Wu Wei & ein Tag in Stille

Der Begriff „Wu wei“ (chinesisch) stammt aus dem Daoismus & bedeutet Nichthandeln im Sinne von „Enthaltung eines gegen die Natur gerichteten Handelns“. (danke an wikipedia für die Erklärung und danke an Clemens (aufmerksamen Leser*innen bekannt aus seinen inspirierenden Kommentaren hier im Blog 😉 ) für diesen Beitrag zu meinem Wortschatz.)

Dao oder Tao heisst wörtlich übersetzt Weg. Daoismus ist also die Lehre vom Weg. Dao ist der Ursprung und das Wirkungsprinzip. Aus dem Dao ist alles entstanden, zum Dao geht alles zurück. Dieses Prinzip ist – wie alle spirituelle Erkenntnis – intellektuell nicht wirklich erklärbar. Doch du hast das Verständnis dafür in dir, du kannst es erfassen, wenn du still wirst & in dich hineinhorchst.

Im Daoismus wird davon ausgegangen, dass es nicht weise ist, in dieses Prinzip einzugreifen. Wu Wei eben. Nichthandeln. Das bedeutet allerdings nicht, dass du gar nicht mehr handeln sollst 😉 … sondern dass die Handlungen spontan, aus dem Fluss (flow), aus der Situation heraus, entstehen. Intuitiv. Ohne ein Eingreifen des dualistischen Verstandes. Kreative Passivität beschreibt es recht schön, Handeln durch Nicht-Handeln, oder auch Nicht-Eingreifen.

In meinem Alltag praktiziere ich Wu Wei z. B. (ahnungslos 😉 ) seit 11 Jahren – indem ich meine Nahrung überwiegend so belasse, wie die Natur sie mir schenkt. Nicht-Kochen 😉 . Ebenfalls Wu Wei ist für mich, nicht zu versuchen, „Krankheiten“ von außen zu heilen. Sondern den Körper seine Arbeit machen zu lassen. Oder die Seele ihre … denn viele (vielleicht alle?) Krankheiten des Körpers lassen sich auf seelische Ursachen, auf ein Nicht-Leben dessen, was unser Herz wirklich will, zurückführen.
Ebenfalls praktiziertes Wu Wei ist für mich der Weg des Zusammenlebens, den ich mit & mit Hilfe „meiner“ Kinder gefunden habe. In deren natürliche Entwicklung nicht mit Erziehung, Schule & anderen Zwängen einzugreifen, sondern sie einfach wachsen, lernen, sein zu lassen.

Unser Alltag – zumindest der der meisten von uns – ist so sehr von in den Fluss eingreifenden, ihn unterbrechenden Handlungen geprägt. Wir folgen wenig achtsam unseren Arbeits- & sonstigen Plänen, den Vorstellungen unseres Verstandes, und missachten dabei allzu häufig die Signale unseres Körpers und unseres Herzens, lenken uns – unbewusst oder absichtlich – davon ab … denn so häufig sagen uns diese Signale auf mehr oder weniger schmerzhafte Weise, dass wir nicht wirklich das leben, was unsere Seele möchte.

Wie oft hörst du wirklich hin, in dich hinein? Und tust das, was dein Körper oder dein Herz in diesem Moment gerade verlangt? Folgst der Erschöpfung und ruhst dich aus? Folgst dem Gefühl in deinem Bauch und isst nur genau dann, wenn dein Körper wirklich nach Essen verlangt? Folgst der Freude & tust einfach das, was dich in diesem Moment gerade glücklich macht?

Und ja, ich weiss selbst, dass das in einem Alltag, mit Familie, Job und anderen Verpflichtungen nicht einfach ist. Doch meiner Erfahrung nach wird es im Laufe der Zeit immer schwieriger, NICHT hinzuhören. Nicht deinen wirklichen Herzenswünschen nach zu handeln.

Alles fühlt sich so viel leichter an, im Fluss eben, freudiger, wenn du dir selbst folgst. Es ist, zumindestens für mich, ein ewiger Tanz, um in Balance zu bleiben, im Gleichgewicht mit mir. Im Flow. Doch auch dieser Tanz (ein Schritt aus dem Fluss & wieder hinein) ist irgendwie ein Teil des Fliessens, des Weges. Ich genieße ihn & er ist um so leichter & freudiger, je mehr ich meine eigene Unvollkommenheit annehme.

Kürzlich habe ich mich für einen Tag des Überhaupt-Nicht-Handelns entschieden. Einen Tag in Stille. Ein Tag nur mit MIR. Schweigen. Nur sein. Keine Kommunikation (Sprechen, Augenkontakt, Berührungen, Lesen, Internet/Computer/Smartphone). Die Vorbereitungen waren einfach: ich habe meinen Plan meinen Mitbewohnerinnen hier auf dem Grundstück angekündigt & darum gebeten, in Ruhe gelassen zu werden. (Was kein Problem war; sie haben sich der Idee sofort angeschlossen 😉 ) Den Stecker vom Router gezogen & das Telefon in den Flugmodus geschaltet (der Uhrzeit wegen hab ich es angelassen, und einmal am Abend hab ich kurz geschaut, um mich zu vergewissern, dass da keine Notfallnachricht von den Kindern oder anderen Lieben war.). Weniger gelungen war vielleicht das Timing: es war eine recht spontane Aktion, und insofern besonders herausfordernd. Ein Tag mittendrin, nach Tagen voller Computerarbeit (die noch nicht beendet war) und direkt vor einem Marktwochenende (für das noch so Manches vorzubereiten war).

Wie es war? Ich habe mehrere Stunden gebraucht, sicher bis in den Nachmittag hinein, um zur Ruhe mit mir zu kommen. Ich war so voller unruhiger Energie. Dem Gefühl/Gedanken, doch etwas TUN zu müssen. Ich wusste, dass ich mich um die Café-Vorbereitungen erst am nächsten Tag kümmern musste; dennoch fiel es mir schwer, nicht dauernd darüber nachzudenken. Ich habe mich hingelegt, in der Sonne, im Schatten, bin wieder aufgesprungen, hab ein bisschen Yoga gemacht, geatmet … versucht mich zu erden. Hab was gegessen. Und noch was. Und noch was 😉 . Bis ich irgendwann gemerkt habe, dass ich mich gegen mich selbst wehre. Gegen mein Nicht-Loslassen-Können. Als ich das Akzeptieren konnte, mich sozusagen meinem eigenen Widerstand ergeben konnte, wurde es einfach. Ich habe mich für einen Spaziergang entschieden. Durch die Natur zu laufen, hilft mir immer, zur Ruhe zu kommen. Und konnte danach dann auch ruhiger liegen. Und einfach schauen & lauschen. Dabei wurde mir so richtig bewusst, wie oft ich mich doch sonst genau davon, von mir selbst, ablenke. Und welche Ansprüche ich doch an mich habe. Perfekt zu sein. Dinge zu tun. Etwas zu schaffen. Meine eigenen Pläne voranzubringen. Dabei muss ich doch einfach nur SEIN. Mehr braucht es nicht. Sein. Mir & allem um mich (was ja ein Teil von mir ist) lauschen, zuzusehen. Und der Freude, der Liebe folgen.

Der Tag hat mir total gut getan & ich hätte gern am nächsten Morgen einfach weitergemacht. Da ich aber auch das Rohkost-Café anbieten wollte (was mir wahrhaftig FREUDE bereitet), hab ich es gelassen. Trotz der Kürze hat mich diese Aktion wiederum ein ganzes Stück zu mir zurück gebracht. In den Tagen danach habe ich mich so viel deutlicher als zuvor wahrgenommen.

Da das Leben mich ab Ende dieser Woche (wenn du dies hier liest also ab heute 🙂 ) mit einem weiteren Stück Freiheit beschenkt – die Zeit des Wwoofens an diesem Ort ist vorbei, der Bau des Labyrinths für den Moment abgeschlossen, die Tochter noch beim Papa zu Besuch & der nächste Housesit beginnt erst am 10. Mai -, habe ich mich entschieden, die Gelegenheit zu nutzen & mehrere Tage allein draußen im Wald zu verbringen. Ohne Internet, ohne Strom. Ich hab ein bisschen was vorbereitet für den Blog, doch es wird danach wahrscheinlich hier & auch bei Facebook, Instagram & Co ein paar Tage lang ruhiger sein, aber das kennst du ja schon von mir. 😉

Bis dahin genieße ich, wiederum etwas bewusster, die alltäglichen Momente der Stille in den momentan vollen Tagen (an denen ich versucht bin, doch mehr zu tun, als mein Bauchgefühl es möchte. Um so manches fertigzustellen für Kund*innen & andere Mitmenschen-seelen. Ich übe noch, da auch in solchen Situationen manchmal nein zu sagen. Andere zu enttäuschen, um mir selbst treu zu bleiben. 😉 )

Das war jetzt viel für heute – danke dir für’s Lesen <3 . Ich freu mich, deine Gedanken dazu zu hören. Verbringst du bewusste Zeit in Stille, ohne Ablenkung, nur Seiend? Wie verbringst du Zeit ganz bewusst mit DIR?

Rezepte für mehr Farbe auf deinem Teller

Weil ich die Farbkombinationen einfach sooo wunderschön finde, zeig ich dir heute noch mehr von meinen bunten Regenbogentellern. Mehr Ideen & Inspirationen für dich, heute auch mal mit Rezept/Anleitung dazu. Übrigens: ich liebe zwar den Anblick dieser bunten Teller, esse die bunte Mischung aber am liebsten eine Sorte nach der anderen; oft mit kurzen Pausen dazwischen, weil die Portionen doch recht groß sind. Mono fühlt sich einfach am Besten an für mich.

So einfach kannst du dir selbst farbenfrohe Regenbogenteller gestalten

Du brauchst dafür

  • mehrere Sorten Früchte und Beeren, in unterschiedlichen Farben (z. B. Orangen, Bananen, Beeren, Kiwis …)
  • falls du nicht genug frische Früchte bekommen kannst (z. B. jahreszeitlich bedingt) kannst du auch Trockenfrüchte wie Feigen oder Rosinen verwenden. Weiche diese dann vorher für mehrere Stunden, am Besten über Nacht, ein.
  • grüne Blätter, bevorzugt Wildkräuter, z. B. Malve, Brennessel, Giersch, Löwenzahn, Sauerampfer, Lindenblätter …
  • Nach Belieben Kakao– oder Carobpulver, Spirulina, Weizengraspulver, Acai-Pulver

Besondere Küchengeräte brauchst du nicht für die Regenbogenteller. Alles, was du benötigst, ist ein Messer. Optimalerweise eines aus Keramik, doch ein herkömmliches Metallenes tut es auch. Schneide die Früchte und Beeren und ggfs. Trockenfrüchte in mundgerechte Stücke. Verteile sie bunt durcheinander auf deinem Teller oder lege sie zu einem Mandala oder einem anderen Bild deiner Wahl. Bestreue sie nach Belieben mit einem oder zweien der bunten Pulver.

Auf den Fotos siehst du die folgenden Mischungen:

  • Bananen, Orangen, Erdbeeren, Heidelbeeren, Himbeeren, Malve & Spirulina.
  • Bananen, eingeweichte getrocknete Feigen, Himbeeren & Spirulina
  • Bananen, Erdbeeren, Heidelbeeren, Gerstengraspulver, Kakao & Spirulina.

Café-Impressionen

Weil es mir solche Freude bereitet, meine Werke, meine Kunst, Food-Art, nicht nur zuzubereiten, sondern vor allem zu teilen. Und ich dir, wenn du auch zu weit weg bist, um in diesem Moment zu mir zu kommen, doch gern zeigen möchte, was es gab in der letzten Zeit. Beim Rohkost-Café in Sao Luis & hier bei mir – was magst du am liebsten mal probieren?

Frühstücksteller aus Früchten und Wildgrün

Frühstücksmandala

Erdbeeren mit Sahne … 100% Frucht natürlich

Das Rezept für die Sahne findest du übrigens im eBook „Fruchtige Rezepte„! Für mehr Infos einfach hier klicken!

Der Bestseller auf dem Markt 🙂

Frucht-Schoko-Shots

Orangen- & Zitronentörtchen

Süße Ostereier auf dem Markt

Zuckerfreier Snack: Gekeimter Buchweizen mit Kakaonibs und Stevia

Zuckerfreie Schokolade aus Kakaomasse, Stevia & gekeimtem Buchweizen

Was magst du am liebsten mal probieren?

Einfach & farbenfroh auch am Abend

Ob es am reichlich enthaltenen Karotin liegt, das ihnen die wunderschöne orangene Farbe gibt? Hier in Portugal, fernab von meinen geliebten Papayas, die in den vergangenen Jahren auf Teneriffa vor allem während des Frühjahrs meine Hauptnahrung ausgemacht haben, liebe ich momentan Kürbis.

Und sicher ist jetzt im Frühjahr die beste Zeit, reichlich davon zu essen. Denn Karotin färbt nicht nur Karotten, Kürbis und andere Früchte & Gemüse. Es ist gleichzeitig ein Provitamin, also eine Vorstufe eines Vitamins, A in diesem Fall. D. h., es wird im Körper in Vitamin A umgewandelt. Karotin schützt die Haut und bereitet sie optimal auf die nun verstärktere Sonneneinstrahlung vor. Als Antioxidans & Radikalfänger schützt es die Zellen der Haut vor Verbrennung durch die UV-Bestrahlung . Zugleich wird durch die Farbkomponente des Karotins die natürliche Hautbräune intensiviert.

Fast jeden Abend genieße ich die köstlichen Gemüsefrüchte, seit einigen Wochen nun schon, und es wird mir noch nicht langweilig. Aus Freude am Gestalten richte mir meinen Teller immer mal wieder anders an … und hab daher heute ein paar schöne & köstliche Ideen für dich. Ich hoffe, du magst Kürbis ;). (Gibt es in Deutschland jetzt eigentlich welchen? Hier scheint er, wie auch in Teneriffa, ganzjährig im Angebot zu sein.)Viel Spaß beim Nachmachen!

Alles, was du für die Zubereitung brauchst, ist ein scharfes Messer & evtl. ein paar Ausstechförmchen. Besonders scharf & präzise schneiden Keramikmesser, doch falls du keines hast, tut es auch ein herkömmliches Metallmesser.

Für die Kürbis-Schnittchen habe ich mir quadratische Stücke aus dem Fruchtfleisch des Kürbis zurechtgeschnitten und sie unterschiedlich belegt: Mit Salat, Avocado-Stiften & einer Scheibe Tomate. Mit Spinat & aus Kürbis & Avocado ausgestochenen Herzen, und einigen frischen Kürbiskernen. Mit (im EasySprout) selbstgezogenen Buchweizen-Sprossen. Und mit Spirulina.

Ganz einfach und doch schön ist es auch, den Kürbis einfach in Stifte zu schneiden & ihn mit Salaten und Avocado in einer Schale zu servieren.

Viele weitere köstliche & einfache Rezepte für dein roh-veganes Abendessen findest du in meinen eBooks – schau dich doch einmal ein wenig um!

Regenbogenteller

Jedes Nahrungsmittel lässt sich anhand seiner Farbe mit der Energie eines bestimmten Chakras verbinden & kann somit die mit ihm verbundenen Drüsen, Organe & Nervenzentren energetisieren, reinigen, aufbauen, heilen & ausbalancieren. Rot, orange & goldgelb nähren insbesondere die ersten drei Chakren (Basischakra, Sakral- und Solarplexuschakra), grün & blau das vierte & fünfte Chakra (Herz- und Halschakra), und indigo, purpur, weiss und gold sorgen für Nr. 6 und 7, das Stirnchakra und das Kronenchakra. Über den Tag sollte deine Nahrung optimalerweise das gesamte Farbspektrum beinhalten und somit alle Chakren nähren.

Außerdem kann die Anziehungskraft bestimmter Farben auf dich dir möglicherweise auch etwas über deinen momentanen persönlichen Bedarf zeigen: welches deiner Chakren braucht in diesem Moment gerade Stärkung? (Ich rede hier von natürlicher Nahrung und natürlichen Farben; ob das Ganze auch mit künstlicher oder irgendwie umgefärbter Nahrung (selbst bei natürlichen Farbstoffen, wie Kurkuma oder Magic Blue) funktioniert, bezweifle ich.)

Mehr über die Regenbogenernährung kannst du in diesem Artikel nachlesen.

Weitere Inspirationen & Anleitungen für solche farbenfrohen, Körper & Seele nährenden Teller findest du auch im nächsten Newsletter! Kostenfrei bestellen kannst du dir den hier.

Wunderschöne Welt

Für dich, heute lasse ich mal Bilder sprechen … dankbar für die Schönheit dieser Welt, die mich umgibt. Und, während ich dies schreibe, in Gedanken-Gefühlen bei meiner Großmutter, deren Geburtstag & Todestag im April liegen & die mir dieser Tage meist sehr präsent ist. Happy birthday, Mimi!

Morgenspaziergang

Morgenspaziergang

Wunderschöner Strand

Wunderschöner Strand

Wunderschöner Strand

Wunderschöner Strand

Wunderschöner Strand

Wunderschöner Strand

Morgenspaziergang

Lange staubige Wege

Vielversprechendes am Wegesrand

Vielversprechendes am Wegesrand

Schönheit überall

Schönheit überall

Morgenspaziergang

Morgenspaziergang

Morgenspaziergang

Magischer Himmel

Magische Bäume

Magische Bäume

Frühjahrsneues aus dem Rohkost-Café

Mein Rohkost-Café … noch spielt sich alles in kleinem Rahmen ab, doch ich spüre, wie es wächst & gedeiht. Es ist ein herrliches Spiel, ich probiere aus, esse zuviel von all meinen Kreationen ;), lerne & habe viel Freude dabei. Ich verkaufe bislang Konfekt auf Märkten hier in der Region (Sao Luis & Lameiros), kreiere Torten für kleine Café-Runden mit Freund*innen & (Seelen-)Familie, freue mich über Anfragen für Event-Caterings & plane Café-Events … wenn du Interesse an einem Rohkost-Café-Event oder einem Rohkost-Dinner in deiner Gegend hast, lass es mich wissen!

Hier mal ein paar Impressionen aus den vergangenen Wochen:

Bunter Teller auf dem Markt in Sao Luis

Bunter Teller auf dem Markt in Sao Luis

Love & Peace Food, mit geschenkten Blüten noch schöner

Love & Peace Food, mit geschenkten Blüten noch schöner

Jammie! Diese Kugeln, Bolas Tropical,  waren im Handumdrehen verkauft :)

Jammie! Diese Kugeln, Bolas Tropical, waren im Handumdrehen verkauft 🙂

Orangenbiskuit-Gugelhupf mit Blüten

Orangenbiskuit-Gugelhupf mit Blüten

100% Frucht

100% Frucht

100% Frucht, 100% Regional: Orangentörtchen

100% Frucht, 100% Regional: Orangentörtchen

Ganz einfache Pralinen: Pflaume & Mandel.

Ganz einfache Pralinen: Pflaume & Mandel.

Durch das Labyrinth zur Mitte

So ruhig der März hier im Blog war, so bewegt & lebendig war & ist es bei uns, bei mir, in diesem Frühjahr. Innen wie außen 😉 :).

Mein Leben ist so reich derzeit … reich an liebevollen Begegnungen, mit Menschen & Tieren. Gespräche, Tanz, Umarmungen, Berührungen. Reich an Gefühlen, Glück, Lachen & Weinen, Freude & Traurigkeit. Reich an Sonne, blauem Himmel & Draußen-Sein. Reich an mich glücklich machender Arbeit. (Mehr dazu weiter unten.) Und an Wundern. 🙂

Wie es im Außen jetzt ausschaut: Seit Ende März nenne ich einen schnuckeligen Wohnwagen mit Vorzelt Zuhause.

April-Home, sweet home :)

April-Home, sweet home 🙂

Sonnenblumen vor meiner Tür

Sonnenblumen vor meiner Tür

Die Aussicht, wenn ich am Computer sitze.

Die Aussicht, wenn ich am Computer sitze.

Kuschelig. Zu zweit war es ein bisschen eng & arm an Privatsphäre, doch für ein paar Tage geht so etwas auch mit immerhin 12jähriger Tochter ausnahmsweise schon mal. Sie ist nun, nach langer Pause, wiederum nach Deutschland zum Papa abgereist & der Wohnwagen gehört mir allein. Bis Ende des Monats kann ich, weiterhin wwoofenderweise, darin wohnen. Und genieße mein kleines eigenes Reich gerade sehr … ein „Zimmer für mich alleine“ hatte ich seit Mitte Februar nicht mehr & Alleinzeit, Me-Time, ist in den vergangenen Wochen daher recht kurz gekommen.

Arbeit, die mich glücklich macht, habe ich hier auch. Viel. Da ist zum Einen mein „Rohkost-Café“ … davon zeige & erzähle ich dir ebenfalls mehr hier, in den nächsten Tagen. Dann ein bisschen Computerarbeit zum Verdienen unserer Bananen, Kürbisse & Avocados. Und, für die Unterkunft hier, das Wwoofing. Dabei gehört es zu meiner hauptsächlichen Aufgabe, ein Labyrinth hier im Garten fertigzustellen.

labyrinth

Es ist ein Abbild des Labyrinths von Chartres & symbolisiert den spirituellen Weg. Der, kurz gesagt, in Kreisen, Rund um Rund, vor & scheinbar zurück, schließlich zur Mitte, zum Höheren Selbst, führt. Während der vergangenen Wochen habe ich es, von der Mitte ausgehend und mich dann in konzentrischen Kreisen nach außen arbeitend, von „Unkraut“ & Gräsern befreit. Nun arbeite ich mit den Steinen & baue die äußeren Ringe & Wege des Labyrinths weiter. Manche der Gräser wachsen schnell nach bzw. ihre tiefsitzenden Wurzeln waren nicht vollständig entfernt, & so bin ich auch beim Bauen immer wieder zwischendurch damit beschäftigt, mehr oder weniger tief zu graben & teilweise lange & weitverzweigte Wurzeln zu entfernen. Die Parallele zu ziehen zu den immer wiederkehrenden Themen auf dem individuellen & gemeinschaftlichen Lebensweg, überlasse ich jetzt mal dir. 😉 Das Ganze ist eine wundervolle Meditation & macht mich wahrhaftig glücklich. 🙂

Übrigens: ich hatte, noch in Zentralportugal, vor vielen Wochen, damit begonnen, jeden Morgen eine Affirmation zu sprechen. Auf der Suche nach der Gestaltung meines weiteren Weges. Und erkenne nun das Ergebnis … und einmal wieder, wie wundervoll & überraschend doch manchmal die Antworten des Lebens ausfallen. Die Affirmation war folgendermaßen: „My work is completely aligned with my passion. I am being paid abundantly well for doing the things i love and for simply and profoundly being me.“ – auf deutsch: „Meine Arbeit ist vollständig im Einklang mit meiner Leidenschaft. Ich werde reich dafür bezahlt, dass ich die Dinge tue, die ich liebe, und dafür, dass ich einfach und ganz und gar ich bin.“

Ich liebe mein Leben – DANKE!!!

Essen für eine friedlichere, liebevollere Welt?

Wird die Welt ein besserer, friedvollerer Ort, wenn wir gewaltfrei essen? – Ja. Sagt Rüdiger Dahlke, der den Begriff „Peacefood“ geprägt hat. Und manche andere vor ihm haben ebenfalls den Zusammenhang erkannt zwischen einem gewalttätigen, missachtenden Umgang mit den nicht-menschlichen Erdlingen und der Gewalt zwischen den Menschen.

„Solange es Schlachthäuser gibt, wird es auch Schlachtfelder geben.“ (Leo Tolstoi).

Wird die Welt ein besserer, liebevollerer Ort, wenn wir unsere pflanzliche Nahrung liebevoll behandeln, zubereiten, anrichten? – Ja. Sage ich. 🙂 Und nenne mein Essen Love & Peace Food 🙂

Auch über die Auswahl und Gestaltung unseres Essens können wir, immer wieder, mehr Liebe in die Welt bringen. Indem wir biologisch, nachhaltig, unter fairen Bedingungen Angebautes kaufen. Indem wir selbst rücksichtsvoll ernten & pflücken. Liebe vorausschicken, bevor wir berühren. Indem wir Mahlzeiten für uns selbst & andere liebevoll zubereiten & anrichten. Indem wir bewusst essen, genießen, nur so viel, wie wir brauchen. Dann reicht es für alle & tut dem eigenen Körper besser. Liebevoll zu dir & zur Welt.

Ein solcher Umgang mit deiner Nahrung, von der Beschaffung bis zum Verzehr, lehrt zugleich Achtsamkeit & Dankbarkeit. Gelebte Liebe – zu dir, zu allen, zu allem.

pineapplelove

Ein perfekter Tag

DANKE – für einen Tag voller Wunder!

Alles, wirklich alles, was passiert, ist perfekt, genau richtig & passiert exakt zum richtigen Zeitpunkt!!! Nicht immer ist das so leicht und im Moment des Geschehens zu sehen, doch mitunter geschieht uns etwas, das uns hilft, genau dies zu erkennen. Uns daran zu erinnern. Wie mir am vergangenen Samstag. Wieder einmal, wie schon so oft, im Zusammenhang mit meinem Auto. (Wenn auch Autos einen Lebenszweck haben, dann ist der von meinem offenbar, mir zu helfen, Dankbarkeit zu praktizieren. 😉 … Und ich bin wirklich unendlich dankbar für mein wundervolles, kleines, mittlerweile 23 Jahre altes Golf-Reisemobil. )

Warum ich gerade wieder besonders voller Dankbarkeit bin:

DANKE an Reiny, die mich gebeten hatte, sie ins ca. 40km entfernte Pereiro Grande zu fahren. Und die auf dem Weg noch etwas einkaufen wollte. DANKE an den Supermarkt in Cercal, der nicht alles vorrätig hatte, was sie brauchte. DANKE an D., deren Café und die Hoffnung, dort das fehlende Gemüse zu bekommen, uns nach Amoreiras Gare gebracht hat. Einen kleinen Ort, in dem es einen wundervollen, hilfsbereiten, fähigen & deutsch sprechenden Automechaniker gibt, der uns vor zwei Jahren schon einmal aus einer Notlage gerettet hatte. (DANKE). Einige Kilometer vor Erreichen dieses Ortes fing mein Auto, das übrigens weiblich ist und auf den Namen Maxi hört :D) und das schon seit ein oder zwei Tagen komische Geräusche gemacht hatte (die ich dem Auspuff zugeordnet & für nicht so dramatisch gehalten hatte), an, sich komisch zu benehmen. Zog nicht, nahm kein Gas an, fuhr noch seeehr langsam bergauf, 20, 30 km/h. Bergab ging besser – DANK der Erdanziehungskraft & welcher physischen Gesetze auch immer ;). Wir erreichten Amoreiras Gare – DANKE dafür – und hielten erstmal an. Mein Blick unter die Motorhaube zeigte mir … dass der Motor noch da war ;). Wasser & Öl waren ausreichend vorhanden, das Wasser allerdings war am Kochen. Als wir eben versuchten, besagten Automechaniker, Casimir, anzurufen – was DANK Reiny, die ihr Mobile dabei hatte, möglich war; denn ich hatte meines zuhause vergessen – parkte ein Auto direkt vor uns – und heraus stieg – Casimir. Zufälle gibt es ja nicht, also muss er wohl wirklich ein Auto-Engel sein :).

Natürlich hatte er eigentlich andere Pläne – seine Freundin sass mit im Auto -, doch er war sofort bereit zu helfen. DANKE dafür, auch an seine Freundin (die offenbar derartigen „Kummer“ gewohnt ist.) Er diagnostizierte das Problem nach einer kurzen Probefahrt: offenbar war der Katalysator zerbrochen. (Der Zustand der Straßen hier in Portugal ist auf weiten Strecken recht, nun ja, herausfordernd.) Und ein Stück davon verstopfte den Auspuff. Wo kein Abgas raus kann, kann nach einer Weile auch kein Gas mehr rein – weswegen Maxi (mein Auto, du erinnerst dich? 😉 ) kaum noch fuhr & der Motor sehr heiss geworden war. Tja. In dem Zustand war an eine Weiter- bzw. Rückfahrt nicht zu denken. DANKE DANKE DANKE an Casimir, der seine eigentlichen Pläne umgeschmissen hat & Maxi sofort mit in die Werkstatt genommen hat, um sie zu reparieren. Wir blieben derweil im Café, wo ich D., die Wirtin, kennenlernen durfte (DANKE dafür, das war wirklich eine interessante Begegnung!) und von ihr eine Art Horoskop für April bekommen habe, das unheimlich gut zu so Manchem passt, was mich gerade beschäftigt. Wow. DANKE! Nach nur ca. einer oder 1,5 Stunden war das Auto wieder in Ordnung – jetzt ohne Katalysator, aber fahrfähig – und wir konnten weiter fahren. Als Bezahlung für diese unglaubliche Hilfe wollte Casimir ganze 20 Euro haben … ich habe ihm 30 gegeben, um meine Dankbarkeit wenigstens annähernd auszudrücken. Wundersamerweise hatte ich mehr als genug Geld dabei – DANKE an dieser Stelle auch für den gestrigen Geldeingang als Bezahlung einiger Übersetzungen, auf den ich schon lange gewartet hatte.

Was für ein Nachmittag! Alles sooo perfekt! *Hach* 🙂

DANKE dir für’s Lesen 😉 … und vielleicht magst du hier kommentieren, was DICH in letzter Zeit so dankbar gemacht hat?