Reise-Impressionen & Wissenswertes: Ägypten

Zeit & Ort sind merkwürdige Phänomene. Am Abend meiner Rückkehr aus Ägypten, auf den letzten Metern des unbefestigten Weges zum Tor meines derzeitigen Zuhauses, hatte ich das Gefühl, aus einer anderen Dimension zurückzukehren. Aus unendlicher Ferne zu kommen, endlos lange Zeit fort gewesen zu sein. Wenige volle Tage und eine Vielzahl sich überschlagender Geschehnisse haben mich sehr schnell wieder im Hier und Jetzt ankommen lassen. Ich bin HIER – so soll es ja auch sein. Tue, was ich vorher getan habe und bin doch eine Andere als zuvor. Wie alles, was ich erlebe, mich verändert und mein morgiges Ich ein anderes sein wird als das jetzige. Diese Reise, das Kennenlernen einer neuen fremden Welt, hat mich tief beeindruckt.

Ich bin im Nil geschwommen. Und darauf gesegelt ;). Manche sagen, ein Bad im Nil heilt alles. Ob das stimmt, weiss ich nicht. Doch es hat etwas mit mir getan, und ganz deutlich habe ich das Gefühl, manches, was mich gefesselt hatte, dort gelassen zu haben.

Ich habe die Wüste gesehen. So lange Zeit schon hatte ich mir das gewünscht, mich danach gesehnt. Und sie hat mich nicht enttäuscht. Ich habe eine neue Liebe gefunden 😉
Unbeschreiblich, diese Weite. Sand. Himmel. Nur die Weite und ich. Damit die Seele wachsen kann, müssen die Augen weit schauen können. So ähnlich habe ich es vor Jahren mal bei Paulo Coelho gelesen (Ich glaube, das war in „Schutzengel„*) und für mich hat es sich tatsächlich immer so angefühlt. Zwischen Mauern oder engen Bergen kann ich nicht lange leben, und so sehr ich den Wald liebe, zieht es mich doch immer wieder zum Meer. Oder eben in die Wüste oder ähnliche weite, flache Landschaften.

Speziell und unvergesslich: die hunderte Kilometer lange Strecke durch die Wüste im Osten des Landes. Die gegen Ende durch einige atemberaubend schöne Bergketten führt, um dann den Blick freizugeben auf das Rote Meer – seinem Namen zum Trotz wundervoll türkis und blau schimmernd. Wer glaubt, ein Meer sei wie das andere, möge noch mal genauer hinschauen. Ich habe noch nicht alle gesehen, doch die, die ich kenne – der Atlantik, das Rote Meer, das Mittelmeer, Nordsee und Ostsee -, sie alle sehen unterschiedlich aus.

Die Wüste hat mich begrüsst bei meiner Ankunft, mitten in der Nacht, beschirmt von einem von Sternen übersäten Himmel. Und mich verabschiedet … auf der eben beschriebenen Fahrt und schließlich von oben, aus dem Flugzeug. In der klaren Luft schien es, als flögen wir nur wenige Meter über dem Boden … und stünden still in der Luft. Ein Wahnsinnsgefühl. Der Anblick änderte sich erst ganz im Norden des Landes, kurz vor dem Mittelmeer … Wasserwüste nach all dem Sand. Die griechischen Inseln … ebenfalls verknüpft mit spezieller Erinnerung. Vor zwei Jahren erst war ich dort … Im Flugzeug hatte ich das Glück, einen Fensterplatz bekommen zu haben und habe bis Kroatien oder so ununterbrochen hinausgeschaut. (Danach wurde es wolkig, und immer nasser und kälter, gelandet sind wir schließlich bei 6°C und Regen.)

Noch ein besonderes Geschenk, das Ägypten mir gemacht hat und für das ich so dankbar bin: die Sonnenaufgänge. Die ich bisher in meinem Leben nur sehr selten bewusst miterlebt und angesehen habe. In Ägypten bin ich dank der frühmorgendlichen Gesänge aus den Moscheen immer schon zwischen 4 und halb fünf aufgewacht, und hatte somit viel Zeit und Gelegenheit, Morgenhimmel und diverse magische, wunderschöne Sonnenaufgänge zu sehen. Was für eine wundervolle Art, den Tag zu beginnen! Ich habe versucht, diese Morgenmagie auch hier in Deutschland zu zelebrieren, doch nach einem zehnminütigen Lauf entlang einer stark befahrenen Straße, durch Regen und erfrischende 4°C, fällt es mir nicht so leicht, im – meist hinter Wolken verborgenen – Sonnenaufgang die Magie des Tagesanfangs zu finden.

Natürlich habe ich auch einige Tempel besucht; von einem unglaublich guten Guide vieles über die Geschichte und Magie des Alten Ägyptens lernen dürfen, und bin sowohl von dem Gehörten als auch von der Energie und Magie der Tempel und anderen Bauwerke fasziniert und tief berührt.

Ich bin, allein und in Gesellschaft, durch Städte und Natur gelaufen. Habe wundervolle Menschen kennengelernt. So viel habe ich schon gesehen, und doch war es nur ein Bruchteil des Landes und seiner Schönheit. Meine Bucket List ist wiederum gewachsen … eines, was ich unbedingt machen möchte, ist, mit einer Karawane durch die Wüste <3 zu einer Oase zu reisen und dort eine Weile zu sein.

Zu einigen Themen (des aktuellen Ägyptens) habe ich viele Fragen und Bemerkungen gehört und möchte die hier gern kurz beantworten:

  • Sicherheit: Vor meiner Reise habe ich unzählige Warnungen gehört, nahezu jede*r hat mich darauf hingewiesen, dass Ägypten gefährlich sei, unsicher, und ich da doch besser nicht hinreisen sollte. Schon gar nicht als alleinreisende Frau. – Wie ich es erfahren habe: Die Ägypter sind ein überwiegend friedvolles Volk. Katholiken und Moslems leben einträchtig miteinander. Die Menschen sind sehr freundlich und extrem hilfsbereit. Man kann seine Sachen im offen Auto liegenlassen, ohne Angst vor Diebstahl.
    Aufgrund der politischen Lage ist das Militär, vor allem in Assuan, sehr präsent. Es gibt viele Kontrollposten, überall, an denen immer wieder mal Papiere kontrolliert und Kofferräume überprüft werden. Ungewohnt, doch es geht nichts Bedrohliches von ihnen aus. Ich bin stundenlang, auch allein, unbehelligt durch Assuan und Luxor gelaufen und habe mich die gesamte Zeit dort absolut sicher gefühlt. Bei meiner Bekleidung habe ich Rücksicht auf die dortigen Sitten genommen – lange Hosen, nichts Schulterfreies bzw. Tuch um die Schultern, wenn ich nur ein Trägertop anhatte.
    Beim Einkaufen, Taxi-fahren etc. gehören Preisverhandlungen dazu. Du akzeptierst dort niemals den ersten Preis. Wenn doch, zahlst du höchstwahrscheinlich zu viel. Um wirklich zu wissen, wieviel jeweils angemessen ist, hätte ich allerdings länger dort sein müssen. Das Kostenniveau dort ist ein ganz anderes – eine ganze Familie wird von 200 ägyptischen Pfund pro Woche satt – das sind 10 EUR …
    Die Sicherheitskontrollen am Flughafen sind gründlicher als in London, und auch an Bahnhöfen wird schon beim Betreten des Bahnhofs das Gepäck durchleutet und du musst durch einen Metalldetektor gehen. Der Zug, mit dem ich von Assuan nach Luxor gefahren bin, war übrigens extrem komfortabel und super-sauber. (Und die „Skyline“ während des Sonnenuntergangs/Abendrots, Palmen am Nilufer vor dem glühend roten Himmel, ein Bild, das ich sicher nicht vergessen werde.)
  • Alle Krokodile und Nilpferde wurden beim Bau des großen Staudamms in Assuan vor rund 60 Jahren nach oberhalb des Staudamms umgesiedelt. Unterhalb von Assuan wirst du also keine treffen – und brauchst dir bei einem eventuellen Bad im Nil darüber keine Sorgen zu machen. Solltest du Angst vor Bilharziose-Erregern haben: suche dir eine Stelle mit schnell fließendem Wasser und/oder frage die Einheimischen, wo es sich gut baden lässt. 😉
  • Bio-Nahrung. Das ist in der Tat schwierig. Das Bewusstsein für derartige Themen ist in Ägypten noch kaum vorhanden. Im Delta gibt es zwar mindestens ein großes Bio-Projekt, doch entlang des Nils zwischen Luxor und Assuan kümmert sich eher kein Mensch darum. „Dank“ des Staudamms werden seit 60 Jahren die alljährlichen Überflutungen durch den Nil verhindert. Die zuvor jedes Jahr für einen Nachschub an fruchtbarem Schlamm gesorgt haben. Mittlerweile sind die Böden ausgelaugt, und die Menschen benutzen Dünger. Auch Pestizide etc. werden eingesetzt. Bei Datteln und Feigen wird das wohl niemand für nötig halten, doch ich befürchte, beim Gemüse und Grünzeug sieht das anders aus.
  • Zum Thema „Essen auf Reisen“ und wie sich das mit der Ernährung als Rohköstler*in/Veganer*in (oder sonstwie Achtsam-Essende*r) lösen lässt, schreibe ich noch einen eigenen Artikel.

Die Zeit in Ägypten hat mir so unendlich viel geschenkt. Meine Seele genährt. Mir ist erst dort wirklich bewusst geworden, was und wieviel ich in den vorhergehenden Monaten in Deutschland vermisst habe. Seelennahrung. Wundervolle neue Eindrücke und Begegnungen. Und, nicht zuletzt, Sonne & Wärme. Ich bin voller Dankbarkeit

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Meine Reise – Sommerbilanz & Neuigkeiten

Aus den geplanten zwei sind vier Monate in Deutschland geworden. Viel ist geschehen in dieser Zeit, innen und außen. Und in wenigen Tagen geht nun die Reise im Außen weiter. Zeit also, einmal Bilanz zu ziehen.

Das, was mich ursprünglich hierher geführt hatte, hat sich mit meiner Ankunft schlagartig in Luft aufgelöst. Kaum war ich da, war seitens der Tochter nicht mehr die Rede davon, dass sie in Deutschland bleiben, beim Vater leben und zur Schule gehen möchte. Offenbar war das von ihrer Seite aus nur dem Druck durch ihren Vater, inklusive der Zukunftsangst, die er ihr einzureden versucht, geschuldet. Es scheint für sie ganz selbstverständlich, wieder mit mir zu leben, ihren Vater ab und an zu besuchen, und eben auch mit mir zu gehen, wenn ich wieder reise. Ihr Wunsch ist ganz klar: sie möchte ihr freies, selbstbestimmtes Leben weiterleben, mit viel Zeit für ihre Freundinnen & ihre Projekte, und dabei möglichst gleich viel Zeit mit ihm und mit mir verbringen.

Obwohl wir in diesem Punkt also oberflächlich betrachtet kein bisschen weitergekommen sind (genau so sah es vor einem Jahr auch schon aus), bin ich dankbar für die Zeit hier. Die mir manches Andere, Schönes und Schwieriges, gebracht hat & mich wiederum viel über mich selbst gelehrt hat.

Neben der Schwere des Abschieds von Portugal und meiner Schwierigkeit, mich hier zurechtzufinden, waren da viele viele schöne Momente & Erlebnisse in den vergangenen Monaten. Schmetterlinge und Rosen, Nord- & Ostsee, Austausch, Begegnungen, Wiedersehen & neue Kontakte …

Viele Einsichten, Erkenntnisse, Lektionen. Schmerz, der mich auf meine Knie gebracht hat. Und Dankbarkeit, die dasselbe bewirkt hat. Wiedergefundene Seelenteile & die Freude des Wiedersehens mit mir selbst 😉

Dankbarkeit für „meine Kinder“, unsere Verbindung, die Ehrlichkeit und das Vertrauen, die da sind, und für all das, was wir zusammen erlebt haben und erleben.
Unser aller drei Leben sind in den vergangenen 10, 11 Jahren so anders als im Mainstream verlaufen, und manchmal macht das Dinge kompliziert, und manchmal taucht da der Gedanke auf, ob es nicht einfacher wäre, hätten wir alles „so wie alle“ gemacht. Doch für mich wäre das weder in der Vergangenheit noch jetzt eine Option gewesen. Wenn du weisst, was dein Herz will (oder ganz deutlich nicht will) – folge ihm. Immer. Anders ist Leben für mich unvorstellbar.

Vieles habe ich gelernt diesen Sommer …. Z. B., dass ich mich möglicherweise für unentbehrlicher gehalten habe als ich es bin. Und deshalb das, was ich eigentlich hatte tun wollen, die Chancen, die sich mir gerade angeboten hatten in Portugal, aufgegeben habe. Wie ich immer noch viel zu oft mich & das, was mir am Herzen liegt, für die Wünsche & Bedürfnisse anderer zurückstelle oder aufgebe. Besonders bei meinen Kindern und anderen, meinem Herzen sehr nahen Menschen, fällt es mir da immer wieder schwer, meine Bedürfnisse genau so wichtig zu nehmen wie ihre. Die Frage, ob ich „falsch“ entschieden habe, in diesem Fall, hat mich eine Weile schmerzhaft beschäftigt. Jetzt nicht mehr. Es spielt keine Rolle. Denn Leben heisst eben auch, mit unseren Entscheidungen zu leben. Es gibt keine falschen Entscheidungen – auch der andere Weg hätte seine eigenen Herausforderungen mitgebracht, und auch dieser hier hat mich und mein Leben bereichert und mit neuem Licht & neuer Leichtigkeit versorgt. U. a. eben mit einem Stück mehr Bewusstsein für meinen eigenen Wert.

Die so schöne & so herausfordernde Reise zur (Selbst-)Liebe. Und immer wieder komme ich an, und immer wieder bin ich ganz weit weg. Achterbahn. Gleichgewicht – das Thema meines Lebens. Das mich, in den letzten Jahren mit zunehmender Häufigkeit und Tiefe, wieder und wieder aus dem Nest schubst. Mich „zerlegt“. Und ich setz mich neu zusammen, zu einer neuen, „größeren“, freieren Version von mir. Ein ums andere Mal. Schmerzhaft & oft nicht leicht – doch es befreit mich, macht mich leichter und leichter, bringt mich immer weiter zu mir. Ich finde & erfinde mich immer wieder neu, und genieße es, mich immer wieder & weiter kennenzulernen. <3 🙂

Meine Reise geht weiter, nun auch wieder im Außen … Wenn ich an die Zeit in Portugal zurückdenke, erscheint mir alles so unsagbar fern. Ich sehne so sehr danach, dorthin zurückzugehen. Und werde das auch tun. Sobald die Zeit reif ist dafür.
Denn als nächstes geht es nun erst einmal nach Ägypten – ein Land, das mich zum zweiten Mal in meinem Leben (zuletzt ca. 2008 – auch ein 1er Jahr … ) mit einer Einladung zu einer Nilkreuzfahrt gerufen hat. Zeit, dieser Einladung nun endlich zu folgen. Ich bin sehr gespannt … und sehr aufgeregt. Meine erste Reise nach Afrika!

… Ich werde berichten! Wenn du zeitnah dabeisein willst, folge mir am Besten bei Instagram (RawVeganDigitalNomad) und/oder abonniere meine Facebook-Seite. Hier im Blog bleibt es während der nächsten Wochen erstmal ruhig.

Ich danke dir fürs Lesen, ist mal wieder ein langer Beitrag geworden, den ich jetzt, weil schon spät, nicht noch einmal Korrektur lesen werde. Wie immer freue mich über deinen Kommentar.

In Liebe

Silke

Remember The Divine

Dankbarkeit

In manchen Momenten des Lebens ist es leichter, in anderen schwieriger. Glücklich zu sein. Den Fokus auf der Freude, der Schönheit, der Liebe zu behalten. Herausforderungen im Außen dankbar und gelassen anzunehmen, ohne sie zu bewerten, ohne mich davon runterziehen zu lassen. Unangenehme Emotionen, die, aus welchem Grund auch immer, in mir aufsteigen, anzunehmen, zu fühlen, ohne mich davon aus meinem Gleichgewicht bringen zu lassen. Mein Gleichgewicht zu halten … ist ja ohnehin (m)eine Lebensaufgabe ;). Wenn dein Dosha ebenfalls Vata ist, kennst du das vielleicht. Vielleicht auch sonst … wer weiss schon, woran es wirklich liegt. 😉

Für die Herausforderungen im Außen gibt es immer zwei Lösungen. Jammern ist keine davon. 😉 Entweder, du änderst die Situation oder du änderst deine Perspektive. Für die Bewältigung der innerlichen Herausforderungen – und letzten Endes sind sie alle in deinem Inneren begründet, denn du wirst immer die Erfahrungen im Außen anziehen, die dir helfen deine inneren Knoten zu lösen – ist ebenfalls deine Perspektive entscheidend. Ich entscheide mich, immer wieder, die Herausforderungen anzunehmen. Zu fühlen & zu erleben, was da eben kommt. Und! ich entscheide mich, immer wieder, offen zu bleiben. Augen, Ohren, Herz … für die Schönheit um mich herum. Für die Liebe um mich & in mir. Für das Licht in mir, das immer leuchtet – wie dunkel es auch erscheinen mag um mich oder in mir. Für all das, was das Leben mir schenkt und für das ich dankbar bin. Für die Freude.

Schokolade hilft manchmal 😉 … aber es geht auch ohne!

Weil es in dunkleren Zeiten eben auch oft schwerer fällt, das Licht zu sehen, ist bewusste Dankbarkeit, ein bewusstes Sich-Fokussieren auf die guten Dinge (innen & außen), eine hilfreiche Praktik, um dich selbst wieder aus irgendwelchen „Löchern“ herauszuziehen. Im nächsten Schritt kommt dann übrigens die Dankbarkeit für scheinbar „negative“ Erfahrungen. Das Erkennen, dass sie nicht negativ sind sondern dir nur helfen auf deinem Weg. Betrachtest du sie aus dieser Perspektive & nimmst sie so gelassen (& dankbar) an, fühlt sich das Leben viel leichter an.

DANKE fürs Lesen!!!

Glücklichsein ist eine Entscheidung

Entscheide dich heute – jeden Tag, jeden Moment – dafür, glücklich zu sein. Du kannst das!

Unabhängig von den Umständen. Denn nicht die Welt um dich herum ist verantwortlich für dein Glück, dein Wohlbefinden. Das bist nur DU!!! Nicht dein*e Partner*in, nicht deine Freund*innen, nicht das Wetter, nicht die Nachbar*inne*n, nicht dein Kontostand, nicht dein Arbeitsplatz, nicht die Regeln, nichts von den Umständen um dich herum.

Entscheide dich, glücklich zu sein. Lächle, danke für das, was du hast, freu dich deines Lebens. Und beobachte, wie du Menschen und Situationen in dein Leben ziehen wirst, die dazu passen. Die auf genau dieser Frequenz mit dir schwingen.

Klingt toll? Ist es auch. Und so einfach … nun ja, nicht immer. Doch es wird wie alles im Leben einfacher, je länger du es praktizierst. Ich entscheide mich tatsächlich immer wieder dafür. Solange ich bei mir bin, im Fluss, in meiner Mitte, solange die Umstände zumindestens teilweise so sind, wie ich sie mag, ist es einfach. Je weiter weg ich davon bin … umso herausfordernder wird es.

Momentan … empfinde ich die Umstände, die ich um mich her wahrnehme, als reichlich herausfordernd. Und merke, wie sehr ich im Widerstand bin. Mich dagegen wehre, sinnloserweise. Ich will nicht hier sein, in Deutschland. Es ist kalt, es war über eine Woche lang grau und regnerisch, jetzt wird es langsam etwas wärmer, doch der Himmel ist fast immer zugezogen. Die Sonne hinter einem Schleier, das wenige Himmelsblau deutlich blasser als es sein sollte. Alles hier ist unglaublich teuer. Die Landschaft um mich herum ist verbaut, angelegt, bewirtschaftet, gemäht, geordnet … mir fehlt die Natur, die Einsamkeit, die Wärme, die Ruhe. Die Menschen, denen ich hier tagtäglich begegne, haben ganz andere Prioritäten, ganz andere Vorstellungen vom Leben. Schwierig, einander zu verstehen – vieles, was ihnen wichtig ist, spielt für mich keine Rolle. Mit meiner Freiheit, meinem „ungesicherten“ Leben, meiner Sicht auf die Welt, können sie nichts anfangen. Ich fühle mich einsam hier, vermisse den liebevollen Austausch, den ich in den letzten Monaten in Portugal erlebt habe. Mir ist, als wäre ein wesentliches Teil von mir dort geblieben (…).

Es war meine Entscheidung, hierher zu kommen. Vielleicht war sie richtig, vielleicht nicht – sinnlos, darüber nachzudenken. Ich bin jetzt hier. JETZT. HIER. Dieser MOMENT ist das Einzige, was ich habe. Ich kann nur jetzt und hier glücklich sein. Tägliche Arbeit … die sich lohnt!

Ich gebe mir die Ruhe, die ich brauche – mehr als sonst. Achte auf meine Gedanken & Gefühle. Auch wenn es komisch klingt: ich kann glücklich sein trotz schwieriger („negativer“) Gefühle. Ich tu nicht so, als wären sie nicht da – auch das hat keinen Sinn. Sie dürfen da sein. Es geht nicht darum, sie wegzudrängen. Oder weg zu akzeptieren. Sie helfen mir beim Lernen. Und zeigen mir ja auch, was ich will und was nicht. Wie z. B. eine der gedanklich möglichen Lösungen momentan – eine Rückkehr nach Deutschland, um hier mit der Tochter und in der Nähe des Sohns zu leben. Alles in mir zeigt mir, dass dies nicht mein Leben ist. Dies nur als Beispiel … über unsere Suche/unser Finden schreib ich ein anderes Mal mehr.

Es gibt etwas zu tun hier; der Wunsch, die Tochter zu unterstützen, hat mich hergeführt, und ich werde noch eine Weile bleiben. Mein Herz entspannen, glücklich sein, dankbar sein. Vertrauen. Mir und dem Leben. Mich an meine Liebe erinnern und den Widerstand & Schmerz & die Angst in mir immer wieder umarmen, damit ich sie loslassen kann. Die Gedanken & Gefühle nicht festhalten, nicht in ihnen versinken, sie sein lassen, was sie sind – eben das: Gedanken, Gefühle. Das bin nicht ich. Ich bin die, die sie sieht, fühlt, erlebt. Menschliche Erfahrung. Darum bin ich hier.

Dankbar bin ich tatsächlich: Für meine Eltern, die mich auch diesmal wieder unterstützen & uns hier wohnen lassen – obwohl sie mein Leben nicht verstehen. Für ein Dach über dem Kopf, eine tolle Dusche 😉 (ungewohnter Luxus), mein noch immer treues Auto. (Und das Benzin ist günstiger hier als in Portugal. 😉 ) Für viel Zeit und offenen Austausch mit der Tochter und schöne Gespräche mit dem Sohn. Für selbstgepflückte Erdbeeren und Brennesseln. Für die Gelegenheit, Freund*innen & Familie zu treffen. Für das erste Telefongespräch seit ich-weiss-nicht-wie-vielen Jahren mit meinem Bruder, der mir in den letzten Jahren schmerzhaft fremd geworden ist – kurz, wortkarg von seiner Seite, doch immerhin ein Anfang. Für erste friedliche Gesprächsansätze mit dem Tochter-Vater. … und und und.

Falls du es schwer hast, in dein Glücklichsein zu finden, ist das übrigens eine gute „Technik“. Mach dir bewusst, wofür du dankbar sein kannst. Mach eine Dankbarkeits-Liste. Fang mit den kleinsten Kleinigkeiten an … und mit dem, was dir vielleicht selbstverständlich erscheint. Lass dich darauf ein – du wirst staunen: die Liste wird immer länger. Tu das jeden Tag & beobachte, was mit deinem Leben geschieht!

Was mir außerdem in akuten Situationen hilft, in meine Mitte zurückzufinden: meiner Freude folgen. Etwas tun, was mich glücklich macht, was mir Spaß macht. Wie z. B. ans Meer fahren. Einen Waldspaziergang machen. Einen Blog-Artikel über das Glücklichsein schreiben. 😉 Oder etwas Schönes gestalten – etwas Essbares. Zum Teilen. Schokolade 🙂

Durch das Labyrinth zur Mitte

So ruhig der März hier im Blog war, so bewegt & lebendig war & ist es bei uns, bei mir, in diesem Frühjahr. Innen wie außen 😉 :).

Mein Leben ist so reich derzeit … reich an liebevollen Begegnungen, mit Menschen & Tieren. Gespräche, Tanz, Umarmungen, Berührungen. Reich an Gefühlen, Glück, Lachen & Weinen, Freude & Traurigkeit. Reich an Sonne, blauem Himmel & Draußen-Sein. Reich an mich glücklich machender Arbeit. (Mehr dazu weiter unten.) Und an Wundern. 🙂

Wie es im Außen jetzt ausschaut: Seit Ende März nenne ich einen schnuckeligen Wohnwagen mit Vorzelt Zuhause.

April-Home, sweet home :)

April-Home, sweet home 🙂

Sonnenblumen vor meiner Tür

Sonnenblumen vor meiner Tür

Die Aussicht, wenn ich am Computer sitze.

Die Aussicht, wenn ich am Computer sitze.

Kuschelig. Zu zweit war es ein bisschen eng & arm an Privatsphäre, doch für ein paar Tage geht so etwas auch mit immerhin 12jähriger Tochter ausnahmsweise schon mal. Sie ist nun, nach langer Pause, wiederum nach Deutschland zum Papa abgereist & der Wohnwagen gehört mir allein. Bis Ende des Monats kann ich, weiterhin wwoofenderweise, darin wohnen. Und genieße mein kleines eigenes Reich gerade sehr … ein „Zimmer für mich alleine“ hatte ich seit Mitte Februar nicht mehr & Alleinzeit, Me-Time, ist in den vergangenen Wochen daher recht kurz gekommen.

Arbeit, die mich glücklich macht, habe ich hier auch. Viel. Da ist zum Einen mein „Rohkost-Café“ … davon zeige & erzähle ich dir ebenfalls mehr hier, in den nächsten Tagen. Dann ein bisschen Computerarbeit zum Verdienen unserer Bananen, Kürbisse & Avocados. Und, für die Unterkunft hier, das Wwoofing. Dabei gehört es zu meiner hauptsächlichen Aufgabe, ein Labyrinth hier im Garten fertigzustellen.

labyrinth

Es ist ein Abbild des Labyrinths von Chartres & symbolisiert den spirituellen Weg. Der, kurz gesagt, in Kreisen, Rund um Rund, vor & scheinbar zurück, schließlich zur Mitte, zum Höheren Selbst, führt. Während der vergangenen Wochen habe ich es, von der Mitte ausgehend und mich dann in konzentrischen Kreisen nach außen arbeitend, von „Unkraut“ & Gräsern befreit. Nun arbeite ich mit den Steinen & baue die äußeren Ringe & Wege des Labyrinths weiter. Manche der Gräser wachsen schnell nach bzw. ihre tiefsitzenden Wurzeln waren nicht vollständig entfernt, & so bin ich auch beim Bauen immer wieder zwischendurch damit beschäftigt, mehr oder weniger tief zu graben & teilweise lange & weitverzweigte Wurzeln zu entfernen. Die Parallele zu ziehen zu den immer wiederkehrenden Themen auf dem individuellen & gemeinschaftlichen Lebensweg, überlasse ich jetzt mal dir. 😉 Das Ganze ist eine wundervolle Meditation & macht mich wahrhaftig glücklich. 🙂

Übrigens: ich hatte, noch in Zentralportugal, vor vielen Wochen, damit begonnen, jeden Morgen eine Affirmation zu sprechen. Auf der Suche nach der Gestaltung meines weiteren Weges. Und erkenne nun das Ergebnis … und einmal wieder, wie wundervoll & überraschend doch manchmal die Antworten des Lebens ausfallen. Die Affirmation war folgendermaßen: „My work is completely aligned with my passion. I am being paid abundantly well for doing the things i love and for simply and profoundly being me.“ – auf deutsch: „Meine Arbeit ist vollständig im Einklang mit meiner Leidenschaft. Ich werde reich dafür bezahlt, dass ich die Dinge tue, die ich liebe, und dafür, dass ich einfach und ganz und gar ich bin.“

Ich liebe mein Leben – DANKE!!!

Ein perfekter Tag

DANKE – für einen Tag voller Wunder!

Alles, wirklich alles, was passiert, ist perfekt, genau richtig & passiert exakt zum richtigen Zeitpunkt!!! Nicht immer ist das so leicht und im Moment des Geschehens zu sehen, doch mitunter geschieht uns etwas, das uns hilft, genau dies zu erkennen. Uns daran zu erinnern. Wie mir am vergangenen Samstag. Wieder einmal, wie schon so oft, im Zusammenhang mit meinem Auto. (Wenn auch Autos einen Lebenszweck haben, dann ist der von meinem offenbar, mir zu helfen, Dankbarkeit zu praktizieren. 😉 … Und ich bin wirklich unendlich dankbar für mein wundervolles, kleines, mittlerweile 23 Jahre altes Golf-Reisemobil. )

Warum ich gerade wieder besonders voller Dankbarkeit bin:

DANKE an Reiny, die mich gebeten hatte, sie ins ca. 40km entfernte Pereiro Grande zu fahren. Und die auf dem Weg noch etwas einkaufen wollte. DANKE an den Supermarkt in Cercal, der nicht alles vorrätig hatte, was sie brauchte. DANKE an D., deren Café und die Hoffnung, dort das fehlende Gemüse zu bekommen, uns nach Amoreiras Gare gebracht hat. Einen kleinen Ort, in dem es einen wundervollen, hilfsbereiten, fähigen & deutsch sprechenden Automechaniker gibt, der uns vor zwei Jahren schon einmal aus einer Notlage gerettet hatte. (DANKE). Einige Kilometer vor Erreichen dieses Ortes fing mein Auto, das übrigens weiblich ist und auf den Namen Maxi hört :D) und das schon seit ein oder zwei Tagen komische Geräusche gemacht hatte (die ich dem Auspuff zugeordnet & für nicht so dramatisch gehalten hatte), an, sich komisch zu benehmen. Zog nicht, nahm kein Gas an, fuhr noch seeehr langsam bergauf, 20, 30 km/h. Bergab ging besser – DANK der Erdanziehungskraft & welcher physischen Gesetze auch immer ;). Wir erreichten Amoreiras Gare – DANKE dafür – und hielten erstmal an. Mein Blick unter die Motorhaube zeigte mir … dass der Motor noch da war ;). Wasser & Öl waren ausreichend vorhanden, das Wasser allerdings war am Kochen. Als wir eben versuchten, besagten Automechaniker, Casimir, anzurufen – was DANK Reiny, die ihr Mobile dabei hatte, möglich war; denn ich hatte meines zuhause vergessen – parkte ein Auto direkt vor uns – und heraus stieg – Casimir. Zufälle gibt es ja nicht, also muss er wohl wirklich ein Auto-Engel sein :).

Natürlich hatte er eigentlich andere Pläne – seine Freundin sass mit im Auto -, doch er war sofort bereit zu helfen. DANKE dafür, auch an seine Freundin (die offenbar derartigen „Kummer“ gewohnt ist.) Er diagnostizierte das Problem nach einer kurzen Probefahrt: offenbar war der Katalysator zerbrochen. (Der Zustand der Straßen hier in Portugal ist auf weiten Strecken recht, nun ja, herausfordernd.) Und ein Stück davon verstopfte den Auspuff. Wo kein Abgas raus kann, kann nach einer Weile auch kein Gas mehr rein – weswegen Maxi (mein Auto, du erinnerst dich? 😉 ) kaum noch fuhr & der Motor sehr heiss geworden war. Tja. In dem Zustand war an eine Weiter- bzw. Rückfahrt nicht zu denken. DANKE DANKE DANKE an Casimir, der seine eigentlichen Pläne umgeschmissen hat & Maxi sofort mit in die Werkstatt genommen hat, um sie zu reparieren. Wir blieben derweil im Café, wo ich D., die Wirtin, kennenlernen durfte (DANKE dafür, das war wirklich eine interessante Begegnung!) und von ihr eine Art Horoskop für April bekommen habe, das unheimlich gut zu so Manchem passt, was mich gerade beschäftigt. Wow. DANKE! Nach nur ca. einer oder 1,5 Stunden war das Auto wieder in Ordnung – jetzt ohne Katalysator, aber fahrfähig – und wir konnten weiter fahren. Als Bezahlung für diese unglaubliche Hilfe wollte Casimir ganze 20 Euro haben … ich habe ihm 30 gegeben, um meine Dankbarkeit wenigstens annähernd auszudrücken. Wundersamerweise hatte ich mehr als genug Geld dabei – DANKE an dieser Stelle auch für den gestrigen Geldeingang als Bezahlung einiger Übersetzungen, auf den ich schon lange gewartet hatte.

Was für ein Nachmittag! Alles sooo perfekt! *Hach* 🙂

DANKE dir für’s Lesen 😉 … und vielleicht magst du hier kommentieren, was DICH in letzter Zeit so dankbar gemacht hat?

Leichtigkeit

Heute geht es um Leichtigkeit. Und vor allem darum, wie du sie erreichst. Wie du dein Leben leichter machen kannst.

Denn das Leben & alles darin darf, sollte, sich leicht anfühlen! FREUDE machen. Dafür sind wir hier! 🙂

Nicht etwa, um zu leiden, uns zu quälen oder uns abzuarbeiten.

Das heisst nun nicht, dass Leben bedeutet, den ganzen Tag in der Sonne zu liegen, Schokolade in dich hineinzustopfen & ansonsten gar nichts zu tun. Tun gehört schon auch dazu. Dich bewegen. Vor allem raus aus deiner Komfortzone. Und sicher gehört auch die eine oder andere Herausforderung dazu. Die du jedoch mit Leichtigkeit annehmen & bewältigen kannst. Statt sie zu bekämpfen. Denn genau darin liegt der Schlüssel zur Leichtigkeit. Zum Glücklichsein. Liebe was ist. ALLES was ist.

Ein Beispiel? Ich fuhr kürzlich Auto, durch sehr wechselhaftes Wetter. Sonnenschein, graue Wolken, mitunter starker Regen. Dazu mein eigenwilliges, betagtes Autochen, das alle paar Kilometer eine kurze Pause machte. Ich hätte jetzt genervt sein können, von all dem, was mir eine ungestörte Fahrt verdarb und mich davon abhielt, in Ruhe meinen Gedanken nachzuhängen. Dann wäre die Fahrt mühsam gewesen und hätte sicher keinen Spaß gemacht. Oder ich hätte dankbar jeden Sonnenstrahl begrüßen können und mich über jedes Wieder-Anspringen des Autos freuen können. Schon besser, mehr Spaß, mehr bewusstes Da-Sein, die Fahrt (den Moment) genießend. Doch immer noch etwas anstrengend – bei Regen, oder stehenbleibendem Auto. Oder, Möglichkeit drei: ich war dankbar für die Sonne. Und für den Regen. Und für die phantastischen Regenbögen, die ich sehen durfte. Und für mein Auto, wenn es stehenblieb (und mir die Gelegenheit gab, die Regenbögen etwas ausführlicher zu betrachten). Und wenn es weiterfuhr. Und wenn es wieder stehenblieb. Ich hatte Spaß. Ich war im Jetzt & Hier. Ich war dankbar, voller Liebe, glücklich. Und es war so leicht 🙂

Ein paar praktische Anregungen, Anleitungen, wie auch du mehr Leichtigkeit in dein Leben bringen kannst, findest du hier:

Probier es aus, alles oder einiges – ich verspreche dir: es geht wirklich ganz leicht! 🙂 Ich hoffe, du findest etwas für dich dabei!

Und ich freue mich, wenn du mich wissen lässt, wie es dir damit geht! (Das geht auch ganz leicht 🙂 … du kannst direkt hier unter dem Artikel kommentieren. Oder mir eine Nachricht schicken. )

Was macht dein Leben leicht? Wofür bist du heute dankbar?

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Wunder & Schätze am Meer

Wundervolles hat das Meer mir geschenkt, vergangene Woche.

Mehr noch als den Wald, die Bäume, liebe ich das Meer. Den größten Teil meines Lebens habe ich relativ nah am Meer gelebt, und so sehr ich den Wald hier in Zentralportugal auch liebe und so gut er meiner Seele tut: das Meer zieht mich. Immer wieder.

Geht es dir auch so? In der Natur zu sein, tut so gut. In den Wald gehen, über weite Felder laufen, in die Berge oder eben ans Meer … den Kopf frei bekommen von Gedanken und meine Seele finden. Mich spüren. Spüren, dass ich Teil von all dem bin … und all das Teil von mir. Was im Haus, sicher am Computer, oft nicht so leicht gelingt: im Moment zu sein, im Jetzt, einfach nur Hier, einfach nur SEIN. Bewusst sein. Das ist draußen, in der Natur so viel einfacher.

Ich hatte einige herrliche Stunden am Meer. Habe die Weite genossen. Das Wasser an meinen Körper gespürt, den Sand unter meinen Füßen, die Sonne auf meiner Haut (wenn sie denn mal hinter den Wolken herauskam 😉 ). Das Meer hat mir wunder-volle Stunden & vor allem MOMENTE geschenkt. Und … eine große Handvoll Algen. Blasentang. An den Strand gespült, damit ich ihn sammeln konnte. Hier an der Atlantikküste gibt es ja keine so ausgeprägte Ebbe wie an der Nordsee, wo ich ins Watt laufen kann, um Algen zu ernten. Doch immerhin … um so kostbarer waren sie mir. Und haben köstlich geschmeckt 🙂

Auch einiges an Treibholz habe ich eingesammelt und mitgenommen. Für Kunstprojekte. Und zum Verfeuern ;). Anders als in Teneriffa, wo die Strände klein sind und stets gründlich aufgeräumt werden, finden sich hier unglaubliche Schätze, wenn du offenen Auges am Strand entlangläufst. Beim letzten Ausflug dorthin, zusammen mit der Tochter, haben wir Unmengen wundervoller Dinge gefunden. Die leeren Schalen von Seeigeln. Einen abgebrochenen Absatz eines hochhackigen Schuhs, der jetzt einen großartigen Stuhl für ihre Puppe abgibt. Wunderschöne Federn und noch vieles mehr … 🙂

DANKE, Meer!!!

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Disziplin … für ein besseres Leben

Freies Leben … das heisst nicht, ignorant in der Gegend abzuhängen und nichts zu tun. Wirkliche Freiheit beinhaltet, mehr noch als die Freiheit von äußeren Zwängen & Einschränkungen, frei zu sein von inneren Zwängen. Von Ängsten, selbstgesetzten Grenzen, die dich daran hindern, so zu leben, wie du es eigentlich willst. Dein volles Potential zu leben. Um das zu erreichen, braucht es ein bewusstes Leben. Pflege nicht nur deines Körpers sondern auch deiner Seele, Auseinandersetzung mit all deinen Bedürfnissen & Emotionen.

Selbst wenn spirituelle Weiterentwicklung nicht zu deinen Hauptinteressen gehört: schon für dein körperliches optimales Wohlbefinden & Gesundheit ist es nötig, dich über deinen Körper hinaus auch um deine Seele und deinen Geist zu kümmern. Fütterst du z. B. ständig deinen Körper mit Nahrung, obwohl eigentlich deine Seele hungert? Versuchst du, unangenehme Emotionen mittels Schokolade & Co zu betäuben? Selbst mit der gesündesten Ernährung der Welt wird das auf die Dauer nicht gut tun!

Auch wenn „Freiheit“ & „Disziplin“ für dich auf den ersten Blick konträr zu sein scheinen: für wirkliche Freiheit ist eine bestimmte Disziplin erforderlich. Dabei geht es ausdrücklich nicht darum, dir von außen verordnete Regeln zu befolgen. Sondern um eine selbstgewählte Disziplin. So wie das Wasser sich seinen Weg von der Quelle zum Meer sucht. Es wählt den Weg selbst und folgt ihm dann auch, um sein Ziel zu erreichen! Es fliesst immer so, wie es am einfachsten geht und überwindet dabei, wenn nötig, Hindernisse. Genauso ist es mit der Disziplin, die wir benötigen, damit es uns gut geht. Das Richtige zu tun, fühlt sich gut und einfach an. Doch es braucht zuerst deine Entscheidung, deine Entschlossenheit, deinen Fokus und deine Bereitschaft, deine Komfortzone zu verlassen!

Es geht um die Disziplin, die dein Körper & dein Herz dir vorgeben. Dein Körper weiss, was er braucht, damit es ihm gut geht. Ebenso dein Herz. Achte auf dich, horche in dich hinein & sorge für dich, indem du auf deinen Körper & dein Herz hörst. Es ist nicht wirklich dein Verstand, der dir diese Disziplin vorgibt. Sondern dein Gefühl.

Genauso wie das Wasser kannst du dir den für dich passenden Weg suchen. Um deine Ziele (wie z. B. körperliche Gesundheit, seelische Weiterentwicklung, geistige Freiheit) zu erreichen. Sei dabei liebevoll zu dir selbst! Liebevoll heisst, dich selbst zu bestärken in deinen Vorhaben. Fest zu sein & dich zu fordern, ohne dich in irgendwelche Dogmen zu verrennen. Verurteile dich nicht, wenn es nicht immer alles perfekt gelingt. Versuche es weiter, lasse deine Disziplinen sich ggfs anpassen an das, was zu diesem Zeitpunkt für dich passt.

Ein paar Vorschläge für „Disziplinen“, die du in dein Leben integrieren könntest:

  • Iss einfach & leicht, pflanzlich, so unverarbeitet wie möglich, so viel roh wie möglich. Früchte & vor allem viel Grünes & Gemüse. Richte deine Mahlzeiten auch für dich selbst liebe-voll an.
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  • Führe ein aktives und dich stärkendes Leben. Bewege dich viel & verbringe am besten täglich soviel Zeit in der Natur wie möglich. Behandle alle Lebewesen (Menschen, Tiere (auch die kleinsten), Pflanzen) mit dem gleichen Respekt und der gleichen Fürsorge.
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    Entwickle ein Gefühl der Verbindung zur echten, natürliche Welt & lass nicht die Technik und die virtuelle Welt, die sozialen Netzwerke, dein Leben dominieren. Fokussiere dich darauf, für dich & deine Umgebung (deine Kinder, deine Lieben, deine Freund*innen, alle) ein inspirierendes, freudvolles Leben zu kreieren.
  • Spreche so positiv wie möglich. Teile die guten Nachrichten statt des Jammerns & Beschwerens. Statt zu kritisieren, zu verurteilen & recht haben zu wollen, versuche zu verstehen. Sei ehrlich, aber sanft & liebevoll. Zuhören ist wichtiger als reden, und am besten hört es sich mit dem Herzen.
  • Beginne & beende jeden Tag mit Dankbarkeit. Dankbarkeit für das, was du hast. Ein Zuhause, ein Bett, Essen auf deinem Tisch & Freund*innen, denen du wichtig bist. Selbst wenn es manchmal nur die Dankbarkeit dafür ist, aufzuwachen oder den Tag überstanden zu haben. Fokussiere deine Gedanken darauf, wie du mehr Liebe in diese Welt bringen kannst. Was du tun kannst, um jemandes Tag besser zu machen. Selbst wenn es nur scheinbare Kleinigkeiten sind – dein Lächeln auf der Straße zu jemand Unbekanntem kann dessen Tag retten!

Danke dir fürs Lesen! <3


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