Grundnahrungsmittel Süßkartoffeln

Heute stelle ich dir ein weiteres meiner Grundnahrungsmittel vor.

Es soll ein ganzes Volk geben, dass sich fast ausschließlich von ihnen ernährt: den Süßkartoffeln! Ganz so arg ist es hier nicht, doch ich mag diese nahrhaften, leicht süß schmeckenden Knollen wirklich schon seit Jahren sehr gern, und in letzter Zeit, da ich aufgrund meiner gestiegenen Ansprüche weniger Früchte esse, gibt es sie wieder öfter. Hier auf Teneriffa gehören sie zu den regionalen Anbauprodukten, in Deutschland werden meist aus Israel oder Südeuropa importierte Süßkartoffeln angeboten. Es gibt sie in verschiedenen Sorten, die sich u. a. durch die Farbe der Schale und des Fruchtfleisches unterscheiden.

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Auf dem Foto siehst du hinten eine weiße Süßkartoffel mit heller Schale, in der Mitte sind welche mit violetter Schale, die innen aber ebenfalls weiss sind, und die vorderen, wiederum mit heller Schale, haben ein orangefarbenes Fruchtfleisch. Gute, frische Süßkartoffeln sind knackig und leicht saftig; die Süße ist unterschiedlich stark ausgeprägt. Auch die Größen variieren stark; die Bataten auf dem Foto sind alle relativ klein, doch es gibt auch sehr große Knollen.

Süßkartoffeln sind reich an Kohlehydraten und enthalten relativ viel Zucker (10 g auf 100g Frucht), jedoch auch viele Ballaststoffe. So halten sie den Blutzuckerspiegel schön konstant und dich lange satt.

Ich esse Süßkartoffeln am liebsten einfach so, am Stück bzw. in Scheiben geschnitten – je nach Größe der Knollen. Oder ich rasple sie im Vitamix* und mische sie entweder mit Kräutern, Sprossen, Algen etc. oder mit Ingwer und/oder Chufa-Flocken oder Kokosnuss. Für mich passt beides – sowohl die herzhafte als auch die süße Variante – zum Geschmack der Batatas.

Hier siehst du einige einfache Zubereitungsvarianten:

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Buchweizen

Heute stelle ich dir ein weiteres unserer aktuellen Grundnahrungsmittel vor: Buchweizen.

Unmengen von Herzen: Buchweizenkerne

Unmengen von Herzen: Buchweizenkerne



Während die Tochter ihn schon immer liebte, habe nun auch ich ihn für mich entdeckt. Ein paar Tage lang gekeimt schmecken mir die Sprossen total gut. Entdeckt habe ich das im Rahmen meiner Versuche, ohne süße Früchte auszukommen – Buchweizen ist da eine interessante Alternative, um auf fettarme Art und Weise satt zu werden. Auch bei einem knappen Haushaltsbudget helfen dir die relativ kostengünstigen Körner, auf gesunde Art satt zu werden.

Trotz seines Namens ist Buchweizen kein Getreide, sondern gehört zu den Knöterichgewächsen. Er kann in der Küche ähnlich wie gewöhnliches Getreide (Weizen, Dinkel etc) verwendet werden und gehört daher zu den sogenannten Pseudo-Getreiden, ist jedoch frei von Gluten und Lektinen und damit auch von deren unerwünschten Auswirkungen. Vielleicht kennst du Blini, die russischen Buchweizen-Pfannkuchen? Auch in der Rohkost-Küche bildet Buchweizen eine wichtige Grundlage, z. B. für rohe Brote.

Buchweizen enthält alle acht essentiellen Aminosäuren und trägt damit zu unserer Proteinversorgung bei. Vor allem aber ist Buchweizen reich an Kohlehydraten, arm an Fett und macht gut satt.

Brezeln &  Zöpfe aus Buchweizen-Gemüse-Teig

Brezeln & Zöpfe aus Buchweizen-Gemüse-Teig



Die kleinen weissen herzförmigen Körner lassen sich sehr leicht ankeimen und können auf vielfältige Art und Weise genossen werden. Wir essen z. B. den gekeimten Buchweizen einfach so, frisch oder wieder getrocknet. Manchmal kombinieren wir ihn auch mit Stevia und Kakaonibs (für mich) oder mit grünen Rosinen oder getrockneten Heidelbeeren (für die Tochter) zu einem Müsli. Buchweizen lässt sich sowohl süß als auch herzhaft in allerlei Zubereitungen verwenden: süße Cremes, pikante Dipps, Buchweizenklößchen- oder Brezeln, Brote und süße Riegel und vieles mehr. Süße Kugeln aus Datteln und Buchweizen sind weitaus bekömmlicher als solche, die fettreiche Nüsse oder Kerne enthalten. Eine meiner Lieblingsnaschereien momentan sind diese süßen Riegel, für die Buchweizensprossen die Grundlagen bilden:

Meine Lieblings-Schoko-Riegel momentan

Meine Lieblings-Schoko-Riegel momentan

Rohkost-Nahrungspyramide

Ein gutes Beispiel für eine Rohkost-Nahrungspyramide habe ich hier gefunden. So sollte deine Nahrung zusammengesetzt sein:

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Die Grundlage bilden grüne Blätter, Früchte und Gemüse, von denen du reichlich essen kannst. Auch Wasser nach Bedarf. Ergänzt werden diese Grundnahrungsmittel durch Sprossen, Samen & Nüsse. Proteine und Aminosäuren, die du in Maßen zu dir nehmen solltest.

Die Spitze der Nahrungspyramide bilden Nahrungsmittel, die du nur in geringen Mengen, in eher medizinischer Dosierung, zu dir nehmen solltest. Mehr noch als unsere Grundnahrungsmittel haben sie eine sehr starke, teilweise auch heilende, Wirkung. Laut dieser Grafik gehören dazu Algen, Nährhefe, Kräuter und Gräser.

Ich persönlich esse keine Nährhefe und würde bei den Kräutern auf jeden Fall unterscheiden zwischen Wildkräutern, die ich, genau wie frisch geerntete Algen, zu dem Grünzeug bei den Grundnahrungsmitteln zähle, und den gezüchteten Küchenkräutern mit ihrem intensiven Geschmack.

Quelle der Grafik

Natürliche Ernährung – was soll ich essen?

Unsere Nahrungspalette besteht aus Früchten, Kräutern, Nüssen, Samen, Algen, Wurzeln – in ihrer natürlichen, rohen, unverarbeiteten Form.

„Wenn du keine komplette Mahlzeit daraus machen kannst, solltest du es nicht essen.“ – so eine der Richtlinien für das Essen natürlicher, wohltuender Nahrung. Auch wenn du (noch) nicht mono isst, macht diese Überlegung Sinn. Wenn sich etwas nicht auch als Mono-Mahlzeit eignen würde, ist es aller Wahrscheinlichkeit nach nicht als Nahrungsmittel für dich geeignet. Zumindest solltest du darauf achten, dass du alles, was du isst, auch einzeln, für sich, essen könntest – Dinge, die nur in Kombination mit etwas anderem genießbar sind, lieber nicht essen – dein Körper hat einen Grund, warum er sie instinktiv ablehnt! Beispiele dafür sind Knoblauch, Ingwer, Chili usw. Im Extremfall könntest du dich versehentlich mit etwas vergiften, indem du diese Kontrollfunktion deines Geschmacks- & Geruchssinns einfach übergehst!

Zur weiteren Überlegung über die Auswahl unserer Nahrung: jedes Lebewesen auf diesem Planeten hat eine spezifische artgerechte Ernährung. Die, an die wir genetisch angepasst sind. Wie hat der Mensch sich also ursprünglich, vor Beginn der Ackerbauperiode, den damit einhergehenden Züchtungen und allem, was seitdem noch so kam, ernährt?

Ganz klar: nur was von der Natur bereitgestellt wurde, kam als Nahrung in Frage!

  • Feuer stand sehr lange gar nicht zur Verfügung und wurde dann, nachdem die Menschen sich aufgrund wachsender Bevölkerung in die kälteren Regionen der Erde wagten, vermutlich noch lange Zeit nur zum Wärmen genutzt, nicht jedoch zur Veränderung der Nahrung. Wir gehen also davon aus, dass die menschliche Nahrung, genau wie die jeder anderen Spezies, roh sein sollte.
    Auch Mixer, Blender, Entsafter wachsen nicht an Bäumen – unsere Nahrung sollte also weiterhin auch unverarbeitet sein.
  • Die Nahrungbeschaffung erfolgte über das Sammeln von Früchten, Kräutern, Nüssen und Samen.
  • Tiermilch stand vor Beginn der Tierhaltung sicher nicht zur Verfügung.
  • Wem die offensichtlichen ethischen Argumente gegen das Töten und Verzehren anderer Lebewesen nicht reichen: Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass der Mensch eher gejagt wurde als selber zu jagen. Die Zähne unserer Urahnen zeigen darüberhinaus, dass sie sehr viel sehr Hartes gegessen haben, z. B. auch Rinde und dergleichen. Fleisch gehörte demzufolge offensichtlich nicht zu den üblichen Nahrungsmitteln. Ohnehin zeigen diverse unserer anatomischen Merkmale (Gebiss, Verdauungsorgane), dass wir keine Fleischfresser sind. Und auch unser Nahrungsinstinkt: die allermeisten Menschen können Fleisch nur in verarbeitetem Zustand essen. Selbst rohes Fleisch ist, wenn du es kaufst, bereits weit verarbeitet! Oder bekommst du beim Anblick eines lebenden Tieres tatsächlich Appetit und stürzt dich darauf, um es zum Stillen deines Hungers zu töten?
  • Honig – die kompletten Waben, nicht der extrahierte Honig, den wir heutzutage im Glas kaufen können – mag vielleicht mal erbeutet worden sein. Zumindest machen Menschenaffen das auch. Jedoch ist dabei zu bedenken, dass die Haut des Menschen deutlich ungeschützter und verletzlicher ist als die der Affen … falls überhaupt, so haben sie sich diesem Risiko gewiss nicht allzu häufig ausgesetzt.
    Auch gelegentlich mal ein aus dem Nest gefallenes Ei mag zur Nahrungspalette gehört haben.
    Heutzutage und in unserer zivilisierten Welt hat der Verzehr von Eiern wie auch von Honig jedoch noch eine ganz andere, nicht zu vernachlässigende Komponente: die ethische nämlich. Für die im Handel erhältlichen Produkte werden Tiere aufs Übelste ausgebeutet, misshandelt, getötet. Eier zu kaufen, bedeutet, das zu unterstützen, sich an der Ausbeutung zu beteiligen. Das gleiche gilt für die ebenfalls käuflichen Bienenwaben.
  • Getreide gibt es erst seit ca. 12.000 Jahren; die Züchtungen begannen in der Ackerbauperiode. Daran sind wir also eher nicht genetisch angepasst. Zudem macht es, wie so vieles von Menschenhand Verändertes, süchtig.
  • Manche der heute üblichen Gemüse sind ebenfalls relativ hochgezüchtet (Möhren, Fenchel), einige sehr stärkehaltig, schwerer verdaulich als Früchte und überwiegend wenig sättigend. Leichter bekömmlich sind Gemüsefrüchte, die mehr Wasser enthalten (z. B. Gurken, Kürbisse, Tomaten, Paprika). Wurzeln, besonders die ursprünglichen Sorten, mögen je nach Geschmack ab und zu durchaus lecker und eine interessante Bereicherung des Speiseplans sein.
  • Fermentiertes wie z. B. Sauerkraut ist zwar roh, aber dennoch nicht optimal für uns: es kommt so in der Natur nicht vor.
  • Dies gilt auch für alle anderen rohen Produkte: ungeeignet ist, was in der Natur nicht vorkommt. Neben den diversen rohen zubereiteten Lebensmitteln (Schokolade, Brot, Cracker) und den extrahierten „Superfoods“, Pülverchen, Süßungsmitteln gilt das übrigens auch für einen Großteil der im Handel erhältlichen Trockenfrüchte: für all die nämlich, die in der Natur nicht trocknen, sondern verfaulen wie u. a. Ananas, Banane, Mango, Papaya, …. Für die übrigen, auch natürlicherweise in der Sonne trocknenden Trockenfrüchte gilt: in der Natur sind sie eher selten einmal zu finden, und dann auch nicht gleich tütenweise. Demgemäß selten und in kleinen Mengen solltest du sie auch (höchstens) essen. Durch ihren hohen Zuckergehalt und reduzierten Wassergehalt bleiben sie an den Zähnen kleben und können diese durchaus angreifen.
  • Optimal für uns sind frische süße & nicht-süße Früchte, grüne Blätter, evtl. ab und zu mal Wurzeln, gelegentlich ein paar Samen oder Nüsse!
  • Zu beachten bei den frischen Früchte: ausgenommen ist natürlich alles, was gentechnisch verändert wurde – daran ist kein Lebewesen genetisch angepasst & bei uns Menschen wird diese Anpassung definitiv länger brauchen als bei den Insekten und Bakterien, vor denen die Manipulationen angeblich schützen sollen.
    Auch starke Züchtungen haben die Früchte im Laufe der Jahre sehr verändert – ich halte sie, ergänzt mit Wildkräutern, jedoch noch immer für das Beste, was wir so essen können. Falls keine selbstangebauten oder wilden Früchte zur Verfügung stehen, achte nach Möglichkeit auf Vielfalt in der Zusammenstellung deiner Nahrung! Innerhalb einer Mahlzeit besser nur eine Sorte, übers Jahr jedoch möglichst viel Abwechslung! Ursprüngliche Früchte bevorzugen.
  • Beim Grünzeug sind Wildkräuter und Baumblätter am optimalsten. Wenn du am Meer lebst, auch Algen. Falls du davon nicht ausreichend bekommen kannst, bieten sich angebaute dunkelgrüne Blattgemüse und Kräuter wie Spinat, Petersilie, Feldsalat und andere dunkelgrüne Salate an. Auch Stangensellerie ist sehr reich an Mineralsalzen.
  • Schließlich ist noch zu Bedenken, wie leicht & in welchen Mengen diese zu unserer natürlichen Nahrungspalette gehörenden Früchte, Nüsse & Kräuter unter natürlichen, ursprünglichen Bedingungen wohl für uns verfügbar wären. Wir können heute nahezu alles jederzeit kaufen. In der Natur stehen aber viele Früchte, Kerne etc. nur saisonal begrenzt zur Verfügung. Nüsse und Kerne wachsen zudem in harten, mehr oder weniger schwer zu knackenden Schalen. Ein paar hundert Gramm Mandeln, Cashews oder Sonnenblumenkerne zu essen, würde unter natürlichen Bedingungen Stunden dauern. Um dich daran nicht versehentlich zu überessen, iss sie optimalerweise nur frisch und direkt aus der Schale.

Noch einmal zusammengefasst: Früchte, Grünzeug, Kerne, frisch, unbehandelt, roh, unverarbeitet – bilden unsere artgerechte und damit die einzige für uns geeignete Ernährung!

Familien-Rohkost: Grundnahrungsmittel

Viele unserer Grundnahrungsmittel bieten sich hier auf Teneriffa noch mehr als in Deutschland als Basis unserer rohköstlichen Ernährung an: günstig, sättigend, nährend – und hier auch noch aus regionalem Anbau. Süßkartoffeln gehören dazu, Avocados, Orangen, Papayas, Mandeln und natürlich Bananen. Die hiesigen Bananen sind andere, kleinere, geschmacklich intensivere als die, die wir aus Deutschland kannten. Sehr lecker! Ebenso wie in Deutschland sind sie selbst in Bio-Qualität günstig zu bekommen, besonders, wenn man, wie ich, die schon reifen Früchte bevorzugt.

Die meisten Kinder mögen Bananen auch pur; für die anderen & damit’s nicht so schnell langweilig wird, hab ich für euch mal ein paar einfache Zubereitungsideen zusammengestellt. Immer die erste Idee & bei meiner Tochter grad wieder hoch im Kurs: der Grüne Smoothie aus Banane und Brennesseln. Wenn ihr viele frische Brennesselsamen mit hineinmixt & den Smoothie kurz stehenlasst, wird er etwas fest & kann so auch gut als Pudding auf einen Teller gestürzt werden. Oder als Tortenfüllung verwendet werden. Natürlich lassen sich Smoothies auch mit anderen Wildkräutern und/oder weiteren Früchten zubereiten.

Bananen-Brennessel-Creme mit Streuseln (Brennesselsamen) & Apfel zum Dippen.



Weitere Serviervorschläge:

  • Bananenmasala – gemixt mit Gewürzen wie z. B. Zimt, Kardamom, Ingwer. Gerade in der kalten Jahreszeit angenehm wärmend!
  • Kombiniert mit Kokosnuss und Hokkaidokürbis auch farblich ein Genuss.
  • Zusammen mit Currydipp zum Einstippen.
  • Bananen halbieren, in Carob oder gehackten Nüssen wälzen und auf Holzstiele gesteckt als Lollis servieren. Oder die halbierten Bananen auf Holzstielen einfrieren -> Eis am Stiel!
  • Banane in kleineren Stücken einfrieren & im Mixer oder mit einer Saftpresse zu Eiscreme verarbeiten. Pur oder mit anderen (nicht gefrorenen Früchten) zusammen.
  • Banane, Carobpulver und geriebene reife Kokosnuss im Mixer glatt mixen, über Nacht im Kühlschrank festwerden lassen: fertig ist eine frische & vergleichsweise leichte Schokolade.