Nähre deinen Körper – von innen und außen

Kosmetik spielt in meinem Leben eine sehr untergeordnete Rolle. Kosmetika im herkömmlichen Sinne verwende ich fast gar nicht. Meine Einstellung zur Körperpflege mit irgendwelchen Produkten entspricht dem Leitprinzip aus dem Ayurveda: es kommt nur Essbares auf die Haut!

Allerdings pflege und verwöhne ich meinen Körper sehr gern, sowohl von innen als auch von außen. Und bin momentan ein bisschen in Experimentierlaune, was meine Körperpflege betrifft. Was ich dazu im Laufe der Jahre schon entdeckt habe und womit ich herumexperimentiere, möchte ich hier gern mit dir teilen. Denn ein roh-veganer Lebensstil hört für mich nicht beim Essen auf. Zum natürlichen Leben im Einklang mit allem Leben um uns herum und zur Gesunderhaltung deines Körpers gehört viel mehr als nur die Ernährung.

Lass nur auf deine Haut, was du auch essen würdest!

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Die Haut ist unser größtes Organ und über sie findet enorm viel Austausch statt – sowohl was die Aufnahme von Stoffen in den Körper als auch die Ausscheidung von Giftstoffen angeht. Kaufbare Kosmetikprodukte, auch die aus dem Bio-Laden, enthalten für gewöhnlich reichlich Chemie … synthetische oder zwar naturbasierte aber hoch verarbeitete Produkte, die im Körper einfach nichts zu suchen haben. Oder würdest du deine Bodylotion oder dein Shampoo essen???

Womit dann also Haut & Haare pflegen?

Erstmal vorab: so viel Pflege, wie die Werbeindustrie uns glauben machen möchte, braucht deine Haut gar nicht! Natürlicherweise sorgt die Haut nämlich selbst für ihr gesundes Gleichgewicht, regeneriert und verjüngt sich selbst – ein Leben lang! Eine gesunde Haut braucht kaum Pflege und produziert selbst ausreichend Fett und Feuchtigkeit um sich zu versorgen. Das gilt auch für die Kopfhaut. Pflegebedürftig ist sie nur dann, wenn sie in ihren Funktionen gestört ist. Was logischerweise der Fall ist, wenn sie ein Leben lang geseift, shampooniert & gecremt wurde. Für mich war vor neun Jahren infolge dieser Erkenntnis der erste logische Schritt, sämtliche Shampoos, Spülungen, Cremes und Lotionen wegzulassen. Shampoo habe ich damals durch Heilerde ersetzt, Gesichtscreme ersatzlos weggelassen – meine Haut, vorher an zweimal tägliches Cremen (mit Weleda Cremes) gewöhnt, hat ein paar Tage etwas gespannt, dann hatte sie sich daran gewöhnt – und für den Körper habe ich gelegentlich Öl verwendet. Auch Deo habe ich ersatzlos gestrichen – falls du noch welches verwendest, kann ich dir nur dringend ans Herz legen, das ebenfalls sein zu lassen! Ganz sicher solltest du kein Antitranspirant mit Aluminium verwenden. Abgesehen von den negativen Auswirkungen des Aluminiums auf deine Gesundheit, bedenke auch einmal, dass es zu den lebenswichtigen Funktionen der Haut gehört, Giftstoffe auszuscheiden. Eine der wichtigsten Zonen dafür befindet sich (du ahnst es schon) unter den Achseln. Das Schwitzen = Ausscheiden dort komplett zu verhindern ist absolut widersinnig. Falls du Angst vor unangenehmen Gerüchen hast: achte darauf, was du in deinen Körper aufnimmst 😉 … wer sich natürlich, roh, vegan ernährt und auf (Genuss-)Gifte verzichtet, riecht für gewöhnlich auch verschwitzt noch angenehm.

Im Laufe der Jahre habe ich mit Verschiedenem herumprobiert, und momentan ist dies dabei herausgekommen:

  • Heilerde hat meine Haare auf die Dauer zu stark ausgetrocknet; seit einigen Jahren verwende ich Sidr, das sind die getrockneten (und pulverisierten) Blätter des Stechdorns. Damit wasche ich meine Haare ca. alle 10 Tage, dazwischen nur mit Wasser. Weil auch Sidr, zumindestens in Kombination mit dem Wasser und/oder dem Klima hier, austrocknend auf meine Haare wirkt, rühre ich das Pulver seit einiger Zeit nicht nur mit Wasser sondern zusätzlich mit einem Löffel Kokosöl an. Auch Ausprobieren möchte ich mal, die Haare nur mit Essig zu waschen. Darüber habe ich kürzlich irgendwo gelesen. Falls du Erfahrungswerte dazu hast, freue ich mich über deinen Kommentar!
  • Meine Haut am Körper ist schon immer eher trocken, und je nach Umgebungsklima komme ich nicht ganz ohne irgendeine Form der Nahrung von außen aus. Das betrifft Heizungsluft, aber auch das sehr trockene Klima hier im Westen von Teneriffa, mit starker Sonneneinstrahlung und salzigem Meerwasser. Zum Einölen verwende ich Öl, meistens Kokosöl. (Ab und zu auch mal Sesamöl, das wirkt Vata-ausgleichend und tut mir gut. Es riecht halt nur sehr intensiv 😉 ). Schön für Massagen und lecker nach Schokolade riechend ist Kakaobutter, die mir allerdings in purer Form schon zu fett ist. Lieber mag ich eine Mischung aus Kakaobutter und Kokosöl.
  • Es muss nicht immer pures Fett sein, manchmal mag die Haut auch einfach ein bisschen extra Feuchtigkeit. Das was mich von innen nährt, ist oft auch von außen gut für meine Haut: das Innere der Schalen von Bananen, Mango, Avocado … auf der Haut verrieben, versorgt diese mit Feuchtigkeit und Nährstoffen. Diese Art der Kosmetik gefällt mir besonders gut, weil sie so schön minimalistisch ist und zugleich der Verschwendung entgegenwirkt.
  • Der beste Sonnenschutz kommt von innen! Eine natürliche Ernährung mit reichlich Vitalstoffen sowie ein achtsamer Umgang mit der Sonne schützen die Haut am besten. Im mitteleuropäischen Klima verbrennt meine Haut nicht; nach längerer Sonnenpause oder in Gegenden mit intensiverer Sonneneinstrahlung wie z. B. auf den Kanaren oder in höheren Lagen öle ich mich mit Kokosöl ein und achte darauf, meine Haut durch Kleidung zu schützen bzw. in den Schatten zu gehen, wenn ich merke, dass sie genug Sonne hatte.
  • Ein ganz einfaches Peeling zur Pflege der rauhen Haut an den Füßen rühre ich mir aus Heilerde, Salz und Kokosöl an.
  • Noch keine befriedigende Lösung habe ich für meine Zahnpflege gefunden. Meistens verwende ich dafür nach wie vor Zahnpasta – die neutrale von Lavera oder eine aus Heilerde und Minze von BioDent. Experimentiert habe ich schon mit verschiedenen Alternativen:
    • Naturzahnbürste – das ist ein Stück Holz vom sogenannten „Zahnbürstenbaum“. Darauf kannst du ausgiebig herumkauen und reinigst damit die Zähne, ganz ohne Zahnpasta. Ich persönlich fand den Geschmack dieses Holzes widerwärtig, womit sich der Versuch erledigt hatte.
    • Nur Heilerde: das funktioniert eigentlich gut, allerdings bin ich in der Hinsicht total zivilisationsverdorben: mir fehlt dabei der frische Geschmack im Mund.
    • Eine Mischung aus Kurkuma, Salz und Pfeffer, mit Wasser zu einer Paste angerührt. Das soll auch gegen verfärbte Zähne helfen – bei häufigem Wildkräutergenuss durchaus notwendig :). Ich mag Kurkuma und finde diese Mischung auch recht angenehm, nur ist der Nachgeschmack schon sehr intensiv. Eher etwas für ein- bis zweimal die Woche als für jeden Tag.

Wenn dir einfache Dinge wie Öl oder Erde nicht reichen, möchtest du dir vielleicht deine Kosmetika aus natürlichen, essbaren Zutaten selber herstellen. Ein paar einfache Rezepte habe ich ja schon erwähnt; mehr und einen Buchtipp dazu gibt es morgen oder übermorgen! In der Zwischenzeit freue ich mich über deine Gedanken zu diesem Thema.

Leben aus der Natur – achtsam und nachhaltig

Das Leben aus der Natur ist ein Geburtsrecht des Menschen (auch wenn Nestlé und Co versuchen, uns das zu verwehren). Selbst wenn die meisten von uns ihre Bedürfnisse eher durch Geld abdecken, lohnt es sich, sich mit den Möglichkeiten, die die Natur uns für unsere Ernährung, Pflege und als Heilmittel zur Verfügung stellt, zu beschäftigen. Abgesehen davon, dass du nie weisst, wann du derartiges Wissen vielleicht brauchen wirst, tut es Körper, Geist und Seele einfach gut, sich in und mit der Natur zu beschäftigen und sich der Zusammengehörigkeit mit allem, was um uns herum lebt, bewusst zu werden.

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Und: Nahrung frisch aus der Natur, ist das Beste, was du deinem Körper geben kannst! Ob aus dem Garten oder wild gewachsen, je frischer geerntet/gepflückt du etwas zu dir nimmst, desto höher die Lebenskraft darin! Wild gewachsene Pflanzen haben sogar noch mehr davon, da sie es aus eigener Kraft, ohne Hege und Pflege durch den Menschen, geschafft haben zu wachsen. Du wirst den Unterschied schmecken. Und spüren. Eine frisch vom Baum gepflückte und gegessene Frucht macht tatsächlich viel zufriedener und satter, als eine, deren Ernte schon zwei oder drei Tage (oder wie bei importierten Früchten noch deutlich länger) zurückliegt.

Gerade die grünen Pflanzen, die Wildkräutern, spielen eine besonders wichtige Rolle für unsere Ernährung. Gehören sie doch gewissermaßen zu unseren Blutsverwandten: ihr grünes „Blut“, das Chlorophyll, ist unserem Blutfarbstoff, dem Hämoglobin, bis auf eine chemische Verbindung gleich: Hämoglobin enthält Eisen und leuchtet deshalb rot. Chlorophyll enthält Magnesium, das grün färbt. Deshalb reagiert unser Körper so auf die pflanzlichen Wirkstoffe: sie nähren uns, pflegen uns und heilen uns.

Wie auch mit anderen Verwandten, und überhaupt mit anderen Lebewesen: achte auf einen liebevollen, achtsamen, schonenden und dankbaren Umgang mit den Pflanzen! Sie wollen weiterleben, genau wie du, und du bist nicht das einzige Lebewesen, das diese Pflanzen nutzen möchte – sei es als Nahrung, als Pflege- oder Heilmittel oder als Lebensraum. Wildpflanzen und -früchte sind sehr konzentriert und ergiebig, sowohl im Bezug auf ihre heilenden bzw. pflegende Wirkungen als auch als Nahrung. Sammle immer nur so viel, oder besser so wenig, wie du gerade benötigst. Auf keinen Fall den gesamten Bestand abernten. Wie Gandhi es so schön formulierte: „Die Erde bietet genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier“. Pflücke Blüten oder Blätter immer vorsichtig ab, um nicht mehr Pflanzenteile als nötig auszureissen. Beim Sammeln von Wurzeln immer einen Teil der Wurzeln in der Erde lassen.

Und … auch wenn es keinen äußerlich erkennbaren Unterschied macht (und dir vielleicht albern oder esoterisch vorkommen mag), ich verspüre immer das Bedürfnis, mich zu bedanken bei den Pflanzen. Also meine Dankbarkeit für die Ernte, und sei es nur in Gedanken, auch zu äußern.

Eisblumen am Stiel

Erdbeereis mit Schokolade

Erdbeereis mit Schokolade



Wie es geht? – Ganz einfach natürlich 🙂

Püriere eine Tasse Erdbeeren (frische oder TK, aufgetaut) mit etwas Vanille und 2 EL Mandelpüree. Letzteres kannst du entweder fertig kaufen oder selber machen, indem du eingeweichte Mandeln mit möglichst wenig Wasser so glatt wie möglich pürierst. Die Erdbeer-Mandelcreme füllst du in Eisförmchen und lässt sie im TK fest gefrieren. Dann kannst du sie, wenn du magst, noch mit geschmolzener Rohkost-Schokolade überziehen, oder einfach so essen.

Kinder-Futter – Snacks für Zwischendurch

Sehr beliebt: ein Snack-Tablett

Sehr beliebt: ein Snack-Tablett

Für die Tochter muss es nicht immer süß sein. Spätestens ab frühem Nachmittag fragt sie nach Gemüse, Kernen usw. Solche ein Tablett füllen wir mit einer bunten Auswahl von dem, was die Küche grad so hergibt: Mandeln oder Kerne, gekeimte Linsen, Bohnen oder Kichererbsen, Möhre, ganz oder gestiftelt, Selleriestange, Paprikastreifen, kleine Tomaten, Mini-Gurke oder Gurkenscheiben, mal ein Avocado-Dipp (oder eine halbe Avocado), falls grade vorrätig eventuell auch mal Rohkost-Cräcker oder ähnliches …

Nicht alles, was vegan zu sein scheint, ist es auch

Es ist ja keineswegs alles vegan, was es auf den ersten Blick zu sein scheint. Das gilt z. B. für Wein, Fruchtsäfte und – wie ich gerade gelernt habe – auch für Essig.

Falls du jetzt ebenso staunst wie ich – schließlich enthält Essig doch keine tierischen Zutaten?!??: tut er auch nicht wirklich. Allerdings wird er, ebenso wie Wein und viele Fruchtsäfte, häufig mit tierischen „Produkten“ geklärt, also gefiltert. Beim Essig handelt es sich dabei um Gelatine, bei Fruchtsäften um Hühnerei. Wie jedeR AllergikerIN weiss, bleiben dabei logischerweise Spuren im Essig bzw. Saft oder Wein zurück. Und selbst wenn nicht, verursacht dieses Herstellungsverfahren doch den Tod bzw. das Leiden von Lebewesen.

Falls es dir also, so wie mir, ebenfalls wichtig ist, auch über deine unmittelbare Ernährung hinaus vegan zu leben und nach Möglichkeit kein Tierleid zu verursachen bzw. zu unterstützen, frag vor dem Kauf von Essig (Wein, Saft) beim Hersteller nach, wie das Produkt gefiltert wird. Alle Essige von Rapunzel z. B. werden nach Aussage des Herstellers durch Kunststoff oder Papier gefiltert – es geht also auch anders!

Gemüse zum Frühstück, oder: Spaß mit Wassermelone II

Wusstest du, dass Wassermelonen Gemüsefrüchte sind? Tatsächlich gehören sie zu der Familie der Kürbisgewächse! Süß und überwiegend aus Wasser bestehend sind sie der ideale Durst- und Hungerlöscher an heißen Tagen und optimal als Frühstück geeignet.

Und – diese Früchte sind nicht nur lecker, sondern auch unglaublich vielseitig, was ihre Gestaltungsmöglickeiten betrifft. Schau mal hier:

Wackelturm aus Wassermelone

Wackelturm aus Wassermelone

Lebendige Nahrung im Wachstum

Als Roh-VeganerIn kennst du sicher die Frage, was um Himmels willen du denn bloss essen kannst. Viele sind beim Nachdenken über die zur Verfügung stehende Nahrungsauswahl mit Blick auf die Kochkostküche eher auf den gefühlten „Mangel“ fokussiert … was nämlich alles NICHT zur Rohkost dazu gehört. Wir wissen es besser 🙂 … die zur Verfügung stehende Nahrungspalette in der veganen Rohkost ist schier unendlich groß!

Dazu gehören

  • alle essbaren Früchte dieser Erde … von denen ich in meinem Leben, selbst nach neun Jahren als Rohköstlerin, bei weitem noch nicht alle durchprobiert habe … und unter denen es sooo viele Köstlichkeiten gibt, dass ich mich niemals entscheiden könnte, welche ich denn am Allerliebsten mag.
  • alle essbaren Wildkräuter, Baumblätter, Gräser, Wurzeln, Blüten, Algen usw.
  • Unmengen unterschiedlicher Kulturgemüse: Wurzelgemüse, Knollengemüse, Salate, Blattgemüse, Gemüsefrüchte, viele Hülsenfrüchte, …
  • Nüsse, Samen, Kerne
  • Sprossen & Keimlinge, ganz einfach selbst zu ziehen aus Kernen, Samen und Hülsenfrüchten

Um letztere geht es hier heute: Sprossen und Keimlinge. Sie sind der Beginn neuen Lebens, der Anfang einer neuen Pflanze, voller Lebenskraft und Wachstumsenergie. Sie sind vitaler als jede ausgewachsene Pflanze & besitzen die Fähigkeit, den menschlichen Organismus zu regenerieren & zu revitalisieren. Biogene Nahrungsmittel(*1) sind in der Lage, einen völlig neuen Organismus hervorzubringen. Diese Lebenskraft wird auf den Menschen übertragen & hilft bei Heilungs- und Regenerationsprozessen.

Praktische Vorteile bieten sie außerdem: du kannst jederzeit, unabhängig vom Klima, dein eigenes Grünfutter ziehen. Samen, Kerne & Hülsenfrüchte sind preisgünstig und gut zu lagern.

Besonders bei Kindern sind Sprossen häufig sehr beliebt – vielleicht, weil auch sie im Wachstum sind und daher die hochgradige Energie der Keimlinge gut gebrauchen können. Keimen kannst du, wie schon gesagt, Kerne, Samen und Hülsenfrüchte. Aufgrund der Vorlieben der Tochter (ich mache mir nicht viel aus Sprossen) gibt es bei uns meistens Linsen (verschiedene Sorten, wie z. B. DuPuy, rote Linsen, unterschiedliche braune Linsen aus Lanzarote und Fuerteventura, … ), Kichererbsen, Adzukibohnen, Erbsen oder Sonnenblumenkerne. Was du sonst noch keimen kannst: Mungobohnen, Nüsse, Leinsamen, Kürbiskerne, Mandeln, Sesam … und natürlich all die als Grünsprossen angebotenen Keimsprossen wie Alfalfa, Brokkoli, Rettich, Radieschen etc. und auch Getreide wie Weizen, Gerste, Dinkel usw. … (Die aus dem Getreide wachsenden Gräser enthalten übrigens kein Gluten.).

Du kannst die Sprossen einfach so essen, sie lassen sich gut zu Avocado, Gemüsen oder Salaten kombinieren. Oder du vermixt sie zu Hummus (Kichererbsen), Patés (Kerne) oder bereitest Samenkäse oder rohe Falafeln daraus zu.

Bei uns sieht das z. B. so aus:

Richte dein Essen liebevoll an - auch Auge und Seele wollen genährt werden.

Richte dein Essen liebevoll an – auch Auge und Seele wollen genährt werden.

Linsensprossen mit Avocado, Stangensellerie und Tomate

Linsensprossen mit Avocado, Stangensellerie und Tomate

*1 Hier liest du mehr über lebendige Nahrung und die besondere Energie von gekeimter Nahrung.

Kinder gehen ihren eigenen (Rohkost-)Weg

Kürzlich bin ich im Netz über den Blog meiner Namensvetterin Silke Leopold, genauer gesagt, über diesen Beitrag gestolpert. Und war sehr begeistert über ihre Offenheit und Akzeptanz ihrem Sohn und dessen Ernährungsentscheidungen gegenüber. Eine Einstellung, die leider auch in der Rohkost-Welt keineswegs bei allen Eltern anzutreffen ist. Eine Einstellung, die auch ich (nicht nur im Hinblick auf die Ernährung) lebe … und lerne, denn wie ich auf meinem Weg mit „meinen“ Kindern erfahren durfte, ist das nicht immer ganz einfach.

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Wer sich bewusst mit seiner Ernährung beschäftigt und überzeugt ist, DEN richtigen Weg gefunden zu haben, möchte meist auch seinen Lieben nur das Beste geben … und übersieht dabei, das „das Beste“ nicht für jeden dasselbe ist und vor allem von jedem in sich selbst und für sich selbst gefunden werden muss. Natürlich bieten wir unseren Kindern von uns aus nur das an, von dem wir glauben, dass es ihnen gut tun wird. Aber schon nach wenigen Jahren entdecken die lieben Kleinen, dass es in der Welt noch so viel mehr gibt … und wollen auch das kennenlernen. Ganz besonders dann, wenn andere geliebte Personen (der andere Elternteil, die Großeltern, ältere Geschwister … ) es doch auch essen.

Und … bei den meisten von uns war die Entdeckung der Rohkost ein Weg. Ein Weg mit vielen Stationen, von denen wir unterwegs vielleicht schon mehrere für das Ziel gehalten haben. Wir können kaum erwarten, dass unsere Kinder (oder andere Familienmitglieder) diesen Weg ganz genauso mitgehen. So habe ich z. B. in den Kleinkindjahren des Sohnes die chinesische Küche nach den Regeln der TCM (Traditionelle chinesische Medizin), auch bekannt als 5-Elemente-Ernährung, kennengelernt und einige Jahre lang absolut überzeugt danach gekocht. Ein wesentliches Element vieler Gerichte darin ist das wirklich lange Kochen … 😉 und die Beachtung der thermischen Wirkung der Nahrungsmittel … ein anderes der fast völlige Verzicht auf Milchprodukte – mittlerweile vermute ich, dass die gesundheitlichen Verbesserungen, die wir beide damals erfuhren, zu einem großen Teil auf letzteres zurückzuführen waren. Dem Sohn hat es geschmeckt und er hat gern davon gegessen. Allerdings hat er schon damals jegliches gekochtes Gemüse abgelehnt … dafür hat er mir beim Kochen fast alles davon ROH weggenascht …tja, damals hab ich es noch nicht kapiert 😉

Als ich dann einige Jahre später zur veganen Rohkost gefunden habe, war das MEINE Erkenntnis, mein Schritt. Ich habe nicht erwartet oder gar gefordert, dass der Sohn ihn mitgeht. Jetzt ist er mehr oder weniger erwachsen, und auch wenn es mir zeitweise nicht leicht fiel, seinen Ernährungsentscheidungen zuzusehen (die sich im Laufe der Jahre zu einer überwiegend aus Junkfood bestehenden Ernährung entwickelt haben) und sie zu akzeptieren … es ist sein Weg, sein Leben, sein Körper … und ich liebe und akzeptiere ihn so wie er ist, und unterstütze ihn in seinen Entscheidungen. Letzteres allerdings im Rahmen, was das Essen betrifft. Solange er noch mit uns zusammen gewohnt hat, gab es bei uns im Haus nur vegan. Ich kann nicht, weder für ein Kind noch für einen anderen Menschen oder auch ein mit uns lebendes Tier, unterstützen, dass andere Lebewesen getötet oder misshandelt werden.

Einer der Lerneffekte dadurch: für gewöhnlich hatte der Sohn damals, pubertätsbedingt, kaum Hautprobleme. Verbrachte er jedoch ein Wochenende bei seinem Vater und ernährte sich dort mit Milchprodukten, war das gänzlich anders. Gefreut hat mich daran, dass auch er den Zusammenhang erkannt hat. Allerdings hat er nicht dieselben Konsequenzen daraus gezogen wie ich. 😉

Die Tochter ist, du kannst es hier im Blog nachlesen, mit der veganen Rohkost aufgewachsen. Ja, sie hat wesentlich dazu beigetragen, dass ich diesen Weg gewählt habe. Im Laufe der Jahre hat sie, gelockt durch das, was ihr Bruder, ihr Vater oder ihre Freundinnen so gegessen haben, auch mal das eine oder andere ausprobiert. Sie hat einige Allergien (Nüsse und Eier), die zu ziemlich unangenehmen und auch potentiell gefährlichen Symptomen führen, so dass sie sehr schnell gelernt hat, vorsichtig zu sein bei ihren Experimenten. Selbst bei Rohkost informiert sie sich immer über die Zutaten, bevor sie etwas Unbekanntes probiert. Doch auch sonst ist ihr Körper so empfindlich, dass selbst veganes, glutenfreies Bio-Brot und sogar ganz einfache Mais- oder Reiswaffeln ihr umgehend Beschwerden bescheren. Eine Tatsache, die sie mitunter als höchst ungerecht empfindet. Jedoch – sie entscheidet sich aufgrund dessen bis heute von sich aus für eine rohe, vegane Ernährung. Das freut mich natürlich … doch unabhängig davon, freue ich mich, sie (und gelegentlich noch ihren großen Bruder) auf ihrem Weg begleiten zu dürfen.

Auch mein Weg geht weiter … ich bin gespannt, wohin er mich führt. Ich habe im Laufe der Jahre mit der Rohkost viel gelernt … und tue das noch immer. Ernährung ist nicht alles, und auch wenn Essen und andere äußere Faktoren sehr viel Einfluss auf mein Wohlbefinden haben, so gibt es noch zahlreiche weitere Faktoren, körperliche wie auch seelische und emotionale. Doch darüber schreibe ich ein anderes Mal weiter …

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Das Wichtigste in unserer Küche

Klar, so ein Mixer ist toll. Lässt sich viel mit machen. Und auch der Trockner und ganz selten sogar der Entsafter kommen immer mal wieder zum Einsatz. Aber weisst du, was wirklich toll ist, um begeisternde Teller zu zaubern? Sicher (aber nicht nur) wenn du mit Kindern lebst …

  1. Spaß!
  2. Phantasie
  3. Geschickte Finger, Messer und … Ausstechförmchen!
Einige meiner am häufigsten benutzten Ausstechförmchen

Einige meiner am häufigsten benutzten Ausstechförmchen

Besonders beliebt: das Pferdchen

Besonders beliebt: das Pferdchen

Es lässt sich dick genug ausstechen, so dass es auch stehen kann.

Es lässt sich dick genug ausstechen, so dass es auch stehen kann.

Damit lassen sich Früchte und Gemüse ausstechen, Teige sowieso, Schokoladen und andere Süßigkeiten formen … und vieles mehr. Es gibt Ausstecher in allen Formen und Größen; die ganz kleinen auf dem Foto z. B. habe ich vor vielen Jahren als Kinderspielzeug für die Puppenküche in einem Spielwarenladen gefunden. Als der Sohn noch klein und bagger-begeistert war, hatten wir ein ganzes Sortiment von Ausstechern für Baumaschinen, Fahrzeuge etc., für die Tochter kamen dann verschiedene Pferdchen dazu. Halloweenige Fledermäuse und Co hatte ich auch mal, die sind leider irgendwo auf den Reisen der letzten Jahre abhanden gekommen.

Nicht nur Kinder, auch Größere freuen sich über liebevoll gestaltete Speisen. Ein Herz auf dem Frühstücksteller für den/die Liebste(n) z. B., oder ein Namenszug aus ausgestochenen oder mit dem Messer geschnittenen Buchstaben … hab Spaß mit deinem Essen, und gestaltete es schön und liebe-voll – für deine Lieben, und auch FÜR DICH SELBST!

Beginne jeden Tag mit Früchten … und LIEBE

Es müssen nicht immer Herzchen sein … jedoch: eine mit Liebe gestaltete und mit Dankbarkeit gegessene Mahlzeit nährt dich in jeder Hinsicht einfach besser! Ich bin so dankbar für die herrlichen Früchte, die die Erde uns schenkt … und zu dieser Jahreszeit wird die Fülle immer größer 🙂

Jetzt beginnt auch die Zeit der Melonen:

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