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Minimalismus. Oder: Freiheit beginnt im Kopf

In den Augen der meisten Menschen lebe ich wohl, was meinen materiellen Besitz betrifft, recht minimalistisch. Und mit sehr wenig (materieller) Sicherheit. Für mich hat Minimalismus jedoch nicht nur mit Materiellem zu tun. Sondern vor allem mit meinem Mindset, meinen Einstellungen, meinem Umgang mit dem Leben.

Was irgendwann, noch weitgehend unbewusst, begann, mit dem Abwerfen von materiellem Ballast, mit überwundenen Ängsten und neuem Mut, führt(e) immer weiter und macht mich Schritt für Schritt freier.

Gelebter Minimalismus, in jeder Hinsicht, macht frei.

Jeder Gegenstand, den du durchs Leben trägst, beschwert dich auch. Mit Platzbedarf, Gewicht, Angst vor Verlust, usw..

Das heisst nicht, dass ich gänzlich frei von materiellen Wünschen bin. So manches Mal habe ich gedacht, es würde mich frei(er) machen, hätte ich doch eine große Summe Geldes. Oder, endlich, meinen Van, mein mobiles Zuhause, der noch immer irgendwo auf dem Weg zu mir ist.
Besitz, der mir einen gewissen Komfort, eine gefühlte Sicherheit geben würde. Oder das Spektrum meiner Handlungsmöglichkeiten vergrößern würden.

Auch wenn ich manchen Komfort durchaus genießen kann, ist das, was mich wirklich frei macht, etwas anderes. Nämlich die Erkenntnis, dass ich sicher BIN. Dass das Leben für mich sorgt und der Weg immer irgendwie weitergeht. Das ich immer alles habe, was ich gerade brauche.

Ich lebe von der Hand in den Mund, wie es so schön heisst. Manchmal ist da mehr Geld, manchmal weniger. Meine Kinder und ich sind über die Jahre noch immer satt geworden, haben immer ein Dach über dem Kopf gefunden. Ich habe keine Ahnung, was in einem Jahr, in zehn Jahren, in zwanzig Jahren sein wird. Und das ist okay so. (Mal ehrlich: Wer weiss das schon wirklich, auch diejenigen von euch mit Rentenplänen und Versicherungen?!?) Ich praktiziere die Kunst des Lebens, so wie ich es verstehe. Moment für Moment für Moment. Lieben und Vertrauen.

Zum Minimalismus gehört dabei für mich auch all dies:

Loslassen, was ich nicht brauche, nicht will. (Gegenstände, Ideen, Glaubenssätze, …).

Nichts & niemanden festhalten – was oder wer gehen will, geht. Auch wenn’s wahrhaftig nicht immer leicht ist. Oftmals weh tut. Und viel Zeit braucht. Festklammern (an Personen, oder meiner Vorstellung von ihnen und dem, was sein könnte) und der Versuch, zu erzwingen was (in diesem Moment) nicht sein soll, tut auf Dauer mehr weh, und macht unfrei. Und Freiheit – die Freiheit, ich zu sein und meinen Weg zu gehen, so wie mein Herz es mir sagt – ist mir unendlich wertvoll.

Ganz besonders nichts & niemanden festhalten aufgrund des Gefühls, dass es/er/sie mir Sicherheit gibt.

Und nach dem Loslassen feststellen, dass ich die scheinbare Sicherheit gar nicht brauche.
Eine Illusion verloren und stattdessen ein weiteres Stück Freiheit (viel wertvoller!) gewonnen habe.

Ich minimiere die Zahl der Probleme in meinem Leben – indem ich sie loslasse.

Ich minimiere die Einschränkungen und Grenzen und Ängste, die mich bremsen – indem ich hindurchgehe. Eine nach der anderen.

Ich minimiere Stress und Gefühle des Nicht-Gut-Genug-Seins, indem ich aufhöre, mich zu vergleichen, zu messen an den Maßstäben anderer, zu bewerten, zu verurteilen. Indem ich meine Handlungen und ihre Ergebnisse wertschätze. Mir bewusst bin, dass es mein Weg ist, und ich ihn genau im richtigen Tempo gehe.

Und ja, ich habe auch noch viele Dinge, und an einigen wenigen davon hänge ich auch tatsächlich – eben weil mir ihr Verlust (noch) Angst macht. Doch ich vertraue dem Leben soweit, dass es mir nichts nehmen wird, bevor ich bereit bin dafür, bevor ich damit umgehen kann.
Auch Ängste und Limitierungen, von denen ich mich bremsen lasse, habe ich noch genug. Wahrscheinlich auch noch welche, die ich noch gar nicht erkannt habe. Das darf so sein. Ich bin auf dem Weg 😉 )

Und werde mit jedem Schritt, und sei er noch so klein, freier.


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