Rohköstlicher Lipbalm

Kosmetika sind ja bei uns, den Interessen der Tochter folgend, seit einiger Zeit ein Thema. Sowohl pflegende als auch dekorative Kosmetik. So sammeln sich seit einigen Monaten neben den diversen Sch*leich-Pferden und einem umfangreichen Sortiment an Zeichenstiften, Markern & Finelinern auch diverse Nagellacke, Lidschatten und Lippenpflegestifte in ihrem Zimmer. Das meiste davon kann sie allerdings nicht wirklich benutzen, weil ihre empfindliche Haut es nicht erlaubt.

Drum hab ich ihr zum Nikolaus (leicht verspätet 😉 ) dieses Jahr selbstgemachten Lipbalm geschenkt. Nett verpackt im kleinen Töpfchen mit Schraubdeckel und nur aus natürlichen Zutaten in Rohkostqualität, die sowohl die hohen Ansprüche ihrer Haut erfüllen als auch meiner Maxime „schmier dir nur auf die Haut, was du auch essen könntest“ entsprechen:

advents-lipbalm

Die Zubereitung von rohköstlichem Lipbalm ist ganz einfach: du brauchst Kakaobutter und Kokosöl, etwa im Verhältnis 3:1. Beides im warmen Wasserbad schmelzen und nach Belieben mit Vanille, Honig und/oder Essenzölen verrühren. Ich habe ein Töpfchen mit Vanille gemacht und eines mit Vanille und Honig.

Sollten dir die Schokoladenvorräte mal ausgehen, kannst du diesen Lipbalm auch prima mit etwas Kakaopulver verrühren und aufessen. 😉


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Entgifte deinen Körper

… nicht nur von innen, mit der besten Ernährung der Welt (rohe, frische, reife Früchte & viiiiel Grünzeug), sondern auch von außen. Indem du, falls du sie noch benutzt, sämtliche Körperpflegeprodukte weg lässt!!! Du brauchst weder Shampoo, Spülungen, Haarkuren noch Duschgel, Enthaarungscremes, Deo, Bodylotions, Gesichtscremes und erst recht keine dekorative Kosmetik. Und das ist gut so – denn all diese Produkte sind nicht nur überflüssig, sie sind auch massiv schädlich! Nicht nur, dass sie Hautreizungen hervorrufen können und Allergien auslösen können; sie können auch schwere Krankheiten verursachen! Denn die Haut ist unser größtes Organ, über das wir sowohl Giftstoffe ausscheiden als auch Stoffe aufnehmen. Alles, was auf deine Haut kommt, gelangt auch in deinen Körper! Überleg dir also gut, was du darin haben willst. Die wirkliche Gefahr all dieser Produkte ist ihre Langzeitwirkung. Denn viele der enthaltenen Substanzen reichern sich für dich zunächst unspürbar im Körper an.

Wusstest du beispielsweise, dass im „milden“ Babyshampoo als Konservierungsmittel deklarierte Inhaltsstoffe enthalten sind, die auch eine lokal betäubende Wirkung haben?! Die Idee der Hersteller: das Shampoo brennt nicht in den Augen und das Kleinkind weint daher nicht, wenn ihm die Haare gewaschen werden. Allerdings sind das Weinen und die Abwehr des Kindes die einzig gesunde Reaktion auf diese Körperverletzung: das Shampoo brennt im Auge, es hat auf dem Kopf, auf der Haut des Kindes nichts zu suchen! Durch die Betäubung nun nimmt das Kind das Brennen nicht wahr; das Auge produziert mangels Schmerzreiz keine Tränenflüssigkeit und so gelangen die giftigen Substanzen noch leichter ins Auge und natürlich auch in den Körper. Ähnlich verhält es sich bei sogenannten „hautberuhigenden“ Lotionen, die die Haut ebenfalls einfach betäuben.

Die vergiftenden Auswirkungen von Fluor (in Zahnpasta und vielen sogenannten Lebensmitteln) sind mittlerweile vielen bekannt, doch auch zahllose andere in Kosmetika verwendete Substanzen wirken sich ähnlich verhängnisvoll auf unseren Körper und unsere Gesundheit aus. Genauere Informationen dazu findest du in diesem sehr lesenwerten Artikel: Shampoo – Der schleichende Tod im Badezimmer.

Aber … was statt dessen benutzen?

Eigentlich brauchst du außer Wasser nicht viel. Unser Körper hat größtenteils eine Art Selbstreinigungsfunktion. Wirf mal einen Blick auf die (frei & natürlich lebende!) Tierwelt – ungepflegtes Aussehen kommt da praktisch nicht vor, und das ganz ohne Shampoos, Seifen & Lotionen. Meine Maxime bei meiner Körperpflege ist: schmier dir nichts auf die Haut, was du nicht auch essen könntest. Und die Liste der Dinge, die ich für Haut & Haare verwende ist kurz:

  • Sidr oder Apfelessig zum Waschen der Haare. Kürzlich habe ich ausnahmsweise auch mal Alepposeife ausprobiert (unterwegs ist das Matschen mit Sidr oder Ghassoul-Erde manchmal eher unpraktikabel) – die nur aus Olivenöl und Wacholderöl besteht. Ausführlich habe ich übrigens hier schon einmal über natürliche Haarpflege gebloggt.
  • Wenn meine Haut manchmal zu trocken wird, oder für Massagen, verwende ich Kokosöl (in Rohkostqualität!).
  • Punkt. Das war’s. Mehr brauche ich nicht. Und du auch nicht!

Was ich nicht brauche, aber wovon ich mich, zugegeben aus purer Eitelkeit (ich finde meine Haarfarbe sonst einfach langweilig 😉 ), noch nicht ganz trennen kann, ist Henna. Da verwende ich reines Henna, ohne irgendwelche Zusätze.

Außer Haut und Haaren sind da natürlich noch die Zähne … bei mir ein Thema für sich, darum mehr dazu in einem der nächsten Beiträge.


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Nur Liebe auf die Haut

Das neu erwachte Interesse der Tochter an Make-Up-Produkten hat mich darauf gebracht, mich nach Jahren auch wieder einmal mit dekorativer Kosmetik zu befassen. Ich selbst benutze schon seit vielen Jahren nichts dergleichen mehr und gefalle mir natur-schön 🙂 wesentlich besser als mit irgendwelchen Farben im Gesicht. Doch Make-Up ist in unserer Gesellschaft allüberall präsent und nun also auch bei uns zu Hause zum Thema geworden.

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Ich schrieb schon kürzlich einige Male über natürliche Kosmetik und über die gesundheitlichen Aspekte von all dem, was du dir so auf die Haut schmierst. Du erinnerst dich – alles, was du auf deine Haut aufträgst, gelangt auch in deinen Körper! Das gilt für Cremes, Duschgels, Sonnenschutzprodukte, Make-Up usw. … am Besten also, du trägst nur auf deine Haut auf, was du auch essen würdest!

Solange du dich an diese Regel hältst, brauchst du dir als VeganerIn auch keine Gedanken über die Gewaltfreiheit deiner Kosmetika zu machen. Darüber, ob sie denn wohl vegan sind. Und ob sie ohne Tierversuche produziert werden. Anderenfalls sollte dies eine Frage sein, mit der du dich vielleicht einmal beschäftigen möchtest. Denn noch immer werden zahlreiche Kosmetika an Tieren getestet. Und nicht so wenige enthalten sogar tierische Bestandteile, wie z. B. Farbstoffe in Lippenstiften, die aus Käfern gewonnen werden.

Ebenso wie bei der Ernährung geht es also auch bei diesem Thema nicht nur um dich und dein Wohlbefinden, sondern wie alles was du tust, hat auch die Wahl deiner Hautpflege viel weitreichende Konsequenzen. Und unter dem, was dir möglicherweise wohltuend und angenehm vorkommt, leiden eventuell andere Lebewesen.

Peta bietet dankenswerterweise eine Liste von Kosmetikproduzenten, die ohne Tierversuche arbeiten sowie eine internationale Datenbank dazu an. Letztere kannst du nach Marke, Land und Tierversuchsfreiheit durchsuchen.

Für den Anfang haben wir zunächst bei einem Besuch im nächstgelegenen Body Shop das dortige Sortiment ausprobiert. Doch lieber würde ich auch für dekorative Kosmetika, insbesondere Lippenstift und Augen-Make-Up, natürliche Alternativen bzw. Rezepte finden. Als Eyeliner-Ersatz habe ich echten Kahal (aus fein zerstossenem Stibnit), aufzutragen mit einem Holzstäbchen, im Haus. Für Lidschatten und Lippenstift fehlt es mir noch an Ideen. Wenn du Vorschläge hast, freue ich mich über deinen Kommentar!

Verwendest du irgendwelche Make-Up-Produkte und wenn ja, welche?

Natürliche Hautpflege: Peeling aus grüner Heilerde

Heilerde ist eines unserer „Wundermittel“. Am liebsten mag ich die grüne, feine. Aus der Tube, schon angerührt nur mit Wasser, verwendet die Tochter sie als Zahnpaste. Kannst du natürlich auch selber mit Wasser anrühren; die Tube ist allerdings praktisch zum Mitnehmen für unterwegs. Auch als Maske, als Umschlag bei Verletzungen, bei Insektenstichen … und für vieles mehr eignet sich Heilerde. Innerlich angewendet hilft sie beim Entgiften, indem sie die Ausleitung der Gifte über den Darm unterstützt. In unserer Rohkost-Anfangszeit haben wir beide täglich ein bis zwei Teelöffel mit Wasser angerührter Heilerde eingenommen. Damals fand ich sie richtig lecker – ein Zeichen, dass mein Körper sie brauchte, denke ich. Mittlerweile krieg ich sie beim besten Willen nicht mehr runter, doch die Tochter mag sie ab und an immer noch ganz gern. Heilerde hilft auch, wenn du dir mal den Magen verdorben hast, etwas Falsches gegessen, oder bei Verdauungsbeschwerden. Ob du die grüne oder die braune Heilerde bevorzugst, bleibt deinem Geschmack überlassen.

Ich mache mir gern ab und zu ein Peeling aus Heilerde und Salz. Meist verwende ich es für Stellen mit sehr rauher Haut wie z.b. die Fußsohlen. Das macht die Haut ganz glatt und weich! Die Zubereitung ist sehr einfach:

Grüne feine Heilerde und Himalaya-Salz ...

Grüne feine Heilerde und Himalaya-Salz …

... mit etwas Wasser und optional einem TL (Kokos-)Öl zu einer dicken Paste verrühren.

… mit etwas Wasser und optional einem TL (Kokos-)Öl zu einer dicken Paste verrühren.



Diese Paste schmierst du dir dick auf die Haut und rubbelst deine Haut dann mit den Händen und etwas Wasser liebevoll damit ab. Zum Schluß alles gut abspülen und die Haut mit hochwertigem Kokosöl (Olivenöl oder Sesamöl oder ein anderes Öl aus deiner Küche geht auch) pflegen. Falls du schon Öl mit in das Peeling eingerührt hattest, kannst du dir das anschließende Einölen sparen.

Rohkost im Bad

Heute gibt es ein paar Einblicke in meine Rohkost-Mischerei im Badezimmer statt in der Küche. Sprich, in meine Natur-Kosmetik-Experimente. Dazu hatte ich hier vor Kurzem ein Buch vorgestellt.

Am Interessantesten finde ich ja, ich erwähnte es schon, die Zahnpasta-Ideen. Demzufolge war mein erster Versuch denn auch eine Zahnpasta – aus Minze, Ingwer, Salz und Heilerde. Erste Erkenntnis: die Wassermengen in den Buchrezepten sind sehr großzügig bemessen. So viel wie im Rezept angegeben, brauchte ich bei Weitem nicht, statt 70ml eher nur 1 bis 2 Esslöffel. Der zweite Versuch – mit wenig Wasser – hat mich allerdings überzeugt: die Mischung ist echt lecker. Ich werd noch ein bisschen rumspielen mit den Mengen, darf gern mehr Minze rein 🙂

Zahnpasta I - mit Minze, Ingwer, Salz

Zahnpasta I – mit Minze, Ingwer, Salz

Zahnpasta II - mit Zimt & Öl

Zahnpasta II – mit Zimt & Öl



Nicht so lecker fand ich die Mischung aus Zimt, Kokosöl, Heilerde und Wasser – da fehlt mir die Frische.

Für mein Gesicht habe ich die schon neulich beschriebene Bananenmaske ausprobiert. Auch hier musste ich die Wassermenge deutlich reduzieren. Lt. Rezept sollten 50ml Wasser mit in die Mischung – damit war meine Mixtur dann viel zu flüssig. Vielleicht lag es daran, dass die Bananen, die ich verwendet habe, seeeehr reif waren (und die im Originalrezept vielleicht unreif?). Jedenfalls habe ich „meine“ Maske dann so gemixt:

  • 1 Banane (hier sind die Bananen sehr klein; bei der in Deutschland üblichen Größe reicht wohl eine halbe), 1 TL flüssiges Kokosöl, 1 Prise Salz. Ganz ohne Wasser! Alles im Blender püriert und dann ins Gesicht geschmiert:
    Bananenmaske angerührt

    Bananenmaske angerührt

    ... und so sieht sie aufgetragen aus :)

    … und so sieht sie aufgetragen aus 🙂



    Die Maske fühlte sich tatsächlich ziemlich angenehm an auf der Haut: erfrischend und befeuchtend. Noch besser gefällt mir ja allerdings diese Hautpflege:

    Tolle Gesichtspflege für zwischendurch: Bananenschale auf der Haut  reiben. Mit der Innenseite.

    Tolle Gesichtspflege für zwischendurch: Bananenschale auf der Haut reiben. Mit der Innenseite.

Nähre deinen Körper – von innen und außen

Kosmetik spielt in meinem Leben eine sehr untergeordnete Rolle. Kosmetika im herkömmlichen Sinne verwende ich fast gar nicht. Meine Einstellung zur Körperpflege mit irgendwelchen Produkten entspricht dem Leitprinzip aus dem Ayurveda: es kommt nur Essbares auf die Haut!

Allerdings pflege und verwöhne ich meinen Körper sehr gern, sowohl von innen als auch von außen. Und bin momentan ein bisschen in Experimentierlaune, was meine Körperpflege betrifft. Was ich dazu im Laufe der Jahre schon entdeckt habe und womit ich herumexperimentiere, möchte ich hier gern mit dir teilen. Denn ein roh-veganer Lebensstil hört für mich nicht beim Essen auf. Zum natürlichen Leben im Einklang mit allem Leben um uns herum und zur Gesunderhaltung deines Körpers gehört viel mehr als nur die Ernährung.

Lass nur auf deine Haut, was du auch essen würdest!

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Die Haut ist unser größtes Organ und über sie findet enorm viel Austausch statt – sowohl was die Aufnahme von Stoffen in den Körper als auch die Ausscheidung von Giftstoffen angeht. Kaufbare Kosmetikprodukte, auch die aus dem Bio-Laden, enthalten für gewöhnlich reichlich Chemie … synthetische oder zwar naturbasierte aber hoch verarbeitete Produkte, die im Körper einfach nichts zu suchen haben. Oder würdest du deine Bodylotion oder dein Shampoo essen???

Womit dann also Haut & Haare pflegen?

Erstmal vorab: so viel Pflege, wie die Werbeindustrie uns glauben machen möchte, braucht deine Haut gar nicht! Natürlicherweise sorgt die Haut nämlich selbst für ihr gesundes Gleichgewicht, regeneriert und verjüngt sich selbst – ein Leben lang! Eine gesunde Haut braucht kaum Pflege und produziert selbst ausreichend Fett und Feuchtigkeit um sich zu versorgen. Das gilt auch für die Kopfhaut. Pflegebedürftig ist sie nur dann, wenn sie in ihren Funktionen gestört ist. Was logischerweise der Fall ist, wenn sie ein Leben lang geseift, shampooniert & gecremt wurde. Für mich war vor neun Jahren infolge dieser Erkenntnis der erste logische Schritt, sämtliche Shampoos, Spülungen, Cremes und Lotionen wegzulassen. Shampoo habe ich damals durch Heilerde ersetzt, Gesichtscreme ersatzlos weggelassen – meine Haut, vorher an zweimal tägliches Cremen (mit Weleda Cremes) gewöhnt, hat ein paar Tage etwas gespannt, dann hatte sie sich daran gewöhnt – und für den Körper habe ich gelegentlich Öl verwendet. Auch Deo habe ich ersatzlos gestrichen – falls du noch welches verwendest, kann ich dir nur dringend ans Herz legen, das ebenfalls sein zu lassen! Ganz sicher solltest du kein Antitranspirant mit Aluminium verwenden. Abgesehen von den negativen Auswirkungen des Aluminiums auf deine Gesundheit, bedenke auch einmal, dass es zu den lebenswichtigen Funktionen der Haut gehört, Giftstoffe auszuscheiden. Eine der wichtigsten Zonen dafür befindet sich (du ahnst es schon) unter den Achseln. Das Schwitzen = Ausscheiden dort komplett zu verhindern ist absolut widersinnig. Falls du Angst vor unangenehmen Gerüchen hast: achte darauf, was du in deinen Körper aufnimmst 😉 … wer sich natürlich, roh, vegan ernährt und auf (Genuss-)Gifte verzichtet, riecht für gewöhnlich auch verschwitzt noch angenehm.

Im Laufe der Jahre habe ich mit Verschiedenem herumprobiert, und momentan ist dies dabei herausgekommen:

  • Heilerde hat meine Haare auf die Dauer zu stark ausgetrocknet; seit einigen Jahren verwende ich Sidr, das sind die getrockneten (und pulverisierten) Blätter des Stechdorns. Damit wasche ich meine Haare ca. alle 10 Tage, dazwischen nur mit Wasser. Weil auch Sidr, zumindestens in Kombination mit dem Wasser und/oder dem Klima hier, austrocknend auf meine Haare wirkt, rühre ich das Pulver seit einiger Zeit nicht nur mit Wasser sondern zusätzlich mit einem Löffel Kokosöl an. Auch Ausprobieren möchte ich mal, die Haare nur mit Essig zu waschen. Darüber habe ich kürzlich irgendwo gelesen. Falls du Erfahrungswerte dazu hast, freue ich mich über deinen Kommentar!
  • Meine Haut am Körper ist schon immer eher trocken, und je nach Umgebungsklima komme ich nicht ganz ohne irgendeine Form der Nahrung von außen aus. Das betrifft Heizungsluft, aber auch das sehr trockene Klima hier im Westen von Teneriffa, mit starker Sonneneinstrahlung und salzigem Meerwasser. Zum Einölen verwende ich Öl, meistens Kokosöl. (Ab und zu auch mal Sesamöl, das wirkt Vata-ausgleichend und tut mir gut. Es riecht halt nur sehr intensiv 😉 ). Schön für Massagen und lecker nach Schokolade riechend ist Kakaobutter, die mir allerdings in purer Form schon zu fett ist. Lieber mag ich eine Mischung aus Kakaobutter und Kokosöl.
  • Es muss nicht immer pures Fett sein, manchmal mag die Haut auch einfach ein bisschen extra Feuchtigkeit. Das was mich von innen nährt, ist oft auch von außen gut für meine Haut: das Innere der Schalen von Bananen, Mango, Avocado … auf der Haut verrieben, versorgt diese mit Feuchtigkeit und Nährstoffen. Diese Art der Kosmetik gefällt mir besonders gut, weil sie so schön minimalistisch ist und zugleich der Verschwendung entgegenwirkt.
  • Der beste Sonnenschutz kommt von innen! Eine natürliche Ernährung mit reichlich Vitalstoffen sowie ein achtsamer Umgang mit der Sonne schützen die Haut am besten. Im mitteleuropäischen Klima verbrennt meine Haut nicht; nach längerer Sonnenpause oder in Gegenden mit intensiverer Sonneneinstrahlung wie z. B. auf den Kanaren oder in höheren Lagen öle ich mich mit Kokosöl ein und achte darauf, meine Haut durch Kleidung zu schützen bzw. in den Schatten zu gehen, wenn ich merke, dass sie genug Sonne hatte.
  • Ein ganz einfaches Peeling zur Pflege der rauhen Haut an den Füßen rühre ich mir aus Heilerde, Salz und Kokosöl an.
  • Noch keine befriedigende Lösung habe ich für meine Zahnpflege gefunden. Meistens verwende ich dafür nach wie vor Zahnpasta – die neutrale von Lavera oder eine aus Heilerde und Minze von BioDent. Experimentiert habe ich schon mit verschiedenen Alternativen:
    • Naturzahnbürste – das ist ein Stück Holz vom sogenannten „Zahnbürstenbaum“. Darauf kannst du ausgiebig herumkauen und reinigst damit die Zähne, ganz ohne Zahnpasta. Ich persönlich fand den Geschmack dieses Holzes widerwärtig, womit sich der Versuch erledigt hatte.
    • Nur Heilerde: das funktioniert eigentlich gut, allerdings bin ich in der Hinsicht total zivilisationsverdorben: mir fehlt dabei der frische Geschmack im Mund.
    • Eine Mischung aus Kurkuma, Salz und Pfeffer, mit Wasser zu einer Paste angerührt. Das soll auch gegen verfärbte Zähne helfen – bei häufigem Wildkräutergenuss durchaus notwendig :). Ich mag Kurkuma und finde diese Mischung auch recht angenehm, nur ist der Nachgeschmack schon sehr intensiv. Eher etwas für ein- bis zweimal die Woche als für jeden Tag.

Wenn dir einfache Dinge wie Öl oder Erde nicht reichen, möchtest du dir vielleicht deine Kosmetika aus natürlichen, essbaren Zutaten selber herstellen. Ein paar einfache Rezepte habe ich ja schon erwähnt; mehr und einen Buchtipp dazu gibt es morgen oder übermorgen! In der Zwischenzeit freue ich mich über deine Gedanken zu diesem Thema.

Bananen komplett nutzen

Bananen sind für viele Rohköstler eines der Grundnahrungsmittel. Schade daher, dass mit den Schalen, die wir für gewöhnlich nicht mitessen, so viel Abfall anfällt. Auf jeden Fall können sie sehr gut kompostiert werden – wie fast alle ungenutzten Obstabfälle, und so zur Verbesserung der Erde für die zukünftig wachsenden Früchte und Gemüse beitragen. Es gibt jedoch noch zahlreiche weitere Verwendungsmöglichkeiten für Bananenschalen.

Achte auch bei Bananen, wie bei allem was du isst, darauf, nach Möglichkeit Früchte aus Bio-Anbau zu wählen. Du reduzierst damit deine eigene Pestizidbelastung und trägst durch deine Kaufentscheidung auch dazu bei, dass mehr Früchte biologisch statt unter Einsatz von Chemikalien und anderen schädlichen Methoden produziert werden.

bananenschalen

BANANENSCHALEN

Bananenschalen stecken voller Antioxidantien, Mineralien und Vitamine und können so viele Beschwerden heilen und zur Zellerneuerung beitragen. Hier sind nur ein paar der vielen Anwendungsmöglichkeiten – wenn dir noch weitere einfallen, ergänze sie doch bitte in den Kommentaren!

  • Filtern von Wasser: in Versuchen hat sich gezeigt, dass Bananenschalen Blei und Kupfer aus dem Wasser absorbieren können.
  • Bei Insektenstichen und -bissen hilft es, eine Bananenschale auf die betroffene Stelle zu reiben, um die Haut zu besänftigen und den Juckreiz zu lindern.
  • Durch ihre regenerativen Eigenschaften können Bananenschalen das Abheilen von Beulen und blauen Flecken beschleunigen.
  • Deine Zähne werden weißer, wenn du sie täglich einige Minuten lang mit der Innenseite einer Bananenschale abreibst. Den Effekt siehst du nach einigen Wochen.
  • Bananenschalen helfen, Warzen zu entfernen und verhindern, dass sie wiederkommen. Befestige etwa eine Woche lang ein Stück Bananenschale über Nacht auf der Warze oder reibe sie täglich mit Bananenschale ein. Dasselbe soll übrigens auch mit Kartoffelschale funktionieren.
  • Kratzer und kleine Schnitte heilen schneller, wenn du sie mit Bananenschale einreibst.
  • Die Enzyme in der Bananenschale helfen, Splitter zu entfernen und beschleunigen den Heilungsprozess, wenn du ein Stück Bananenschale für einige Stunden über den Splitter klebst.
  • Bei Akne kann Bananenschale die Reizung und Entzündung besänftigen und weiteren Ausbrüchen vorbeugen. Reibe jeden Abend eine Bananenschale über die befallenen Hautpartien. Nach einigen Tagen solltest du eine Verbesserung erkennen können.
  • Auch bei Psoriasis hilft das Einreiben mit Bananenschale, da Bananen befeuchtend wirken und den Juckreiz lindern.
  • Auch bei Ausschlag, Hautzreizung und Juckreiz, trockener Haut und sogar bei Sonnenbrand wirkt zweimal tägliches Einreiben mit Bananenschale lindernd und heilend.
  • Gegen Kopfschmerzen kannst du dir eine Bananenschale auf die Stirn legen und dich entspannen, während die Nährstoffe von deiner Haut absorbiert werden.
  • Regelmäßiges Auftragen von Bananenschale auf Stirn und Wangen kann die Haut glätten, die Poren verkleinern und Fältchen mindern.
  • Im Haushalt lassen sich Bananenschalen zum Polieren verwenden.

Kennst du weitere Verwendungsmöglichkeiten für Bananenschalen? Welche?

Quelle: www.naturalcuresnotmedicine.com

Körperpflege: roh & lecker

Die Haut ist unser größtes Organ, insbesondere auch zur Aufnahme und Ausscheidung. So nimmst du z. B. beim Duschen (besonders, wenn du warm und lange duscht) mehr evtl. im Wasser vorhandene Schadstoffe auf, als du es tätest, wenn du von dem Wasser trinkst. Entgiftung zeigt sich häufig über die Haut – Pickel, Ekzeme, Ausschläge sind sichtbare Zeichen dafür, dass dein Körper etwas auszuscheiden hat.

Kosmetika aus chemischen/künstlichen/nicht-essbaren Zutaten zu verwenden, ist also keine besonders gute Idee. Selbst Produkte aus dem Bioladen kommen mir nicht mehr auf die Haut – nur das, was ich für essbar halte.

Grundsätzlich creme ich meine Haut überhaupt nicht; nur wenn sie zu trocken wird, öle ich mich mal mit Kokosöl oder Sesamöl (in Rohkostqualität!) ein. Auch für Massagen sind derartige Öle sehr angenehm. Kürzlich habe ich mir dafür eine rohköstliche, wundervoll duftende (und, wer’s mag, auch sehr lecker schmeckende) Bodybutter hergestellt: aus Kakaobutter, Kokosöl und einem Hauch Vanille … mhmmm 🙂

Bodybutter, hübsch portioniert

Bodybutter, hübsch portioniert

Ganz einfach Luxus – rohköstliche Körperpflege

Seit ich roh esse, ist mein Bedarf an Kosmetik radikal gesunken. Kosmetik, das bedeutet lt. wikipedia, „die Körper- und Schönheitspflege, bzw. die Erhaltung, Wiederherstellung oder Verbesserung der Schönheit des menschlichen Körpers.“ Was ja alles im nicht zufälligen Zusammenhang mit der Gesundheit, dem körperlichen Wohlbefinden steht und sich idealerweise durch einen entsprechenden Lebenswandel erreichen lässt. Ab und an ist ja aber ein bisschen Extrapflege von außen auch ganz schön – egal, ob sie, warum auch immer, nötig ist oder du dich einfach nur verwöhnen willst.

Wenn ich mich mal kosmetisch verwöhne, wird es auch wirklich luxuriös … auf meine Haut kommt nur, was ich auch als essbar klassifiziere – in Rohkostqualität! (Wenngleich ich vieles davon selbst nicht mehr essen mag … vielleicht ist es auch nur noch eine Frage der Zeit bis ich zur reinen „Fruchtpflege“ übergehe … wäre ja auch denkbar: Avocado zum Einölen und so 🙂 )

Weil ich gestern abend von der energetischen Reinigung meiner Wassersteine eine Schale voller Meersalz übrig hatte, habe ich mir daraus, zusammen mit vor 5 Tagen frisch gepresstem rohem Leinöl, ein Peeling gemacht. Das geht natürlich auch mit Olivenöl oder anderen etwas günstigeren Ölsorten, allerdings riecht Leinöl viel angenehmer.

Meine dank der Heizungsluft in letzter Zeit wieder sehr trockene Haut öle ich häufig mit Kokosöl ein – am liebsten mag ich dafür das von Bio Planète, das es z. B. bei vitakeim gibt. Das Öl eignet sich übrigens auch gut zur Verwendung als Deo. Ich verwende einfach nur etwas Kokosöl, habe aber vor einiger Zeit gehört, Kokosöl mit Natron vermischt ergäbe ein gutes Deo … falls du das mal probierst, erzähl mir, wie es ist!

Eine deutlich kostengünstigere Pflege habe ich kürzlich für meine Haare entdeckt: eine saure Rinse, gemischt aus 2-3 EL Apfelessig (in Rohkostqualität) auf 1 Liter Wasser. Genial für meine lockigen und schwer kämmbaren Haare. (Die ich (selten) mit Ghassoulerde, Sidr oder Amlapulver wasche.) Der Geruch verfliegt schnell, und die Haare lassen sich danach viel besser kämmen.

Zitronen

Essen wir zwar eher selten, aber sie lassen sich vielfältig im Haushalt und für kosmetische Zwecke einsetzen. Praktischerweise brauchst du dabei auch nur die ausgequetschte Schale, kannst also den Saft vorher trinken oder für ein Rezept verwenden.

  • Hautpflege: Zitronenschale erfrischt und hellt auf. Besonders angenehm für Hände, Füße/Fersen, raue Ellbogen.
  • Peeling: feingeriebene Zitronenschale mit Olivenöl und 1/2 Tasse Salz oder Sand verrühren
  • Fingernägel aufhellen
  • Zitronenschale im Kühlschrank vertreibt unangenehme Gerüche. Ebenso im Mülleimer.
  • Falls du einen Herd und einen Kochtopf besitzt: zusammen mit Nelken/Zimt und/oder Orangenschale in köchelndes Wasser geben … befeuchtet die Raumluft und verbreitet angenehmen Duft.
  • Was auf der Haut wirkt, hilft auch hölzernen Schneidbrettern: abreiben mit Zitronenschale frischt sie auf.
  • Putzen: Kalk lässt sich mit Zitrone noch besser entfernen als mit Essig.
  • Der Geruch von Zitronenschale soll Ameisen und andere ungebetene Gäste (wie Fliegen und Schaben) fernhalten – noch nicht getestet, wir hatten keine derartigen Mitbewohner in der letzten Zeit.

Hast du weitere Ideen für die Verwendung von Zitronen?