Ausreden. Oder: Hör auf, es zu versuchen. Mach es.

Tu es. Jetzt. Hör auf zu rauchen, zu trinken, zu essen, was du nicht mehr in deinem Körper haben willst. Geh da raus & beweg dich. Kündige deinen Job. Oder fang den Neuen an. Reise los. Oder bleib daheim, weil es das ist, was du willst. Beende die Beziehung, die sich nicht mehr gut anfühlt. Wage es, allein zu sein. (Du bist es doch nie.) Wage es, dein Herz zu öffnen. Für Freundschaft. Für Liebe. Für das Neue, wovor du dich fürchtest. Riskiere alles, was zu verlieren dir Angst macht. Tu das, wonach es dein Herz verlangt. Sag ja, wenn du ja willst. Sag nein, wenn du nicht willst. Oder gib dir Zeit, bis du weisst, ob es ja oder nein ist. Wage es, andere zu enttäuschen – aber bleib dir selber treu.

Nur: Keine Ausreden mehr. Sei ehrlich. Zu dir, zu den anderen. Da ist nichts, was dich WIRKLICH zurückhält. Außer … deinen Gedanken, deinen Gefühlen. Angst vielleicht. Schuldgefühle. Scham. Na und? Es ist okay, sie zu fühlen. Aber lass dich durch sie nicht aufhalten!!!

Das Gesetz des schrittweisen Vorgehens

Bekanntlich beginnt jeder Weg, jede Reise mit dem ersten Schritt. Vielleicht hast du auch schon die Erfahrung gemacht, dass sich, kaum hast du den ersten Schritt getan, der Pfad, der vorher vielleicht noch nicht zu sehen war, vor dir öffnet. Doch der erste Schritt reicht nicht, du musst auch noch einen zweiten, dritten und vielleicht viele mehr tun, bis du dein Ziel erreicht hast.

Stell dir vor, du steigst einen Berg hinauf. Von unten sieht der Gipfel schon recht weit entfernt aus. Und auf dem manchmal mühsamen Weg nach oben scheint er überhaupt nicht näher zu kommen. Kann dann schon recht herausfordernd sein, trotzdem weiter zu gehen. Den Mut zu behalten. Und die Freude dabei nicht zu verlieren.

Wenn du dich nur auf dein (fernes) Ziel konzentrierst, scheint die Erfüllung immer in weiter Ferne zu liegen. Deshalb geben so viele Menschen unterwegs auf, sobald der Weg zu mühsam wird oder gar Hindernisse auftauchen.

Das Gesetz des schrittweisen Vorgehens ist gewissermaßen das Versprechen der Natur, dass du so gut wie jedes Ziel erreichen kannst. Vorausgesetzt, du teilst den Weg dorthin in kleine Etappen auf, die du mit Sicherheit erreichen kannst.

Dieses Prinzip funktioniert in allen Lebensbereichen. Teile dir eine zu groß erscheinende Aufgabe, eine zu mächtige Herausforderung, in viele leicht zu bewältigende Schritte ein. So wird die Ausführung, der Weg, von lauter kleinen Erfolgen begleitet. Mit jedem erreichten Etappenziel steigt deine Freude, machst du dir selber Mut, bist stolz auf dich. Und so besteht keinerlei Veranlassung, vorzeitig das Handtuch zu werfen.

Es ist wichtig, dabei keinen Schritt auszulassen! Erreichst du einmal eines deiner Etappenziele nicht, war der Schritt wahrscheinlich zu groß gewählt. Geh einfach einen Schritt zurück & versuche es erneut.

Dieses Gesetz ist kein Versprechen, dass dein Weg immer leicht sein wird. Das Leben rollt dir für gewöhnlich nicht ständig rote Teppiche aus, sondern es schickt dich durch Schluchten, über Berge und durch Sümpfe. Du musst dich anstrengen, Risiken auf dich nehmen und Opfer bringen. Doch an jedem gelungenen Schritt, an jedem erreichten Ziel, wächst du auch. Überwindest deine Grenzen und findest heraus, wer du wirklich bist.

Das Allerwichtigste steht natürlich am Anfang: du brauchst ein Ziel. Eine Richtung. Damit du weisst, wofür du das alles tust. Das heisst nicht, dass du dein Lebensziel definieren musst. Es muss kein riesiges Ziel sein; kleine Ziele reichen durchaus aus. Sicher ist: du wirst dein Ziel höchstwahrscheinlich nicht durch himmlische Offenbarung erfahren. Also überleg nicht zu lange; geh einfach los! In die Richtung, die dich JETZT in diesem Moment begeistert, inspiriert. Die dein Herz berührt & dir das Gefühl gibt, dass sie all die Mühen und Opfer wert ist. Zweifle nicht und warte vor allem nicht darauf, dass jemand dir sagt, was du tun sollst.

Je weiter entfernt dein Ziel ist, desto größer die Bürde. Setze dir am besten Ziele, die du in der nächsten Woche, am nächsten Tag, in der nächsten Stunde erreichen kannst. Diese Vorgehensweise beschert dir viele kleine Erfolge und bringt dich schließlich auch auf den Gipfel des Berges.

Selbstverständlich kann weder ich noch sonst jemand dir eine Garantie geben, dass DU DEIN Traumziel erreichst. Das liegt einzig in DEINER Hand. Gewiss ist jedoch: Menschen haben selten Misserfolge; sie geben einfach nur auf! Geh deinen Weg mit Geduld, Disziplin und Konzentration auf das, was dir wirklich wichtig ist. Schritt für Schritt. Von Erfolg zu Erfolg. Mit jedem erreichten Ziel erschaffst du dir ein neues. Und: genieße den Weg … das Leben findet unterwegs statt, JETZT, nicht erst am Ziel deiner Träume.

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Lautet eines deiner Ziele „Rohkost“, möchtest du dich 100% rohköstlich ernähren? Es gibt Menschen, für die die Umstellung von jetzt auf gleich am Besten funktioniert. Und die tatsächlich dabei bleiben. Viele jedoch fallen nach einer so radikalen Umstellung nach einiger Zeit zurück in ihre alten Ernährungsgewohnheiten und bleiben dann aus lauter Frust und Angst dort hängen. Für die meisten weitaus vielversprechender ist der schrittweise Weg. Nach und nach Mahlzeiten roh(er) gestalten. Schritt für Schritt mehr Rohkost in dein Leben einzubauen. Neue Gewohnheiten schaffen. Nach und nach auf dem Wohlbefinden weniger förderliche Speisen verzichten. Usw usf … So schaffst du dir viele kleine Erfolge. Und wenn du doch mal wieder etwas isst, was du nicht mehr essen wolltest … schmeisst nicht frustriert alles hin; gehe eben einen Schritt zurück und versuche es erneut. Falls du Unterstützung auf diesem Weg suchst, auch über diesen Blog hinaus, kontaktiere mich gern. Ich freue mich, wenn ich dir ein Stück auf deinem Weg weiterhelfen kann!

Inspiriert durch Dan Millmans „Die universellen Lebensgesetze des friedvollen Kriegers.„*


Gern kannst du dich auch für meinen kostenlosen Newsletter eintragen, den du dann ca. einmal pro Woche erhälst. Darin findest du interessante und inspirierende Artikel rund um die Rohkost, Neuigkeiten von uns und Informationen zu meinen aktuellen Projekten sowie Zubereitungsideen & Rezepte. Folge mir bei Instagram (rawvegandigitalnomad), Twitter @rohmachtfroh und auf meiner FB Seite „Roh macht froh!“ und abonniere meinen YouTube-Kanal, um nichts zu verpassen! 🙂

Das Gesetz der freien Entscheidung

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Eines unserer größten Geschenke als Mensch ist unser freier Wille. Du hast die absolute Macht der freien Entscheidung, in jedem Moment deines Lebens! Ist dir klar, was das bedeutet???

Dein komplettes Leben ist das Ergebnis dieses ausgeübten freien Willens, & wie es sich weiter entwickelt, hängt von deinen Entscheidungen in DIESEM MOMENT ab. In JEDEM Moment kannst du dich entscheiden, deiner innersten Intuition zu folgen. Oder deinen Ängsten, Gewohnheiten, Trieben. Wie du willst. Du kannst dich jederzeit gegen deine höhere Weisheit wehren, oder sie um des sofortigen Genusses willen ignorieren. Und dich damit entscheiden, die Konsequenzen zu tragen.

Falsch machen kannst du dabei nichts!!! Jede Entscheidung, die du triffst, dient deinem Besten. Sie führen nur auf unterschiedliche Wege: sonnenbeschienene oder hindernisreiche. Die meisten unserer Entscheidungen treffen wir mit der Weisheit unseres Unterbewusstseins. Dieses, unsere „innere Stimme“, besitzt viel viel mehr Informationen als unser bewusstes Denken. So ziehen wir oftmals Menschen oder Ereignisse an, die wir uns gar nicht bewusst gewünscht haben, die jedoch unserem höchsten Wohl, unserer Weiterentwicklung dienen – auf die eine oder andere Art. Auch wenn es sich dann mitunter nicht sofort so anfühlt. 😉

Doch auch nun bist immer noch DU die Person, die entscheidet. Es ist deine freie Entscheidung, wie du auf das, was das Leben dir beschert, reagierst!!! Du kannst dich wehren, böse werden, klagen … oder besser die Verantwortung für dein Leben übernehmen. Den Dingen ins Auge sehen, sie annehmen wie sie sind & dich dem, was in diesem Moment ist, hingeben.

Sei dir deiner Freiheit bewusst – in jeder Hinsicht. Die Entscheidung liegt IMMER bei dir! Du bist IMMER frei zu entscheiden! Nur wenn du weisst, dass du jederzeit aus deiner Ehe/Beziehung aussteigen kannst, kannst du dich aus vollem Herzen dafür entscheiden, sie weiterzuführen. Nur wenn du weisst, dass du alles essen kannst, was du willst, kannst du dich aus voller Überzeugung entscheiden, roh-vegan zu essen. Nur wenn du weisst, dass du deinen Job jederzeit aufgeben kannst, kannst du dich bewusst dafür entscheiden, ihn weiterhin auszuüben. … Jede Entscheidung ist natürlich mit Konsequenzen verbunden, doch du entscheidest, welche Konsequenzen du lieber akzeptierst. Welcher Weg dem entspricht, wie DU dein Leben führen möchtest. So wird dein Leben zu einer wunderbaren CHANCE, statt eine Reihe von Verpflichtungen zu sein.

Sobald du das wirklich verstanden hast, eröffnen sich unendliche Möglichkeiten vor dir. Vielleicht möchtest du jetzt einiges in deinem Leben ändern. Vielleicht findest du nun endlich den Mut, für längst überfällige Entscheidungen. Genausoviel Mut kann es jedoch auch brauchen, die Verantwortung für deine jetzige Situation zu übernehmen & dich mit vollem Bewusstsein auf sie einzulassen.

Vielleicht hast du dich aus gesundheitlichen Gründen für eine rohköstliche Ernährung entschieden. Dennoch zwingt dich niemand dazu, dich auf eine spezielle Art zu ernähren. Es ist einzig und allein DEINE Entscheidung. Eine Frage deiner Prioritäten. Jede Wahl hat Konsequenzen; du entscheidest, welche du tragen möchtest.

Einige Beispiele aus unserem Ernährungsalltag: Im Alter zwischen 4 und 7 Jahren hat die Tochter gelegentlich Brot essen wollen & hat dafür die prompten Konsequenzen (Bauchweh, Ekzem) in Kauf genommen. Mit 7 Jahren hat sie sich entschieden, auf das Ekzem verzichten zu wollen & hat bewusst 100% roh gewählt. Ich selbst weiss genau, dass es mir mit viel Schokolade nicht gut geht; dennoch wähle ich manchmal den kurzfristigen Genuss & die damit verbundene Schlaflosigkeit etc. Bei anderen Gelegenheiten entscheide ich mich gegen den Schokoladengenuss & für das bessere Gefühl in den nachfolgenden Stunden & Tagen.

Entscheidung bedeutet auch oft, etwas was du gern haben möchtest, für etwas anderes aufzugeben, was dir noch wichtiger ist. Es ist DEIN Leben!

Übrigens: Auch wenn jede Idee in deinem Kopf anfängt & vielleicht zuerst in Worten Gestalt annimmt: das Gesetz der Willensfreiheit besagt, dass Entscheidungen nicht mit Worten getroffen werden, sondern mit Taten!

Also, wofür entscheidest DU dich heute? Was TUST du heute?

Inspiriert durch Dan Millmans „Die universellen Lebensgesetze des friedvollen Kriegers.„*


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Das Gesetz des Gleichgewichts

Eines der Bücher, die mich in den letzten Monaten begleitet & unterstützt haben, ist „Der Pfad des friedvollen Kriegers„* von Dan Millman. Falls du es noch nicht kennst, kann ich es dir sehr empfehlen.

Egal, ob du dich für deine spirituelle Entwicklung interessierst, oder damit, dein Leben deinem Herzen folgend zu leben, oder ob deine Ernährung nur im rein physischen Kontext eine Bedeutung für dich hat: es lassen sich einige Lebensgesetze beschreiben, die dir in jedem dieser Bereiche weiterhelfen können. Und zwar auf eine ganz pragmatische Weise!

Ich bin davon überzeugt, dass alles mit allem zusammenhängt. Dass alles Energie ist & deine eigene Schwingung sowohl dein Umfeld & deine Erfahrungen prägt als auch umgekehrt durch das, was du in dich aufnimmst, beeinflusst wird.

So lassen sich die Gesetze, auf denen der Weg des Kriegers (& der Kriegerin 🙂 ) basiert, auch auf den Weg der Rohkost beziehen & können dir dabei ebenso weiterhelfen wie bei allem anderen, was in deinem Leben gerade eine Rolle spielt.

12 universelle Lebensgesetze lassen sich bei Dan Millman finden, und heute möchte ich mich hier mit dem ersten davon beschäftigen. Dem Gesetz des Gleichgewichts.

Gleichgewicht ist ja etwas, was mich auf meinem Achterbahn-Leben immer wieder beschäftigt: ich lebe gewissermaßen mit der ständigen Herausforderung, in meinem Gleichgewicht zu bleiben. Typisch Vata eben.

Doch das Im-Gleichgewicht-Sein ist natürlich für jeden wichtig; jeder menschliche Körper verlangt nach dem Zustand des inneren Gleichgewichts, um sich wohl zu fühlen. Wenn du in deinem Gleichgewicht bist, bist du ruhig, gelassen, entspannt, friedlich. Je achtsamer du mit dir selbst umgehst, je besser du auf dich achtest & je bewusster du diesen friedlich-gelassenen Zustand wahrnimmst, desto schneller spürst du, wenn du aus dem Gleichgewicht gerätst. Und kannst dann etwas dagegen unternehmen.

Jedes Element in deinem Leben hat das Potential, unausgeglichen zu sein. Und das ist auch gut so, denn anders wäre menschliches Er-Leben kaum möglich. Ohne extreme Gefühlslagen, Erlebnisse, Erfahrungen. Problematisch wird es nur, wenn diese Extreme zum Dauerzustand, zur Gewohnheit werden. Sobald du erkennst, wo es ein Ungleichgewicht gibt, kannst du etwas dagegen unternehmen. Meistens, wenn wir aus unserer Mitte sind, sind da viele Aspekte, in denen es an Gleichgewicht fehlt. Meiner Erfahrung nach hilft es, diese nach und nach anzugehen. Und körperliche Dinge, wie die Ernährung & auch der Bereich Bewegung/Sport, sind ein guter Anfang, denn sie lassen sich vergleichsweise einfach steuern.

Die Schwierigkeit beginnt jedoch häufig schon beim Erkennen des Ungleichgewichts. Denn du empfindest deinen Zustand, physisch oder emotional, an den du gewöhnt bist, als normal. Selbst dann, wenn es ein Zustand extremer Anspannung oder Ungleichgewichts ist. So fühlt sich die Rückkehr ins Gleichgewicht zunächst häufig sehr merkwürdig, ungewohnt, an.

Sei dir dessen bewusst & nutze diese Wahrnehmung, um dein Gleichgewicht wieder zu finden. Praktiziere das Gegenteil dessen, woran du gewöhnt bist. Übertreibe … in die andere Richtung. Und pendle dich auf diese Art in deiner Mitte ein.

Ein praktisches Beispiel: ich weiss seit vielen Jahren, dass ich mich mit einer fettarmen Früchte-Rohkost, reich an Grünzeug, am wohlsten fühle. Ich brauche, insbesondere wenn ich viel Sonne, Natur, frische Luft bekomme, keine großen Mengen an Nahrung. Jedoch neige ich dazu, in Zeiten emotionaler Belastung zu wenig oder zu viel zu essen. Bzw. zuviel von Dingen, die mir im Übermaß nicht so gut tun, wie z. B. zuviel Schokolade 😉 … Wenn ich erkenne, dass ich in eine solche Situation gerutscht bin, hilft es mir, mich für einige Tage ganz bewusst etwas „extremer“ zu ernähren. Also z. B. ein paar Tage Mono essen. Oder fasten. Oder keine süßen Früchte zu essen.

Genau aus diesem Grund hilft es auch bei einer Ernährungsumstellung häufig, zu Anfang „nach Plan“ zu essen. Sich Anleitung zu suchen. Denn das Neue fühlt sich noch ungewohnt an.

Viele steigen mit einigen Fastentagen in die Rohkost ein. Oder mit einer Woche Banana Island, also eine Woche lang nur Bananen (geht auch mit anderen Früchten). Auch dies ist ein Weg, aus dem einen Extrem (der herkömmlichen Ernährungsweise) zum anderen Extrem zu wechseln, um dann in die Mitte (der für deinen Körper nötigen, richtigen Nahrung) zu gelangen. Und dabei das Gefühl für deinen Körper zurückzugewinnen.

Welche Methoden nutzt du, um dein inneres Gleichgewicht zu halten bzw. wiederzuerlangen?

Im nächsten Artikel wird es um das zweite universelle Lebensgesetz nach Dan Millman gehen: Das Gesetz der freien Entscheidung.


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Unbekanntes & Bekanntes

„Kühner als Unbekanntes zu erforschen, kann es sein, das Bekannte zu bezweifeln.“ Diese Einsicht stammt von Alexander von Humboldt, dem bekannten Naturforscher. Der übrigens schon 1799, auf dem Weg nach Südamerika, ebenfalls Teneriffa besucht hat. Die Insel hat einen tiefen Eindruck bei ihm hinterlassen & er schrieb in sein Tagebuch, dass er, trotz der vielen beeindruckenden Länder, die er besucht hat, kein Bild gesehen hat, dass ihn so tief berührt hat wie „das abwechslungsreiche Relief, die sanften Hügel, die Vielfalt & Harmonie der Nordwestküste Teneriffas.“ Ein Eindruck übrigens, den ich absolut nachempfinden kann. Obschon die Insel bei Weitem nicht mehr die pure Natur ist wie zu Humboldts Zeiten, berühren viele der An- & Aussichten hier auch mein Herz, seitdem ich zum ersten Mal auf die Insel gekommen bin & immer wieder.

Aber zurück zum Thema … 😉

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Das eingangs genannte Zitat lässt sich ja so wunderbar auf alles im Leben anwenden. Unter anderem auch auf die Ernährung. Wenn du beginnst, dich für die Rohkost zu öffnen, entdeckst du Unmengen von Neuem, Unbekanntem. Neue Früchte. Superfoods. Wildfrüchte & Wildkräuter. Nahrungsmittel, von denen du dein Leben lang noch nie gehört hast. Das ist wunderbar. Aufregend. Spannend. Und gleichzeitig beginnst du, deine bisherigen Essensgewohnheiten zu hinterfragen. Ob das, was dir von klein auf als „gesund“ und „notwendig“ nahegebracht wurde, dir tatsächlich gut tut. Sich von alten Gewohnheiten zu lösen, tief verankerte Glaubenssätze loszulassen … das erfordert meist mehr Mut als das Ausprobieren des Neuen.

Und nach der ersten Erkenntnis dann mitunter auch noch Durchhaltevermögen. Disziplin. Keine Bange … wenn du das, was dein Kopf bereits erkannt hat, wirklich verinnerlicht hast, wird es leichter. Einst wusste dein Körper ganz genau, was ihm gut tut. (Auch deine Seele, doch darüber ein anderes Mal mehr 😉 ) … Doch wenn es ihm in langen Jahren abtrainiert wurde; du gelernt hast, anderes zu glauben & von deiner Körperintelligenz im Hinblick auf deine Ernährung möglicherweise weit entfernt bist & zudem umgeben vom gewohnten Nahrungsangebot, das du bisher für deine richtige, optimale Nahrung gehalten hast, dann braucht es vielleicht etwas Zeit. Gib dir, deinem Körper, diese Zeit. Und hilf ihm derweil, wenn nötig, mit dem Kopf.

Vor allem: höre NIE auf zu hinterfragen, was du kennst & glaubst! Weder in deiner Ernährung (auch nicht innerhalb der Rohkost!) noch in deinem übrigen Leben.

Zu den falschen Glaubenssätzen in der Ernährung gehören zum Beispiel …
– Kinder brauchen Milch zum Wachsen
– Du brauchst Fleisch, um groß & stark zu werden.
– Früchte sind nichts „Richtiges“ zu essen
– (Mindestens) einmal am Tag muss man doch etwas Warmes essen
– Wenn ich kein Fleisch esse, bekomme ich nicht genug Protein.
– … uws uwf.

Welche Glaubenssätze hast du im Hinblick auf deine Ernährung verinnerlicht?

Bist du bereit für ein besseres Leben?

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Deine Ernährung umzustellen ist nur ein Aspekt deines Lebens. Wenn du dich nach einer weitreichenderen Transformation sehnst, solltest du außer deinem Essen auch deinen Umgang mit deinem Körper, deinen Lebensstil, dein Denken und die Art, wie du auf Situationen reagierst, betrachten. Und dir vor allem genug Zeit für dich selbst nehmen! Bist du bereit, dein Leben gesünder und glücklicher zu gestalten? Hier sind ein paar Tipps für dich dafür – du kannst sofort loslegen!

Einige Aspekte deiner Gesundheit mögen durch deine Gene bestimmt sein, oder durch vorgeburtliche & frühkindliche Erfahrungen. Der größte Teil jedoch ist abhängig von deinem Lebensstil, von den Entscheidungen, die du triffst! Du hast viel mehr Macht über dich & dein Leben als du vielleicht glaubst! Triff noch heute die Entscheidung, deinen Körper respektvoll und mit Liebe zu behandeln und ändere dementsprechend Schritt für Schritt deine Gewohnheiten. Veränderungen passieren nicht einfach über Nacht, aber es liegt in deiner Hand, sie geschehen zu lassen!

  • Regelmäßige Bewegung/Sport
    Wir haben einen Körper, um ihn zu nutzen. Also beweg ihn! Unsere Urzeit-Vorfahren sind täglich viele Kilometer gegangen und gelaufen. Mindestens 20 bis 30 Minuten pro Tag solltest du in Bewegung sein. Du brauchst weder ein Fitness-Center noch spezielle Gerätschaften – benutze einfach, was du hast: deine Beine, deine Arme, dein eigenes Gewicht. Bodyweight-Übungen wie Squats, Pull-Ups, Push-Ups, um deine Muskeln zu stärken. Yoga & Stretchen für die Beweglichkeit deiner Muskeln und Gelenke. Yoga lässt darüberhinaus auch deinen Geist zur Ruhe kommen und sorgt allgemein für einen besseren Fluss deiner Energie. Gehen, laufen, tanzen oder was du magst als Ausdauertraining. Es ist nicht nötig, dass du dich dabei vollkommen auspowerst, aber ein bisschen außer Atem kommen und schwitzen darfst du schon. Genieß die Bewegung!
  • Raus gehen
    Sonne auf der Haut lässt deinen Körper Vitamin D produzieren. Das sorgt unter anderem für seelisches Wohlbefinden, starke Knochen und ein funktionierendes Immunsystem. Auch wenn die Sonne nicht scheint, tut frische Luft gut. Täglich! Wir sind Teil der Natur und nicht dafür geboren, tagein tagaus in mehr oder weniger engen, luftabgeschotteten Räumen zu verbringen.
  • Ausreichend Flüssigkeit
    Dein Körper besteht aus bis zu 70% Wasser – und damit er gut funktioniert, muss das auch so bleiben. Trink immer, wenn du durstig bist! Wenn du viel Trockenes isst, wird das öfter so sein, als bei einer Ernährung, die auf wasserreichen Früchten basiert.
    Das einzie Getränk, dass dein Körper braucht, ist Wasser!!! Keine Limonaden, fertigen Säfte, Kaffee etc. – all das erhöht eher noch den Wasserbedarf, da es mehr oder weniger reich an Schadstoffen ist, die wiederum entgiftet werden müssen. Frisch gepresste Säfte ab und zu sind okay, aber bitte nicht als Durstlöscher.
  • Iss NUR frische, regionale und saisonale Früchte & Gemüse
    Mehr braucht dein Körper nicht, um optimal genährt zu werden! Falls du gerade Angst bekommst, nicht satt zu werden: du darfst so viel essen, wie du willst! Dazu gehören – in Maßen – auch Fettfrüchte und Nüsse, die ebenfalls wichtige Nährstoffe liefern. Bevorzuge immer saisonale und regionale Nahrung, denn diese ist am frischesten und vitalstoffreichsten. Kauf nach Möglichkeit unbehandelte, biologisch erzeugte Produkte, um so wenig Giftstoffe wie möglich aufzunehmen.
    Falls du bisher noch wenig Frisches isst, fällt es dir vielleicht leichter, deine Ernährung Schritt für Schritt umzustellen – wenn du Hilfe dabei brauchst, unterstütze ich dich gerne!
  • Iss wenig & oft
    Mehrere kleinere Mahlzeiten über den Tag verteilt sind bekömmlicher und leichter zu verdauen als wenige Riesenportionen. Verdauung braucht erstaunlich viel Energie. Mit einer leichteren Ernährung und kleineren Portionen wirst du dich den ganzen Tag fit fühlen und hast genug Energie für alles, was du so vorhast. Auch bleibt deinem Körper so genug Kraft zum Entgiften. Optimalerweise solltest du dich am Ende einer Mahlzeit noch immer leicht fühlen. Höre auf deinen Körper, iss wenn er hungrig ist und höre auf, wenn er satt ist.
  • Iss nicht nach Sonnenuntergang
    Unter natürlichen Bedingungen könntest du bei Dunkelheit keine Nahrung sammeln, würdest nicht erkennen, was du isst & dich evtl. vergiften. Die Nacht ist die Zeit zum Verdauen, Verwerten, Entgiften. Mit dieser regelmäßigen nächtlichen Fastenzeit wirst du dich insgesamt besser fühlen, leicht überschüssiges Gewicht verlieren und nicht so leicht vorzeitig altern. Mindestens zwei bis drei Stunden vor dem Schlafengehen solltest du außerdem im Interesse einer guten Nachtruhe nichts mehr zu dir nehmen.
  • Ausreichend Pausen & Schlaf
    Wenn du müde bist, ruh dich aus. Achte auf genug Schlaf in der Nacht und sorge auch tagsüber für ausreichend Pausen. Wieviel Schlaf und Ruhe nötig sind, ist individuell verschieden und ändert sich auch immer wieder. Achte auf deinen Körper und sorge für seine Bedürfnisse – es lohnt sich!
  • Schränke deinen Umgang mit elektronischen Geräten ein
    Durch den ständigen Gebrauch von Mobiltelefonen, Tablets, Computern usw. sind wir permanent in Alarmbereitschaft. Es bleibt kaum noch Zeit, wirklich zur Ruhe zu kommen. Das andauernde Schauen auf Bildschirme erschöpft die Augen, ebenso wie die Ohren nie zur Ruhe kommen, wenn wir ständig telefonieren, Musik hören, Podcasts lauschen etc. Mobile Geräte, die uns überall zu fast allem Auskunft erteilen, reduzieren so zugleich unsere realen sozialen Kontakte. Stundenlange Computerarbeit, für viele von uns Alltag, hält uns in unergonomischer Haltung und schadet so unserem Körper. Verspannungen, schlechte Körperhaltung, Durchblutungsstörungen sind einige der Folgen. Ganz zu schweigen von all der Strahlung durch WiFi und Mobilfunknetze, der wir zwar kaum ausweichen können, die wir aber zumindestens in unserem Wohnraum reduzieren können. Viele Gründe, deine Gebrauch all dieser Geräte über das notwendige Maß hinaus möglichst weitgehend einzuschränken.
  • Positive Lebenseinstellung
    Der absolut wichtigste Grundsatz für ein gesundes und glückliches Leben ist, meiner Meinung nach, eine positive Lebenseinstellung. Sie führt dazu, dass wir sowohl mit uns selbst als auch mit anderen freundlicher umgehen. Je mehr positive Energie wir verbreiten, desto weniger Raum bleibt für negative. Sowohl eine natürliche, lebendige, hochenergetische Rohkost-Ernährung als auch positive Gedanken und Gefühle erhöhen deine Schwingung und dein Wohlbefinden. Wir sind nicht nur Körper und unser Körper ist nicht getrennt von unserem Gefühls- und Seelenleben. Sich auf negative Gedanken zu fokussieren, manifestiert Blockaden und Krankheiten im Körper. Umgekehrt sorgt eine positive Grundstimmung für einen freien Fluss der Energien und lässt so Raum für Heilung.
  • Liebe & akzeptiere dich selbst
    Du bist wundervoll, perfekt so wie du bist! Du bist nicht hier, um anderen zu gefallen; es ist dein Job, dich zu lieben & zu mögen. Du bist auch nicht hier, um dich mit anderen zu vergleichen. Jede*r von uns ist einzigartig und genau so soll es sein. Es lohnt sich nicht, gegen dich selbst zu kämpfen oder dich für irgendwelche deiner Eigenschaften zu beschimpfen. Gerade das, was du an dir vielleicht nicht so magst, braucht deine Liebe. Nur so entsteht Raum für wirkliche Veränderungen & Entwicklungen.

Essen mit Liebe

Entscheide dich immer wieder bewusst dafür, was du essen willst. Womit du deinen Körper ernähren willst. Und genieße es! Die Erde ist so reich an Früchten, Gemüsen, Grünzeug & Möglichkeiten, wenigstens ein wenig von deiner Nahrung selbst wachsen zu lassen: Sprossen!

Spüre die Liebe & das Leben in deiner lebendigen Nahrung!

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Gesünder essen – ganz einfach!

Du willst dich besser um dich kümmern, dich gesünder ernähren, und weisst nicht so recht, wie? Erspar dir die komplizierten Details zu Vitaminen, Mineralien, Proteinen, Kalorien und was es nicht noch alles gibt. Denn eigentlich ist es ganz einfach: Iss frisch, roh, pflanzlich, unverarbeitet, und so giftfrei wie möglich. Iss Früchte, Gemüse und Grünzeug, so viel du magst. Roh und unverarbeitet. Wildkräuter sind das wertvollste, nahrhafteste und vitalstoffreichste Grün, mit dem du deinen Körper ernähren kannst. Und dazu noch kostenlos erhältlich! Falls du keine finden kannst, wähle auf dem Markt oder im Bioladen dunkles Blattgrün, Spinat z. B., Petersilie, Endivien und andere Salate. Auch Grünkohl ist jetzt im Winter eine gute Alternative. Ob du lieber Früchte oder Gemüse isst, bleibt dir überlassen. Früchte sind überwiegend süß und sättigen besser als Gemüse. Iss immer genug, du darfst so viele Früchte und Gemüse essen, wie du nur magst. Vielleicht kommt es dir zu Anfang so vor, als ob du riesige Mengen isst, oder den ganzen Tag am Essen bist – das ist in Ordnung. Früchte haben, auf ihr Gewicht und Volumen bezogen, viel weniger Kalorien als z. B. Brot und andere Teigwaren. Höre auf deinen Körper und gib ihm, was er braucht!

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Folge deinem eigenen Weg!

Nicht anders als mit allem im Leben ist es auch mit der Rohkost. Du kannst die Wege anderer ausprobieren, dir ihre Erfahrungen anhören … deinen Weg musst du selbst finden! Einem Ernährungskonzept, das jemand anderes entworfen und erfolgreich gelebt hat, zu folgen, mag ein guter Einstieg sein. Ein Versuch, ein Ausprobieren. Um langfristig zu einer für dich funktionierenden Ernährung zu finden, folgst du besser nur dir selbst. Dem, was dein Körper dir signalisiert.

Das bedeutet nicht, dass du niemandem mehr zuhören sollst oder jeden Rat von vorne herein ablehnen sollst. Sondern dass du nur das übernimmst, was wirklich zu dir passt. Dass du erkennst, was dir wirklich gut tut. Unabhängig davon, was andere behaupten oder davon halten.

Orangen mögen als gesund gelten und Superfoods als die ernährungsphysiologische Offenbarung schlechthin. Wenn du sie magst – gut so. Wenn nicht – auch in Ordnung. Egal, wie „gesund“ irgendein Nahrungsmittel sein mag – wenn du es gegen deinen Willen essen musst, wird es dir nicht gut tun!

In diesem Sinne: folge nur dir selbst! NIEMAND weiss besser, was dir gut tut, als DU.

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