Rohköstlich unterwegs: Berlin, Hamburg, Teneriffa

Nur eine Woche waren wir unterwegs diesmal, in Berlin & Hamburg. Und haben die bunte, lebendige Vielfalt dort genossen – so ganz anders als hier auf der Insel. Wie wir uns – natürlich rohköstlich, wenn auch nicht sooo natürlich 😉 – durch Berlins reichhaltige Rohkost-Szene gefuttert haben, wie die Versorgung in Hamburg war und was wir sonst so getan haben, darüber erzähle ich dir heute.

Momentan fehlt es mir in meinem Alltag – das Bunte, das breite Angebot, die kulturelle Vielfalt, die Vielzahl alternativer Lebensentwürfe. All das habe ich sowohl in meiner früheren Heimat (auf St. Pauli und im Schanzenviertel Hamburgs) als auch in Berlin diesmal sehr genossen. Und habe schöne, erfüllte Tage mit viel Zeit mit dem Sohn und Treffen mit lange nicht gesehenen lieben Menschen verbracht.

Buntes Berlin

Wer rohköstlich isst und gerne ausgeht, kommt in Berlin voll auf seine Kosten – das Angebot ist groß! Wir hatten in den wenigen Tagen nicht genug Zeit, alles auszuprobieren. Gewohnt haben wir in Prenzlauer Berg & haben uns daher auch überwiegend dort herumgetrieben. Gleich am ersten Tag, zum Mittagessen, gab es rohköstliche Avocado-Limetten-Torte bei Superfran’s in der Prenzlauer Allee.

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Eine kleine Manufaktur mit einem feinen Angebot an Torten, Smoothies, Quiches & Pasteten. Alles roh, bio, vegan & mit Herz zubereitet. Wir wurden warm & freundlich bedient & die Torte war sehr lecker – unbedingt empfehlenswert, wenn du mal in der Gegend bist!

Später am Tag waren wir noch im Veganz – die Tochter liebt deren riesiges Angebot an Rohkost-Süßigkeiten. Auch im dort angeschlossenen Café gibt es ein oder zwei rohköstliche Kuchen, doch wir hatten unseren Süßhunger ja schon gestillt. Regionale Äpfel und leckere griechische Oliven in Rohkostqualität, allerdings leider für unseren Geschmack viiiel zu salzig, haben wir dann noch auf dem Ökomarkt am Kollwitzplatz (immer Donnerstags von 12 bis 19 Uhr) gefunden.

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Nachdem wir an dem Tag bereits seit drei Uhr morgens auf den Beinen gewesen waren, haben wir uns für ein Abendessen „zuhause“ entschieden und sind danach einigermaßen frühzeitig schlafen gegangen.

Am zweiten Tag gab es noch einmal Torte bei Superfran’s, diesmal Apfeltorte, zum Frühstück ;).

Anschließend haben wir viele Stunden im MachMit-Kindermuseum verbracht, wo wir uns eine sehr schön gemachte Ausstellung zum Thema „geboren & willkommen“ angesehen haben und die Tochter sich anschließend mit einem der Betreuer angefreundet und stundenlang gebastelt hat. Vollkommen ausgehungert wie sie war, haben wir ihr danach erstmal im nächstgelegenen denns Supermarkt eine Packung Sesamkräcker gekauft und uns anschließend auf den Weg zum Rawtastic, einem komplett rohveganen Restaurant, gemacht. Neben einigen Torten im Tresen gab es eine recht beeindruckende Speisekarte mit diversen Snacks und pikanten Hauptmahlzeiten. Allerdings stellte sich bei meinem Nachfragen heraus, dass von den ca. 12 angebotenen Speisen nur drei verfügbar waren: Bruschetta, Pizza und Käseplatte. Da die (rohveganen!) Käse aus diversen Nusssorten zubereitet waren, bestellten wir also Bruschetta und Pizza.

Mir war das Bruschetta viel zu salzig, die Tochter fand es super lecker. Die Pizza fand ich leckerer (und immerhin nicht ganz so salzig 😉 ). Allerdings war sie riesig – wir haben zu zweit gerade mal die Hälfte des Bodens und den kompletten Belag geschafft. Überhaupt fanden wir die Portionen sehr riesig kalkuliert, das Bruschetta wurde als Appetizer angeboten, doch die Tochter hat es so gerade eben geschafft. Den übrigen Pizzaboden habe ich mir einpacken lassen – er schmeckte dann am nächsten Tag als Mittagessen in der Bahn nach Hamburg.

Gut bekommen ist mir das Essen nicht wirklich, aber es hat Spaß gemacht, mal zum Essen auszugehen und einfach à la carte essen zu können. Die Tochter hat sich noch eine Flasche abgefüllten Kokossaft (angeblich roh und ohne Zusätze) mitgenommen.

Fazit hier: Eine interessante Speisekarte, schön angerichtete Teller, jedoch für meinen Geschmack viel zu stark gesalzenes Essen. Das Personal sprach nur Englisch und war, sicher im Vergleich zum Superfran’s, nicht sonderlich bemüht.

Am Abend waren wir in der Nähe der Museumsinsel verabredet, wo wir mit einem Glas Wasser zum Abendessen glücklich waren – wir waren noch komplett satt von unserem reichhaltigen Mittagessen. Mir wurde noch ein Rohkost-Café in Kreuzberg, Oficina Berlino, empfohlen, zu dem wir jedoch nicht mehr gekommen sind. Falls du es kennst, freue ich mich, wenn du deine Erfahrungen dort hier in den Kommentaren teilen magst!

Wildkräuter gab es übrigens auch in Berlin, reichlich auf dem Spielplatz gegenüber unserer Unterkunft und auch sonst an jeder Ecke – allerdings auf Hundehöhe und nah der stark befahrenen Straßen nichts, was meinen Appetit geweckt hätte. Geradezu luxuriös finde ich die Vielzahl von Bio-Supermärkten und deren mittlerweile ziemlich umfangreiches Rohkost-Angebot. Auch türkische Lebensmittelhändler und Asiamärkte gibt es reichlich. Kurz: als Rohköstler*in unterwegs in Berlin findest du mehr als genug zu essen!

Rohköstliches Nutella aus dem Glas gelöffelt - Picknick an einer Straßenecke

Rohköstliches Nutella aus dem Glas gelöffelt – Picknick an einer Straßenecke



Unterwegs in Hamburg

Die Rohkost-Szene in Hamburg ist nicht annähernd so üppig wie die in Berlin. Das schöne Rohkost-Café Gracias Madre, in dem ich vergangenes Jahr einmal gegessen habe, gibt es leider nicht mehr. Zwar hatte ich nach der vielen Gourmet-Rohkost in Berlin ohnehin für die nächste Zeit genug davon, aber schade find ich es trotzdem. Nichtsdestotrotz findet sich auch in Hamburg genug zu essen: zahlreiche Bioläden mit frischem Grünzeug und Gemüse; das angebotene Obst ist hierzulande zu dieser Jahreszeit leider nicht erwähnenswert. Dafür gab es frische junge Lindenblätter, Brennesseln und frische Durian aus dem Asia-Markt. Einen netten kleinen veganen Laden, Twelve Monkeys, habe ich außerdem in der Hopfenstraße entdeckt. Leider mit nur kleinem Frischeangebot und darüberhinaus wenig Rohkost. Dafür werden dort auch einige Bücher, T-Shirts und andere Aktionsartikel angeboten. Und für alle nicht-rohen Veganer punktet er mit dem losen Verkauf diverser Produkte: du kannst deine eigenen Verpackungen mitbringen und dir Nudeln, Flocken, Getreide etc. nach Wunsch abfüllen.

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Zurück in Teneriffa

… erwartete uns eine Überraschung: das erst vor Kurzem eröffnete vegane Restaurant B12 in Los Christianos, hat offenbar auch öfter mal rohe Torten im Angebot. Das wollten wir uns unbedingt gleich ansehen :). Bei unserem Besuch hatten sie allerdings nur noch ein Reststück einer rohen Torte übrig.

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Salate gibt es dort natürlich auch, und Smoothies. Sicher ein guter Tipp für dich also, wenn du hier auf der Insel auch mal zum Essen ausgehen möchtest!


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Zuckersucht oder: Gefährliche Früchte

Zuckersüchtig. Der Begriff ploppt dieser Tage überall auf. Verbunden mit „Rohkost“. Weil ja, so heisst es, sehr viele Rohköstler zuckersüchtig seien. Wegen all der Früchte, die wir so essen. Und die Früchte, die sind ja gefährlich. Der viele Zucker darin. Besonders genau wissen das all die, die sich gar nicht rohköstlich ernähren. Sondern von gekochter Kost, vielleicht sogar reich an Weißmehl, Gluten, tierischen Produkten, künstlichen Zusatzstoffen – und Zucker. Isoliertem Zucker. Der, darüber sind wir uns vermutlich einig, sicher gefährlich im Sinne von gesundheitsschädlich ist. Und, ebenso wie Salz, suchterzeugend.

Zuckersüchtig … das sind wir als Menschen gewissermaßen alle. Von Geburt an. Denn Zucker ist unser Treibstoff. Natürlicher Zucker, in natürlicher (= an Bäumen, Büschen oder auf Feldern wachsender) Nahrung. Genossen als komplettes, frisches Nahrungsmittel, nicht in irgendwie isolierter oder konzentrierter Form.

Wir sind auf den süßen Geschmack geeicht; schon die Muttermilch schmeckt leicht süß. Und unser Instinkt signalisiert uns seit Urzeiten: süß = nahrhaft. Bei natürlicher Süße handelt es sich allerdings nicht um eine so ausgeprägte Süße wie z. B. in purem Honig. Natürliche, ursprüngliche Früchte, Beeren und Wurzeln schmecken viel leichter süß.

Moderne Früchte jedoch sind tatsächlich zum großen Teil sehr viel süßer. Gezüchtet auf gaumenschmeichelnde Süße sowie Größe und möglichst bequemes Essen (ohne Kerne). Noch in den 50er Jahrend des vergangenen Jahrhunderts hatte ein Apfel etwa 3-5 g Fructose; heute sind 20-30 g! (Ja, das gilt auch für Bio-Äpfel.)(**Quellenangabe siehe unten). Und zu den Zeiten unserer Urururahnen, die sich noch natürlich sammelnd ernährten, gab es Äpfel in der heutigen (oder der 50er Jahre-)Form noch gar nicht. Die auf hohen Zuckergehalt gezüchteten Früchte enthalten außerdem nicht nur im Verhältnis zu den enthaltenen Ballaststoffen & Mineralstoffen zu viel Fruktose sondern auch Succrose, die ursprünglich gar nicht darin enthalten war.

Insbesondere Trockenfrüchte (incl. getrockneter Datteln) empfehle ich, mit Vorsicht & vor allem in kleinen Mengen zu genießen. Zum einen handelt es sich bei vielen Trockenfrüchten um etwas, das so in der Natur gar nicht vorkommen könnte: Bananen z. B. oder Ananas verrotten schlicht, wenn sie nicht gegessen werden. Feigen hingegen trocknen auch am Baum ein. Getrocknete Früchte sind hochkonzentriert & extrem energiereich; den Beduinen reichte früher eine Handvoll Datteln für den ganzen Tag als Proviant auf ihren Wüstenreisen!

Ein achtsam & natürlich ernährter Körper gibt jedoch recht deutliche Signale, wenn sein Zuckerbedarf gedeckt ist bzw. verlangt eben auch nach Mineralien, nach nicht (so) süßer Nahrung. Nach nicht-süßen Früchten, grünen Blättern, Wurzeln, Kernen.

Für problematischer als den Zuckergehalt der Früchte halte ich die Tatsache, dass die allermeisten Früchte, die du in Mitteleuropa im Handel erhälst, deutlich unreif geerntet wurden! Unreif geerntete Früchte enthalten viel Säure, die über die Nieren ausgeschieden werden muss. Schaffen die so überforderten Nieren das nicht mehr, bleibt die Säure im Körper und verursacht Probleme mit Knochen und Zähnen.

Allerdings halte ich es für definitiv gesünder, frische Früchte zu essen, und auch gelegentlich kleine Mengen an Trockenfrüchten, als irgendwelche Industriezuckerprodukte, Supermarktsüßigkeiten, aber auch als süße Riegel, roh oder nicht, aus dem Bioladen!

Um noch einmal auf den Begriff der Zuckersucht zurückzukommen – selbst bei einem hohen Früchteanteil in der Ernährung scheint mir der Begriff der „Sucht“ für eine Vorliebe für süße Früchte im Rahmen einer bewussten, natürlichen, achtsamen Ernährung nicht angemessen. Süchtiges Verhalten ist das Gegenteil von bewusstem Verhalten; bei einer Sucht handelt jemand unbewusst, aus einem Zwang heraus. Er isst z. B. Zucker, weil er es „muss“. Verbunden ist eine Sucht mit Entzugserscheinungen bei Fehlen des Suchtstoffes und mit der Angst vor Verzicht. Eine bewusste Ernährung, mit bewusster und instinkgesteuerter Auswahl aus einer Palette natürlicher, unverarbeiteter Nahrungsmittel, ist sicher alles andere als zwanghaft oder Sucht. Mein Körper sagt mir, was er gerade braucht – u. a. über meinen Appetit. Bei natürlichen, unverarbeiteten Nahrungsmitteln als ausschließliche Auswahl und etwas Erfahrung und Achtsamkeit funktioniert das gut. Deshalb habe ich manchmal Appetit auf süße Früchte, manchmal auf Grünzeug usw.

Verarbeitete Rohkostprodukte, voller isolierter Zutaten und Süßungsmittel (oder Salz), können allerdings ebenfalls zu suchtartigem Essen führen. So kann es leicht passieren, dass du mit der angefangenen Tafel Schokolade (Rohkostschokolade) erst dann aufhören kannst, wenn sie aufgegessen ist. Viel weniger leicht jedoch passiert dies mit frischen Früchten, die ja ein viel größeres Volumen mitbringen und den Magen einfach irgendwann füllen. Je länger du roh isst, um so schneller spürst du selbst bei den leckersten süßen Früchten, wann du genug hast – selbst wenn der halbe Kirschbaum noch voll hängt ;).

Apropos Kirschen … du sagst, das sei aber ein gutes Beispiel für „Nicht-aufhören-können“ beim Essen süßer Früchte? Gerade die modernen, sehr süßen Früchten (siehe oben, auf übermäßigen Zuckergehalt gezüchtet) haben tatsächlich kaum eine oder nur eine sehr unauffällige „Sperre“ (das Erkennen des „ich habe genug“) – gerade für den noch unerfahrenen Früchteesser. Dies liegt auch daran, dass unser Gehirn erst dann Sättigung signalisiert, wenn auch sein Mineralstoffbedarf gedeckt ist. Und daran mangelt es in den modernen gezüchteten Früchten nun leider. Dennoch kannst du mit Aufmerksamkeit durchaus spüren, wann du genug hast. Zum Beispiel daran, dass die Kirschen nach einer Weile nicht mehr ganz so himmlisch schmecken wie zu Anfang. Der beste Tipp, wenn es dir trotz gefülltem Bauch schwer fällt, mit dem Essen süßer Früchte aufzuhören: iss immer grüne Blätter dazu. Optimalerweise Wildgrün, am besten die Blätter des jeweiligen Baumes oder Strauchs dazu. Also Kirschblätter zu Kirschen etc. Du wirst sehen, dass du dann viel schneller satt und zufrieden wirst! Und: iss Früchte komplett, mit Schale und eventuell (je nach Sorte) Kernen. Auch das versorgt dich besser und vollständiger mit allem was du brauchst, als wenn du z. B. beim Apfel Kerngehäuse und Schale wegwirfst und nur das Fruchtfleisch dazwischen isst.

Genieß deine Früchte; achte darauf, sie immer reif zu verzehren und versuche möglichst unverzüchtete, ursprüngliche Früchte und Beeren zu essen! Höre auf deinen Körper (nicht nur auf die Zunge 😉 ) und, solange du noch nicht so genau spürst, was dir gut tut, nutze auch deinen Kopf und vergiss nicht, dass vor allem Grünzeug das ist, was uns nährt!

01pt-gojis Also: Lass dich nicht von der Rohkost per se abschrecken durch die angebliche Gefährlichkeit von Früchten! Triff eine bewusste Auswahl, lass dir Zeit beim Essen und achte darauf, dass dein Körper auch ausreichend GRÜNE Nahrung bekommt!

Und vor allem: mach es nicht so kompliziert, denke nicht schon vor dem Beginnen über alle möglichen und unmöglichen Schwierigkeiten nach. Sonst kommst du nie voran (und das gilt nicht nur für die Rohkost, wie ich weiss 😉 ). Leg einfach los, probier es aus, und höre gut auf deinen Körper. Inspirationen und Ideen zum einfachen Anfangen gibt es ja beileibe genug im Internet – wie z. B. diesen Blog hier 🙂

** Quelle: Die auf Rohkost und Naturheilverfahren spezialisierte Ärztin Dr. med. Barbara Miller im Interview auf der Lebensenergiekonferenz 2015.

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Rohkost mit Kindern leben

Zusammen mit der Tochter, Mailin, von der du hier schon seit so vielen Jahren namenslos 😉 liest, habe ich ein neues eBook zusammengestellt: „Kinderleichte Rohkost-Rezepte„. Seit Jahren bewährte Lieblingsrezepte, die so einfach nachzumachen sind, dass auch deine Kinder sie allein oder mit dir zusammen (je nach Alter & Vorlieben) zubereiten können. Wie immer bestehen die Zubereitungen aus wenigen Zutaten, und natürlich gibt es auch wieder zahlreiche Bilder.

Schau es dir doch einfach einmal an!

Für alle, die noch am Beginn ihrer Rohkostreise stehen & gerade bezüglich ihrer Kinder viele Fragen haben, gibt es, passend dazu, ein weiteres neues eBook: „Rohkost mit Kindern„:

Roh-vegan leben, mit Kindern – wie geht das? Ist die vegane Rohkost für Kinder geeignet? Wie beginnst du mit der Rohkost bei deinem Baby? Und was tun, wenn du dein älteres (Kochkost-)Kind für mehr Rohkost begeistern möchtest? Und was, wenn es sich nicht begeistern lassen will?

Ich lebe seit 10 Jahren roh, mit Kind(ern), und beantworte dir diese und weitere Fragen in meinem neuesten eBook.

Rohkost mit Kindern“ liefert dir zahlreiche hilfreiche Ideen & Tipps, wie du in dieser Kochkostwelt mit deinen Kindern (mehr) Rohkost leben kannst.

Ein Patentrezept mit dem du dein(e) Kind(er) auf Rohkost umstellen kannst, gibt es jedoch freilich nicht – genau wie du muss auch dein Kind seinen eigenen Weg finden, auch bezüglich seiner Ernährung. Für eure Beziehung sind Akzeptanz & Unterstützung viel wichtiger als dieselben Ernährungsentscheidungen!

Möge dieses Buch dir und euch eine Unterstützung auf dem spannenden Weg zu einer individuellen natürlichen Ernährungsweise sein!

Beide eBooks findest du hier im Shop, und wer beide zusammen kaufen möchte, bekommt sie im Bundle zu einem vergünstigten Preis.

Erdbeerschokolade – ganz einfach!

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Die Tochter wünschte sich Erdbeerschokolade … also haben wir welche gemacht. Das ging so schnell & einfach, dass ich es hier mit dir teilen möchte. Von natürlicher Ernährung kann hierbei zwar nicht mehr die Rede sein, und fettfrei ist sie auch nicht, aber roh, vegan, frei von Industriezucker. Die Tochter fand sie super-lecker. Und sie besteht aus nur drei Zutaten:
Getrocknete Erdbeeren*
– Xylitol
Kakaobutter*

Getrocknete Erdbeeren kannst du fertig bestellen, z. B. unter obigem Link; wir haben sie selbst getrocknet. Das dauert natürlich ein bisschen – ca. 12 Stunden im Dörrgerät bei 35°C, die Erdbeeren zuvor in Scheibchen schneiden.

Für 5 Riegel der Schokolade schmilzt du 4 EL Kakaobutter – auch das geht am einfachsten im Dörrgerät, oder in der Sonne. Während die Kakaobutter schmilzt, vermahlst du 2-3 EL der getrockneten Erdbeeren im Blender* zu Pulver. Gib dann 1,5 TL Xylitol dazu und vermahle beides zusammen noch einmal. Das Pulver schmeckt leicht sauer-prickelnd und erinnert mich an das Aroma künstlicher Süßigkeiten, die ich als Kind ganz toll fand 😉
Rühre das Pulver sorgfältig unter die geschmolzene Kakaobutter. Gib dabei das Pulver nach und nach dazu, vielleicht brauchst du nicht die gesamte Menge. Die Mischung sollte schon noch flüssig bleiben.
Füll die Schokomischung in eine geeignete Form und lass sie im Tiefkühlfach fest werden. Das dauert etwa 30 Minuten.
Und das war’s auch schon … sooo einfach! Viel Spaß beim Nachmachen wünsch ich dir!

Übrigens: unser eBook ist fertig! „Kinderleichte Rohkost Rezepte“ … mit 33 Rezepten, die sich in unserer Kinderküche seit vielen Jahren bewährt haben und die größtenteils so einfach sind, dass die Tochter sie selbst zubereiten kann. Die Rezepte im eBook sind – im Gegensatz zu dieser Schokolade – überwiegend für den Alltag, für die tägliche Ernährung.

Das eBook kommt als PDF, ganz einfach zu lesen auch ohne speziellen Reader. Bestellen kannst du es hier.

Pflanzen sind (auch unser) Leben

Was wären wir ohne Pflanzen? Wir könnten nicht leben ohne sie!

  • Sie produzieren den Sauerstoff, den wir zum Atmen brauchen!
  • Sie nähren uns, liefern uns alle Nahrung, die wir brauchen.
  • Sie liefern Heilmittel, die uns bei Beschwerden, Krankheiten, Verletzungen helfen zu heilen.
  • Sie bieten Unterschlupf und Material für Wohnraum
  • Neuerdings können wir ihre Energie sogar für die Beleuchtung nutzen, und um unsere Smartphones aufzuladen (siehe Video)

Wie lange werden wir noch brauchen um zu kapieren, dass wir sie ERHALTEN sollten, pflegen, schützen – statt sie zu roden, zerstören, vergiften … ?

Essen mit Genuss

Essen macht Spaß. Rohkost ganz besonders. Roh macht froh eben 😉

Um diese Freude wirklich zu empfinden reicht es allerdings nicht, einfach nur irgendwie roh zu essen. Nein nein, jetzt kommt nicht die ich-weiss-nicht-wievielte Anleitung über die richtige Zusammensetzung der Rohkost. Die ist meiner Meinung nach sehr variabel, sehr individuell und sowieso im Hinblick auf die Lebensfreude, auf die Freude am Essen, zweitrangig. Das, worauf es mir ankommt ist: Genieß dein Essen, mit vollem Bewusstsein!

Solange dein Spaß am Essen beschränkt bleibt auf den Geschmack und einen vollen Bauch, wirst du wahrscheinlich auch mit der besten Rohkost nicht dauerhaft zufrieden und froh werden.

Genieß den ganzen Prozess, angefangen beim Hunger. Iss nur, wenn du hungrig bist! Richte dein Essen liebevoll an! Dafür musst du nicht aufwändig zubereiten, du kannst auch einfach nur eine Banane bewusst und liebevoll auswählen und schälen. Genieß den Anblick, den Geruch deines Essens. Den ersten Bissen, der besonders lecker schmeckt. Iss einen Bissen nach dem anderen; nimm erst dann den nächsten Bissen, wenn dein Mund wieder leer ist. Beobachte, wie sich der Geschmack im Laufe der Mahlzeit ändert, und wie sich dein Bauch anfühlt. Optimalerweise hörst du auf zu essen, wenn der akute Hunger gestillt ist und du dich noch angenehm leicht fühlst. Höchstwahrscheinlich bist du nicht in einer Situation, in der du dich auf Vorrat bis zum Gehtnichtmehr vollstopfen musst, weil du nicht weisst, wann du je wieder etwas zu essen bekommen wirst 😉

Vielleicht gelingt es dir nicht gleich, jede Mahlzeit so bewusst zu genießen (ich finde das z. B. häufig beim Essen in Gesellschaft echt schwierig), aber es tut wirklich gut, selbst wenn es nur selten gelingt. Und je öfter du übst, desto einfacher wird es. Probier es mal aus, dein Körper und dein Wohlbefinden, auch das seelische, werden es dir danken!

(Inspiriert von meiner Erfahrung und von Dan Millmans „Der Pfad des friedvollen Kriegers„*.)