Säuren und Basen

In unserem Körper entstehen ständig saure Stoffwechselprodukte, die neutralisiert werden müssen. Daher ist es wichtig, alkalisch (basisch) wirkende Nahrung zu essen. Denn der pH-Wert unseres Blutes muss immer basisch bleiben, genauer gesagt, bei einem Wert von 7,4 liegen. Schon eine geringe Abweichung kann lebensgefährlich sein. Daher tut der Körper alles, was er kann, um den pH-Wert des Blutes konstant zu halten. (Homöostase nennt man diesen Ausgleichsmechanismus.)

Auch der normale pH-Wert für Gewebe und Flüssigkeiten im Körper ist alkalisch. Ausnahmen davon stellen der Magen, ein Teil des Dickdarms und die Scheide da, wo ein leicht saures Milieu herrschen sollte. Bei einem gesunden Körper befinden sich die Säuren und Basen im Gleichgewicht, d. h., was basisch sein sollte, ist basisch, was sauer sein sollte, ist sauer. Ein Zustand, in dem sich viele Menschen mit einer modernen Ernährungsweise befinden, ist jedoch eine chronische Übersäuerung. D. h., Gewebe und Körperflüssigkeiten, die basisch sein sollten, sind sauer.

Das liegt daran, dass der Körper, um den pH-Wert des Blutes konstant zu halten, alkalische Mineralien braucht. Bekommt er davon nicht ausreichend aus der täglichen Nahrung, holt er sie sich aus anderen Bereichen des Körpers. Mit weitreichenden Folgen: Organe, wie z. B. die Verdauungsorgane, die ein basisches Milieu brauchen, funktionieren nicht mehr richtig, wenn der pH-Wert sinkt. Der Elektrolythaushalt gerät durcheinander, Zellen funktionieren nicht mehr richtig und sterben ab, Toxine und Schlacken werden nicht mehr abtransportiert, weil die Ausscheidungsorgane überlastet sind. Übersäuerung führt so zu einer Vielzahl an Beschwerden und Krankheiten.

Die Lösung: ernähre dich überwiegend basisch! Der Großteil deiner Nahrung sollte basisch sein, also im Stoffwechsel basenbildend wirken. Säurebildende Nahrung sollte nur einen kleinen Teil deiner Nahrung ausmachen bzw. bei einer bestehenden Übersäuerung möglichst gemieden werden.

Rohe pflanzliche Nahrung ist überwiegend basisch. Einige wenige pflanzliche Nahrungsmittel werden ebenfalls sauer verstoffwechselt, Nüsse z. B.. Diese solltest du besser nicht im Übermaß genießen. Insbesondere dann, wenn dein Körper bereits übersäuert ist, empfiehlt es sich hier, eher zurückhaltend sein. Das heisst jedoch nicht, dass du sie komplett aus deiner Ernährung streichen solltest – es handelt sich um sogenannte gute Säurebildner, also gesunde säurenbildende Nahrungsmittel, die im Gegensatz zu z. B. Fertigprodukten, Sojaprodukten, Milchprodukten, Getreide etc. viele gesundheitliche Vorteile mit sich bringen.

Deinen pH-Wert kannst du übrigens ganz einfach in deinem Urin messen, da ein Überschuss an Säuren über die Nieren ausgeschieden wird. Teststreifen dafür bekommst du in der Apotheke.

Eine hilfreiche Liste von basenbildenden Lebensmitteln findest du z. B. hier.

Eine basenreiche Ernährung besteht also aus viel Gemüse und Obst als Grundnahrungsmitteln, viel mineralstoffreichem Grünzeug, Sprossen sowie Nüssen und Samen in Maßen. Auf Zubereitungen musst du dabei nicht verzichten! So lecker sieht z. B. eine basische, gesunde Eiscreme aus:

Basische Mango-Eiscreme

Basische Mango-Eiscreme

(Rezepte für derartige Zubereitungen gibt es übrigens öfter mal in meinem kostenlosen Newsletter – melde dich doch gleich mal dafür an – hier!)

Früchte mit Dornen

Einer meiner Favoriten momentan: Kaktusfeigen!

Die Früchte der Opuntien, der Scheibenkakteen, schmecken jetzt, in ihrer Hauptsaison, saftig, erfrischend und angenehm süß. In dem weichen Fruchtfleisch, dessen Farbe von gelb-orange bis rot variiert, stecken jede Menge kleiner knuspriger Kerne, die den Früchten eine interessante Konsistenz verleihen und ohne Probleme mit verzehrt werden können.

Kaktusfeigen sind arm an Fett und Kalorien, dafür reich an Ballaststoffen und Vitalstoffen: Vitamin C, B und E, Kalzium, Kalium, Magnesium und Eisen stecken ebenso in den leckeren Früchten wie Betalaine, Fruchtfarbstoffe mit stark antioxidativer Wirkung. Darüberhinaus enthalten Kaktusfeigen alle essentiellen Aminosäuren – für alle, die sich immer noch Sorgen um ihre Eiweißversorgung bei veganer Ernährung machen 🙂

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Zwar wachsen die fruchttragenden Kakteen überall hier auf der Insel, jedoch sind nicht nur die Blätter, sondern auch die Früchte mit zahlreichen dünnen Stacheln und Widerhaken übersät, die ein Ernten mit bloßen Händen unmöglich machen. Ich kaufe mir die Feigen bevorzugt auf dem Markt, für günstige 1,50 EUR/kg, und bin den Anbietern sehr dankbar dafür, dass sie das Entfernen der Dornen vorher für mich übernommen haben!

Übrigens: auch die Blätter der Opuntien sind essbar!

Jede(r), wie sie/er mag

Abendessen! Wie so häufig bei uns, besonders am Abend: wir essen zusammen, aber jede isst etwas anderes. Weil die Geschmäcker und der Bedarf nun mal verschieden sind. Wie gut, dass die Essenszu- bzw. -vorbereitung so schnell & einfach geht!

Für mich: Zucchini-Pasta mit saftig-süßer Mango und salzigem Sellerie

Für mich: Zucchini-Pasta mit Mango und Sellerie

Für die Tochter: Sonnenblumenkern-Paté mit Gemüse

Für die Tochter: Sonnenblumenkern-Paté mit Gemüse

Alles neu macht der September

Nestbau, Einleben, Urlaubsgefühl in neuer Wohnung … das hat die vergangene Woche bestimmt. Darum auch die Ruhe hier im Blog. Wir sind mal wieder umgezogen, näher ans MEEER und nach der Zeit auf der abgelegenen Finca nun zur Abwechslung wieder mehr unter Menschen. Das Highlight der neuen Wohnung: ein nicht nur am Abend wunderschöner Blick gen Westen, auf La Gomera und La Palma:

Himmel, Atlantik und wunderschöne Sonnenuntergänge

Himmel, Atlantik und wunderschöne Sonnenuntergänge

Drinnen haben wir etwas weniger Platz als vorher, besonders in der Küche, und verteilen unsere Früchte daher dekorativ in der ganzen Wohnung … mit der Fülle des jahreszeitlichen Angebots paradiesisch wie immer:

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Feigen, Kaktusfeigen, Trauben, Papayas, Bananen, Mangos, Avocados – machen dieser Tage den größten Teil unserer Nahrung aus. Ich bin immer wieder dankbar für diesen Luxus!