Erfreuliches

Ein schöner sonniger Nachmittag mit lieben Menschen, ein Früchtekorb als Geschenk für mich, und auf rund zehn Jahre jünger geschätzt zu werden als ich bin … naja, Alter ist eh nur eine Zahl, aber es freut mich trotzdem 🙂

Zum Geburtstag: Wassermelone, Bananen, Gurken, Tomaten, Champignons, Grenadillen, Feigen, Erdbeeren und wunderschöne bunte Blumen!

Zum Geburtstag: Wassermelone, Bananen, Gurken, Tomaten, Champignons, Grenadillen, Feigen, Erdbeeren und wunderschöne bunte Blumen!

Essen für eine bessere Welt

Willst du die Welt verändern, fang bei dir an! Diesen Satz kennen wir alle … was bedeutet er für dich?

Klar ist, dass deine Ernährung dich verändert. Da sind die nachgewiesenen Schäden durch die übliche westliche Ernährungsweise, die Zivilisationskost. Und die diesbezüglichen positiven Erfahrungen mit Rohkost für deinen Gesundheitszustand, je natürlicher (Urkost) desto besser. Darüberhinaus hat deine Nahrungswahl auch Auswirkungen auf die Welt, direkte und indirekte. Ich beschränke mich dazu heute mal auf nur einige Stichworte: Nachhaltige vs. ausbeuterische Anbaumethoden, fairer oder ausbeuterischer Handel, Mitweltbelastungen durch weite Transportwege, vielfältiger Schaden durch die Produktion sogenannter tierischer Nahrungsmittel, Belastungen durch verarbeitende Industrien, der Einsatz von Nahrung als Machtmittel … usw usw.

Lebe das, was du als richtig erkannt hast … so gut es dir möglich ist. Für dich und als Vorbild für die, die dir folgen möchten. Doch sei dir vor allem bewusst: dein Beitrag, diese Welt zum Besseren zu verändern, besteht nicht nur in deiner Vorbildfunktion. Nicht nur darin, all das, was du als falsch erkannt hast, nicht mehr zu unterstützen. Sondern vor allem in der Veränderung, die du selber bist! Bist du gesund, heil, in Harmonie mit dir und voller Liebe, dann ist auch die Welt ein Stück weit gesünder, heiler und liebevoller.

Wie Mahatma Gandhi sagte:“Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünscht für die Welt!“. Natürlich zu essen ist in vielerlei Hinsicht ein machtvoller Schritt auf diesem Weg!

Einfach leben

Essen aus dem Garten, Schlafen im Zelt, Outdoor-Dusche mit sonnengewärmtem (oder auch nicht) Wasser, Kompost-Klo mit toller Aussicht … Sonne, Liebe, Gemeinschaft, Garten, Pferde … das Leben kann so einfach sein. Und so schön 🙂

Hier hab ich dir ein paar Impressionen mitgebracht – aus zehn Tagen in Portugal:

Köstliche Erdbeeren

Köstliche Erdbeeren

Rucula

Rucula

Zucchini-Fülle

Zucchini-Fülle

Und mein Highlight: Beinwell

Und mein Highlight: Beinwell



Geschenke eines freundlichen Nachbarn: Orangen und eine Riesen-Zucchini

Geschenke eines freundlichen Nachbarn: Orangen und eine Riesen-Zucchini

Wieviel Abwechslung muss sein?

Was ist besser – abwechslungsreich zu essen oder immer dasselbe; mono oder aus einer kleinen oder großen Auswahl?

Da unterschiedliche Nahrungsmittel unterschiedliche Vitalstoffe enthalten, wird häufig empfohlen, möglichst abwechslungsreich zu essen. Und damit sicherzustellen, dass du ausreichend mit sämtlichen Vitaminen etc. versorgt bist. Aber wieviel Abwechslung ist tatsächlich nötig?

Für eine eher eintönige Ernährungsweise spricht, dass unsere Verdauung am besten funktioniert, wenn sie nur eine Art Nahrung zur Zeit bekommt. Mono-Mahlzeiten sind viel leichter verdaulich als gemischte. Zudem führt meiner Beobachtung nach zuviel Abwechslung, zuviel Mischen, leichter zum Überessen und damit erst recht zu einer Überlastung. Die dann trotz ausreichender Versorgung des Körpers mit allen notwendigen Vitalstoffen dennoch zu einem Mangelzustand führen kann.

Unser Körper ist auf weniger Zufuhr von Vitalstoffen angewiesen als wir gemeinhin glauben. Bekommt er natürliche, naturbelassene, hochqualitative Nahrung, ausreichend, jedoch nicht im Übermaß, kann er eine Menge von den Vitalstoffen, die er braucht, selbst generieren. Ein interessantes Beispiel dafür sind die sogenannten „Batatenessern“; ein Volk, dass sich ausschließlich von Bataten (Süßkartoffeln) ernährt, und in dessen Blut sich dennoch sämtliche Vitalstoffe, einschließlich der, die definitiv in Bataten nicht enthalten sind, finden lassen. Auf der Tatsache, dass unser Körper, wenn wir ihn denn lassen, statt ihn zu überlasten, die benötigten Vitalstoffe selbst generieren kann, basiert auch der Behandlungserfolg von Dr. Douglas Graham, der den B12 Mangel seiner Patienten durch Fasten kuriert hat. Nach einer gewissen Fastenperiode war der zuvor zu niedrige B12-Wert der Teilnehmer ohne äußere Zufuhr des Vitamins wieder auf einen gesunden Wert angestiegen.

Offenbar ist weniger tatsächlich oft mehr!

Was für mich gut funktioniert: Abwechslung über das Jahr, saisonal und dabei so regional wie möglich (ja, ich weiss, im Winter in Deutschland reicht das regionale Angebot nicht wirklich aus) essen. Innerhalb dieses Angebots dann eher „eintönig“ wählen, Mono-Mahlzeiten oder solche aus nur wenigen verschiedenen Sachen, auch gern mal einen oder mehrere Mono-Tage.

Womit fühlst du dich am wohlsten?

Cashews in der Rohkostküche

Vor einigen Tagen las ich einen interessanten Artikel im Rohkost1x1-Blog von Robert: Warum er sich dafür entschieden hat, von jetzt an Hanf statt Cashews zu essen und für seine Rohkostrezepte zu verwenden. Den dort aufgeführten Argumenten kann ich mich komplett anschließen. Auch bei uns gibt es nur sehr selten Cashews – zwar schmecken sie wirklich lecker, doch bekommen sie keiner von uns wirklich gut.

Hier in Kürze die kritischen Punkte bei Cashewkernen:

  • Aufwändige Verarbeitung, miserable Arbeitsbedingungen: Cashewkerne sind von einer harten Schale umgeben und lassen sich nur sehr aufwändig schälen. In der Schale ist ein toxisches, ätzendes Öl enthalten. Die ArbeiterInnen in den Erzeugerländern werden nicht nur schlecht bezahlt sondern arbeiten zudem meist nur mangelhaft vor Verätzungen und anderen Verletzungen geschützt.
  • Rohkostqualität: zum einfacheren Schälen werden die Cashews meist erhitzt. Das Schälen ohne Erhitzung ist deutlich aufwändiger und damit teurer. Daher sind Cashews in Rohkostqualität, erhältlich nur bei speziellen Rohkostversendern, sehr teuer.
  • Wie schon erwähnt, haben wir – und auch viele rohköstliche Freunde & Bekannte – die Erfahrung gemacht, dass Cashews nicht wirklich gut bekömmlich sind. Ob das nun an den Cashews an sich liegt oder daran, dass sie vielleicht doch nicht roh (unerhitzt) waren, kann ich nicht sicher sagen.
  • Natürliche Ernährung: Kerne, die sich nur derart aufwändig knacken lassen, dürften von der Natur eher nicht als Nahrungsmittel für uns vorgesehen sein. Sicher nicht in größeren Mengen als gelegentlich mal einen oder zwei Kerne. Viel eher sollten die Cashew-Äpfel, mit den Kernen zusammenwachsend, uns als Nahrung dienen – die sind allerdings so schlecht transportabel, dass sie in Europa nicht erhältlich sind.

Einen Ersatz für Cashews brauchen wir nicht wirklich – die Palette unserer potentiellen Nahrungsmittel ist wahrhaftig groß genug! Wer jedoch gerne zubereitet, wird die sahnigen Kerne als Zutat für Torten, Käse und so weiter vielleicht vermissen. Ersetzen lassen sie sich durch Mandeln (die allerdings weniger mild schmecken), Pinienkerne (die noch teurer sind) oder, so Roberts/Marlons Vorschlag: Hanfsamen.

Wir knabbern gelegentlich die ungeschälten; für sahnige/cremige/käsige Zubereitungen bieten sich eher die geschälten Hanfsamen an. Wobei die genauso wenig Bestandteil einer natürlichen Ernährung sind – oder kannst du Hanfsamen selber schälen??? Immerhin bieten sie ein paar andere Vorteile:

  • sie sind reich an Omega Fettsäuren
  • sie enthalten alle essentiellen Aminosäuren
  • deutlich günstiger als Cashews
  • deutlich leichter in Rohkostqualität erhältlich
  • Hanf gehört zu den ältesten Nutz- und Heilpflanzen und Grundnahrungsmitteln des Menschen, löst keine Allergien aus und ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen

Roberts Vorschlag für Rezepte: Cashews 1 zu 1 durch geschälte Hanfsamen ersetzen. Allerdings hat Hanf einen deutlich stärkeren Eigengeschmack – probier aus, ob du ihn magst, bevor du gleich eine Torte daraus produzierst 😉

Den Artikel im Rohkost1x1 lesen.

Mit Rohkost deine Chakren stärken

Rohe, vegane, frische Nahrung ist hervorragend dafür geeignet, deine Chakren zu stärken, deinen Energiefluss zu optimieren und dich so sowohl körperlich als auch spirituell zu nähren und deine Entwicklung zu fördern.

Die Chakren sind feinstoffliche, rotierende Energiewirbel entlang eines zentralen Energiekanals an deinem Körper. Sie verbinden deinen physischen Körper mit deinem feinstofflichen, deiner Aura, versorgen beide mit Lebensenergie und übertragen Informationen und Energie zwischen feinstofflichen Körpern. Deine Chakren zu nähren und zu harmonisieren ist von Bedeutung sowohl für deine körperliche Gesundheit als für deine geistig / seelische Entwicklung bzw. für das spirituelle Wachstum und Bewusstsein.

Du kannst deine Chakren und damit deinen Energiefluss auf vielerlei Weise harmonisieren: Affirmationen, Körperübungen (Yoga!), Farben, (Heil-)Steine, Düfte, Ernährung … wirken sich auf deinen Energiefluss aus. So kannst du auch mit der Wahl deiner Nahrung ganz gezielt deine Chakren unterstützen.

Nähre deine Chakren

Nähre deine Chakren



Dein Wurzelchakra braucht kraftspendende und erdende Kost:

  • Erdende Wurzelgemüse: Karotten, Rote Bete, Süßkartoffeln, Pastinaken, Rettich, Radieschen, Klettenwurzel, Rüben, Kohlrabi, …
  • Festigkeit vermittelnde Proteine: gekeimte Hülsenfrüchte, Nüsse
  • Stärkende Saaten: Kürbiskerne, Pinienkerne, Sesam, Sonnenblumenkerne.

Achte darauf, das deine Nahrung in natürlicher Erde gewachsen ist und nicht in künstlichen Substraten wie Hydrokultur o.ä.

Dein Sakralchakra wird gestärkt durch entschlackende und den Wasserhaushalt regulierende Kost:

  • Reinigende Früchte: Süsse Äpfel, Birne, Pfirsich, Aprikose, Melone, Mango, Orange, Granatapfel, Erdbeeren, Weintrauben, Feigen, Ananas, …
  • Entwässernde Gemüse und Salate: Kresse, Spinat, Tomaten, Gurke, Rukola, Radicchio, Grüner Salat, Brennessel, …
  • Entschlackende Getränke: Wasser

Unterstütze dein Solarplexuschakra mit wärmender, den Stoffwechsel aktivierender Kost:

  • Wärmende Gewürze: Ingwer, Zimt, Nelken, Piment, …
  • Saaten zur Kühlung bei zuviel Feuer: Fenchel, Anis, Kümmel, Leinsamen, Sonnenblumenkerne
  • Wärmende Kohlenhydrate: Buchweizen (gekeimt), Mais, Maronen
  • Wärmende Proteine: gekeimte Linsen, gekeimte Kichererbsen, bevorzugt in einfachen Zubereitungen wie rohen Falafeln und Küchlein (Rezepte dafür findest du z. B. hier und hier)
  • Wärmende Gemüse: Fenchel, verschiedene Kohlsorten, …

Dein Herzchakra wird gestärkt durch herzöffnende und freudige Mahlzeiten, besonders liebevoll zubereitet:

  • Leichte Mahlzeiten: Gemüse, Sprossen und Keime, Salate, Obst, …
  • Essbare Blüten als Deko und im Salat: Borretsch-, Kapuzinerkresse-, Holunder-, Rosenblüten, Gänseblümchen, Löwenzahnblüten, …
  • Dazu reichlich duftende, grüne Kräuter: Basilikum, Koriander-Grün, Majoran, Oregano, Petersilie, Rosmarin, Thymian, Quendel, …
  • Duftende Blüten-Sonnen-Tees und -Wasser: Rose, Ringelblume, Lavendel. Kamille, Jasmin, Holunderblüten, …
  • Herzöffnende Spezialitäten: Lotus-Samen bzw. -Nüsse, rote Äpfel (bekannt seit Adam und Eva!), Rosenwasser

Dein Halschakra profitiert von Leichtigkeit und Weite vermittelnder sanfter Kost:

  • Entlastungs-Kost: reinigende Samen, Obst und Früchte (Element Raum: über Früchte und Samen verbreiten sich Pflanzen im Raum)
  • Natürliche, reinigende Süsse: Fruchtsäfte, süße Früchte
  • Reinigende Spezialitäten: Wegerichsamen (bzw. Flohsamen), Hagebutten, Brennesselsamen, Leinsaat

Dein Stirnchakra (drittes Auge) wird harmonisiert durch

  • dunkelblaue Obstsorten wie Heidelbeeren, Brombeeren, Himbeeren, Trauben
  • Gewürze: Pfefferminze, Salbei, Kerbel, Lavendel, Mohn, gewöhnlicher oder Gewürzbeifuß (Artemisia vulgaris)

Unterstütze dein Kronenchakra durch minimalistische Kost, die nicht belastet und Raum lässt für spirituelle Erfahrungen und durch Fasten.

  • Sehr leichte, rein pflanzliche bzw. vegane Kost
  • Obst, Blätter, Nüsse
  • Wasser, Tee, Saft
  • spirituell motiviertes Fasten, zur Stärkung der Geisteskraft
    • Intensiv-Fasten: Wasserfasten
    • Sanftere Fastenformen: Saftfasten, Obstfasten

Quellen:
http://www.hellennas-weissagung.at/lebensmittel-zur-st%C3%A4rkung-der-chakren
http://www.chakren.net/chakra/

Eisbecher zum Frühstück

Schmeckt natürlich auch später am Tag 😉 … ein 100% fruchtiger, fettfreier & super-leckerer Eisbecher:

Aus Bananen, Mangos, Goji-Beeren und Datteln

Aus Bananen, Mangos, Goji-Beeren und Datteln

Noch mal von näher

Noch mal von näher

Körperpflege: roh & lecker

Die Haut ist unser größtes Organ, insbesondere auch zur Aufnahme und Ausscheidung. So nimmst du z. B. beim Duschen (besonders, wenn du warm und lange duscht) mehr evtl. im Wasser vorhandene Schadstoffe auf, als du es tätest, wenn du von dem Wasser trinkst. Entgiftung zeigt sich häufig über die Haut – Pickel, Ekzeme, Ausschläge sind sichtbare Zeichen dafür, dass dein Körper etwas auszuscheiden hat.

Kosmetika aus chemischen/künstlichen/nicht-essbaren Zutaten zu verwenden, ist also keine besonders gute Idee. Selbst Produkte aus dem Bioladen kommen mir nicht mehr auf die Haut – nur das, was ich für essbar halte.

Grundsätzlich creme ich meine Haut überhaupt nicht; nur wenn sie zu trocken wird, öle ich mich mal mit Kokosöl oder Sesamöl (in Rohkostqualität!) ein. Auch für Massagen sind derartige Öle sehr angenehm. Kürzlich habe ich mir dafür eine rohköstliche, wundervoll duftende (und, wer’s mag, auch sehr lecker schmeckende) Bodybutter hergestellt: aus Kakaobutter, Kokosöl und einem Hauch Vanille … mhmmm 🙂

Bodybutter, hübsch portioniert

Bodybutter, hübsch portioniert

Genug Eiweiss? Kein Problem!

Eine immer wiederkehrende Frage an Vegetarier, Veganer und Roh-Veganer ist die nach der ausreichenden Eiweiss-Versorgung. Dabei sollte es sich doch langsam herumgesprochen haben, dass unser Eiweissbedarf bei Weitem nicht so hoch ist, wie es uns die „Tierprodukte“-Industrie gern glauben machen möchte. Und dass eine pflanzliche Ernährung, insbesondere eine rohe Ernährungsweise, hervorragend zur Deckung nicht nur unseres Eiweissbedarfs geeignet ist.

Entgegen der offiziellen Meinung, unser Eiweissbedarf läge bei 8% (d. h., 8% der aufgenommenen Energie sollten aus Proteinen stammen), reichen tatsächlich 2% vollkommen aus! Das ist nämlich der Eiweissgehalt von Muttermilch, der uns als Babys, in der Zeit des schnellsten Wachstums von sowohl Körper als auch Gehirn, perfekt nährt. Niemals wieder später im Leben brauchen wir so viel Eiweiss wie in dieser Lebensphase! 2%, das entspricht dem durchschnittlichen Eiweissgehalt von Orangen und anderen Früchten! Grünblättrige Gemüse, Hülsenfrüchte sowie Nüsse und Samen haben noch einen deutlich höheren Eiweissgehalt!

Tatsächlich ist bei ausreichender Nahrungsversorgung nicht nur keinerlei Mangel an Proteinen zu befürchten. Im Gegenteil: gesundheitliche Gefahr liegt eher in einer Überversorgung! Denn in Wirklichkeit braucht unser Körper nicht das „fertige“ Protein, sondern die Aminosäuren, aus denen es zusammengesetzt wird. Aufgenommene Proteine werden vom Körper so zunächst in die Aminosäuren zerlegt – um aus diesen dann neue Substanz aufzubauen. Hochproteinhaltige Nahrungsmittel wie Fleisch, aber auch gekeimtes Getreide oder gekeimte Hülsenfrüchte, belasten den Körper und führen so zu Störungen.

In Wirklichkeit gilt also:

Weniger Eiweiss ist besser für die Gesundheit!

Suchst du über die offiziell (aus wirtschaftlichen Interessen) propagierten Informationsquellen hinaus, findest du diese Erkenntnis in zahlreichen älteren und/oder weniger beachteten Forschungsergebnissen. Interessant sind in diesem Zusammenhang z. B. die Ergebnisse der russischen Ärztin Galina Schatalowa (ihr Buch Wir fressen uns zu Tode stelle ich in meiner „Bibliothek“ kurz vor.)

Naturvölker wie z. B. die Papuas in Neu Guinea sind mit nur 9 bis 24g Roheiweiss (statt der bei uns empfohlenen 0,8 bis 1,2 g pro kg Körpergewicht) gesund, sehr leistungsfähig und zeigen keinerlei Eiweissmangelsymptome.

Der positive Effekt von weniger Eiweiss als in der westlichen Welt üblich und empfohlen lässt sich auch gut an Versuchen mit kalorienreduzierter Ernährung erkennen. Auch hinsichtlich der Kalorien gilt nämlich, dass weniger oft mehr ist! Die Qualität der Nahrung zählt deutlich mehr als die Quantität. Qualität in Bezug auf den Gehalt an Vitalstoffen etc. – d. h., eine sehr einfache, natürliche, pflanzliche Ernährungsweise. In den Zeiten rund um die Weltkriege war die Frage nach einer gesunden Ernährung trotz wenig zur Verfügung stehender Nahrung bedeutsam genug für Forschungen in diese Richtung. Der Arzt Kuratsune testete z. B. in England zusammen mit seiner Frau während 120 Tagen eine rein pflanzliche Rohkost. Sie nahmen dabei durchschnittlich 1080 Kalorien und 29 Gramm Eiweiss pro Tag zu sich. Beide verloren in den ersten zehn Tagen 14 Prozent Gewicht, blieben danach jedoch stabil. Während dieses Experiments arbeiteten beide voll; die Frau stillte sogar einen Säugling währenddessen – problemlos, sie waren beide leistungsfähiger als zuvor!

Der Beispiele für die positiven Effekte einer pflanzlichen, kalorien- und vor allem eiweissarmen Ernährung sind zahlreich. Sicher kein Zufall ist es, dass es dabei fast immer um unerhitzte Eiweisse geht! Einige weitere findest du in diesem Artikel des schweizer Magazins „Blick“.

Übrigens: nicht nur Essen versorgt uns; wir können – indirekt – sogar Luft in Eiweiss verwandeln! Bei geeigneter (natürlicher, unerhitzter, pflanzlicher Nahrung) und daraus resultierender gesunder Bakterienbesiedlung unseres Darms vermehrt sich dort auch das Bakterium Clostirdium perfrigens. Es bindet (einen Teil der täglich eingeatmeten ein bis zwei Liter) Stickstoff und stellt damit für uns nutzbares Eiweiss her.

Leckere Arten, für deine gesunde Proteinversorgung zu sorgen, findest du übrigens in meinen Rezepte eBooks. Z. B. diesem hier:
„Rohköstliche Abendessen“ – 28 herzhafte Rohkostrezepte. Einfach, roh, vegan, fettarm. 80/10/10-tauglich.

Vielleicht auch interessant für dich: Woher bekommst du dein Protein?