(In) Liebe ernähren

„Der Astralleib nährt sich von Gefühlen und Empfindungen, also von Elementen, die noch feinstofflicher sind als die ätherischen Teilchen. Indem Ihr euch der Nahrung einige Augenblicke in Liebe zuwendet, bereitet ihr euren Astralleib vor, ihr noch wertvollere Teilchen als die ätherischen Substanzen zu entnehmen. Wenn der Astralleib diese Elemente aufgenommen hat, kann er die höchsten und erhabensten Empfindungen vermitteln: die Liebe zur ganzen Welt, das Gefühl glücklich zu sein, in Frieden und Harmonie mit der Natur zu leben.“

Deshalb „LOVE & Peace Food“ … deshalb bereite ich Nahrung so gern mit viel Liebe zu. Sowohl für andere als auch für mich allein.

Zitat von Omraam Mikhaël Aïvanhov, aus „Yoga der Ernährung“ … ich hab über dieses sehr empfehlenswerte Buch hier schon einmal ausführlicher berichtet.

Auf dem Bild: eine Schoko-Protein-Bowl, LowCarb, die ich für die SummerSmoothieBowlChallenge gepostet habe. Gegessen hab ich sie natürlich auch, und sie war köstlich. 😀 Das Rezept dafür findest du im demnächst erscheinenden eBook mit roh-veganen, ketogenen Rezepten.

Essen mit Genuss

Essen macht Spaß. Rohkost ganz besonders. Roh macht froh eben 😉

Um diese Freude wirklich zu empfinden reicht es allerdings nicht, einfach nur irgendwie roh zu essen. Nein nein, jetzt kommt nicht die ich-weiss-nicht-wievielte Anleitung über die richtige Zusammensetzung der Rohkost. Die ist meiner Meinung nach sehr variabel, sehr individuell und sowieso im Hinblick auf die Lebensfreude, auf die Freude am Essen, zweitrangig. Das, worauf es mir ankommt ist: Genieß dein Essen, mit vollem Bewusstsein!

Solange dein Spaß am Essen beschränkt bleibt auf den Geschmack und einen vollen Bauch, wirst du wahrscheinlich auch mit der besten Rohkost nicht dauerhaft zufrieden und froh werden.

Genieß den ganzen Prozess, angefangen beim Hunger. Iss nur, wenn du hungrig bist! Richte dein Essen liebevoll an! Dafür musst du nicht aufwändig zubereiten, du kannst auch einfach nur eine Banane bewusst und liebevoll auswählen und schälen. Genieß den Anblick, den Geruch deines Essens. Den ersten Bissen, der besonders lecker schmeckt. Iss einen Bissen nach dem anderen; nimm erst dann den nächsten Bissen, wenn dein Mund wieder leer ist. Beobachte, wie sich der Geschmack im Laufe der Mahlzeit ändert, und wie sich dein Bauch anfühlt. Optimalerweise hörst du auf zu essen, wenn der akute Hunger gestillt ist und du dich noch angenehm leicht fühlst. Höchstwahrscheinlich bist du nicht in einer Situation, in der du dich auf Vorrat bis zum Gehtnichtmehr vollstopfen musst, weil du nicht weisst, wann du je wieder etwas zu essen bekommen wirst 😉

Vielleicht gelingt es dir nicht gleich, jede Mahlzeit so bewusst zu genießen (ich finde das z. B. häufig beim Essen in Gesellschaft echt schwierig), aber es tut wirklich gut, selbst wenn es nur selten gelingt. Und je öfter du übst, desto einfacher wird es. Probier es mal aus, dein Körper und dein Wohlbefinden, auch das seelische, werden es dir danken!

(Inspiriert von meiner Erfahrung und von Dan Millmans „Der Pfad des friedvollen Kriegers„*.)

Der Moment, den du auf keinen Fall verpassen solltest, …

… ist genau JETZT!!!

07-snack

Ich hab vorhin draußen gesessen, eine Handvoll Chufas und Löwenzahn genossen, Geschmacksexplosionen auf der Zunge und die Sonne auf der Haut – wow!

Im Familienalltag mag es nicht immer möglich sein, und auch gemeinsame Mahlzeiten mit Gesprächen sind sehr schön … doch versuche immer mal wieder, auch beim Essen den Moment zu genießen. Bewusst zu essen, bewusst zu schmecken! Zelebriere deine Mahlzeiten als magische Handlungen! Das wird dich nicht nur körperlich besser nähren, sondern dir bei allem, was du tust, zu bewussterem Handeln verhelfen.

Denn auch das ist eine spirituelle Übung, Yoga beim Essen gewissermaßen. Es gibt sogar einen Namen dafür: Hrani Yoga, Yoga der Ernährung. Dabei geht es darum, …

… Essen zu lernen. In Ruhe & Stille, mit Aufmerksamkeit & Dankbarkeit. So werden die Mahlzeiten zur besten Übung zur Erlangung von Selbstbeherrschung & Gleichgewicht. Essen ist ein Yoga, denn richtiges Essen erfordert Aufmerksamkeit, Konzentration & Selbstbeherrschung. […]

So wird Nahrung in Gesundheit, Kraft, Liebe & Licht umgewandelt.

Es gibt ein schönes Büchlein dazu, „Yoga der Ernährung, welches ich hier schon einmal vorgestellt habe.

Yogische Ernährung

Viele Rohköstler (oder andere bewusst-essende Menschen) kommen früher oder später zum Yoga, viele Yogis ernähren sich vegan. Das ist sicher kein Zufall. Wichtige Aspekte von Yoga sind die Ernährung sowie die Einsicht, dass wir alles im Leben haben können, wenn wir bereit sind, dies auch anderen Lebewesen zu gewähren. Willst du frei und glücklich sein, dann lebe (entscheide) so, dass auch andere Lebewesen frei und glücklich leben können. Dies gilt auch bei der Wahl deiner Nahrungsmittel … und führt mMn geradezu zwangsläufig zu einer veganen Ernährungs- (und Lebens-) weise.

Im Ayurveda, der Lehre vom Leben, werden Nahrungsmittel zudem in drei verschiedene Gruppen eingeteilt:
– rajasich
– tamasich
-sattvisch

. Diese Einteilung beruht auf den drei „Gunas“, den Gemütszuständen des Menschen: Tamas, Sattva und Rajas. Tamas ist träge, unbewusst – unser vorherrschender Gemütszustand während des Schlafes. Rajas ist unser Tageszustand: bestimmt von Aktivität und Stimulation. Sattva ist das Gleichgewicht, der Ausgleich von Tamas und Rajas. Ein ausgeglichener Geist, in dem Mitgefühl, Bewusstheit und Intelligenz zu Hause sind.

Rajasische Lebensmittel erhitzen Körper und Geist. Für Menschen mit Kapha-Konstitution oder bei Trägheit und Gleichgültigkeit sind rajasische Lebensmittel in angemessener Dosierung zu empfehlen. Für die meisten jedoch fördert ein Zuviel an rajasischen Lebensmitteln Ungeduld, Aggression und Rechthaberei. Scharfe Gewürze, Zwiebel und Knoblauch, Paprika und Chilis sowie Kaffee und schwarzer Tee und alle Arten von Genussmitteln – auch Alkohol – gehören zu rajasischen Lebensmitteln. Auch wenn du bei der Zubereitung des Essens zornig oder voller Spannungen bist, wird das Essen rajasisch.

Tamasische Lebensmittel machen unseren Geist und Körper müde, träge und stumpf. Sie sind oft schwer verdaulich und begünstigen Krankheiten, da sie Schlacken produzieren. Dazu gehören: Fleisch, Eier, H-Milch, Pilze, Tiefkühl-und Dosenprodukte und alle Arten von Instant-Produkten, raffinierter Zucker, industriell hergestelltes Salz sowie Erdnussprodukte.

Rajasische und tamasische Lebensmittel sind also nicht wirklich zu empfehlen für uns. Empfehlenswert ist eine sattvische Ernährung, die für einen klaren Geist und einen gesunden und vitalen Körper sorgt.

Indem wir frische, vitalstoffreiche und liebevoll zubereitete Nahrung zu uns nehmen, stärken wir unser Sattva-Guna. Sattvische Ernährung verzichtet auf Fleisch, Fisch und Eier. Sattvische Nahrungsmittel sind reife Früchte, Nüsse (außer Erdnüsse), Blattgemüse, Reis, Weizen, Mungobohnen und Linsen sowie Ingwer und Kurkuma.

Außerdem trägt zur Energie des Essens noch die innere Haltungs während der Zubereitung und der Nahrungsaufnahme bei. Eine schöne Angewohnheit ist es, vor dem Essen kurz zu danken – sei es per Gebet, Danksagung oder einem Mantra.

Interessante Gedanken zu einer yogaischen Ernährungsweise findest du auch in dem Buch „Yoga der Ernährung“, das ich hier schon einmal vorgestellt habe.