August-Essen

Zucchini-Pasta mit Kaktusfeigen und Kräutern - sooo lecker!

Zucchini-Pasta mit Kaktusfeigen und Kräutern – sooo lecker!

Zucchini-Croque mit Tomaten, Champignons, Mais und Kräutern - lecker, aber etwas schwierig zu essen ;)

Zucchini-Croque mit Tomaten, Champignons, Mais und Kräutern – lecker, aber etwas schwierig zu essen 😉

Noch mal Pasta: mit Mango und Kräutern ... yummy!

Noch mal Pasta: mit Mango und Kräutern … yummy!

KInderteller: gekeimte Adzukibohnen mit Avocado und Gemüse

Kinderteller: gekeimte Adzukibohnen mit Avocado und Gemüse

Gemüsebanane mit Grüüüün: Salat, Löwenzahn, Sellerie, Algen

Nicht so schön bunt, aber köstlich: Gemüsebanane mit Grüüüün: Salat, Löwenzahn, Sellerie, Algen

Es geht looos …

Früh um sechs heute legt die Fähre ab … wenn du dies liest, sind wir also schon auf dem Atlantik unterwegs. Natürlich mit reichlich Proviant dabei … frische Früchte in guter Qualität gehören nämlich leider nicht zum Angebot der Cafetería auf der Fähre. In unseren Proviant-Kisten bzw. Körben befinden sich Mangos, Avocados, Gemüsebananen, Süßkartoffeln, Äpfel, Tamarinde, Gurke, Zucchini, Datteln und REICHLICH Ingwer – der beschützt mich zuverlässig vor Seekrankheit und darf daher nicht fehlen :). Außerdem gibt es Mandeln, knusprige Sonnenblumenkerne und ein paar süße Kugeln.

Nicht, dass wir all das auf der Fähre essen werden. Es ist deutlich mehr, als ich geplant hatte … hauptsächlich deshalb, weil mein Appetit in den letzten Tagen sehr gering war. Nun ja, so haben wir dann auch die ersten Tage auf dem Festland noch etwas zu essen.

Hier siehst du einen Teil unseres Proviants:

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Grüne Smoothies

Meistens mag ich mein Essen ja lieber „am Stück“ … also eine Hand voll Blätter, eine Hand voll Obst und dann einfach so essen.

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In den letzten Wochen hab ich, bedingt durch meinen Jieper nach Grünzeug, insbesondere Wildkräutern, den ich hier zu dieser Jahreszeit absolut nicht befriedigen kann, angefangen, grüne Smoothies zu trinken. Fast täglich, manchmal sogar zwei am Tag.

Was das mit dem Wildkräuter-Mangel zu tun hat? Nun, in Wildkräutern sind viel mehr Vitalstoffe, vor allem Mineralien, enthalten als in sämtlichem kaufbaren Kulturgrün (Salat, Spinat, Küchenkräuter etc.). Und mein Körper (deiner auch!) braucht diese Mineralstoffe! Sicher, auch Früchte und Gemüse enthalten Mineralstoffe. Theoretisch. Jedoch ebenfalls längst nicht so viele wie wildwachsende Pflanzen. Die Gründe dafür hängen mit Anbaumethoden, Zucht, ausgelaugten Böden … zusammen.

Seit Monaten ist das einzige einigermaßen wilde Grün, das ich bekommen kann, Löwenzahn. Der wird auf dem Bio-Stand auf dem Markt verkauft. Borretsch auch ab und zu. Doch selbst mit diesen beiden dazu kann ich ohne eine gewisse Vielfalt echter Wildkräuter gar nicht so viel Grün essen, wie mein Körper verlangt. Im Smoothie verarbeitet gelingt das eher.

Aber. Ja, da kommt ein Aber. Denn – wie ich eigentlich schon wusste – sind Smoothies zumindestens für mich nicht die wirkliche Lösung. Was nicht am Geschmack liegt: Meine Smoothies schmecken mir total gut. Und ich ergänze sie am liebsten mit einem Teil unvermixter Zutaten, damit ich auch ein bisschen zu kauen habe. Sogenannte Smoothie-Bowls. Oder so wie hier auf dem Foto zu sehen:

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Der Vorteil: ich bekomme mehr Mineralstoffe.
Der Nachteil: ich esse, rein volumenmäßig, größere Mengen als ich normalerweise bewältigen könnte.

Meine Smoothies sind sehr einfach, sie bestehen nur aus jeweils zwei Zutaten: eine Sorte Obst, eine Sorte Grün. Okay, gelegentlich kommt noch etwas Ingwer dazu. Mehr nicht. Smoothies aus vielerlei Zutaten brauche ich gar nicht erst ausprobieren; da weiss ich schon, dass es in meinem Bauch nach kurzer Zeit anfängt zu grummeln. Doch auch solche simplen Smoothies, wie hier zu sehen – meistens Gemüsebanane mit Löwenzahn – füllen meinen Bauch mehr als es gut tut. Was zu einem Blähbauch führt, der sich weder gut anfühlt noch mir gefällt. Also … werd ich die Smoothies wohl wieder aus dem Programm streichen. Oder zumindestens nur noch ganz gelegentlich trinken.

Dank unserer Reisepläne wird sich das demnächst ja ohnehin von alleine ergeben – unterwegs hol ich den Vitamix sicher nicht ständig aus dem Gepäck 😉

Magst du gern (grüne) Smoothies? Welche Erfahrungen hast du damit gemacht?

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Vegane Rohkost – was isst du denn bloss so?

Für manche Menschen scheint es schlicht unvorstellbar zu sein, was wir bei einer veganen und rohen Ernährung denn überhaupt essen können. Klar, die Standards, die zur Ernährung der meisten gehören – Brot, Kartoffeln, Nudeln, Milchprodukte und evtl. noch Fleisch – gehören ja offensichtlich nicht dazu. Klingt das, was übrig bleibt, auf den ersten Blick sehr eingeschränkt? – Ist es aber ganz und gar nicht! Im Gegenteil! Schau mal etwas genauer hin – die „Vielfalt“ im Supermarkt ist in Wirklichkeit alles andere als das! Riesige Regale voller Brot, Nudeln und ähnlicher Teigwaren … das ist alles dasselbe: Getreide, überwiegend überzüchteter, glutenreicher Weizen. Unzählige Milchprodukte, die nach großer Auswahl aussehen – so gut wie alles hergestellt aus Kuhmilch. Ganz abgesehen von den zahlreichen Gründen, die gegen den Verzehr von Tiermilch sprechen … von Abwechslung und Vielfalt kann da wahrhaftig nicht die Rede sein. Zwar gibt es jede Menge unterschiedlicher Fertiggerichte und Unmengen bunter Süßigkeiten … doch alles lässt sich auf einige, wenige Ausgangsstoffe zurückverfolgen.

Die echte Vielfalt, wirklich unterschiedliche Produkte, voller unterschiedlicher Nährstoffe, findest du in der Obst- und Gemüseabteilung. Besser noch auf dem Bauernmarkt oder im Bio-Laden. Und all diese bunten, frischen, vitalstoffreichen, leckeren und unterschiedlich schmeckenden Früchte und Gemüse bilden die Grundlage unserer Ernährung! Toll, oder? 🙂

Was also gehört alles zur veganen Rohkost?

Früchte, Beeren, Gemüse, Pilze, grüne Blätter, Wildkräuter, Sprossen, Algen, Kerne/Nüsse und Samen. Alles vorzugsweise frisch, ersatzweise gibt es einiges davon aber auch mal in getrockneter Form (z. B. Trockenfrüchte, getrocknete Algen). Mittlerweile gibt es auch so manche verarbeiteten Produkte in Rohkostqualität fertig zu kaufen – angefangen bei den diversen sogenannten Superfoods (getrocknete und pulverisierte Nahrungsmittel wie Maca, Lucuma, Hanfprotein, Reishi-Pilze, Baobab usw.) bis hin zu Rohkost-Schokoladen, -Riegeln, -Cräckern etc. Auf all dieses kannst du getrost verzichten und wirst dennoch niemals unter Langeweile oder Eintönigkeit leiden müssen. Natürlich kannst du es, wenn du dich damit wohl fühlst, auch essen im Rahmen eine roh-veganen Ernährung – es ist vegan und vermutlich roh, doch mein Ideal ist, mich so natürlich wie möglich zu ernähren, und da gehören fertige verarbeitete Produkte einfach nicht dazu. Oder hast du schon mal einen Baum gesehen, an dem Lucuma-Pulver wächst?

Im Folgenden beschreibe ich dir etwas genauer, was wir denn nun tatsächlich so essen:

Dieser kleine Buddha bringt uns Glück & freut sich über die Früchte, mit denen er das Regal teilt

Dieser kleine Buddha bringt uns Glück & freut sich über die Früchte, mit denen er das Regal teilt



Früchte und Gemüse

Da wir überwiegend regional und saisonal essen, variiert die tägliche Auswahl übers Jahr ein wenig. Zwar gibt es hier auf den Kanaren rund ums Jahr eine große Vielfalt und gerade die meisten Gemüse und Gemüsefrüchte sind eigentlich immer in guter Qualität aus regionalem Anbau verfügbar, doch einige Unterschiede gibt es auch hier.

Früchte, die wir, je nach Jahreszeit, meistens im Haus haben: Bananen (rund ums Jahr), Orangen und Mandarinen (im Winter), Papaya (im Frühjahr), Wassermelonen, Zuckermelonen, Galia-Melonen, Cantaloupe, Pfirsiche, Pflaumen, Nektarinen, Aprikosen (Sommer), Feigen, Trauben, Mangos, Kaktusfeigen (Spätsommer-Herbst), Cherimoyas, Granatäpfel, Kakis (Winter). Auch Avocados haben wir so gut wie immer vorrätig. Dazu kommen ab und zu, je nach Lust und Verfügbarkeit, Guaven, Erdbeeren, Ananas, Tamarinde, Sapoten, Sternfrüchte, Maracujas, Grenadillen, Äpfel, Birnen, Kirschen, Kiwis … und ja, ich schätze mich unglaublich glücklich und bin immer wieder dankbar für diesen Luxus, diese unglaubliche Fülle!!!

Gemüse und Gemüsefrüchte: zu unseren Basics zählen Tomaten, Gurken, Zucchini, Stangensellerie, rote Paprika, Möhren, Süßkartoffeln, Gemüsebananen. Je nach Saison und Laune kommen Mais, Fenchel, Okra, Erbsen, selten auch einmal Brokkoli, dazu.
Pilze, am liebsten Champignons und Shiitake, esse ich ebenfalls … allerdings nicht sehr oft.

Mit Wildkräutern schaut es hierzulande leider den größten Teil des Jahres eher karg aus. Wann immer ich welche bekommen kann, esse ich davon so viel wie möglich. Das sind hier Brennesseln, Malven, Platterbsen, Melde und noch einige Kräuter, deren Namen ich nicht kenne. Außerdem Löwenzahn und Borretsch, die erfreulicherweise auch auf dem Bauernmarkt angeboten werden. Manchmal gibt es dort sogar Wegerich. Ansonsten behelfe ich mir mit Kulturgrün: Spinat, Rucola-Salat, Batavia-, Eichblatt- und Endiviensalat, Petersilie, Dill, Minze, Basilikum, Koriander, Sellerieblätter. Und wir essen sehr viele Algen, die ich getrocknet im Bio-Laden kaufe. Am liebsten Wakame, Meeresspaghetti, Nori und Dulse.

Dazu kommen Kerne, insbesondere für die Tochter: Mandeln, Sonnenblumenkerne, gelegentlich Hanf, Cashews, Buchweizen, Kürbiskerne, Leinsamen und Sesam. Auch essbar sind natürlich zahlreiche weitere, wie Haselnüsse, Paranüsse, Pekannüsse, Walnüsse, Pinienkerne, Chia, Mohn, Macadamia … usw. Da ich mir aus Nüssen aber nicht viel mache und die Tochter allergisch darauf ist, ist unser Sortiment in diesem Bereich nicht so groß.

Hülsenfrüchte, in gekeimter Form, sind ebenfalls ein wesentlicher Bestandteil ihrer Ernährung. Ich selbst esse sie nur sehr gelegentlich. Dazu gehören verschiedene Sorten Linsen, Kichererbsen, Adzukibohnen, Erdnüsse und Erbsen. Nicht gerade regelmäßig aber hin und wieder gibt es auch andere Sprossen, wie z. B. Alfalfa, Brokkoli, Bockshornklee. Sonnenblumenkerne, Buchweizen und Kürbiskerne keime ich vor der Verwendung auch meistens an.

Was gibt es noch? Genau, Kokosnüsse! Wir lieben die jungen Trinkkokosnüsse, die wir hier leider nicht bekommen. Reife Kokosnüsse (nicht regional) gibt es aber schon, und davon essen wir gelegentlich im Winter.

Außerdem esse ich sehr gern Ingwer und Kurkuma, beides in Form der frischen Knollen. An Gewürzen verwende ich sonst nicht viel, selten mal Curry, Zimt oder Vanille.

Zum Naschen gibt es, wenn nötig, meistens Datteln, manchmal Trockenfrüchte wie Goji oder Feige (für mich) bzw. Physalis, Cranberry, grüne Rosinen für die Tochter. Oder manchmal selbstgemachte Süßigkeiten, wie du sie hier im Blog öfter sehen kannst.

Öle verwende ich überhaupt nicht zum Essen, lediglich Kokosöl habe ich immer im Haus, für meine Hautpflege 🙂

Besonderes: Für besondere Anlässe mache ich manchmal Schokolade aus Kakaomasse und Kakaobutter. Auch Carobpulver habe ich meistens im Schrank. Und neuerdings Baobab-Pulver, das die Tochter für sich entdeckt hat – vermengt mit Datteln lassen sich daraus wirklich köstliche Süßigkeiten machen 🙂

Grundnahrungsmittel Sonnenblumenkerne

Selbst innerhalb unseres kleinen Haushaltes ist Rohkost nicht gleich Rohkost. Während ich am Besten mit Früchten und Grüüünzeug (boah, wie mir das hier fehlt!) zurechtkomme, mochte die Tochter beispielsweise es schon immer fettiger, schwerer – und vor allem nicht zu viel süß: Avocados, Kerne, Samen, Hülsenfrüchte … . Zu ihren absoluten Favoriten schon seit vielen Jahren gehören nach wie vor Sonnenblumenkerne. Ein recht praktisches Grundnahrungsmittel eigentlich: relativ günstig und nahezu überall in Rohkost-Qualität erhältlich. Besonders bei einer Rohkost-Ernährung während der früchtearmen Monate in Mittel- und Nordeuropa sind Sonnenblumenkerne und andere Samen eine hilfreiche Zutat in der Rohkost-Küche.

Denn, ähnlich wie bei den Früchten die Banane, sind auch Sonnenblumenkerne unglaublich vielseitig. Du kannst sie natürlich einfach so knabbern. Oder über deinen Salat streuen. Es lassen sich aber auch Patés und Dipps daraus zubereiten. Unser Sushi-„Reis“ besteht aus einer Sonnenblumenkern-Sellerie-Mischung. Noch immer beliebt sind hier knusprig-würzige Sonnenblumenkerne: angekeimte Sonnenblumenkerne, vermengt und wieder getrocknet in einer Tomaten-Kräuter-Algen-Sauce.

Und natürlich lässt sich auch Samenkäse daraus zubereiten. Was ich alle paar Monate mal, in Anfällen von Experimentierlaune, mache. So sah das Ergebnis des letzten Experiments aus:

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Darf ich vorstellen: Sapote Blanco

Sapote Blanco

Sapote Blanco



Sapote Blanco, weiße Sapoten, gehören, wie der Name schon sagt, zur Familie der Sapoten. Ihre Schale bleibt grün; die Reife erkennst du daran, dass sie sich auf Fingerdruck weich anfühlen. Die Schale kannst du, so sie unbehandelt ist, mitessen; die drei bis vier Kerne hingegen sind ungenießbar. Dem weißen Fruchtfleisch hat diese Frucht wohl ihren Namen zu verdanken … es ist ein himmlischer auf der Zunge zergehender Vanille-Pudding. Mhmm, lecker!

Sapoten sind auch gekühlt nur wenige Tage haltbar, weshalb sie sich aus ihren subtropischen Herkunftsländern kaum nach Mitteleuropa transportieren lassen. Mit Glück bekommst du dort vielleicht welche über die Tropenkostversender.

Mit exotischen Früchten (der Name „Sapote“ stammt aus dem aztekischen und bezeichnet jede süße, cremige Frucht) ist das ja allerdings so eine Sache. Die Sapote Amarillo z. B. kann insbesondere beim ersten Genuss extrem stark entgiftend wirken und dabei sogar zu Schwindel und Kreislaufproblemen führen. Weshalb du von ihr beim ersten Versuch besser maximal eine halbe Frucht essen solltest. So stark wirkt die Sapote Blanco nicht, allerdings wird ihr eine beruhigende, leicht blutdrucksenkende Wirkung nachgesagt … die ich tatsächlich gespürt habe; mein Blutdruck ist ohnehin eher niedrig und ich musste mich nach dem Essen erst mal eine halbe Stunde hinlegen, weil mir leicht schwindelig wurde und ich mich schläfrig gefühlt habe. Gegessen hatte ich 2,5 der etwa apfelgroßen Früchte.

Sonnenküche

Bei 30° Grad Celcius und mehr verlagere ich unsere Küche gern teilweise nach draußen: in der Sonne lässt sich so manches trocknen oder auch mal Kakaobutter oder Schokolade schmelzen. So sah es vor ein paar Tagen auf unserem Balkon aus:

Samenkäse

Samenkäse

Feigen

Feigen

Oliven

Oliven



Der Käse sollte nur einige Stunden trocknen, um eine leichte „Rinde“ zu bekommen. Leider hat sich die Sonne ausgerechnet dann hinter ein paar Wolken versteckt, so dass der Käse im Interesse unseres Abendessens doch in das Dörrgerät umziehen musste. Die Oliven sind ein Mitbringsel meiner Liebsten aus Portugal. Roh, salzfrei und komplett unbehandelt dürfen sie ein paar Tage lang in der Sonne weiterreifen und eintrocknen … und werden dabei unglaublich lecker!

Nur Liebe auf die Haut

Das neu erwachte Interesse der Tochter an Make-Up-Produkten hat mich darauf gebracht, mich nach Jahren auch wieder einmal mit dekorativer Kosmetik zu befassen. Ich selbst benutze schon seit vielen Jahren nichts dergleichen mehr und gefalle mir natur-schön 🙂 wesentlich besser als mit irgendwelchen Farben im Gesicht. Doch Make-Up ist in unserer Gesellschaft allüberall präsent und nun also auch bei uns zu Hause zum Thema geworden.

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Ich schrieb schon kürzlich einige Male über natürliche Kosmetik und über die gesundheitlichen Aspekte von all dem, was du dir so auf die Haut schmierst. Du erinnerst dich – alles, was du auf deine Haut aufträgst, gelangt auch in deinen Körper! Das gilt für Cremes, Duschgels, Sonnenschutzprodukte, Make-Up usw. … am Besten also, du trägst nur auf deine Haut auf, was du auch essen würdest!

Solange du dich an diese Regel hältst, brauchst du dir als VeganerIn auch keine Gedanken über die Gewaltfreiheit deiner Kosmetika zu machen. Darüber, ob sie denn wohl vegan sind. Und ob sie ohne Tierversuche produziert werden. Anderenfalls sollte dies eine Frage sein, mit der du dich vielleicht einmal beschäftigen möchtest. Denn noch immer werden zahlreiche Kosmetika an Tieren getestet. Und nicht so wenige enthalten sogar tierische Bestandteile, wie z. B. Farbstoffe in Lippenstiften, die aus Käfern gewonnen werden.

Ebenso wie bei der Ernährung geht es also auch bei diesem Thema nicht nur um dich und dein Wohlbefinden, sondern wie alles was du tust, hat auch die Wahl deiner Hautpflege viel weitreichende Konsequenzen. Und unter dem, was dir möglicherweise wohltuend und angenehm vorkommt, leiden eventuell andere Lebewesen.

Peta bietet dankenswerterweise eine Liste von Kosmetikproduzenten, die ohne Tierversuche arbeiten sowie eine internationale Datenbank dazu an. Letztere kannst du nach Marke, Land und Tierversuchsfreiheit durchsuchen.

Für den Anfang haben wir zunächst bei einem Besuch im nächstgelegenen Body Shop das dortige Sortiment ausprobiert. Doch lieber würde ich auch für dekorative Kosmetika, insbesondere Lippenstift und Augen-Make-Up, natürliche Alternativen bzw. Rezepte finden. Als Eyeliner-Ersatz habe ich echten Kahal (aus fein zerstossenem Stibnit), aufzutragen mit einem Holzstäbchen, im Haus. Für Lidschatten und Lippenstift fehlt es mir noch an Ideen. Wenn du Vorschläge hast, freue ich mich über deinen Kommentar!

Verwendest du irgendwelche Make-Up-Produkte und wenn ja, welche?

Darf ich vorstellen: Lucuma

Wahrscheinlich kennst du die Lucuma in Pulverform. Als eines der vielgepriesenen Superfoods wird sie seit einigen Jahren so auch in Deutschland angeboten. Das Pulver schmeckt süß und leicht vanillig und eignet sich aufgrund seines niedrigen glykämischen Index‘ als blutzuckerfreundliches Süßungsmittel. Sicher eine bessere Alternative zu Zucker, roh und vegan, ist es dennoch in meinen Augen viel zu weit verarbeitet und gehört für mich nicht zum Sortiment einer natürlichen Ernährung.

Das wahre Superfood Lucuma sind die frischen Früchte – so wie alle frischen Früchte, Blätter etc. Superfoods sind :).

Frische Lucumas wachsen z. B. in Peru; und zu meinem Glück in kleinen Mengen auch auf Teneriffa :). Schau mal, sehen sie nicht schön aus?

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Schon bei den Inkas waren die Lucumas bekannt, als gesunde, nahrhafte Zuckerquelle und als Symbol der Fruchtbarkeit. Die Früchte haben eine zarte, cremige Konsistenz, der Geschmack erinnert ein wenig an Ahornsirup und Vanille. Reif sind sie, wenn sie schön weich und cremig sind. Wie so viele Früchte, halten sie sich nur kurz und sind schlecht zu transportieren, weshalb du in Mitteleuropa auf ihren Genuss wohl leider verzichten musst. Doch vielleicht kannst du sie mal im Urlaub probieren – es lohnt sich! Denn die Lucuma schmeckt nicht nur köstlich; sie ist auch reich an Mineralstoffen wie Eisen, Kalium, Kalzium und reichlich B-Vitaminen. Aufgrund ihres hohen Beta-Carotin-Gehaltes erhöht sie den natürlichen Lichtschutzfaktor der Haut. Auch darüber hinaus soll die Lucuma sehr regenerierend auf die Haut wirken und z. B. die Wundheilung stimulieren, Fältchen verhindern bzw. abmildern, Sonnenschäden reparieren und allgemein für eine schöne gesunde Haut sorgen.

Mit ihren wertvollen Inhaltsstoffen und dem köstlichen Geschmack ist diese Frucht zweifellos sehr empfehlenswert. Vergiss jedoch nicht, dass dies nicht nur für Lucumas und andere exotische Früchte gilt, sondern ebenso für die gerade in dieser Jahreszeit reichlich reifenden regionalen Früchte bei dir zuhause! Du brauchst keine besonderen Pulverchen, um gesund zu leben! Genieße Früchte und andere pflanzliche, frische Nahrung und Sonne – bei dir zuhause und auch einmal auf Reisen, so oft wie möglich!

Die Nacht, die Schokolade und ich

Andere plündern den Kühlschrank, ich fülle ihn: wenn ich nachts nicht schlafen kann, tob ich mich manchmal in der Küche aus. Mixe, kreiere, nicht-koche Leckereien, die es sonst bei uns eher nicht gibt. Zum Beispiel tolle neue Schokoladen-Kreationen. Roh und vegan, jedoch definitiv nicht fettarm und sowieso voller Kakao, der mir erfahrungsgemäß in größeren Mengen nicht sonderlich gut bekommt. Was leider nicht bedeutet, dass mir Schokolade nicht schmeckt 😉

Aber ja, das Basteln und Mixen macht halt einfach Spaß, auch wenn ich nicht alles esse, was dabei heraus kommt. Glücklich meine Mitbewohner*innen, Freund*innen & Gäste 😉

Schau mal hier, sieht doch gut aus, oder? Und es schmeckt sogar noch besser, als es aussieht:

Marzipan-Kekse, doppelschichtig, mit Schoko-Creme-Füllung und Schoko-Überzug

Marzipan-Kekse, doppelschichtig, mit Schoko-Creme-Füllung und Schoko-Überzug

"Milch"-Schokolade mit Früchten

„Milch“-Schokolade mit Früchten

"Milch"-Schoko-Riegel, die auf der Zunge prickeln

„Milch“-Schoko-Riegel, die auf der Zunge prickeln

Schoko-Herzen in 3 Variationen

Schoko-Herzen in 3 Variationen

Welche würdest du am liebsten probieren?