Wilder Rucola, Platterbsen, Malve, Fenchel

Perfekte, wunderschöne, opulente Natur: Wildkräuterwandern im Frühling

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Wildkräuter, Wildpflanzen. Wertvolle Nahrung für uns Menschen, denn im Gegensatz zu kulturell gezogenen und gepflegten Pflanzen wachsen sie aus eigener Kraft, häufig gar gegen den Widerstand der Menschen, und sind somit viel kraftvoller, und perfekt an ihre Umgebung angepasst. Diese Kraft, und alles was es braucht, um in der Gegend, in der du lebst, gesund zu bleiben: das geben die Wildpflanzen, die du isst, an dich weiter.

So sind sie auch viel nährender als kultivierte Pflanzen, du brauchst wesentlich kleinere Mengen, um satt und zufrieden zu sein. Ergänzt du deine Mahlzeiten aus Früchten mit Wildkräutern, gibst du deinem Körper die Mineralien, die er braucht und die in den gezüchteten Früchten nun mal leider nicht mehr ausreichend vorhanden sind. Und gerade jetzt im Frühling kannst du deine Salate mit den vielen essbaren Blüten aus der Natur optisch und inhaltlich aufwerten.

Wildfrüchte, Wildkräuter, findest du fast überall, in Deutschland nahezu rund ums Jahr. Und es gibt sie, zumindestens jetzt im Frühling, auch hier auf Teneriffa. Allerdings nicht so viele direkt bei mir vor der Haustür; das wilde essbare Grün zieht feuchteres und kühleres Klima vor. Was hier wächst? Sie selbst:

Wildkräuterwandern in Los Llanos

Früh ging es los, am vergangenen Sonntag. Ein Stück weit gen Norden, und hinauf in die Berge. Während es bei mir zuhause schon warm genug war für kurze Hosen und ärmellos, musste ich an unserem Wandertreffpunkt dann erstmal meinen dicksten Pulli und zu Anfang sogar noch eine leichte Jacke darüber ziehen, um nicht zu frieren. Immerhin hatte ich trotz der frühen Stunde meinen Kopf schon soweit beisammen, dass ich alle nötige eingepackt hatte, und auch nicht in der kurzen Hose losgefahren war. 😉

Belohnt wurde das reichlich. Neben wunderschönen Aussichten, und dem friedlichen Gefühl, durchs Grüne zu wandern, haben wir unglaublich viele essbare Pflanzen entdeckt. Jetzt im Frühling blüht ja auch alles. Soviel Schönes für die Augen also, und oftmals bieten die Blüten eine gute Hilfe bei der Identifikation der Pflanzen.

Auf den Fotos unten siehst du, was ich mit nach Hause gebracht habe. Dort wuchs noch viel mehr, doch manches schmeckt mir gar nicht, oder ich brauche nur sehr kleine Mengen davon. Unter der Pflanzenfülle entlang unseres Weges waren z. B. Cistrosen, Taubnesseln, Vogelmiere, Mohn, wilder Rucola, wildes Senfkraut, Malve, Platterbsen, Farn, Erikakraut, Lorbeer, Schnabelkraut, Glockenblümchen, winzig kleine Hornveilchen, Löwenzahn, Kratzbeerblätter, … und noch manches mehr.

Solch eine Fülle, solch eine Schönheit! Und so viele Reminder an die Perfektion der Natur. Und an unsere Verbindung mit ihr. Nicht nur, dass sie uns optimal mit allem, was wir brauchen, versorgt. Wirf mal einen Blick auf die jungen Triebe des Farns. Diese perfekte sich-einrollende Form. Fibonacci hat uns gelehrt, sie zu berechnen. Die Fibonacci-Folge, die so viele Wachstumsvorgänge der Pflanzen- und auch der Tierwelt beschreibt. Und die bei weiterer Betrachtung dann auch zum Goldenen Schnitt führt: jenen Proportionen, die unser Auge als besonders perfekt und angenehm wahrnimmt, und die deswegen nicht nur in der Mathematik, sondern auch in Kunst und Architektur Anwendung finden. Ich habe Mathematik schon immer gemocht, obwohl sie uns niemals im natürlichen Kontext vermittelt wurde damals. Würde all das im Zusammenhang gelehrt, statt die Zahlen vom Rest der Welt zu trennen, würden vielleicht viel mehr Menschen die Schönheit auch der Mathematik erkennen. Aber natürlich reicht es meistens im Leben auch, wenn wir uns einfach an der Natur und ihren Gaben erfreuen. 🙂

 

Wilder Rucola, Platterbsen, Malve, Fenchel

Schnabelkraut und Platterbsenblüte

Glockenblume (?)

Essigbaum

Senfkraut

Farn



Was es hier im Süden an essbaren Pflanzen gibt (deutlich weniger; drum heisst diese Gegend ja auch traditionell Malpaís, schlechtes Land), zeige ich dir beim nächsten Mal.

Rezepte mit Wildkräutern

… wirst du bei mir nicht finden. Meiner Meinung nach gilt für Wildkräuter, mehr noch als für alle anderen Nahrungsmittel, sie aufmerksam zu genießen, und genau hinzuschmecken, zu fühlen, was dein Körper braucht. Entdeckst du ein Kraut, von dem du gehört hast, es sei sooo gesund, und genau das richtige für deinen körperlichen Zustand – aber es schmeckt dir nicht – dann BITTE mix es nicht in einem Smoothie oder vermische es sonstwie, um es an deinem Geschmackssinn vorbeizuschummeln. Wenn du es nicht magst, oder nur eine winzige Menge davon essen kannst, dann ist das genau das, was dein Körper in diesem Moment braucht (oder eben nicht). Manche Kräuter entgiften z. B. sehr stark und könnten deinen Körper, in größerer Menge gegessen, damit überfordern. Lies dazu auch meinen Artikel über Sperren und die Verhinderung zu schneller Entgiftung. Besonders bei für dich neuen Kräutern möchte ich dir empfehlen, zunächst nur eine kleine Menge zu probieren und die Wirkung zu beobachten.

Wenn du jedoch ein mildes, nicht zu stark wirkendes Wildkraut gefunden hast, das dir schmeckt und auch in etwas größeren Mengen gut bekommt, spricht natürlich nichts dagegen, es in deinen Mahlzeiten, auch einmal gemischt, zu verwenden. Einige sehr schöne Rezepte findest du in den Büchern von Christine Volm: „Meine liebsten Wildpflanzen – Rohköstlich. Sicher erkennen und genießen“ liefert auch gleich einen Einstieg für all die, die sich noch unsicher fühlen beim Erkennen von essbaren Wildkräutern. Ich habe das Buch hier schon einmal ausführlicher vorgestellt.


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