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Den Winter überleben (Kälte & Inneres Feuer – Teil II)

Heute haben wir hier draußen 9°C (Tageshöchsttemperatur). Bevor du jetzt sagst, dass das doch recht warm sei, im Vergleich zu Deutschland: IN unserem Haus sind es zwischen 10° (im – warum ist wohl offensichtlich – nicht genutzten Büro), 12° in meinem Schlafzimmer und 15° im Wohn- & Küchenbereich.

Gemütliche 12°C in meinem Schlafzimmer :)

Gemütliche 12°C in meinem Schlafzimmer 🙂



Das alles liegt weit unterhalb meiner Wohlfühltemperatur. Und am Liebsten würde ich lieber heute als morgen meine Sachen packen & weiterziehen, ins Warme. Doch noch ist es nicht soweit, und ich habe mich bezüglich des Klimas, das ich ja nicht ändern kann, schon vor mehrere Wochen entschieden, mich damit anzufreunden. Lieben was ist. Auch wenn ich die andauernde Kälte vermutlich niemals wirklich lieben werde ;), komme ich doch damit zurecht.

Damit das besser gelingt, habe ich Ende November mit einigen Maßnahmen zur Aktivierung meines inneren Feuers begonnen, z. B. mit der Wim-Hof-Methode, – und möchte dir heute gern von meinen Erfahrungen damit berichten. Vielleicht findest du darin etwas, was auch dir besser durch den Winter hilft.

Definitiv am Wirkungsvollsten ist, klar, deine Einstellung! Stecke deine Energie in die Dinge, die du ändern kannst. Das Wetter liegt, so fürchte ich, außerhalb meiner & deiner Macht. Der Vorsatz, das Klima so zu lieben wie es ist, hilft enorm.

Ich habe, wie im oben verlinkten Artikel beschrieben, die Atemübungen nach der Wim-Hof-Methode ausprobiert. Und es hilft tatsächlich! Vorausgesetzt, du führst die Übungen regelmäßig durch. Meistens gestalte ich sie etwas flexibler, nicht streng nach dem vorgegebenen Schema. Meinem Eindruck nach ist das Wesentliche daran 1. die tiefe Sauerstoffsättigung des Körpers. Führe die Übungen also am Besten draußen oder am offenen Fenster durch! Ich mache meist die 15 tiefen Atemzüge einatmen-halten-ausatmen-halten, dann etwa 10 von den tiefen Atemzügen mit der starken Ausatmung (danach ist mein Körper „satt“), und brauche dann anschließend, nach dem letzten Ausatmen, minutenlang, bevor mein Körper wieder einatmet. (Schau dir hier die genaue Beschreibung an, wenn du es selbst probieren möchtest.) Die Übungen helfen auch dabei, über den ganzen Tag bewusster, tiefer und langsamer zu atmen. Das – das langsame Atmen – scheint mir der 2. wesentliche Faktor für den wärmenden Effekt dieser Methode zu sein.

Was mir definitiv sehr gut hilft, mich selbst warm zu halten, ist die Kältetherapie: morgendliche eiskalte Duschen machen nicht nur wach, sie holen dich sehr effektiv in deinen Körper, in den Moment … und dir ist anschließend wirklich viel wärmer. Und glaub mir, hier bedeutet „kalt duschen“ wirklich „kalt“: das Wasser hier wird aus ca. 70 oder 80 Meter Tiefe hochgepumpt und ist kälter als jedes aus einem Wasserhahn fließende Wasser, das ich je erlebt habe. Dazu hat das Badezimmer nur eine Raumtemperatur von maximal 14-15°C. Doch nach der ersten Überwindung macht es wirklich Spaß. Und tut gut. Ich mag es ja gern ein bisschen extrem 😉 … ich dusche entweder kurz & eiskalt oder stundenlang & heiß. Lauwarm ist nicht meins, weder unter der Dusche noch im übrigen Leben. 🙂

Vor der Dusche am Morgen und bei sitzender Tätigkeit auch immer wieder über den Tag empfehle ich Bewegung. Mach Gymnastik, Gewichtetraining, Seilspringen, geh Spazieren oder Laufen oder oder oder. Das bringt den Kreislauf in Schwung, wärmt dich und beugt außerdem Verspannungen vor.

Wichtig fürs Gemüt & die Vitamin-D-Versorgung: wenn sich die Sonne mal blicken lässt: geh raus! Versuch, so viel Sonne auf so viel unbekleidete Haut wie möglich zu bekommen. Schon Sonnenstrahlen auf die geschlossenen Augenlider tun Wunder für dein seelisches Wohlgefühl. Auch bei anhaltend grauem Wetter tut Bewegung an der frischen Luft gut, versorgt deinen Körper mit Sauerstoff & wärmt.

Auch deine Rohkost-Ernährung passt du sinnvollerweise an die aktuellen Temperaturen an. Bevorzuge (wie immer) regionale, saisonale Produkte wie Grünkohl, Wurzelgemüse, Brombeerblätter. Die meisten Früchte, sicher die aus warmen Ländern importierten, wirken abkühlend auf den Körper. Iss diese lieber nur in kleinen Mengen. Würze Zubereitungen mit wärmenden Gewürzen wie Zimt, Ingwer, Pfeffer etc. Ich finde ja diesbezüglich die Einteilung gemäß Elementen und thermischer Wirkung in der traditionellen chinesischen Medizin recht hilfreich. Mehr darüber sowie eine Tabelle mit der Einteilung der Nahrungsmittel findest du im Artikel „Warm & kalt – chinesische Rohkost“.

Wie kommst du gut über den Winter? Hast du weitere Tipps, um auch bei niedrigen Temperaturen warm, glücklich & entspannt zu bleiben?

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