das, wonach unser Körper in erster Linie sucht.

Wenn du zuwenig Kohlehydrate isst, ist die Gefahr groß, dass du zuviel Fett isst. Einen großen Teil der benötigten Kohlehydrate durch Fett zu ersetzen, funktioniert jedoch nicht. Es verstopft unsere Arterien, lässt uns uns langfristig nicht wohl fühlen, nicht gedeihen. Wir setzen viel leichter Fett an & es befriedigt unseren Appetit nicht wirklich: nach einer fettreichen Mahlzeit hast du fast immer noch Appetit auf einen süßen Nachtisch, auf süße Früchte. Das, wonach deine Zunge, dein Geschmackssinn sucht, wurde durch die fettreiche Mahlzeit nicht befriedigt.

Der schlechte Ruf, den Zucker gemeinhin hat, ist durch die raffinierten Zucker aus der Standard-Kochkost begründet, die dort in großen Mengen & in Kombination mit Milchprodukten & Mehlprodukten vorkommen – nichts davon tut der Gesundheit gut & es ist kaum differenziert festzustellen, welchen Anteil genau der Zucker daran nun hat. In jedem Fall hat der natürlich in frischen Früchten enthaltene Zucker herzlich wenig mit seiner isolierten, raffinierten Version zu tun & ist definitiv nicht schädlich für uns!

Einen guten Weg um festzustellen, wie geeignet ein Nahrungsmittel ist, uns zu nähren, finde ich die Frage, ob es allein, mono, als Mahlzeit taugt. Eine Mono-Mahlzeit aus Bananen, Orangen oder Mangos – phantastisch! Lecker, sättigend, befriedigend. Du kannst davon soviel essen, bis du wirklich satt bist. Mit Oliven, Nüssen oder Avocados pur funktioniert das eher nicht – ohne Kohlehydrate/Zucker (oder Salz) dazu isst kaum jemand, ob Roh- oder Kochköstler, fettreiche Nahrung. Es ist aber von der Natur gewiss nicht so gedacht, dass wir ihre Produkte erst aufpeppen müssen, damit sie schmecken. Früchte & Grünzeug sind die einzigen Nahrungsmittel, die auch allein köstlich schmecken & unseren Nährstoffbedarf decken. Und du kannst von ihnen essen, soviel dein Herz begehrt!

Sonntagssüße Rohkost – Genuss ohne Reue

Weil ich ein bei Jules gefundenes Rezept ausprobieren wollte, haben wir uns den heutigen Sonntag mit dieser umwerfend leckeren Bananen-Apfel-Dattel-Torte versüßt. Nicht mono, mein Lieblingsweg zur Zeit, aber nur drei Zutaten. Und absolut fettfrei!

Bananen-Apfel-Dattel-Torte

BAD - Pie : High Carb, No Fat

Bananen-Apfel-Dattel-Torte – das Rezept:

Für zwei Portionen, von denen mich meine für 5 Stunden satt gemacht hat & meinen Zuckerbedarf für den Rest des Tages erfüllt hat.

Du brauchst: 3-6 Bananen (je nach Größe), 1 Apfel, 20 Deglet Datteln (ich hatte sie über Nacht eingeweicht, weil wir nur sehr trockene da hatten. Mit Frischen, Saftigen sollte es aber auch ohne Einweichen funktionieren.)

Datteln (ggfs mit ein paar EL des Einweichwassers) mit einer halben Banane zu einer dicken Creme pürieren. Bananen quer halbieren & dann der Länge nach in schmale Scheiben schneiden. Apfel mit einem Sparschäler oder ähnlichem in hauchdünne Scheiben schneiden (je nach Apfelsorte möchtest du die Scheiben vielleicht mit Zitronen- oder Orangensaft vor dem zu schnellen Bräunen schützen). Alles zu Tortenstücken aufschichten: zuerst ein paar Bananenscheiben, darauf Apfel, darüber Creme, wieder Banane, Apfel, … Mit einer Dattelcremeschicht abschließen. Meine Torten hatten 3 Etagen & ich habe sie noch mit ausgestochenen Bananensternen verziert. Sofort essen!

Was es sonst noch gab heute: am Morgen Orangen, am Abend 3 Tomaten & einen Kopf Salat mit 1 großen HV Spaghettialgen.