Kinder-Rohkost-Teller

Die meisten Kinder essen gern Früchte & mögen rohe Gemüse sogar lieber als gekochte. Biete ihnen so oft wie möglich eine Auswahl verschiedener Früchte (süße & nicht-süße), Gemüse & Grünzeug an. Mit ein bisschen Phantasie lässt sich das Essen ganz einfach einladend gestalten & schmeckt noch besser.

Avocadomaus

Avocadomaus

Bananen-Erdbeeren-Auto

Bananen-Erdbeeren-Auto

Rohkost-Nanny

Beim letzten Housesitting-Job gab es zum Haus noch Kind & Katze zum Versorgen dazu. Der Katze habe ich, wunschgemäß, ihr Standardfutter serviert. Für die Kinder gab es, logisch, leckerste Rohkost. Mit viel Liebe (& mehr Aufwand als bei uns alltäglich üblich) zubereitet & angerichtet.


KokosmakronenGemüsetellerFalafelnGekeimtesSüße KugelnTomatenbrötchenDas mögen sie immer!Kichererbsen"matsch"Cremetörtchen

(Der Mauszeiger verrät dir, was zu sehen ist, wenn du ihn über die Fotos bewegst.)

Besucht: die Rohkostschule

Vergangene Woche führte mich mein Weg ins Wendland – übrigens auch eine Gegend Deutschlands, die mir gut gefallen hat. Ich habe die Gelegenheit genutzt & mir einmal die Freie Morgenrot Schule dort angesehen. Interessiert hat sie mich schon länger, als Möglichkeit für einen alternativen Bildungsweg für Kinder in Deutschland. Nachdem sie mir dann vor einigen Monaten noch dazu als Rohkost-Schule angepriesen wurde, war ich neugierig. Danke dem Schulteam, das sich so kurzfristig auf meine engen terminlichen Möglichkeiten eingelassen & sich Zeit für ein Kennenlerntreffen mit uns genommen hat, von den Ideen und dem Alltag der Schule erzählt & meine Fragen beantwortet hat. Überhaupt habe ich in der kurzen Zeit, die wir im Wendland verbracht haben, interessante & hoffnungsvoll stimmende Einblicke in die deutsche Freilernerszene erhalten … vielen Dank für die Einladung der Blogleserin, die mir das ermöglicht hat!

Was hat es nun also mit der Rohkost-Schule auf sich? Nun, es ist natürlich nicht so, dass die Rohkost das Schwerpunktthema der Schule darstellt; eher wird sie dort ganz einfach im Schulalltag gelebt: zum Einen bestehen die beiden Mahlzeiten der Kinder dort aus Rohkost – zum Frühstück gibt es Obst, als weiteren Imbiss am Mittag, kurz vor Schulschluss, Gemüse. Die Kinder sind mit den erwachsenen Lernbegleitern viel draußen unterwegs & lernen dabei die essbaren Wildkräuter kennen. In der Schule wird häufig Rohkost zubereitet – Smoothies zum Beispiel, Rohkostbrote etc. Statt Herd & Backofen stehen dort Mixer und Trockner bereit. Bei Festen gibt es ein rohköstliches Buffet. Das funktioniert offenbar für alle Beteiligten gut – obwohl die meisten, sowohl Kinder als auch LehrerInnen, außerhalb der Schule nicht ausschließlich roh essen. Die Kinder lernen so eine Alternative zur Standardernährung in dieser Gesellschaft kennen & haben damit eine größere Basis für die Wahl ihres eigenen (Ernährungs-)Wegs.

Auch wenn die Schule insgesamt unseren Vorstellungen über das freie Lernen noch nicht 100% entspricht – sie kommt ihnen immerhin schon ein großes Stück näher als die Standardschulen. Der Ernährungsaspekt gefällt mir besonders, denn dadurch werden den Kindern, die ja größtenteils nicht aus Rohköstlerfamilien stammen, einfach Alternativen aufgezeigt & so vielleicht ein Bewusstsein geschaffen für die Einflussmöglichkeiten, die wir durch unsere Ernährung sowohl auf unseren Körper als auch auf die Mitwelt haben.

Was hälst du von der Idee einer Rohkostschule?

Unwiderstehlich

Wusstest du schon, dass ein Apfel und ein von Mama geschnittener Apfel zwei grundverschiedene Produkte sind? Ein liebevoll angerichteter Teller mit geschnittenem Obst oder Gemüse wirkt häufig viel überzeugender als der Verweis auf die zur Selbstbedienung einladende Obstschale auf dem Tisch. Wobei letztere natürlich die absolute Grundlage für eine Familienernährung mit viel Rohkost ist. Ein bisschen Extra-Aufwand für deine Lieben (oder für dich, auch deine Augen essen ja mit 🙂 ) schadet jedoch nicht & gestaltet eine Rohkost (oder rohkostreiche) Ernährung gleich noch viel überzeugender.

Vielleicht käme dieser Früchte-Wildkräuter-Teller auch bei dir zuhause gut an?

Papaya-Würfel und -Schmetterlinge mit Platterbsen

Papaya-Würfel und -Schmetterlinge mit Platterbsen

Hier blühen die Platterbsen jetzt, in Deutschland musst du vielleicht noch ein paar Wochen warten. Sie schmecken köstlich, mild und sahnig – sehr geeignet auch für Kinder! Außerdem eignen sich die wunderschön leuchtenden Blüten perfekt zum Dekorieren. Wer sie noch nicht kennt: so sehen sie aus:

Platterbsen - essbar sind Blüten, Blätter, Schoten, Stengel.

Platterbsen – essbar sind Blüten, Blätter, Schoten, Stengel.

Familientaugliches Abendessen: Knuspriger Salat

Ein bunter, sättigender, frischer Salat, mit knuspriger „Sättigungsbeilage“ … das schmeckt der Tochter zum Abendessen.

Bunt, frisch, sättigend!

Bunt, frisch, sättigend!

Die Zubereitung ist ganz einfach:

Vorbereitungen:

  • Buchweizen mindestens über Nacht einweichen, leicht ankeimen lassen & gründlich abspülen.
  • Optional: getrocknete Algen für einige Stunden einweichen.
Die Zutaten: Paprika, Gurke, Tomaten, Avocado, angekeimter Buchweizen

Die Zutaten: Paprika, Gurke, Tomaten, Avocado, angekeimter Buchweizen

Die Zutaten lassen sich natürlich beliebig variieren, je nach Geschmack & Vorräten.

... und eine HV eingeweichte (oder frische) Algen

… und eine HV eingeweichte (oder frische) Algen

Statt Algen kannst du auch feine Ringe von Selleriestangen oder Frühlingszwiebel über den Salat streuen.

Die Zubereitung: einfach alles in mundgerechte Stücke zerteilen

Die Zubereitung: einfach alles in mundgerechte Stücke zerteilen

Das ist so einfach, vielleicht mag dein Kind seinen Teller auch selbst zurechtmachen – dann schmeckt das Ergebnis erfahrungsgemäß gleich noch mal so gut!

Rohkostanteil erhöhen

Immer wieder kommt die Frage auf, wie sich im Alltag mit Kindern der Rohkostanteil an der Ernährung erhöhen lässt. Hier mal ein paar Vorschläge dafür – die funktionieren natürlich nicht nur für Kinder :):

  • Immer reichlich Früchte herumstehen haben, von denen jedeR jederzeit essen kann. Schalen auf Tischen, Arbeitsplatten, Sideboards … wohin es halt so passt bei euch.
  • Mitnehm-Essen (Pausenbrot, Ausflugssnacks) komplett aus Früchten, Datteln, Trockenfrüchten, Nüssen, evtl. für den Anfang auch Rohkost-Riegeln, zusammenstellen.
  • Vor dem gekochten Essen einen großen Salat oder (bei Kindern meist beliebter) eine große Rohkostplatte als Fingerfood servieren. Wer mag, macht noch einen rohen Dipp dazu.
  • Ab und zu die gekochte Pasta durch Gemüse-Spaghetti aus Zucchini oder Gurke ersetzen.
  • Das Frühstücksmüsli mit vielen Früchten ergänzen. Nach und nach (oder auch gleich) die übrigen Zutaten durch Rohes ersetzen: rohe Flocken, Nüsse/Kerne, Trockenfrüchte …
  • Öfter mal draußen essen – frisch vom Feld oder Baum schmeckt’s am besten & macht auch viel mehr Spaß. Falls ihr keinen eigenen Garten habt oder (noch) nichts selbst angebautes: Bio-Gärtnereien und -Bauernhöfe bieten oftmals Selberernte-Feste an, bei denen die Kinder ihre Möhren frisch aus der Erde ziehen & auch gleich aufessen können.

Rosa & grün

Die sonntagssüße Torte. Eine kleine Version, da nur für die Tochter. In ihren Lieblingsfarben – rosa & pink. Mit einem Hauch Grün dazu & darin.

Himbeer-Sahne-Torte. Mit Brennessel in der Sahnecreme & als Deko.

Das Rezept? Hier ist es:

Himbeer-Sahne-Torte

Sahneschicht: 2-3 Bananen mit 2 EL Kokosmus und einer HV Brennesseln zu einer dicken Creme mixen. In einen Tortenring (am besten gleich auf dem Teller, auf dem serviert werden soll, denn mangels Boden lässt sich die Torte nicht heil umlagern.) füllen & für eine halbe Stunde ins Gefrierfach stellen.

Guss: 1 Tasse Himbeeren mit 1 TL Kokosmus (oder -öl) pürieren. Auf der Torte verstreichen. Das ganze eine weitere halbe Stunde kühlen & dann servieren.

Natürlich könnt ihr die Torte auch richtig einfrieren, um sie später zu essen. In dem Fall sollte sie ca. 1-2 Stunden vor dem Essen aus dem Gefrierfach genommen werden.

Gemüse-Snacks kreativ

Irgendwie schmeckt Gemüse zumindest meinen jüngeren MitbewohnerInnen besser, wenn es phantasievoll angerichtet und/oder mit irgendeiner Geschichte verbunden ist. Seit die Tochter z. B. gehört hat, dass ihr Freund V. in Deutschland als Teil des Abendrituals zur Gute-Nacht-Geschichte immer ein Gemüse knabbert, verlangt auch sie allabendlich nach einer Möhre, einem Kohlrabi oder einem Stück Blumenkohl als Betthupferl.

Für das appetitanregende Anrichten von Gemüse über den Tag lasse ich mir gerne was einfallen. Und freue mich natürlich immer über Anregungen & Inspirationen. Eine solche kam neulich über einen Tweet von Jademond … gleich ausprobiert & für gut befunden:

Gemüse-Blumenstrauß

Die Vorlage dazu kam von hier. Weitere schöne Ideen gibt es auf dieser Seite – zwar nicht komplett roh & vegan, aber eine gute Grundlage zum (angepassten) Nachbauen.

Wie bekomme ich mehr Grünzeug in meine Kinder

Diese Frage beschäftigt offenbar dauerhaft viele Eltern. Die klassischen Tipps, z. B. auch hier (englisch) mal wieder zur Inspiration nachzulesen, sind immer noch die besten:

  • Smoothies – leckere Mixgetränke aus Obst und Grünzeug. Der süße Obstgeschmack überdeckt den eventuell gewöhnungsbedürftigeren Geschmack von Spinat, Kohl, Petersilie, Wildkräutern & Co., die Farbe lässt sich mithilfe von dunklen Beeren ebenfalls tarnen. Für den Anfang viel Obst mit wenig Grünzeug mixen, dann den Grünanteil langsam steigern, damit die Kinder sich an den Geschmack gewöhnen können (& die Chancen stehen gut, dass sie ihn zu schätzen lernen!). Die Smoothies in schönen Gläsern zu servieren, vielleicht mal mit Deko & Strohhalm, schadet erfahrungsgemäß auch nicht.
  • Auch auf andere Arten lässt sich Grünzeug unauffällig untermischen & verlockend anrichten. Fein geschnitten in Saucen & Dipps, als Umhüllung für Wraps, essbare Blüten als Dekoration, Gemüse als Bild auf dem Teller anrichten oder schön zurechtschneiden/ausstechen usw.
  • Kinder mitmachen & mitgestalten lassen: gemeinsames Einkaufen, wo sich jeder seine Lieblingsgemüse & -grünzeug aussucht. Selber anbauen, im Garten oder auf der Fensterbank. Selbstgezogene Küchenkräuter oder selbstgekeimte Sprossen. Gemeinsames Zubereiten. Oder mal ganz anders gestaltete Mahlzeiten. Ein Picknick auf einer Wildkräuter-Wiese. Mit gemeinsamem Sammeln der Zutaten.
  • Ganz wichtig sowieso: vorleben. Also selber viel Grünes essen. Mit Genuss!
  • Immer Grünes & Gemüse zum Knabbern vorrätig haben. Besser ein Fach im Kühlschrank, gefüllt mit den Lieblingsgemüsen der Kinder, zur freien Bedienung, als eine Süßigkeiten-Schublade.

Banane & Kohl

Kreative Urkost – ein Workshop für Kinder

So sah’s aus bei unserem Workshop „Kreative Urkost“ in Kisslegg – viele Kinder, lecker Obst, viele tolle Ideen & vor allem: viel Spaß! Wir hatten Bananen, Kirschen, Datteln, Kiwis (leider viel zu unreif) und eine Wassermelone. Von der Wiese gesammelte Blüten auch. Außerdem Messer, Ausstecher & Kugelausstecher. Und das ist draus geworden:

Die Ausstellung der fertigen Werke

... nach den Fotos wurden sie natürlich aufgegessen!

Hier die Teller während ihrer Entstehung … manche Kinder haben konzentriert & ausdauernd an ihrem Werk gearbeitet; andere haben mehrere Teller gestaltet, jeweils gleich weggefuttert & ein neues Bild begonnen.

Minimalistisch