Ingwer

„… Ingwerwurzel, um meinem Herzen Standhaftigkeit zu verleihen, um mir die Stärke zu geben, meine Gelübde einzuhalten.“

aus: „Die Hüterin der Gewürze“ von Chitra Banerjee Divakaruni, einem meiner absoluten Lieblingsbücher übrigens, das nichts mit Ernährung, aber alles mit der Poesie und Magie des Lebens zu tun hat und das ich dir nur wärmstens empfehlen kann!

Ganz einfach - Bergfeigen mit Ingwerscheibchen und Calendulablüten

Ganz einfach – Bergfeigen mit Ingwerscheibchen und Calendulablüten



Ingwer ist eines der wenigen Gewürze, das ich häufig verwende. Immer in Form frischer Knollen, die ich meistens in Scheibchen geschnitten mit Datteln verzehre, oder sie gelegentlich auch einmal zusammen mit Süßkartoffeln zu einem rohköstlichen Curry verarbeite. (Rezepte dafür findest du in meinem letzten eBook.) Auch in Smoothies oder in Süßigkeiten schmeckt frischer Ingwer sehr lecker!

Neben seinem speziellen, scharfen Geschmack zeichnet sich Ingwer durch seine magenberuhigende Wirkung aus; er hilft auch sehr gut gegen Übelkeit und Reisekrankheit. Durch seine durchblutungsfördernde, wärmende Wirkung hilft er während der kalten Jahreszeit, sich von innen zu wärmen. Außerdem wirkt die frische Ingwerwurzel antibakteriell, entzündungshemmend und durchblutungsfördernd.

Zähne … Heilung, Liebe, Dankbarkeit

Offensichtlich beschäftigt die Zahngesundheit, speziell das Heilen schon weit geschädigter Zähne, sehr viele der hier Mitlesenden. Kein Wunder, handelt es sich doch in unserer „zivilisierten“ Gesellschaft gewissermaßen um den Normalzustand. Wie vermutlich die meisten bin auch ich aufgewachsen mit dem Glauben daran, dass Zähne nun mal kaputtgehen im Laufe des Lebens; dass sie dann vom Zahnarzt repariert werden müssen. Eine Ahnung über die wirklichen Zusammenhänge und Ursachen von Karies und erst recht die Erkenntnis, dass die Zähne, ebenso wie der übrige Körper, sich selbst heilen können, wenn du ihnen die Möglichkeit dazu gibst, ist mir leider erst in den letzten Jahren gekommen.

Stell dir vor, du hast eine Wunde an einem anderen Teil deines Körpers. Würdest du sie mit Kunststoff oder Metall so dicht wie möglich abschließen? Eventuell gar die Nerven in der Umgebung entfernen? Mit unseren Zähnen haben wir genau das getan … und ihnen damit jede Möglichkeit zur wirklichen Heilung genommen. Aufgrund von Erfrierungen oder Verletzungen abgestorbene Körperteile werden entfernt, damit die Gifte aus dem verwesenden Gewebe nicht zu möglicherweise tödlichen Folgen für den übrigen Körper führen. Tote Zähne werden im Mund belassen … wurzelgefüllt und überkront … ob das nun mehr Vorteile (du kannst noch beissen/kauen) oder Schaden mit sich bringt, weiss ich auch nicht.

Ich schrieb hier vor einigen Wochen über die Wurzelentzündung an einem abgebrochenen Zahn und den in der Folge in meinem Unterkiefer entstandenen Abszess. Nach dem Ziehen des Zahns und einigen Tagen Fasten ist die Schwellung etwas zurückgegangen, war aber immer noch recht ausgeprägt – ich hatte eine deutlich erkennbare „dicke Backe“, die zwar nicht mehr von sich aus schmerzte, aber doch ziemlich empfindlich war. Nach ein paar Tagen mit meiner Liebsten in der Sonne Griechenlands, mit viel frischer Luft, reiner (& eher karger) Früchteernährung, Reiki- und Phonophorese-Behandlung und vor allem viel liebevollem Austausch, ging die Schwellung noch weiter zurück und war bei meiner Rückkehr nach Deutschland schon recht unauffällig.
Dort jedoch hat sich der Abszess nach nur 2 Tagen wieder deutlich vergrößert und ist im Laufe einer Woche weiter gewachsen. Neben den körperlichen Unannehmlichkeiten (Schmerzen beim Öffnen des Mundes, Spannungsgefühl, Schmerz bei etwas festerer Berührung) war ich sehr ungeduldig und entmutigt, weil mein Körper scheinbar so schlecht funktionierte. Jedoch … nach einer Woche hat sich der Abszess spontan geöffnet, ich habe über mehrere Stunden eine Menge Blut und Eiter ausgespuckt und die Schwellung ging im Laufe der nächsten 24 Stunden vollständig zurück. Was für eine Erlösung!!!

Das Gute an dieser Krise … es hat ja alles einen Sinn, und ALLES, was wir bekommen, ist genau das Geschenk, das wir brauchen!!! … ist, dass ich währenddessen intensiver als zuvor nach Hilfe, nach Informationen, gesucht habe … und einiges gefunden habe! So bin ich jetzt nicht nur unglaublich dankbar, dass mein Körper es doch mal wieder geschafft hat, sich zu heilen & dass ich nach Wochen endlich! meine normale Gesichtsform zurückhabe. Sondern auch für all die lieben Menschen, die sich in den letzten Wochen (und auch schon davor) mit ihren eigenen Erfahrungen und Erkenntnissen und der Bereitschaft, ihr Wissen zu teilen, bei mir gemeldet haben! Danke euch von Herzen für eure Hilfe, eure Einladungen, für zugesandte eBooks und CDs!

Eine weitere Erkenntnis aus dieser Erfahrung, für die ich sehr dankbar bin: (wieder einmal) zu sehen, wie sehr körperliches und seelisches Erleben zusammenhängen. Gleichzeitig mit dem sich öffnenden Abszess hat sich auch eine Menge Emotionales in mir gelöst; sowohl körperlich als auch seelisch ist wieder in Fluss gekommen, was sich aufgestaut hatte.

Natürlich will ich dir all die Informationen, die ihren Weg zu mir gefunden haben, nicht vorenthalten. Unter anderem habe ich auch einen ganzheitlich & naturheilkundlich arbeitenden Zahnarzt hier in der Nähe gefunden und mit ihm einen Termin zwecks Diagnose und Beratung vereinbart. Was er vorschlägt sowie die vielen anderen Möglichkeiten – darüber werde ich dir hier in der nächsten Zeit weiter berichten.

Rohe Herbstküche

Zurück im kühlen Norden sieht die Küche wieder etwas anders aus. Überwiegend landen frische Zwetschgen, Äpfel, Birnen und Trauben auf unseren Tellern; auch Mais, Pilze und Grünes sehr viel. Und ab und zu bereite ich nun wieder herbstliche Gerichte zu. Wie z. B. diese hier:

Roh-vegane Sushi mit Shiitake, Gurke und Tomate gefüllt

Roh-vegane Sushi mit Shiitake, Gurke und Tomate gefüllt

Leuchtende Farben auf dem Teller: Mais, Tomate, Spinat

Leuchtende Farben auf dem Teller: Mais, Tomate, Spinat

Pilz-Salat mit Tomaten-Kräuter-Sauce

Pilz-Salat mit Tomaten-Kräuter-Sauce

Roh-vegane Köttbullar

Roh-vegane Köttbullar

Und noch eine Frühstückszubereitung für das Kind:

Birnenfrühstück mit Mandel-Dattel-Creme

Birnenfrühstück mit Mandel-Dattel-Creme

Feiern mit Pistazien

Pistazien sind, wie auch Mandeln, keine Nüsse, sondern Steinfrüchte mit essbarem Kern. Es gibt männliche und weibliche Pistazienbäume, und nur die weiblichen tragen Früchte. Sie wachsen in Traubenform und sind u. a. reich an Phosphaten (welche zusammen mit Kalzium Knochen und Zähne kräftigen) und Folsäure. Im Ayurveda und in der TCM gelten Pistazien als mild wärmend und magenfreundlich.

Sonnengetrocknete, frische und schon geschälte Pistazien-Kerne (von oben im Uhrzeigersinn)

Sonnengetrocknete, frische und schon geschälte Pistazien-Kerne (von oben im Uhrzeigersinn)



Während unseres Aufenthaltes auf Aegina wurde dort das traditionelle Pistazien-Festival gefeiert. Griechenland ist der größte europäische Produzent für Pistazien, und Aegina eines der sechs Haupt-Liefergebiete. Auf dem Festival wurden die leckeren Steinfrüchte in allen erdenklichen Formen angeboten: neben den puren Früchten – frisch (noch mit dem Fruchtfleisch drumherum) – und Kernen (sowohl geröstet als auch sonnengetrocknet und ungesalzen!) gab es diverses Gebäck und andere Zubereitungen. Sogar Kosmetikprodukte werden offenbar mit Pistazien als Inhaltsstoff hergestellt. Mit den diversen Produkten habe ich mich nicht näher beschäftigt, jedoch die Gelegenheit genossen, zum ersten Mal in meinem Leben frische Pistazien zu probieren. Deutlich günstiger als die in Deutschland in Rohkostqualität erhältlichen Pistazien waren die getrockneten Kerne dort außerdem, so dass ich eine große Tüte davon für die Tochter mitgenommen habe.

Auch lecker: mit Datteln zu köstlichem Konfekt verarbeitet

Auch lecker: mit Datteln zu köstlichem Konfekt verarbeitet

So sehen die frischen Früchte des Pistazienbaums aus

So sehen die frischen Früchte des Pistazienbaums aus