Selbstorganisation im Nomadenleben und Ins-Tun-Kommen

Zu meinem freien, reisenden Leben gehört auch sowas wie Arbeit. Damit meine ich jetzt mal die Tätigkeiten, durch die Geld reinkommt. Wobei mir alles, was ich tue, auch Freude macht, und Teil meines Lebens ist. Projekte für Kunden brauchen, insbesondere wenn da viele parallel laufen, ein bisschen Planung und Organisation. Daneben sollen meine eigenen Projekte (wie z. B. dieser Blog hier), Sport, und andere Dinge, die ich einfach gern tue, weil sie mir gut tun, auch nicht zu kurz kommen.

Die vergangenen Tage waren bei mir geprägt von neuen Wegen, mich selbst zu organisieren. Und dem Überwinden mancher innerer Hindernisse dabei. (Wiederkehrenden) Erkenntnissen dazu, wie ich mich selbst oftmals ausbremse … und Impulsen, das künftig nicht mehr zu tun. Immerhin dieses Mal ist es gelungen. 🙂

Wie organisiere ich, als selbstständig arbeitende digitale Nomadin, allein-nichterziehend mit Kind(ern) meinen (Arbeits-)Alltag?

Ich arbeite sehr impulsgesteuert. Spontan meinen Ideen folgend. Assoziativ, sozusagen 😉 … ich schaffe viel, aber mache – ohne Plan – meistens einfach das, was mir gerade einfällt. Oder folge einem Stichwort. Ich mag das auch so; mit einem strikten Plan würde ich mich total unwohl fühlen. Und so bin ich auch immer sehr motiviert und mit dem Herzen dabei. Dennoch – gerade für Kundenprojekte, (insbesondere in Jahren wie diesem, wo praktisch _alle_ meine Auftragsprojekte sehr chaotisch verlaufen und sich an keinerlei Planung halten wollen), aber auch um sicherzustellen, dass meine Herzensprojekte nicht im Chaos untergehen, ist ein bisschen mehr Fokus schon hilfreich. Deshalb habe ich Mittel und Wege gefunden, mir dabei zu helfen.

Seit vielen Jahren habe ich mich mit To-Do-Listen organisiert (ich liebe Listen 🙂 ) .. auf losen Zetteln. Mit den täglichen To-Dos, Wochenplanung, Ideenlisten (viele! mein Kopf produziert pausenlos Ideen zu allen möglichen Themen 😉 ), Einkaufslisten, Essensplanung, Blogplanung usw. flogen auf meinem Schreibtisch immer gefühlt Tausende loser Blätter herum. Was jahrelang gut funktioniert hat, mich aber in der letzten Zeit zunehmend genervt hat. Beim Reisen und häufigen Standortwechseln wird es manchmal doch schwierig, den Überblick zu behalten. Oder Notizen wiederzufinden. Und gerade das, was mir am Herzen lag, aber nicht dringend notwendig war, ist häufig untergegangen.

Mehrmals zwischendurch, gerade wenn ich länger unterwegs war, habe ich statt loser Zettel ein Notizbuch benutzt und dort alles hineingeschrieben. Projektplanungen, Gesprächsnotizen, Ideen, Fundstücke usw. … einfach hintereinander weg. Dieses Konzept nennt sich auch MAHA Buch (maha (मह) ist Hindi und heisst: groß, maximal). Das hat partiell funktioniert, aber so richtig glücklich war ich damit noch nicht. Und fand es eigentlich unübersichtlicher als meine losen Zettel.

Vorletzte Woche bin ich nun im Blog von jademond auf das Konzept des Bullet Journals gestoßen. Das mich sofort angesprochen hat. Und habe spontan entschieden, das auszuprobieren.

Was ist ein Bullet Journal?

Es ist im Prinzip eine Kombination von Planer und Notizbuch, mit einer Struktur von Monats- und Wochenübersichten, täglichen To-Do-Listen, Seiten zum Gedankensammeln von allem, woran du dich erinnern willst, was du planst, dir wünscht, manifestieren willst, wofür du dankbar bist … was auch immer. Es gibt fertig zu kaufende Bullet Journal Notizbücher mit vorgegebener Struktur; du kannst aber auch einfach ein Notizbuch deiner Wahl verwenden und es dir nach deinen Bedürfnissen gestalten. Schlichte Listen, oder schön gestaltete Seiten, farbig oder schwarz-weiss – ganz wie du magst. Markiere dir deine To-Dos z. B. farbig, mit Stickern, oder einfach davor geschriebenen Zeichen wie Punkten, Strichen, Häkchen …

Wie anfangen?

Dazu gibt es ein wundervolles Zitat. „To begin, begin.“ – Um anzufangen, fang an. (von William Wordsworth) … so einfach und doch so kraftvoll. Ich habe also einfach angefangen. Mit dem, was gerade da war. An Notizbüchern war das ein schlichtes kariertes Schulheft. Nicht unbedingt das, was ich mir gewünscht hätte. Kariert mag ich mal so gar nicht, und die Papierqualität erlaubt auch nur wenige Arten von Farben/Stiften. Aber ich habe mich (mit wiederholten Kämpfen mit mir selbst 😉 ) von meinem Perfektionismus verabschiedet. Und entschieden, einfach anzufangen. Mich nicht von meinem Ego bremsen zu lassen. Sieht halt nicht so schön aus, wie ich es gern hätte. Dennoch hatte ich Spaß beim Gestalten und Einteilen der Seiten. Ohnehin soll dieser erste Versuch ja erstmal dazu dienen, auszuprobieren, ob das für mich funktionieren kann. Und so als erstes Zwischenergebnis nach nun einer Woche kann ich schon sagen: ich glaube, es funktioniert. Da ist noch viel Optimierungsspielraum zu meinen ersten Ansätzen, hab ich schon in den ersten Tagen gemerkt … ich denke, ich werde bei der weiteren Benutzung nach und nach immer weiter zu „meinem“ optimalen Bullet Journal finden.

Einen Eindruck dieser ersten Version kannst du dir in meinem Insta ansehen:


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