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Keto, LowCarb, HighCarb, LowFat? – Die Antwort ist Grün!

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Nach vielen Jahren Früchte- und Grün-basierter Rohkosternährung, mit vielen Kohlenhydraten und wenig Fett, habe ich mich nun seit Mitte März letzten Jahres, also fast schon ein Jahr, ketogen-roh-vegan ernährt. Weiterhin mit viel Grünzeug, (fast) ohne süße Früchte, dafür zeitweise mit recht viel Fett.

Heute möchte ich meine Beobachtungen und Erfahrungen aus diesem Jahr hier beschreiben. Was hat mir gut getan, was passt, was nicht, was nehme ich mit aus dieser als Experiment begonnenen Ernährungsweise. Außerdem erzählen möchte ich, wie meine Ernährung jetzt aussieht.

Nochmal kurz zur Erklärung: ketogene Ernährung ist eine Ernährung, bei der der Körper in Ketose ist, d. h., einfach ausgedrückt, auf Ketonen läuft statt auf Zucker (Glukose). Einige Körperfunktionen, insbesondere unserer Gehirn, brauchen Glukose. Jedoch muss diese nicht permanent in großen Mengen von außen zugeführt werden, sondern unser Körper kann sie auch selbst herstellen – aus Fett. Und zwar sowohl aus aufgenommenem als auch aus im Körper gespeicherten Fett. Diese Fähigkeit war und ist entwicklungstechnisch sinnvoll und notwendig, für Zeiten von Nahrungsknappheit. Und wird vom Körper auch jetzt in Fastenzeiten genutzt. Bekommt der Körper weniger als 20g KH pro Tag, stellt er sich auf Keto-Stoffwechsel um. Genauer nachlesen kannst du das im Artikel „Keto, roh, vegan – (wie) geht das?„.

Nach der Umstellungsphase ging es mir gut mit dieser Ernährung; allerdings hat mein Körper schon eine Weile gebraucht, sich an die Mengen von Fett zu gewöhnen. Und obwohl ich mich an MEHR Fett (als vorher) gewöhnt habe und es mir auch gut ging damit, bin ich doch nicht lange bei den wirklich großen Mengen an Fett geblieben. Die ja auch in dem Umfang für die ketogene Ernährung nicht unbedingt nötig sind: wichtig ist vor allem, den KH-Anteil relativ niedrig zu halten. Für mich hieß das, über viele Wochen und Monate, unter 20g KH pro Tag zu bleiben. Damit ging es mir eine ganze Zeit lang sehr gut: ich war fit, voller Energie, besser geerdet als seit längerer Zeit, fokussierter. Gerade in der Zeit im letzten Jahr, die für mich voller Herausforderungen steckte, hat mir diese sehr erdende Ernährung gegeben, was ich brauchte.

Und: ich hatte eine neue Spielwiese. Und habe voller Freude Unmengen neuer Rezepte und Zubereitungsideen entwickelt (eines der Ergebnisse, mein Keto-Rezepte-eBook, findest du hier).

Doch nach etwa drei Monaten hat meine Begeisterung etwas nachgelassen. Ich habe mich zu schwer gefühlt mit so viel Fett. Auch zu betäubt, manchmal. Es gefällt mir nicht, auf die Dauer soviel Zubereitetes zu essen. Und das ständige Mitrechnen mag ich auch nicht wirklich. Ich möchte einfach essen können. Und leichter. Mit täglichen Avocados und/oder Nüssen habe ich mich nicht wohl gefühlt. Insbesondere Avocados haben etwas Suchterzeugendes, finde ich. Mir fehlten auch KH … ich habe Wadenkrämpfe bekommen, die nachließen, wenn ich den KH-Anteil an meiner Nahrung etwas erhöht habe. Ich habe mit Carb-Refeeds experimentiert – Tage, an denen mehr KH gegessen werden und weniger Fett – aber darin nicht meine Lösung gefunden.

Nach zwei kurzen Reisen, auf denen ich mangels Möglichkeiten unterwegs jeweils wieder mehr süße Früchte gegessen habe (und die Ketose kurz unterbrochen habe), war aber auch noch mal deutlich, dass süße Früchte als Hauptnahrung nicht das sind, was mein Körper derzeit braucht. Das hat mir alles viel zu süß geschmeckt 😉 … also meine „Zuckersucht“ (Datteln!) habe ich definitiv überwunden.

Die Basis bleibt Grün

Mein Fazit:
– lowcarb, im Sinne von wenig süßen Früchten, tut mir gut.
– Viel Süß, ohne Ausgleich durch Grün, auf die Dauer nicht. Viele süße Früchte ohne Grün ging immer mal eine Zeitlang. Aber auch nur, wenn ich in warmen, sonnenreichen Gegenden war, und viel Sonne auf meine Haut bekommen habe.
– Viel Grün und viele süße und nicht-süße Früchte, wenig Fett, hat mich jahrelang glücklich gemacht. Nur der Anteil an süßen Früchten, der mir wirklich schmeckte, hat immer weiter abgenommen. Nichtsdestotrotz bin ich immer wieder in eine Art „Zuckersucht“ gerutscht und habe z. B. zu viele Datteln gegessen.
– Highfat, sehr viel Fett, tut mir nicht gut. Wobei es mit nur wenigen Kohlenhydraten dazu schon etwas mehr sein darf als bei einer obstreichen Ernährung.
– Unverändert und wiederum bestätigt: GRÜN ist das, was mein Körper braucht.

Ob das auch für dich so ist, oder was dir wirklich gut tut – das sagt dir DEIN Körper – wenn du auf ihn hörst. Durch seinen Appetit, durch das, was dir schmeckt. Dadurch, wie du dich danach fühlst.

Ich glaube, Grünzeug und Gemüse sollte volumenmäßig den größten Teil unserer Nahrung bilden!

Meine Ernährung hat sich über die letzten Monate zu immer noch mehr Grün, mehr Gemüsefrüchten und anderen Gemüsen, entwickelt. Chlorophyll satt! Mit mäßigen Mengen an Fett dazu. Ab und zu etwas süße Früchte, in kleinen Mengen. Aber eben vor allem Grün in allen Varianten: Salate, Kohl, Spinat, Wildkräuter, Algen, Microgreens, Sprossen, auch grüne Superfood-Pulver wie Spirulina, Chlorella, Gerstengraspulver. Kräuter, Zucchini, Brokkoli. All dies macht nun den größten Teil meiner Ernährung aus. Avocados gibt es noch ab und zu, aber bei Weitem nicht mehr täglich. Hin und wieder schmeckt mir nun auch wieder Papaya … im Gegensatz zu früher bin ich aber nach einer recht kleinen Menge davon satt und zufrieden.

Mein KH-Anteil steigt langsam wieder, momentan bewegt er sich so zwischen 25 und 35g KH pro Tag, und ich schätze, das wird auch erstmal so bleiben.

Auch das intermittierende Fasten behalte ich bei; ich esse meistens 2 Mahlzeiten pro Tag, in einem Zeitraum von 6-8 Stunden. Während der übrigen 16-18 Stunden faste ich.

Falls ich eine Schublade für meine aktuelle Ernährungsweise bräuchte – welche wäre das dann jetzt?
Es ist immer noch ketogen – nachdem mein Körper so gut an die Ketose adaptiert ist, bleibt er mit dieser Ernährungsweise problemlos darin. Lowcarb trifft es natürlich sowieso. Zu den vielen Sprossen etc. fällt mir noch Hippokrates und Ann Wigmore ein … 😀 … da pass ich nun auch (mal wieder) ganz gut rein … aber wer braucht (oder mag) schon Schubladen 😉 … ich jedenfalls nicht.

Meine Ernährung nenne ich weiterhin Love & Peace Food, und folge darin weiterhin meinem Körper und seinen Bedürfnissen.

Und falls du jetzt denkst, das sei aber langweilig oder freudlos, immer „nur“ so viel Grün zu essen – wirf doch mal einen Blick auf ein paar meiner Mahlzeiten der letzten Tage:


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