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Scoby und ich. Meine Kombucha-Experimente.

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Kombucha brauen? Nein danke, nicht meins. Oder doch?

Nachdem ich jahrelang bei unterschiedlichen Freund*innen diese alienartigen Wesen (Scobys) in großen Gläsern habe herumschwimmen sehen, und mich nie davon angesprochen fühlte, hatte ich vergangenen Herbst, 2018, plötzlich Lust, das auch einmal auszuprobieren. Gesagt, getan – meine liebe Freundin Alex war auf meine Frage hin sofort bereit, mir einen ihrer Scobys mitzugeben, und ich habe ihn gut verpackt im Fluggepäck heil von Deutschland nach Teneriffa transportiert. Nun konnte es also losgehen:

Angefangen habe ich auf Basis der Rezepte, die ich bei Fairment gefunden habe … mit schwarzem Tee, Rohrzucker, und als Starter einem Fläschchen Kombucha aus dem Bioladen (in Rohkostqualität, so das Label).

Aber Moment, was ist eigentlich ein Scoby? Und was ist Kombucha? Scoby steht für „synbiotic culture of bacteria and yeasts“, zu deutsch: eine Symbiose aus Bakterien und Hefen.

Diese Kultur verwandelt den ursprünglichen Zuckertee mittels Fermentation in ein Getränk voller Vitamine und Nährstoffe, insbesondere Vitamin C, B-Vitamine, Antioxidantien und zahlreiche Probiotika. Das ist der Kombucha.

Wie ich meinen Kombucha zubereite

Ich koche z. B. weißen Tee, 1-2 Teebeutel auf einen Liter Wasser, und lasse ihn 10 Minuten lang ziehen. Dann gebe ich ca. 70g Rohrohrzucker hinzu, solange der Tee noch heiß ist – so löst sich der Zucker besser auf. Anschließend darf der Tee abkühlen auf etwa 30°C … Scoby mag es nicht zu heiß … und füge dann ca. 100ml fertigen Kombucha (aus der vorhergehenden Produktion) hinzu, lege den Scoby hinein, und verschließe das Glas mit einem Blatt Küchenpapier und Gummiband. So ist der werdende Kombucha vor Fliegen geschützt, bekommt aber noch genug Luft, die für die Fermentation nötig ist.
Ich mag den Kombucha erst, wenn der Zucker aufgebraucht ist und er nicht mehr süß schmeckt. Aber auch noch nicht zu Essig geworden ist. Meistens ist das so nach ca. 2-2,5 Wochen der Fall.
Wenn der Kombucha dann gut ist, nehme ich Scoby hinaus, siebe den Rest und stelle das Glas mit Deckel in den Kühlschrank. Oder verwende den Kombucha für Joghurt oder Käse. Oder lasse ihn mit fruchtigen Zusätzen zweitfermentieren. Viele interessante Ideen dafür findest du z. B. hier.

Ich habe sehr schnell festgestellt, dass ich schwarzen Tee überhaupt nicht mehr vertrage und habe auf grünen, weißen und Rooibostee umgestellt. Mit jeweils sehr leichtem Tee. Das funktionierte dann auch für mich, ohne Herzrasen. 😉

Und die Scobys kommen damit prima zurecht. Es heisst zwar oft, sie mögen am liebsten Schwarztee, doch mit den anderen genannten Teesorten in der Produktion, und zwischendurch einer Erholungsphase im mit Schwarztee ausgestatteten „Hotel“ kommen sie bei mir prima zurecht.

Sie sind damit und in ihrer neuen Heimat glücklich, und haben sofort angefangen, sich zu vermehren … die überschüssigen neuen Scobys habe ich teils in Rezepten verarbeitet, teils verschenkt, und die übrigen an die Hühner an meinem damaligen Wohnort verfüttert.

Von Anfang an etwas merkwürdig hat sich das angefühlt, was auch meine Tochter spontan geäußert hat, als ich ihr von „Tee kochen“ und „Zucker“ erzählte: „das klingt so gar nicht nach dir, das bist doch nicht du!“ – so ist es. Zucker zu kaufen fand ich schon grenzwertig. Was ich kaufe, also wofür ich mein Geld ausgebe, ist ja auch eine politische Handlung; ich unterstütze damit (im Falle von Zucker) eine Industrie, die ich eigentlich nicht unterstützen will.
Gegessen wird der Zucker ja vom Scoby, nicht von mir. Dennoch – Kombucha wächst nicht in der Natur und ist damit für meine Ernährung mindestens grenzwertig. Fühlt sich einfach nicht so richtig stimmig an. Und tut meinem von natürlicher Nahrung verwöhntem Körper auch nicht wirklich gut, wie ich bemerkt habe.

Die Fülle an neuen Rezeptmöglichkeiten hat mich dennoch über mehrere Wochen lang sehr begeistert. Roh-vegane Joghurts, Käse mal auf andere Art … du hast einige der Rezepte hier im Blog und/oder in meinen eBooks gefunden. Da lassen sich viele köstliche Dinge herstellen – wie z. B. dieser (vegane) Camembert:

Auch die fruchtig-erfrischenden Getränke, die bei der Zweitfermentation entstehen, können eine interessante Abwechslung sein.

Da ich jedoch – nicht überraschend 😉 – schnell festgestellt habe, dass all das zwar mega-jammie ist, und ein gewisses Suchtpotential hat, mir aber nicht wirklich gut tut, werde ich damit nicht, oder nur noch sehr selten, weitermachen.

Ein paar der Scobys dürfen im Hotel bei mir bleiben; für mich, falls ich es doch noch einmal versuchen will, und auch für Zubereitungen für Gäste.

Falls du dich selbst mit der Kombucha-Produktion versuchen willst, kannst du alles dafür nötige hier online beziehen.


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