Kinder gehen ihren eigenen (Rohkost-)Weg

Kürzlich bin ich im Netz über den Blog meiner Namensvetterin Silke Leopold, genauer gesagt, über diesen Beitrag gestolpert. Und war sehr begeistert über ihre Offenheit und Akzeptanz ihrem Sohn und dessen Ernährungsentscheidungen gegenüber. Eine Einstellung, die leider auch in der Rohkost-Welt keineswegs bei allen Eltern anzutreffen ist. Eine Einstellung, die auch ich (nicht nur im Hinblick auf die Ernährung) lebe … und lerne, denn wie ich auf meinem Weg mit „meinen“ Kindern erfahren durfte, ist das nicht immer ganz einfach.

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Wer sich bewusst mit seiner Ernährung beschäftigt und überzeugt ist, DEN richtigen Weg gefunden zu haben, möchte meist auch seinen Lieben nur das Beste geben … und übersieht dabei, das „das Beste“ nicht für jeden dasselbe ist und vor allem von jedem in sich selbst und für sich selbst gefunden werden muss. Natürlich bieten wir unseren Kindern von uns aus nur das an, von dem wir glauben, dass es ihnen gut tun wird. Aber schon nach wenigen Jahren entdecken die lieben Kleinen, dass es in der Welt noch so viel mehr gibt … und wollen auch das kennenlernen. Ganz besonders dann, wenn andere geliebte Personen (der andere Elternteil, die Großeltern, ältere Geschwister … ) es doch auch essen.

Und … bei den meisten von uns war die Entdeckung der Rohkost ein Weg. Ein Weg mit vielen Stationen, von denen wir unterwegs vielleicht schon mehrere für das Ziel gehalten haben. Wir können kaum erwarten, dass unsere Kinder (oder andere Familienmitglieder) diesen Weg ganz genauso mitgehen. So habe ich z. B. in den Kleinkindjahren des Sohnes die chinesische Küche nach den Regeln der TCM (Traditionelle chinesische Medizin), auch bekannt als 5-Elemente-Ernährung, kennengelernt und einige Jahre lang absolut überzeugt danach gekocht. Ein wesentliches Element vieler Gerichte darin ist das wirklich lange Kochen … 😉 und die Beachtung der thermischen Wirkung der Nahrungsmittel … ein anderes der fast völlige Verzicht auf Milchprodukte – mittlerweile vermute ich, dass die gesundheitlichen Verbesserungen, die wir beide damals erfuhren, zu einem großen Teil auf letzteres zurückzuführen waren. Dem Sohn hat es geschmeckt und er hat gern davon gegessen. Allerdings hat er schon damals jegliches gekochtes Gemüse abgelehnt … dafür hat er mir beim Kochen fast alles davon ROH weggenascht …tja, damals hab ich es noch nicht kapiert 😉

Als ich dann einige Jahre später zur veganen Rohkost gefunden habe, war das MEINE Erkenntnis, mein Schritt. Ich habe nicht erwartet oder gar gefordert, dass der Sohn ihn mitgeht. Jetzt ist er mehr oder weniger erwachsen, und auch wenn es mir zeitweise nicht leicht fiel, seinen Ernährungsentscheidungen zuzusehen (die sich im Laufe der Jahre zu einer überwiegend aus Junkfood bestehenden Ernährung entwickelt haben) und sie zu akzeptieren … es ist sein Weg, sein Leben, sein Körper … und ich liebe und akzeptiere ihn so wie er ist, und unterstütze ihn in seinen Entscheidungen. Letzteres allerdings im Rahmen, was das Essen betrifft. Solange er noch mit uns zusammen gewohnt hat, gab es bei uns im Haus nur vegan. Ich kann nicht, weder für ein Kind noch für einen anderen Menschen oder auch ein mit uns lebendes Tier, unterstützen, dass andere Lebewesen getötet oder misshandelt werden.

Einer der Lerneffekte dadurch: für gewöhnlich hatte der Sohn damals, pubertätsbedingt, kaum Hautprobleme. Verbrachte er jedoch ein Wochenende bei seinem Vater und ernährte sich dort mit Milchprodukten, war das gänzlich anders. Gefreut hat mich daran, dass auch er den Zusammenhang erkannt hat. Allerdings hat er nicht dieselben Konsequenzen daraus gezogen wie ich. 😉

Die Tochter ist, du kannst es hier im Blog nachlesen, mit der veganen Rohkost aufgewachsen. Ja, sie hat wesentlich dazu beigetragen, dass ich diesen Weg gewählt habe. Im Laufe der Jahre hat sie, gelockt durch das, was ihr Bruder, ihr Vater oder ihre Freundinnen so gegessen haben, auch mal das eine oder andere ausprobiert. Sie hat einige Allergien (Nüsse und Eier), die zu ziemlich unangenehmen und auch potentiell gefährlichen Symptomen führen, so dass sie sehr schnell gelernt hat, vorsichtig zu sein bei ihren Experimenten. Selbst bei Rohkost informiert sie sich immer über die Zutaten, bevor sie etwas Unbekanntes probiert. Doch auch sonst ist ihr Körper so empfindlich, dass selbst veganes, glutenfreies Bio-Brot und sogar ganz einfache Mais- oder Reiswaffeln ihr umgehend Beschwerden bescheren. Eine Tatsache, die sie mitunter als höchst ungerecht empfindet. Jedoch – sie entscheidet sich aufgrund dessen bis heute von sich aus für eine rohe, vegane Ernährung. Das freut mich natürlich … doch unabhängig davon, freue ich mich, sie (und gelegentlich noch ihren großen Bruder) auf ihrem Weg begleiten zu dürfen.

Auch mein Weg geht weiter … ich bin gespannt, wohin er mich führt. Ich habe im Laufe der Jahre mit der Rohkost viel gelernt … und tue das noch immer. Ernährung ist nicht alles, und auch wenn Essen und andere äußere Faktoren sehr viel Einfluss auf mein Wohlbefinden haben, so gibt es noch zahlreiche weitere Faktoren, körperliche wie auch seelische und emotionale. Doch darüber schreibe ich ein anderes Mal weiter …

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Besucht: die Rohkostschule

Vergangene Woche führte mich mein Weg ins Wendland – übrigens auch eine Gegend Deutschlands, die mir gut gefallen hat. Ich habe die Gelegenheit genutzt & mir einmal die Freie Morgenrot Schule dort angesehen. Interessiert hat sie mich schon länger, als Möglichkeit für einen alternativen Bildungsweg für Kinder in Deutschland. Nachdem sie mir dann vor einigen Monaten noch dazu als Rohkost-Schule angepriesen wurde, war ich neugierig. Danke dem Schulteam, das sich so kurzfristig auf meine engen terminlichen Möglichkeiten eingelassen & sich Zeit für ein Kennenlerntreffen mit uns genommen hat, von den Ideen und dem Alltag der Schule erzählt & meine Fragen beantwortet hat. Überhaupt habe ich in der kurzen Zeit, die wir im Wendland verbracht haben, interessante & hoffnungsvoll stimmende Einblicke in die deutsche Freilernerszene erhalten … vielen Dank für die Einladung der Blogleserin, die mir das ermöglicht hat!

Was hat es nun also mit der Rohkost-Schule auf sich? Nun, es ist natürlich nicht so, dass die Rohkost das Schwerpunktthema der Schule darstellt; eher wird sie dort ganz einfach im Schulalltag gelebt: zum Einen bestehen die beiden Mahlzeiten der Kinder dort aus Rohkost – zum Frühstück gibt es Obst, als weiteren Imbiss am Mittag, kurz vor Schulschluss, Gemüse. Die Kinder sind mit den erwachsenen Lernbegleitern viel draußen unterwegs & lernen dabei die essbaren Wildkräuter kennen. In der Schule wird häufig Rohkost zubereitet – Smoothies zum Beispiel, Rohkostbrote etc. Statt Herd & Backofen stehen dort Mixer und Trockner bereit. Bei Festen gibt es ein rohköstliches Buffet. Das funktioniert offenbar für alle Beteiligten gut – obwohl die meisten, sowohl Kinder als auch LehrerInnen, außerhalb der Schule nicht ausschließlich roh essen. Die Kinder lernen so eine Alternative zur Standardernährung in dieser Gesellschaft kennen & haben damit eine größere Basis für die Wahl ihres eigenen (Ernährungs-)Wegs.

Auch wenn die Schule insgesamt unseren Vorstellungen über das freie Lernen noch nicht 100% entspricht – sie kommt ihnen immerhin schon ein großes Stück näher als die Standardschulen. Der Ernährungsaspekt gefällt mir besonders, denn dadurch werden den Kindern, die ja größtenteils nicht aus Rohköstlerfamilien stammen, einfach Alternativen aufgezeigt & so vielleicht ein Bewusstsein geschaffen für die Einflussmöglichkeiten, die wir durch unsere Ernährung sowohl auf unseren Körper als auch auf die Mitwelt haben.

Was hälst du von der Idee einer Rohkostschule?

Kinderbücher

Anlässlich des Internationalen Kinderbuchtags am Dienstag dieser Woche möchte ich dir heute ein paar meiner Lieblingskinderbücher vorstellen. Rohkostfreundliche und/oder pro-vegane Bücher z. B., oder solche, die Mut zum „Anders-Sein“ machen.

Manche Kinderbücher finde ich geradezu schrecklich – wenn Tiere schon in den Büchern für die ganz Kleinen unter dem Aspekt ihrer „Verwendung“ als Nahrungsmittel beschrieben werden. Pervers, wenn in Pferdemagazinen in einem Bericht über Berufe, die mit Pferden zu tun haben, auch der Pferdeschlachter beschrieben wird. Weniger drastisch, aber doch störend und auf die Dauer gehirnwaschend: wenn in Geschichten ständig „tierische Produkte“ konsumiert werden, oder sonstige „Standard“-Lebensmittel, (die ich beim Lesen häufig erst mal erklären musste). Auch die „ganz normale“ Schizophrenie, wenn z. B. Findus und Petterson unbedingt den Elch vor den Jägern schützen wollen, während sie dabei ihre Salamibrote mampfen. Überhaupt das Weltbild, zu dem selbstverständlich Schulen, Ärzte, Medikamente gehören … es mangelt in der Kinderliteratur eindeutig an Identifikationsmöglichkeiten für Kinder, die z. B. bezüglich der Ernährung und/oder halt auch in weiteren Lebensbereichen nicht so ganz dem Mainstream folgen.

Erfreulicherweise gibt es auch immerhin einige andere, wirklich schöne Bücher. Solche, die Mut machen, „anders“ zu sein, sich selbst zu akzeptieren. Dem eigenen Weg zu folgen. Die zeigen, dass Beziehungen auch funktionieren, wenn man nicht alles (z. B. das Essen) teilt. Die die eigenen Gefühle anderen Lebewesen gegenüber bestätigen. Oder solche, in denen eine natürliche Ernährung ganz selbstverständlich ist.

Ich möchte dir hier ein paar unserer Lieblingsbücher aus den vergangenen Jahren vorstellen – Positivbeispiele, die überwiegend noch im Bilderbuch-Bereich angesiedelt sind. Noch schwieriger wird es bei den Büchern für die etwas Größeren. Aber schau doch erstmal:

Ein wundervolles Buch für Kinder (& Große), die sich als „Anders“ und deswegen Nichtdazugehörig empfinden: Irgendwie Anders. Das „Andere“ zu akzeptieren fällt manchmal gar nicht so leicht, bei anderen und bei sich selbst … und dass wir alle irgendwie anders sind, ist doch kein Grund allein zu bleiben, oder?

Ein liebe- und phantasievolles Buch der bekannten Rohköstlerin Thora Tuoni: Annabis grösster Wunsch

Der Klassiker für die Kleinsten: Die kleine Raupe Nimmersatt. Die sich hungrig durch jede Menge Obst futtert, ohne satt zu werden, schließlich verzweifelt alles mögliche JunkFood ausprobiert & davon Bauchweh bekommt & schließlich zu einem grünen Blatt findet, dass ihr Bauchweh kuriert, sie satt macht & groß & stark genug, sich in einen Schmetterling zu verwandeln. Ob Eric Carle Urköstler war? Keine Ahnung, aber er hat noch weitere, schöne Kinderbücher geschrieben & gezeichnet! Auch sehr schön finde ich das Buch vom Faultier und das Bewegungsbilderbuch „Von Kopf bis Fuß“.

In unserer gemischt-essenden Familie war dieses Buch der Hit für die damals 2jährige Tochter & ihren muggelmäßig-essenden Papa. Gibt es eigentlich Brummer, die nach Möhren schmecken? aus der „Nulli & Priesemut“-Reihe von Matthias Sodtke. Die beiden besten Freunde, der Hase Nulli & der Frosch Priesemut, machen alles zusammen. Außer zu essen. Das wollen sie nun auch mal tun, probieren es aus – und stellen fest, dass das, was dem einen schmeckt, dem anderen einfach nicht gut tut. Nach der ersten großen Enttäuschung erkennen sie, dass sie trotzdem beste Freunde bleiben können – selbst wenn sie nicht ALLES teilen können.

Eines der wenigen veganen Kinderbücher, Flieg, Ente, flieg! beschreibt die Geschichte der Freundschaft zwischen Krokodil und Ente – der Ente, die das Krokodil ursprünglich zum Mästen als Festbraten mit nach Hause genommen hatte. Deren Vertrauen & Zuneigung es jedoch nach einiger Zeit ebenfalls Gefühle ihr gegenüber entwickeln ließen. Aus der Rettung der einen geliebten Ente wird dann auch gleich eine gemeinsame Aufklärungs- & Rettungskampagne aller Enten (die von den Krokodilen in Unwissenheit und scheinbarer Freiheit gehalten werden). Ein berührendes und zugleich lustiges Buch von Michael Bedard, für Kinder und Erwachsene!

Die Liliane-Susewind-Reihe, für Kinder zwischen 6 und 12 (meine Einschätzung), besteht aus mittlerweile schon aus neun Geschichten. Die Geschichten des Mädchens, das mit Tieren und Pflanzen kommunizieren kann, zeigt, dass auch Tiere fühlen, denken, lieben. Und dass ihr Anspruch auf Wohlergehen & Glück genauso selbstverständlich und wertvoll ist wie der jedes Menschen. Zugleich thematisieren die Geschichten das Anderssein (von Lilli, mit ihren besonderen Fähigkeiten, aber auch von ihrem besten Freund, dem hochbegabten Jesaja), Freundschaft, Akzeptanz, gegenseitige Unterstützung, den Mut, sich nicht mehr zu verstecken. Und sind zugleich spannend & witzig. Über den zuletzt erschienenen Band, Ein kleines Reh allein im Schnee, schrieb ich hier schon einmal.

Eine Sammlung von Geschichten rund um die Erfahrungen Kinder/Jugendlicher mit den Auswirkungen ihrer mehr oder weniger rohköstlichen Ernährungsweise. Einen Hauch zu offensichtlich, zuviel „erhobener Zeigefinger“, aber immerhin so ziemlich das einzige Buch für diese Altersgruppe, das eine naturgerechte Ernährung thematisiert: Melone zum Frühstück. Abenteuergeschichten über gesundes, genußreiches Essen

Was Jugendbücher betrifft, ist meine Pro-Liste hinsichtlich Ernährung noch sehr klein … mir fällt da momentan nur ein Detail aus der Eragon-Reihe – Das Vermächtnis der Drachenreiter – ein: Eragon, der Drachenreiter, der mit seinem wachsenden Bewusstsein für alles Leben & die Gefühle aller Lebewesen um sich herum, eben diese Lebewesen, die er noch zuvor für seine Nahrung gejagt & getötet hatte, nun nicht mehr essen kann.

Da ich ja aber mit einer leidenschaftlichen Leserin & Geschichtenliebhaberin zusammenlebe, wird mir hoffentlich in den nächsten Jahren noch mehr empfehlenswerter Lesestoff über den Weg laufen, über den ich dir dann berichten kann.

Kennst du gute Bücher, die du uns empfehlen kannst? Solche, die sich im Hinblick auf Ernährung und/oder alternative Lebensstile positiv auszeichnen? Dann freue ich mich, wenn du mir davon erzählen magst!

Rohkost & Zahngesundheit

Ein Thema, das, wie ich gerade erst beim Kongress in vielen Gesprächen wieder gehört habe, viele Rohkost-Familien mit Kindern beschäftigt. Denn es haben offenbar einige der Rohkost-Kinder Zahnprobleme. Verfärbungen, empfindliche Zähne, Karies. Selbst solche, die von Anfang an mit Rohkost aufgewachsen sind & wirklich noch nie isolierte Zucker etc. gegessen haben. Die Frage nach den Ursachen & einem Weg zur Vermeidung weiterer Schäden beschäftigt mithin viele Eltern.

Sicher tragen viele Aspekte zur Zahngesundheit bei.

  • Die genetische Disposition – wir sind nach vielen Generationen mit mehr oder weniger denaturierter Nahrung nun mal alle auch mehr oder weniger degeneriert – lasse ich jetzt mal außen vor, da uns Überlegungen dazu hinsichtlich sinniger Wege für die Zähne unserer Kinder JETZT ohnehin nicht weiterbringen.
  • Zahnpflege, Zähneputzen … halte ich für eher zweitrangig. Sicher ist es sinnvoll, nach dem Genuß klebriger Speisen wie Datteln oder Trockenfrüchte, dafür zu sorgen, dass davon keine Reste an den Zähnen hängenbleiben. Besser als Bürsten ist es dann, etwas hartes, faserreiches Gemüse wie Fenchel oder grüne Blätter, Wildkräuter, hinterherzuessen – zum Reinigen der Zähne und gleichzeitig zur besseren Versorgung mit Mineralstoffen. Wenn die Zähne mit der Zahnbürste geputzt werden, verwendet bitte keine der üblichen Zahncremes – das ist pure Chemie & kann unmöglich gesund sein! Wir putzen ab & zu mit Heilerde aus der Tube (gibt es bei Orkos & ist natürlich auch essbar). Es geht aber auch ganz ohne.
  • Die bereits erwähnten Mineralstoffe: Eine der Hauptursachen für Zahnprobleme ist Mineralienmangel. Bekommt der Körper zuwenig, zieht er sich zunächst das, was er braucht, aus den Zähnen. Später dann aus den Knochen – Stichwort Osteoporose. Immens wichtig ist also eine gute Versorgung mit Calcium & Co. Also viel Grünzeug essen, ganz besonders viele Wildkräuter! Auch Algen sind eine ausgezeichnete Quelle. Sogar bereits angegriffene Zähne lassen sich durch den Verzehr großer Wildkräutermengen wieder heilen! In dem Fall sind grüne Säfte & Smoothies eine gute Idee, denn anders lassen sich solche großen Mengen Grünzeug kaum aufnehmen. Maria Kageaki hat hierzu einiges geschrieben, auch aus den Erfahrungen mit ihrer eigenen Familie. Einen sehr interessanten Bericht dazu gab es vor ein paar Jahren in der Wurzel-Zeitschrift.
    Eine gute Wildkräuter-Versorgung allein ist allerdings meiner Beobachtung nach noch keine Garantie für den Erhalt der Zahngesundheit. Jedenfalls kenne ich auch Rohkost-Kinder, die trotz 100%iger Rohkost-Ernährung incl. vieler Wildkräuter Löcher in den Zähnen bekommen.
  • Früchte enthalten Fruchtzucker &, je nach Sorte, Herkunft & Reife auch Säuren. In übermäßigen Mengen kann beides zusammen, besonders ohne Grünzeug dazu, die Zähne angreifen. Erstes Anzeichen ist oftmals eine gesteigerte Empfindlichkeit der Zähne – so mag meine Tochter z. B. phasenweise keine Äpfel essen, weil ihr davon die Zähne wehtun. Ein Ansatz vieler Rohköstler ist es folglich, Obst in der Ernährung zu reduzieren oder gar ganz zu streichen & sich nur noch von Gemüse, Nüssen/Kernen & Grünem zu ernähren. Meiner Meinung nach ein für die Zähne durchaus vielversprechender Ansatz, den ich aber schwer umzusetzen finde. Ich halte frische Früchte & Grünzeug für die Basis unserer Ernährung; eine befriedigende & sättigende Ernährung auf Basis nur von Gemüse kann ich mir für mich schwer vorstellen. Nüsse & Kerne sind für mich eher eine gelegentliche, seltene Ergänzung; mit regelmäßigen größeren Mengen davon fühle ich mich nicht wohl. Frische Früchte (Trockenfrüchte sollten tatsächlich eher eine Ausnahme bleiben!) bieten neben der befriedigenden Süße, auf die wir von Geburt an geprägt sind (auch Muttermilch schmeckt süß!) eine optimale Zusammensetzung von Kohlehydraten, Eiweiß und Fetten & zudem, gerade im Gegensatz zu Wurzelgemüse, viel wichtige gespeicherte Sonnenenergie.
  • Der größte Risiko-Faktor für die Zähne scheint mir eine gerade in Rohkost-Kreisen sehr verbreitete, in vielerlei Hinsicht ungesunde Angewohnheit zu sein: das pausenlose Essen. Ständiges Essen, Herumnaschen, den ganzen Tag. Ohne ausreichende Pausen zwischen den Mahlzeiten, in denen sich nicht nur die Zähne sondern auch die Bauchspeicheldrüse mal erholen könnten – denn genauso, wie es die Zähne angreift, wenn sie permanent von Nahrung umgeben sind, leidet auch die Bauchspeicheldrüse unter der dauerhaften Belastung. Wieviel & wie häufig der Körper zu essen braucht, ist individuell verschieden – je nach Typ, Lebensphase & aktuellen Anforderungen kommen manche Menschen mit 2 bis 3 Mahlzeiten am Tag aus, andere brauchen 5. In jedem Fall ist es für Gesundheit & Wohlbefinden sowohl der Zähne als auch der Organe dringend zu empfehlen, zwischen den Mahlzeiten wenigstens 2-3 Stunden zu pausieren!

Zusammenfassen lässt sich das Ganze, wie könnte es anders sein, mal wieder am besten mit einem Blick auf die Natur: wie sähe unser Essverhalten unter natürlichen Lebensbedingungen aus? Wir suchten uns bei Hunger etwas zu essen, fänden Früchte (reife, wilde, zwar süße, aber keine auf besonders hohen Zuckergehalt zurechtgezüchteten oder gar hybriden!) & Grünzeug, ganz selten mal eine sonnengetrocknete Frucht. Vielleicht auch mal ursprüngliche Wurzeln (eher Bataten als die auf ihre gaumenschmeichelnde Süße hin gezüchteten Möhren) & gelegentlich ein paar Samen/Kerne. Sobald wir satt wären, würden wir uns anderen, unsere seelischen & praktischen Bedürfnisse befriedigenden, Tätigkeiten zuwenden & uns erst beim nächsten Hunger wieder auf Nahrungssuche begeben. Eine Lebens- & Ernährungsweise, die (nicht nur) für die Zahngesundheit optimal wäre!

Rohkost für Kinder II

Auch für Kinder ist natürlich die pure, unverarbeitete, ungewürzte Rohkost, Urkost, bestehend aus Früchten, Gemüse, grünen Blättern (Salaten, Blattgemüsen, Algen und vor allem Wildkräutern) sowie Kernen die optimalste, weil artgerechte, Ernährungsform. Bereits an die Kochkost gewöhnte Kindern lassen sich davon allerdings nicht unbedingt spontan begeistern – vieles schmeckt zunächst fad im Vergleich zu den bekannten Gerichten. Es sieht anders aus, ist anstrengender zu essen, … und ohnehin neigen die meisten Kinder dazu, unbekannte Speisen & Geschmäcker erst einmal abzulehnen. Was evolutionsgeschichtlich gesehen durchaus sinnvoll ist, eine Ernährungsumstellung jedoch nicht grade erleichtert. Natürlich kannst & solltest du dein Kind auf keinen Fall zwingen, deinen neu entdeckten Weg mit zu gehen. Aber sowohl im Interesse seiner Gesundheit als auch der einfacheren Gestaltung gemeinsamer Mahlzeiten wegen, finde ich den Versuch, ihm die Rohkost schmackhaft zu machen, schon lohnenswert. Neben deinem Vorbild beispielsweise mit Zubereitungen aus der Rohkost-Küche wie Gemüse-Nudeln mit roher Tomatensauce, rohe Pizza, Gemüse-Sticks mit rohem Ketchup oder anderen Dipps, Rohkost-Torten, Eiscremes, rohe Schokolade und Konfekte und und und …

Nahezu jedes aus der Kochkost bekannte Gericht lässt sich roh „nachmachen“ – allerdings ist der Geschmack in den seltensten Fällen derselbe wie bei dem bekannten Gericht. Am ehesten gelingt das noch bei Torten, finde ich. Einfacher herzustellen & geschmacklich überzeugender sind meistens neue Kreationen aus rohen Nahrungsmitteln. Ganz einfache Zubereitungen, wie schön angerichtete bunte Früchte oder aus Gemüse gestaltete Gesichter, sind für Kinder viel verlockender nicht nur als gemischte Salate sondern auch als komplizierte Rohkost-Gerichte.

Apfel, Datteln & Mandeln - hier mal als Auflauf angerichtet

Smoothies & Cremes aus süßen Früchten kommen bei den meisten Kindern gut an & sind gleichzeitig ein guter Weg, die meistens nicht so beliebten grünen Blätter in die Kinderernährung einzuführen. Dabei geht es nicht etwa in erster Linie darum, dem Kind das Grünzeug „unterzuschummeln“ – durch das Mixen mit Früchten und das langsame Erhöhen des Grünanteils in den Smoothies gewöhnt es sich auch sowohl an Farbe als auch an den Geschmack!

Bei Kindern, die von Anfang an mit Rohkost aufwachsen und schon in den ersten Lebensjahren durch deren Geschmäcker & Konsistenzen geprägt werden, ist es dagegen sehr viel einfacher. Früher oder später entdecken zwar auch sie die Kochkostwelt. Meist lehnen sie aber deren Geschmäcker ohnehin erstmal ab. Verlockend sind all die extra auf Kinder ausgerichteten Angebote: bunte oder bunt verpackte Süßigkeiten. Essbares kombiniert mit Spielzeug. Kekse in Form von Tieren, Autos o. ä., Werbung mit den Lieblingsfiguren aus Filmen. Und so weiter. Dazu kommt die soziale Komponente des Essens – je nach Temperament möchte dein Kind sich vielleicht nicht immer ausschliessen, wenn Süßigkeiten geteilt werden. Möchte dazugehören, indem es mit-isst.

Während ich ein von Anfang an rohköstlich aufwachsendes Kind nicht von mir aus von der wahrhaft natürlichen Nahrung weglocken würde, indem ich ihm irgendwelche Zubereitungen anbiete, können diese in solchen Situationen eine echte Hilfe sein. Du kannst deinem Kind zeigen, dass sich die Gerichte, die es bei anderen sieht, wie Spaghetti, Pizza, Pommes, Torten usw auch roh herstellen lassen. Und du kannst ihm Süßigkeiten und Knabberzeug zubereiten & cool verpacken.

Meine Tochter hat, sobald sie registriert hat, dass andere Menschen anders essen, angefangen zu fragen, ob ich ihr dieses oder jenes „in roh“ machen könne. Sie liebt die Rohkost & möchte sich so ernähren; sie weiss aus eigener Erfahrung, dass es ihr schlecht geht, wenn sie etwas Gekochtes isst. Trotzdem, und trotz ihrer selbstbewussten Persönlichkeit, ist der Reiz all der genannten Dinge groß. So findet sie es total toll, rohe Versionen der Törtchen aus der Konditorei zu bekommen. Cool verpackte Süßigkeiten. Schön gestaltete Obstteller, selbstgemachtes Eis am Stiel und vieles mehr. Und freut sich über diese Unterstützung, die es ihr leichter macht bei der Rohkost zu bleiben.

Rezepte & Ideen findest du in großer Vielfalt im Internet. Und natürlich hier: in meinen Rohkost-Rezepte-eBooks.

Kinder roh ernähren

Falls du dich noch immer fragst, ob denn Rohkost auch für ein Kind eine geeignete Ernährung darstellt: ausdrücklich JA – Kinder können nicht nur problemlos mit Rohkost ernährt werden, sie gedeihen dabei hervorragend! Es ist die beste Ernährung, die wir ihnen geben können! Und: sie bringen dieses Wissen mit auf die Welt. Eine natürliche Ernährung, roh, vegan, unbehandelt, unverarbeitet, nicht erhitzt … das ist das, was sie im Anschluss an die Stillzeit sozusagen erwarten. Wer schon mal versucht hat, ein Baby oder Kleinkind mit gekochten Breis oder ähnlichem zu füttern, es so an „feste“ Nahrung zu gewöhnen, hat vermutlich die Erfahrung gemacht, dass dieses Essen abgelehnt, verweigert, wieder ausgespuckt wird … bei entsprechender Beharrlichkeit „gewöhnen“ sich dann zwar die meisten Kinder irgendwann daran, denn offensichtlich gibt es ja nichts anderes …

… aber wie anders sieht es aus, wenn wir einfach unsere Rohkost genießen & die Kinder, sobald sie Interesse daran zeigen, daran teilhaben lassen! Ihnen von den köstlichen Früchten abgeben, sie damit herumspielen & davon probieren lassen. Es gibt ausreichend weiche, auch mit wenigen Zähnen leicht zu bewältigende Früchte: Bananen, Avocados, Trinkkokosnüsse, Erdbeeren, Durian … püriert oder gemixt muss da nichts werden! Übrigens ist es vollkommen „normal“, wenn Kinder erst mit 1 Jahr oder später Interesse an fester Nahrung, an etwas anderem als Muttermilch, zeigen! Meine Tochter hat erst im Alter von ca 19-20 Monaten langsam angefangen zu essen. Bis festes Essen wichtiger zum Sattwerden für sie wurde als Muttermilch war sie schon 2 Jahre alt.

Ein Kind, das von Anfang an Rohkost bekommt & dabei aus einer ausreichenden Auswahl von Früchten, Gemüsen & grünen Blättern selbst auswählen kann, was es essen möchte, wird sich alles nehmen, was es braucht & ganz gewiss keinen Mangel dabei erleiden.

Gerade in den ersten Jahren des schnellen Wachstums, des Aufbaus von Körper & Gehirn, ist die Ernährung besonders wichtig! Je besser die Nahrung & die sonstigen Lebensgewohnheiten, desto gesünder & kräftiger wächst der Körper heran. Auch wenn wir vermutlich alle in einer so gar nicht rohköstlichen Welt leben & unsere Kinder daher früher oder später all das „andere“ Essen entdecken & irgendwann probieren werden: die Basis der ersten Jahre bleibt ihnen erhalten! Außerdem prägen diese ersten Erfahrungen mit Essen sie natürlich. Die Gefahr, dass sie Geschmack an Gekochtem oder gar all den künstlichen Lebensmitteln, JunkFood usw, finden, ist deutlich geringer, wenn sie an die weltbeste 🙂 Nahrung gewöhnt sind. Auch werden sie selbst bemerken, wie sich das Essen in ihrem Körper anfühlt, wie es sich auf ihr Wohlbefinden auswirkt … eine Erfahrung, die viel wertvoller ist als jeder erklärende Vortrag, den wir ihnen dazu halten könnten. Die Chancen stehen gut, dass sie, selbst wenn sie im jugendlichen Alter ernährungsmäßig total „abdriften“ sollten, später wieder zurückfinden zu dem, was sie in früher Kindheit geprägt hat.

Wie können wir unsere Rohkost-Kinder nun am besten unterstützen, wenn die Kochkostwelt & ganz besonders deren Marketingstrategien sie verlocken? Wie älteren Kindern, die schon an Kochkost & deren Geschmäcker gewöhnt sind, den Übergang zur Rohkost schmackhaft machen? Darüber mehr im nächsten Artikel …

Verkehrte Welt

Vor wenigen Tagen erreichte mich ein Brief, über dessen Inhalt ich zunächst laut lachen musste, der mich beim weiteren Darüber-Nachdenken aber doch eher entsetzte. Das Jugendamt hat dank der Anzeige einer „besorgten“ Mitbürgerin von meiner Ernährungsweise erfahren & macht sich nun Sorgen um die Gesundheit meiner Kinder. Man hätte ja von so vielen Fällen psychischer & physischer Schäden bei rohköstlich ernährten Kindern gehört … Hallo?!? Ich kenne die erschreckende Zunahme von Fettleibigkeit & Diabetes im Jugendalter; auch Osteoporose, Rheuma u. ä. treten immer öfter schon bei Kindern & Jugendlichen auf, von Neurodermitis, Asthma, Allergien ganz zu schweigen. Alles ernährungsbedingt!

Eigentlich sollte das Jugendamt doch wohl eher Mitarbeiter bei MacDonald’s & Aldi postieren & alle dort auftauchenden Eltern zum Gespräch vorladen. Aber darüber will ja keiner reden. Wo sollte das auch hinführen? Müssten doch dann auch die Beamten selbst womöglich ihr eigenes Essverhalten hinterfragen. Die gesamte Lebensmittelindustrie würde zusammenbrechen, müssten sich Eltern dafür verantworten, ihre Kinder mit Weissmehl, Zucker, Konservierungs- & Zusatzstoffen usw. zu „ernähren“.

Nun ja, ich schätze, diese Argumentation bietet sich im Interesse einer schnellen friedlichen Lösung nicht wirklich an ;). Ich werde mich einfach dort vorstellen & sowohl meine als auch die Gesundheit meiner gut entwickelten, energiegeladenen Kinder demonstrieren. Und mein Staunen über die verkehrte Welt, in der wir leben, für mich behalten.

Rohkost für kleine & große Menschen

Immer mal wieder höre ich die Frage, ob & wie Kinder sich mit Rohkost ausreichend & bedarfsdeckend ernähren können. Ich bin fest davon überzeugt, dass eine 100% rohe, vegane Ernährung für Menschen jeden Alters, in jedem Lebensabschnitt, die optimale Ernährung ist! Weil es die einzig artgerechte Ernährungsweise ist.

Gerade kleine Kinder spüren das auch noch selbst – haben sie die Wahl, entscheiden sie sich beim Essen ohnehin für frisches, rohes Obst oder Gemüse. So ziemlich jedes Baby/Kleinkind, das mit gekochter Nahrung „zugefüttert“ wird, lehnt diese ja auch erstmal ab. Am besten sollten Babys & Kleinkinder so lange Muttermilch trinken dürfen, wie sie mögen. Und parallel dazu aus einem guten Sortiment frischer, roher Nahrung auswählen dürfen, ob & was sie außerdem essen möchten.

Wichtig ist dabei – natürlich auch für größere Menschen – dass es genug zur Auswahl gibt. Meiner Erfahrung nach setzt sich die optimale Ernährung, mit der auch Kinder bestens gedeihen, aus folgenden Nahrungsmitteln zusammen:

  • Vollreife, sonnengereifte, unbehandelte/chemiefreie Früchte. Bevorzugt tropische Früchte wie Mangos, Papayas, Durian, Kokosnüsse … Besonders gut sind wilde oder möglichst wenig gezüchtete Früchte. Achtet im Sommer & Herbst außerdem besonders auf regionale, saisonale Angebote: Beeren, Kirschen, Zwetschgen, Äpfel; am besten frisch gepflückt.
  • Grünzeug! Vor allem Wildkräuter! Jeden Tag, zu jeder Mahlzeit. Ersatzweise auch Kulturgrün, dann möglichst viel abwechseln & dunkelgrüne Sorten wählen, wie Spinat, Feldsalat usw.
    Von den Wildpflanzen mögen die meisten Kinder gern Sauerampfer, Sauerklee, Vogelmiere. Auch Brennesseln, wenn ihnen jemand hilft, dass sie sich nicht verbrennen. Zum „Dran-Gewöhnen“ könnt ihr auch grüne Smoothies mixen, die Wildkräuter mit Kultursalaten und Gemüse mischen oder z. B. rohe Tomatensaucen damit anreichern. Die Blüten von Gänseblümchen, Malve, Borretsch usw sind wunderschöne, essbare Dekoration für den Obstteller. Im Herbst kommen Hagebutten, Weissdornbeeren, Sanddornbeeren und vieles mehr dazu.
  • Samen & Kerne: Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Hanfsamen, Leinsaat. Pur, gekeimt, gemischt, zu Obst, Gemüse oder einfach so … Es lassen sich auch allerhand Leckereien daraus zubereiten: Süßigkeiten, pikante Knabbermischungen, Mixgetränke.
  • Fettfrüchte: Avocados, Oliven, Kokosnüsse. Auch Samen, Kerne & Nüsse sind reich an Fetten, & auch an Proteinen. Apropos Proteine: unser Bedarf an Proteinen ist bei weitem nicht so hoch, wie die fleisch- und andere Tierprodukte verkaufende Lebensmittelindustrie es uns so gern weissmachen möchte. In den ersten 6 Monaten unseres Lebens, der Zeit also, in der unser Körper & unser Gehirn sich am schnellsten entwickeln, ernähren wir uns optimalerweise von Muttermilch – die gerade mal 2% Protein enthält. Ziemlich genausoviel wie Orangen. Mehr brauchen wir nicht – niemals im Leben!
  • Sprossen: gekeimte Hülsenfrüchte und Kerne sind Vitalstoffpakete – voller Energie & wichtiger Vitamine. Und bei den meisten Rohkostkindern sehr beliebt. Sie lassen sich pur geniessen, können aber auch pikant mit Kräutern, Meersalz, Oliven oder süß mit Trockenfrüchten angerichtet werden.
  • Kein Nahrungsmittel im obigen Sinn, aber mindestens genauso wichtig, ebenfalls nährend & aufbauend: möglichst viel Sonne auf der Haut, frische Luft & Bewegung! Auch über die Haut & die Atmung nehmen wir Energie auf. Durch Sonneneinstrahlung bildet unser Körper Vitamin D.

Versucht, für euch und eure Kinder immer eine Auswahl aus den genannten Gruppen im Haus zu haben – & lasst auch die Kinder selbst wählen, was sie essen möchten. Der Körper kennt seinen Bedarf & entwickelt Appetit auf das, was er gerade braucht.