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Roh. Keto. Süß. … Wie geht das?

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Eine mehr oder weniger stark ausgeprägte Vorliebe für den süßen Geschmack ist uns Menschen angeboren – schon die Muttermilch schmeckt leicht süßlich. Süßes beruhigt und harmonisiert. Eine früchtebasierte Rohkost bringt von Natur aus reichlich Süße, eben aus den Früchten, mit sich. Bei der ketogenen Rohkost wie auch bei einer Rohkost-Ernährung à la Hippokrates-Konzept entfällt all der Fruchtzucker. Dennoch musst du auch damit nicht auf die Süße in deinem Essen verzichten.

Zweifellos ist der in Früchten enthaltene Zucker, im Verbund mit der kompletten Frucht verzehrt, wesentlich besser für deinen Körper als jeglicher isolierter Zucker. Doch da die allermeisten im Handel erhältlichen Früchte heutzutage weit entfernt von ihrer natürlichen Urform sind und zumeist auf hohen Zuckeranteil (Fruktose vor allem) gezüchtet wurden, kann auch hier übermässiger Verzehr ohne entsprechenden Ausgleich durch mineralienreiches Grün über kurz oder lang zu einem Ungleichgewicht im Körper und auch zu suchtartigem Essen führen.

Optimalerweise wählst du möglichst naturbelassene, unverzüchtete Früchte, bevorzugst Wildfrüchte und ergänzt deine Ernährung um ausreichend Grün – auch hier wiederum bevorzugt Wildkräuter.

Und was, wenn du dich, so wie ich momentan, lowcarb, also kohlenhydratarm ernähren möchtest? Ketogen, zuckerfrei, ohne oder mit nur sehr wenigen süßen Früchten?

Natürliche Süße und Geschmackssinn

Künstliche und hochkonzentrierte Süßungsmittel, wie Zucker, Agavendicksaft oder Honig z. B. sind weit vom natürlichen süßen Geschmack entfernt. Sie wirken im ersten Moment ebenfalls beruhigend, machen jedoch abhängig, verderben unseren Geschmackssinn und bringen uns sowohl physisch als auch psychisch aus dem Gleichgewicht.

Ähnlich wie es bei der Umstellung von Industrienahrung auf naturbelassene Rohkost häufig eine gewisse Umstellungszeit braucht, bis der durch Zucker (und auch Salz und Gewürze) geprägte Geschmackssinn wieder den natürlichen Geschmack der Nahrung wahrnehmen kann, ist es auch bei der Umstellung von einer auf süßen Früchten basierenden Rohkosternährung zu einer ohne eben diese Früchte. Dein Geschmackssinn wird von dem geprägt, was du so tagtäglich isst. Dein Körper lernt, woher er seine Energie bekommt. Ist er an Süße und reichlich Kohlehydrate gewöhnt, dann verlangt er auch danach. Hat er gelernt, seinen Bedarf durch Fett und/oder nicht-süße Früchte und Grünzeug zu decken, wirst du bemerken, dass du eben darauf Appetit bekommst.

Je weniger sehr süße Früchte (wie z. B. Datteln) du isst, umso süßer erscheinen dir andere Früchte und auch Gemüse. Als ich im Frühsommer das erste Mal nach drei Monaten ohne süße Früchte frische Maulbeeren aß, konnte ich davon gerade zwei essen & hatte mehr als genug. Sie waren für meinen Geschmack viel zu süß.

Nichtsdestotrotz mag ich süß an sich immer noch sehr und bereite mir auch gerne mal süße Cremes oder Torten zu. Ohne Früchte. Ohne Zucker. Kohlenhydratarm. Gesüßt mit natürlichen, nicht isolierten Mitteln.

Süßungsmittel für die ketogene Rohkost

Mein Süßungsmittel der Wahl ist Stevia. Und zwar – sofern verfügbar – die Blätter frisch von der Pflanze, oder (da ich selten eine frische Steviapflanze in meiner Umgebung finde) die getrockneten, pulverisierten Blätter. Mein Lieblingsrohkostprovider hat sie derzeit leider nicht, doch ich bin glücklicherweise hier im Regenbogenkreis-Shop fündig geworden, den ich ebenfalls, nicht nur des Stevias wegen, gerne empfehle.

Es gibt Stevia auch in Form von weißem Pulver (Steviaglykosid) oder als Tropfen. Die Tropfen verwende ich gelegentlich für Zubereitungen, die wirklich sehr hell bleiben sollen, ohne Grünschimmer ;), und für Zubereitungen für die Tochter, da diese den Steviageschmack nicht so mag und die Tropfen weniger intensiv schmecken. Sie sind jedoch nicht roh, für meinen Geschmack auch viel zu weit verarbeitet und sicher keine natürliche Nahrung mehr.

Weitere keto-geeignete Süßungsmittel wie Xylitol oder Erythrit sind mir erst recht viel zu künstlich und ich verwende sie gar nicht.

Zuckersucht? Extremer Süßhunger?

(Kann sich auch in Form von Dattelsucht oder ähnlichem äußern, also durchaus auch mit natürlichen Zuckern.) Extremes Verlangen nach Süßem, nach Trostnahrung, möchte vielleicht lieber auf anderer Ebene beantwortet werden. Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse stehen häufig im Zusammenhang mit einem übermäßigen Verzehr von Zucker und Fett und mit pausenlosem Essen. Hier wird möglicherweise versucht, emotionale Bedürfnisse über die Nahrung zu befriedigen. Die Süße des Lebens im Essen zu suchen.

Viele köstliche, auch süße, keto-rohvegane Rezepte findest du übrigens in meinen eBooks „Keto. Roh. Vegan.“ und „FRohe Weihnachten. Roh. Vegan. Keto.“..

Über (überwiegend sehr zucker- bzw. kohlenhydratreiche) Süßungsmittel in der Rohkostküche schrieb ich vor einigen Jahren hier schon einmal.


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