Trockenfrüchte – gut oder eher nicht?

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Trockenfrüchte sind praktisch. Sie lassen sich prima für Unterwegs mitnehmen, sind gut lagerbar und rund ums Jahr verfügbar. Gerade in der Umstellung zur bzw. der Anfangszeit einer rohköstlichen Ernährungsweise helfen sie, satt zu werden. Außerdem sind sie eine gesunde Alternative zum Naschen.

So viele Vorteile … wieso dann überhaupt die Frage?

Nun, ich habe, wie viele langjährige Rohköstler, nach einiger Zeit der rohköstlichen Ernährung, festgestellt, dass mir der Genuss von Trockenfrüchten nicht ganz so gut zu tun scheint wie der frischer Nahrung.

Zunächst dachte ich an die Qualität der Trockenfrüchte. Waren sie wirklich roh, also wirklich nicht über 42°C erhitzt und auch sonst nicht behandelt? Ich habe mich also über die Produktionsverfahren beim Trocknen von Früchten informiert und bei diversen Herstellern nachgefragt. Trockenfrüchte werden teils in der Sonne, teils maschinell bei sehr unterschiedlichen Temperaturen getrocknet; oftmals werden sie auch gewaschen, dampfbehandelt, schockgefroren, bestrahlt etc. Infolge dieser Recherchen ist übrigens ein – mittlerweile mehrfach aktualisiertes – PDF mit detaillierten Informationen zur Rohkostqualität von Trockenfrüchten, Nüssen etc. entstanden, dass du bei Interesse hier kaufen kannst.

Es macht also sicher Sinn, beim Genuss von Trockenfrüchten auf deren Rohkost-Qualität zu achten. Jedoch -das allein ist es nicht.

Werfen wir doch mal einen Blick auf die Natur (mein liebster Lösungsansatz 🙂 ). Unter natürlichen Bedingungen lebend, ohne menschliches Eingreifen/“Verbessern“ – gäbe es da Trockenfrüchte? Einige Fruchtsorten trocknen natürlicherweise am Baum ein, wenn sie nicht geerntet werden. Dazu gehören Feigen, Datteln, Mispeln. Mit etwas Glück fänden wir also zu den passenden Jahreszeiten ein paar davon und könnten sie essen. Zeitlich begrenzt und in moderaten Mengen – denn weder hängen die getrockneten Früchte ganzjährig nachwachsend am Baum noch stehen sie gleich kiloweise zur Verfügung.

Andere Früchte, wie z. B. Ananas oder Bananen, und auch Beeren verderben, wenn sie nicht geerntet werden. Sie lassen sich nur durch menschliches Zutun trocknen. Diese Früchte als Trockenfrüchte zu genießen, dürfte folglich eher nicht empfehlenswert sein.

Egal, ob künstlich oder natürlich getrocknet, in jedem Fall fehlt in den getrockneten Früchten das Wasser, das auf ihrem Weg durch unser Verdauungssystem aber benötigt wird. D. h., Trockenfrüchte erhöhen unseren Wasserbedarf, sie trocknen uns aus.

Was ich daraus schließe: Wenn du Trockenfrüchte essen möchtest, bevorzuge die auch natürlich trocknenden Sorten. Iss eher selten und in kleinen Mengen davon. Iss langsam und achte auf dein Sättigungsgefühl. Durch den geringen Wassergehalt füllen Trockenfrüchte nicht so wie ihre frischen Versionen, weshalb wir uns leicht an ihnen überessen können. Durch die hohe dabei aufgenommene Zuckermenge steigt dein Mineralienbedarf – es dürfte daher eine gute Idee sein, die Trockenfrüchte durch eine Handvoll Wildkräuter (oder anderes Grün) zu ergänzen. Und: trink ausreichend Wasser dazu!

Unsere beste Nahrung stellt uns die Natur frisch zu Verfügung: sättige dich mit frischen Früchten und grünen Blättern, und lass Trockenfrüchte, wenn überhaupt, besser die Ausnahme sein.


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