Rohkost-Kinder in „gemischter“ Familie – so geht das

Interview mit Sonja Watt

Die schon seit vielen Jahren roh & naturbewusst lebende Mutter von zwei Kindern dürfte ebenfalls vielen von euch bekannt sein. U. a. durch die von ihr mehrmals im Jahr veranstalteten Rohkostcamps. Über ihre Rohkostreise & wie Rohkost auch für Kinder in einer Rohkost-Mama-Kochkost-Papa-Familie funktionieren kann, erzählt Sonja hier:

SuperheROH seit 25 Jahren: Dirk Riske

Vielen auch bekannt unter seinem Nickname „Durian“, lebt Dirk Riske seit fast 25 Jahren roh & vegan, hat sich selbst mit der Rohkost von Lebertumoren geheilt & zeigt nicht zuletzt durch seinen gut trainierten Körper, was mit veganer Rohkost & natürlichem, eigenverantwortlichem Leben möglich ist.

Hier erzählt er über seine Rohkost-Reise:

SuperheROHine im Interview: Heike Michaelsen

Die Marketing-Fachfrau Heike Michaelsen hat sich die Rohkost auf ihre Fahnen geschrieben & propagiert diese seit einiger Zeit sehr erfolgreich über ihre Website GermanyGoesRaw – für mehr Rohkost in Deutschland. Das Portal bietet neben vielen interessanten Links & Informationen rund um die Rohkost vor allem einen ausführlichen, gut gepflegten Veranstaltungskalender. Für moderne RohköstlerInnen, die so gar nicht dem Bild des asketisch Möhren futternden Klischee-Ökos entsprechen, hat sie den Begriff „SuperheROH“ geprägt.

Hier erzählt uns Heike ein wenig über ihre Rohkost-Reise.

Im Interview: Markus Rothkranz

Sicher kennen ihn viele von euch schon & vielleicht hat ihn die eine oder andere auch kürzlich live hier in Deutschland erlebt, z. B. bei seinem Vortrag in Hamburg im Oktober.

Markus Rothkranz hat nach jahrelanger Krankheit in den letzten 20 Jahren auf seinem Weg über erst vegetarische, dann vegane Ernährung bis zur Rohkost einen erstaunlichen Prozess durchlaufen & sieht heute, mit Ende 40, besser, jünger, gesünder aus als in seinen Zwanzigern.

Der ehemalige Hollywood-Filmproduzent beschäftigt sich heute damit, weltweit Menschen zu mehr Rohkost, Natur & Liebe zu inspirieren. Seine Botschaft: „Heile deine Welt & du heilst die ganze Welt!„. Vor kurzem ist sein Buch Heile dich selbst: Die Markus-Rothkranz-Methode – Wie Menschen auf der ganzen Welt sich von Krankheiten befreien – eigenständig,dauerhaft und beinahe gratis erschienen.

Für den ersten Teil der roh-macht-froh-Interviewserie hat Markus mir einige Fragen zu seiner Ernährung beantwortet – Fazit daraus: Hab Spaß, folge deinen Gefühlen & finde deinen eigenen Weg:

Im Wandel

Auf meiner nunmehr schon 4,5 Jahre währenden Rohkostreise hat sich die Zusammensetzung meine Ernährung kontinuierlich gewandelt. Ein Teil dieses Wandels ist gewiss dem Experimentieren und Optimieren zuzuschreiben. Da sich mein Bedarf aber je nach Jahreszeit & sonstigen Umständen immer wieder wandelt, wird sich wohl auch mein Speiseplan weiterhin entwickeln.

Zur Verdeutlichung beschreibe ich mal ein wenig die Entwicklungen der letzten Monate: Am Anfang des Jahres, im Frühling, habe ich fast nur Früchte & Grünzeug gegessen. Gemüse nur sehr selten, Kerne & Nüsse so gut wie gar nicht. Low fat. Fast alle Mahlzeiten waren süß. Im Frühsommer habe ich (mal wieder) angefangen, mit Sprossen & Keimen zu experimentieren und habe Samenmilch & Samenkäse in meinen Speiseplan aufgenommen. Biogene Nahrung. Außerdem bin ich dazu übergegangen, mittags öfter nicht-süß zu essen. Saisonbedingt & passend zur warmen Temperatur gab es dabei meist Gemüsefrüchte, Avocado & natürlich Wildkräuter. Um mein zu dieser Zeit auftauchendes Bedürfnis nach mehr Erdung zu befriedigen, habe ich mehr schwerere (fettreichere) Nahrungsmittel zu mir genommen. D. h., mehr Avocados, mehr Samen/Kerne. Sprossen von Hülsenfrüchten sind nach recht kurzer Zeit wieder von der Speisekarte verschwunden; biogene Zubereitungen haben sich etwas länger gehalten, kommen aber inzwischen wieder nur noch selten auf den Tisch. Meine Erfahrungen damit haben aber dazu geführt, dass ich jetzt, wenn ich etwas mit Kernen/Nüssen zubereite, diese möglichst vorher einweiche. Mit den wieder sinkenden Temperaturen verschwanden Gurken, Tomaten, Melonen und wurden ersetzt durch Gemüse.

Die unveränderte Basis meiner Ernährung sind seit Beginn der Reise Früchte & Grün, in möglichst großer Vielfalt. Immer reif, immer frisch, möglichst bio bzw unbehandelt, soviele Wildpflanzen wie möglich. Weitere Bestandteile meiner Ernährung, mal mehr, mal weniger, sind: Gemüse, Kerne/Samen, Nüsse, Sprossen. Was sich auch nicht verändert: Am besten fühle ich mich mit überwiegender Urkost – das heisst für mich, die Sachen so zu essen, wie sie sind, ohne Zubereiten, Mischen usw. & nicht zuviel Durcheinander. Wenn ich etwas zubereite, dann meist einfache Dipps, Patés oder Samenkäse. Oder auch mal Getränke oder Kugeln als eine leckerere Art, z. B. Sesam oder Lein zu essen. Meine Zubereitungen bestehen immer aus möglichst wenigen unterschiedlichen Zutaten.

Momentan sieht meine Ernährung so aus, dass ich morgens Früchte esse (mono, z. B. Papaya, Ananas, Apfel, Kiwis). Dann am späteren Vormittag einen kleinen Früchte-Imbiss, was halt grad so da ist. Jetzt dürfen es auch schon schwerere Früchte sein, Banane, ein paar Datteln oder ein Stück Kokosnuss. Und eine Handvoll Grün dazu. Mittags gibt es meist Gemüse & Grünzeug mit Oliven, Avocado, Kernen, Nüssen oder einem Dipp. Meist bin ich danach für den Rest des Tages satt & nasche gegen Abend nur noch etwas (z. B. 1-2 Datteln mit Ingwer oder ein paar Stückchen von dem, was ich meiner Tochter zubereite.) Wenn ich doch noch Hunger habe, gibt es nochmal Früchte. Mit Grün natürlich 😉

Da ich sehr gern esse … es schmeckt einfach alles so köstlich! … neige ich dazu, abends trotzdem, auch ohne Hunger, zu essen. Fühlt sich aber nicht wirklich gut an & drum lasse ich es immer öfter sein. Was sich über die Jahre nur in eine Richtung verändert hat, ist die Menge, die ich esse. Mit zunehmender Reinheit scheint mein Körper immer weniger zu brauchen um satt zu werden.

Roh bleiben – Tipps & Unterstützung

Kochkost macht süchtig. Wer sich mehr oder weniger lange von gekochtem & verarbeitetem Essen ernährt hat, kann oftmals nicht einfach so damit aufhören. Das anhaltende Verlangen nach Gekochtem, selbst wenn deutliche Einbußen des Wohlbefindens dadurch erlebt werden, hat viele Gründe.

Neben verbreiteten körperlichen Abhängigkeiten (besonders häufig nach Getreide, Salz, Zucker) gibt es das manchmal nach langer Zeit plötzlich aufflackernde Verlangen nach längst vergessenen „Genüssen“, welches häufig die Entgiftung des Körpers von genau diesen Lebensmitteln kennzeichnet. In diesen Fällen lohnt es sich wirklich, standhaft zu bleiben & sich eine kurze Zeit zu disziplinieren; dann gehört dieses spezielle Verlangen recht bald der Vergangenheit an.

Schwieriger sind die psychischen Abhängigkeiten & Verwicklungen. Von Essen, das uns an unsere Kindheit erinnert & uns dadurch Trost, Geborgenheit, Wärme vermittelt. In Gesellschaft der Wunsch, auch das Essen der anderen teilen zu wollen, um dazuzugehören. Häufig hat unser Appetit gar nichts mit körperlichem Hunger zu tun; das Essen dient dann ganz anderen Zwecken: Ersatzbefriedigung, Füllen einer seelischen Leere, Betäuben unbequemer Gefühle … diese Probleme lösen sich natürlich nicht unbedingt automatisch durch die Rohkost, aber immerhin ist rohköstliches Essen, selbst wenn es als emotionale Nahrung eingesetzt wird, schon ein deutlicher Fortschritt für Wohlbefinden & Gesundheit.

Unter normalen Umständen sollte der Weg der Rohkost ein leichter, müheloser sein. Wer sich dauerhaft disziplinieren muss & sich ständig quält, um nur ja 100% roh zu bleiben, der ist vielleicht einfach noch nicht so weit. & sollte sich, im Interesse seines körperlichen & seelischen Wohlbefindens einfach noch etwas Zeit geben.

Andererseits muss man durchaus nicht jedem spontanen Verlangen sofort nachgeben – häufig verlangt der Körper (oder die Seele) in Wirklichkeit nach etwas ganz anderem & der eben noch verspürte Jieper auf Pizza oder Schokolade verschwindet schon nach kurzer Zeit wieder. Zur Bewältigung solcher kleinen Herausforderungen habe ich hier ein paar Tipps & Anregungen für dich zusammengestellt. Auch wenn du aus gesundheitlichen Gründen dir „Ausnahmen“ nicht erlauben kannst, hilft dir vielleicht manches davon weiter.

Wenn du in Versuchung gerätst, etwas zu essen, was nicht deinem Speiseplan entspricht …

  • … nimm dir fünf Minuten Auszeit, setz dich oder leg dich hin, atme tief ein & aus & konzentriere dich auf deinen Atem. Sauerstoff wirkt sowohl reinigend als auch nährend. Genieße, wie wohl du dich fühlst.
  • bewege dich! Je nachdem, wieviel Zeit du gerade hast: lauf eine Runde oder schwing dich aufs Fahrrad, lauf ein paar Mal die Treppen auf & ab, geh eine Runde auf den Stepper, mach ein paar Liegestütze, Kniebeugen, Klimmzüge – was gerade passt.
  • … nimm dir ein paar Minuten, um herauszufinden, was du wirklich gerade brauchst. Geht es tatsächlich um Essen? Oder brauchst du vielleicht eher eine Pause? Trost? Beschäftigung? Ablenkung? Manchmal geht unser Gehirn merkwürdige Wege: so kann das akute Verlangen nach einer Zigarette & einer Tasse Kaffee uns signalisieren, dass wir schlicht eine Pause brauchen (die sich natürlich sinnvoller & bekömmlicher füllen lässt 🙂 )
  • Wenn du tatsächlich etwas Essen willst: bevor du zugreifst, nimm dir etwas Zeit, darüber nachzudenken: Ist das, wonach es dich verlangt, wirklich das, was du essen willst? Wirst du dich danach besser fühlen? Könnte etwas anderes (etwas aus deinem eigentlichen Speiseplan) deine momentanen Bedürfnisse ebenfalls erfüllen? Unser Appetit signalisiert die Bedürfnisse unseres Körpers. Beim Verlangen nach nicht natürlichen Lebensmitteln müssen diese allerdings erst entschlüsselt werden. So bedeutet Appetit auf Pizza nicht, dass Pizza das ist, was der Körper jetzt braucht. Sondern könnte das Bedürfnis nach Fett und/oder nach Mineralien (Salzen) anzeigen. Diese Bedürfnisse lassen sich dann mit rohen Lebensmitteln erfüllen – in diesem Fall z. B. wahlweise mit rohen Nuss-Burgern oder einem deftigen „Eintopf“ aus viel Grün, Gemüse & Fettfrüchten. Etliche Rezepte für spezielle „Ersatz“-Gerichte findest du z. B. im Talifero-eBook „Die Gartendiät„.

Gewichtsregulierung mit Rohkost II

Wie vor einigen Tagen schon beschrieben, ist die Rohkost neben all ihren anderen Vorzügen auch ein guter Weg, überschüssiges Gewicht abzubauen. Abzunehmen also. Und da es ihr im Gegensatz zu Diäten an strengen Regeln & Rahmenplänen zum Zählen von Kalorien & Wiegen der genauen Nahrungsmengen fehlt, auch viel leichter durchzuhalten. & so mit viel mehr Spaß & Freude verbunden 🙂

Dennoch fällt es manchen Menschen schwer, durchzuhalten, dabei zu bleiben. Was möglicherweise an blockierenden Glaubenssätzen liegen könnte. Wie bei so vielem im Leben stehen uns auch hinsichtlich unserer Ernährung, unserer Gesundheit und nicht zuletzt unserer Figur oftmals tiefsitzende Glaubenssätze im Weg & halten uns davon ab, unsere Ziele zu verwirklichen. Einen spannenden kostenlosen Newsletter & Blog dazu schreibt Agatha Bieschke: Dick sein ist Kopfsache.

Weitere Gedanken zum Thema Gewicht & Rohkost findet ihr in diesen Artikeln:

Figur, Gewicht, Bedarf
Gewichtsregulierung mit Rohkost I

Gewichtsregulierung mit Rohkost I

Einer von vielen Wegen zur Rohkost führt über den Wunsch abzunehmen, Gewicht zu verlieren. Warum auch nicht – Übergewicht ist definitiv ein Risikofaktor für die Gesundheit, und die roh-vegane Ernährung hilft nicht nur zuverlässig dabei, überschüssiges Gewicht abzubauen, sondern versorgt den Körper zugleich optimal mit allen benötigten Vitalstoffen. Bereits vorhandene Krankheiten & Beschwerden verschwinden & Gesundheit & Wohlbefinden steigen. Mit richtig praktizierter Rohkost erreicht nicht nur jedeR ihr/sein Idealgewicht; sie ist im Gegensatz zu den diversen unterschiedlichen Diäten, insbesondere in Verbindung mit ausreichend körperlicher Bewegung, der gesündeste Weg abzunehmen!

Wer es einfach mal probieren möchte & nicht so recht weiss, wie: einen guten Einstieg nicht nur für diejenigen, die mit Rohkost ab- oder zunehmen wollen, bietet das eBook „Die Reise: 7 Tage roh“ von Storm Talifero, das ihr hier bestellen könnt. Es enthält detaillierte Menüpläne und Rezepte sowohl zur Gewichtsabnahme als auch -zunahme und außerdem Pläne für die rohe Kinderernährung.

Bei weitergehenden individuellen Fragen dazu biete ich euch übrigens ab sofort auch gern persönliche Beratung per Telefon, Skype oder eMail an: weitere Infos & Buchung hier!

Weitere Gedanken zum Thema findet ihr in diesem Artikel:

Figur, Gewicht, Bedarf

Gründe, nicht 100% roh zu essen?

Nicht dass ihr mich falsch versteht: ich bin unverändert von meiner (tatsächlich 100%ig rohen) Ernährung überzeugt, liebe & genieße sie & will gewiss nichts daran ändern!

Nachdem ich aber gerade über ein Video von Ka Sundance (selbst mitsamt seiner Familie nach eigener Aussage ebenfalls 100%iger Rohköstler) gestolpert bin, in dem er drei Gründe gegen eine 100%ige Rohkosternährung nennt, habe ich mich mit seinen Argumenten auseinandergesetzt. & möchte euch meine Gedanken dazu nicht vorenthalten:

Als ersten Grund nennt er Zweifel, fehlende Überzeugung an der Rohkost als die richtige Ernährung. Nun ja, dazu ist eigentlich nicht viel zu sagen, oder? Sicher sollte sich jedeR bewusst ernähren & zwar so, wie es ihr/ihm richtig erscheint. Wer sich bei jedem Bissen fragt, ob dieser ihm gut tun wird, hat gewiss nicht viel von seiner Nahrung – weder im Hinblick auf die Nährstoffe noch hinsichtlich der Zufriedenheit & des Wohlbefindens.

Als zweiten Grund führt er das Leben in kaltem Klima (wie z. B. Nordeuropa, Nordamerika) an. Sonnengereifte, vorzugsweise tropische Früchte betrachtet er als unentbehrlichen Bestandteil der menschlichen Ernährung. Darüberhinaus sind in unseren Breitengraden gerade im Winter seiner Meinung nach so kompakte Nahrungsmittel wie Oliven, Nüsse, evtl. Algen für eine ausgewogene Ernährung notwendig. Beides ist mit relativ hohem finanziellen Aufwand verbunden. Eine ausgewogene Ernährung nur mit dem Angebot der lokalen Händler & Supermärkte hält er auf die Dauer für nicht möglich & empfiehlt, in solchen Fällen dann lieber andere, nicht-rohe, Komponenten in die Ernährung aufzunehmen.

Dem ersten Teil dieser Meinung schliesse ich mich an: langfristig ist hochqualitative Nahrung nötig, um uns gesund und leistungsfähig zu erhalten. Auch ich bevorzuge die früchtebetonte Rohkost & den größten Teil des Jahres halte ich das Früchteangebot hierzulande ebenfalls für nicht ausreichend – die Sonne, die auch uns hier fehlt, fehlt eben auch den angebotenen Früchten. Ob es nun aber hilft, gekocht zu essen, wenn das Geld fehlt, um tropische Früchte per Flugzeug zu importieren & hochwertige, rohe Nüsse etc zu kaufen?

Besser als die Ausgangsprodukte wird das Essen durch’s Kochen ja nun gewiss nicht – der Vitalstoffgehalt nimmt noch weiter ab, Sonnenenergie gelangt dadurch auch nicht hinein – stattdessen werden Enzyme zerstört & für den Körper schädliche Stoffe gebildet. Lediglich beim Wärmen des Körpers kann Kochkost natürlich helfen. Dies lässt sich aber auch auf anderen Wegen erreichen – viel Bewegung, so oft wie möglich auch bei kaltem Wetter draußen. Und die Anpassung der Nahrungszusammenstellung an die Temperaturen: Trauben & Datteln tun jetzt besser als Melone. Wurzeln, Kohl, Lauch und wärmende Gewürze wie Ingwer halten uns auch in der kalten Jahreszeit warm.

Wie Ka glaube auch ich, dass wir nicht für ein Leben in diesem Klima gemacht sind, sondern sowohl der Temperaturen und der Sonne als auch der Nahrungsmittel wegen in die tropischen und subtropischen Zonen der Erde gehören. Solange wir hier in den gemäßigten Zonen leben, müssen wir uns zwar damit arrangieren – aber dass das Kochen unsere Nährstoffversorgung verbessern könnte – das sehe ich absolut nicht.

Anders hingegen beim dritten genannten Grund. Hier stimme ich absolut mit Ka überein: Dieser Grund betrifft das soziale Umfeld. Genauer gesagt, das seelische Wohlbefinden, bedingt durch die Menschen, mit denen wir zusammenleben & die uns möglicherweise unserer Ernährung wegen kritisieren oder verurteilen. Versteht mich richtig: es geht nicht darum, wie die anderen sich verhalten – eine rohköstliche Ernährung ist auch absolut möglich ohne die Unterstützung unseres Umfelds. Solange wir selbst damit glücklich & zufrieden sind. Es geht um uns, um unsere Gefühle mit der Situation. Wenn wir durch mangelnde Unterstützung oder gar Angriffe unserer Familie & Freunde unserer Ernährung wegen beeinträchtigt oder unglücklich werden, relativiert das die positiven gesundheitlichen Auswirkungen der Rohkost natürlich. Ebenso, wenn wir uns ständig quälen, um dem Verlangen nach gekochtem Essen in unserer Umgebung zu widerstehen. Sind wir glücklich damit, gelegentlich mit unseren Lieben gemeinsam gekocht zu essen, ab und zu gekochtes Essen zu genießen (ganz bewusst, ohne uns selbst anschließend zu verurteilen deswegen), geht es uns insgesamt vielleicht besser damit als mit einer um jeden Preis 100%igen Rohkost.

Was meint ihr dazu?

Ka’s besagtes Video findet ihr übrigens hier.