Kreative Rohkostküche: Kaugummi & Milchshake

Roh, vegan, gesund & lecker: ein „Milch“-Shake aus Banane, Mandelmus und gefrorenen Erdbeeren und – super-einfach! – Minzkaugummi: getrocknete Bananenscheiben eingewickelt in Minzblättchen. Lecker!

Erdbeer-Milchshake

Erdbeer-Milchshake

Minz-Kaugummi

Minz-Kaugummi

Ist Wein roh?

Wie wird Wein eigentlich hergestellt? Die Basis sind Trauben, klar. Grüne oder rote. Der Prozess zur Weissweinherstellung sieht so aus: Maischen (d. h. im Wesentlichen zerdrücken und eine Weile liegen lassen), pressen (schonend, damit keine Kerne zerdrückt werden, da diese Bitterstoffe enthalten und den Geschmack verderben würden). Je nach gesetzlichen Regelungen in den Produktionsländern wird dann teilweise Zucker oder Traubendicksaft zugesetzt, um so einen höheren Alkoholgehalt zu erzielen. Dann wird geschwefelt (zur Verhinderung von Oxidation und zum Schutz vor Verderb). Es folgt die Gärung (bei der maximal Temperaturen bis zu 30°C erreicht werden; meist wird jedoch kontrolliert und die Temperatur niedriger gehalten), das Entfernen der Hefe und das Reifen. Rotwein wird im Prinzip genauso hergestellt, nur die Reihenfolge der Verarbeitungsschritte ist eine andere.(*)

Ist Wein also roh? Im Sinne von roh = nicht über 42°C erhitzt ist er das offensichtlich.
Ist Wein folglich möglicher oder sinnvoller Bestandteil einer rohköstlichen Ernährungsweise? Das möge jedeR für sich entscheiden. Meine Gedanken dazu:

  • Da im Wein mindestens das drin ist, was die Trauben mitbringen und konventionell angebaute Trauben bekanntlich meistens stark mit Pestiziden belastet sind, würde ich, wenn überhaupt, nur über Bio-Wein nachdenken.
  • Wenn du deinen Wein selber machst und daher ganz sicher weisst, was drinsteckt, ist das definitiv ein Vorteil. Denn mal ehrlich: was immer die Gesetze sagen, du weisst doch nie, was letzlich in den Flaschen noch alles drin ist. Vielleicht erinnerst du dich noch an den Skandal mit den Frostschutzmitteln im Wein vor etlichen Jahren?!?
  • Zurück zu den offiziellen Zutaten. Weder Zucker noch Traubendicksaft haben in meinem Körper etwas verloren!
  • Schwefel gehört ganz sicher ebenfalls zu den Stoffen, die ich tunlichst zu vermeiden suche. Sicher, auch im Bio-Anbau wird erlaubterweise geschwefelt – aber auch dabei tragen die ArbeiterInnen Schutzkleidung und Masken. Was für mich nicht gerade ein Zeichen für die Unbedenklichkeit des Schwefels ist.
  • In jedem Fall ist Wein ein sehr weit verarbeitetes Produkt. Was, Rohkostqualität hin oder her, nichts mehr mit natürlicher Ernährung zu tun hat.
  • Alkohol ist ein Nervengift.

Ich kenne einige Rohköstler, die gelegentlich oder häufig Wein trinken und damit ihrer Aussage nach keine Probleme haben. Ich selbst habe seit etwa 10 Jahren keinerlei Alkohol mehr getrunken – aufgehört in der Schwangerschaft mit meiner Tochter und danach nie wieder Lust drauf gehabt. Auch ganz ohne die obenstehenden Überlegungen: Wein, den ich früher wirklich sehr gern mochte, zieht mich einfach nicht mehr an. Er riecht einfach nicht lecker. Und den Körpergeruch verbessert er auch nicht gerade (wenngleich Wein in Maßen da nicht so unangenehm ist wie Bier oder Schnaps).

Ich „betrinke“ mich gelegentlich – unabsichtlich – mit aufgrund von Überreife leicht vergorenen Früchten. Bei Bananen kommt das gelegentlich vor, bei frischen Datteln und auch bei Durian hab ich es schon erlebt.

Trinkst du Wein? Warum bzw. warum nicht?

(*) Quelle: wikipedia.de

Natürliche Alterserscheinungen?

Ist es „normal“, dass du dich mit zunehmendem Alter immer schlechter bewegen kannst? Dass es hier zwickt und dort schmerzt? Verschleisskrankheiten, so nennen das die Ärzte. Natürliche Alterserscheinungen, ebenso wie Falten, schlaffe Haut, zunehmendes Gewicht, Diabetes & Co. Stop! – bei Letzteren wissen wir doch längst, dass diese Erscheinungen ernährungsbedingt sind. Bedingt durch einen unnatürlichen, nicht unserer Art entsprechenden Lebensstil, mit zu viel Essen, künstlicher bzw. nicht artgerechter und totgekochter Nahrung, zu wenig Bewegung … von Mimi Kirk über Storm Talifero bis Brigitte Rondholz machen uns immer mehr vegane RohköstlerInnen weltweit vor, was mit natürlicher Ernährung und einem aktiven Lebensstil auch jenseits der 60 möglich ist.

Und Verschleiss??? Trotz stetig nachlassender körperlicher Belastung nimmt die Zahl der diagnostizierten Verschleisskrankheiten ständig zu. Irgendwie unlogisch, oder? Unser Körper ist keine Maschine, er besteht nicht aus toter Materie, die durch Gebrauch verschwindet. Genau das Gegenteil gilt: besonders beanspruchte Teile des Körpers werden vom Organismus verstärkt – siehe Muskelaufbau. Technische Körper können verschleissen, biologische nicht. Unsere Zellen erneuern sich permanent – alle paar Stunden, alle paar Wochen. Somit ist unser gesamter Körper bis hin zu den Knochen tatsächlich erst wenige Wochen alt.(*) Faszinierend, oder?

Aufgebaut werden die neuen Zellen aus dem, was dem Körper zur Verfügung steht! Dem, was du isst, trinkst, einatmest. Im wahrsten Sinne des Wortes: du bist, was du isst! Willst du gesunde, starke neue Zellen? Dann gib deinem Körper natürliche, frische, giftfreie Nahrung & Atemluft! Überlaste ihn nicht – weder mit Unmengen von Essen noch mit Stress – damit er seine Energie für Entgiftung und gesunden Neuaufbau nutzen kann. Und bleib (oder werde! Es ist nie zu spät, damit anzufangen!) aktiv … Knochen, Gelenke und Muskeln bleiben umso stärker und gesünder, je mehr sie benutzt werden.

In diesem Sinne … geh ich jetzt mal weg vom Computer und arbeite ein bisschen im Garten 🙂

(*) Quelle

Im Test: der Slowstar Entsafter

Glückliche Umstände haben mir vor einiger Zeit ein neues Küchengerät beschert. Eines, das ich mir sicher nicht gekauft hätte, bei dem ich mich jedoch über die Gelegenheit zum Ausprobieren freue.

Du liest es schon in der Überschrift: es ist ein Entsafter. Und zwar der Slowstar. Eine Saftpresse, die, anders als die mir bisher bekannten Geräte, nicht horizontal sondern vertikal arbeitet. Das bringt in meinen Augen schon mal mindestens einen Vorteil mit sich: dieser Entsafter braucht deutlich weniger Platz als z. B. ein Green Star und ist auch nicht ganz so unhandlich. Leichter als die anderen ist er allerdings auch nicht – definitiv kein Gerät für das Reisegepäck.

Gekauft hätte ich ihn mir deshalb nicht, weil ich mir einfach nichts aus Säften mache. Die Tochter hingegen liebt sie und freut sich daher – über den Neuzugang und meinen Experimentierdrang, der ihr viele leckere Säfte beschert.

Für den Fall, dass du über die Anschaffung eines Entsafters nachdenkst, sind hier dann also mal meine Erfahrungen mit diesem Modell:

  • Erstmal ein paar technische Details: auch der Slowstar ist eine Saftpresse und arbeitet mit einer Pressschnecke. In diesem Fall ist es eine sogenannte Doppelklingenpressschnecke, d. h., oben an der Schnecke sind zwei Klingen, die das Obst und Gemüse zunächst zerschneiden, bevor die Schnecke es dann püriert und durch das Entsaftersieb presst. Von allen mir bekannten Saftpressen ist der Slowstar die mit der niedrigsten Umdrehungszahl arbeitende (47 U/min); so wie ich das verstehe, entsaftet er also noch schonender als Green Star und Co. – Stichwort vitalstoffzerstörende Oxidation durch eingewirbelten Sauerstoff.
  • Wie schon gesagt: es ist ein vertikaler Entsafter, die Schnecke sitzt also in vertikaler Richtung im Gerät. Das hat neben der geringeren Größe auch den Vorteil, dass es viel weniger Kraftaufwand braucht, die zu entsaftenden Früchte und Gemüse Richtung Pressschnecke zu bekommen. Den Stopfer brauchst du bei diesem Entsafter nur für grüne Blätter, alles andere findet dank Erdanziehungskraft seinen Weg von allein. Beim Entsaften von Wurzeln spart das schon ein bisschen Kraftaufwand.
  • Der Slowstar schafft sowohl weiche Früchte wie Papayas als auch Grünzeug und sogar Selleriestangen. Bei sehr weichen Früchten (ich habe reife Bananen ausprobiert) hängt allerdings irgendwann der gesamte Pressaufsatz voller Trester (in dem Fall eher Matsch 😉 ), weil der Tresterausgang mit einer Silikonklappe abgedichtet ist und zu weicher Trester es nicht schafft, die aufzudrücken. Nun ja, eigentlich macht es auch wenig Sinn, Bananen zu entsaften. Aber ich wollt’s halt mal ausprobieren.
  • Was ich bei Entsaftern ja gar nicht leiden kann, ist der im Vergleich zu Saftherstellung und -genuss unverhältnismäßig hohe Aufwand für die Reinigung. Die natürlich auch beim Slowstar nicht entfällt. Er lässt sich aber tatsächlich einfacher und schneller reinigen als alle anderen Geräte, die ich bisher ausprobiert habe. Du gibst nach dem Entsaften einfach ein bis zwei Gläser Wasser in das laufende Gerät; so wird schon ein Großteil der Fasern aus dem Sieb gespült. Die anschließende Reinigung mit der mitgelieferten Bürste braucht dann tatsächlich nur noch wenige Minuten. Das Zusammen- und Auseinanderbauen des Geräts finde ich übrigens auch einfacher als bei den horizontalen Pressen.
  • Wie die anderen Saftpressen kann auch diese hier nicht nur entsaften sondern mit dem entsprechenden (mitgelieferten) Aufsatz ebenfalls pürieren. Obst, Gemüse, eingeweichte Kerne und Trockenfrüchte. Das Ergebnis bei Pürees wird nicht so „smooth“ wie im Mixer, hat aber dafür aufgrund der niedrigen Verarbeitungsgeschwindigkeit einen höheren Gehalt an Vitalstoffen. Und eine etwas weniger glatte Konsistenz finde ich für etliche Zubereitungen (z. B. unsere Sonnenpaté) durchaus vorteilhaft. Süße Kugeln etc. lassen sich auf diese Art natürlich auch zubereiten. Da die Zubereiterei jedoch im Mixer weniger aufwändig ist, werde ich voraussichtlich für unsere ohnehin nicht so häufigen Zubereitungen im Alltag künftig nicht auf den Entsafter umsteigen.
  • Mit einer Ausnahme: Eiscreme! Der Slowstar macht – wie auch unser Z-Star – aus gefrorenen Früchten wundervolles Eis! Und, da motorbetrieben, ist es viel weniger anstrengend als mit dem manuellen Entsafter und geht vor allem viel schneller. Bei den hiesigen Temperaturen ist letzteres durchaus relevant … häufig ist nämlich die erste Portion Eis schon halb geschmolzen, bevor die Zweite von uns ihr Schälchen bekommt. Im Slowstar geht es mindestens genauso schnell wie im Vitamix; ich glaube sogar schneller. Und er ist dabei wesentlich leiser als der Vitamix.

Also, falls du dir einen Entsafter zulegen möchtest, kann ich dir diesen hier durchaus empfehlen. Von allen von mir in den letzten Jahren getesteten elektrisch betriebenen Entsaftern gefällt mir der Slowstar definitiv am besten.

Ach ja, aussehen tut er auch ganz hübsch, finde ich:

test-slowstar

Früchte vs Multivitaminsäfte

Vor ein paar Tagen bin ich bei Recherchearbeiten für einen Job über das Testergebnis von Ökotest Anfang dieses Jahres gestolpert. Multivitaminsäfte haben sie getestet. Mit erschreckenden Ergebnissen. Bei uns zu Haus gibt es schon seit über 8 Jahren keine fertigen Säfte mehr, doch viele sich durchaus bewusst ernährende Menschen halten Multivitaminsäfte für einen gesunden Beitrag zu ihrer Ernährung – auch ich habe das vor vielen Jahren mal geglaubt. Zumindestens dann, „wenn es mal schnell gehen soll“ oder mit der Einschränkung „besser als gar nichts“, wenn es mal an Zeit oder Gelegenheit zum Einkaufen oder schlicht am mangelnden Angebot im Laden mangelt.

Jedoch – weit gefehlt! Die Multivitaminsäfte sind nicht nur nicht gesund, sondern im Gegenteil eher gesundheitsgefährdend – und zwar nicht nur aus Rohköstlersicht. Für VegetarierInnen und VeganerInnen darüberhinaus noch relevant: sie sind nicht einmal unbedingt vegetarisch!

Klar war für mich seit langem, dass die pasteurisierten Säfte im Vergleich zu frischen Früchten und Gemüsen (und auch im Vergleich zu frisch gepressten Säften) einfach „tot“ sind, wesentlich weniger Vitalstoffe enthalten als Frischkost. Die Hersteller bewerben ihre Säfte allerdings mit dem hohen Vitamingehalt – der folglich nicht natürlich sein kann. Was in den angeblich so gesunden Säfte steckt, erklärt dieser Fernsehbeitrag aus der ARD Mediathek.

Der erste Multivitaminsaft kam 1979 auf den Markt. „Dr. Koch’s Trink 10“. 10 Früchte plus 10 lebenswichtige Vitamine – so wurde er damals angepriesen und an der Rezeptur hat sich seitdem nichts grundsätzliches geändert: die Basis für den Multivitaminsaft bilden Apfel-, Orangen- und Birnensaft; für den exotischen Geschmack werden Aromen (Maracuja, Mango, Ananas, Guave) hinzugefügt. Die grelle Farbe stammt nicht etwa von den enthaltenen Früchten sondern ist das Ergebnis der zugesetzten Vitamine.

  • Die Säfte sind nicht etwa direkt gepresst, sondern werden aus rückverdünnten Saftkonzentraten hergestellt.
  • Da bei der Herstellung dieser Konzentrate das Aroma verloren geht, werden den Säften bei der Wiederaufbereitung Aromen zugesetzt.
  • Dass in dieser Mischung keine nennenswerten Mengen an Vitaminen (oder sonstigen Vitalstoffen) enthalten sein können, ist offensichtlich.
  • Im nächsten Schritt werden den Säften dann also künstliche Vitamine zugesetzt.
  • Über die Vitamine hinaus, die natürlicherweise in die Ursprungsfrüchte gehören, werden dabei auch Vitamine zugesetzt, die aus anderen, teilweise tierischen, Quellen stammen: Vitamin B12, E und Biotin.
  • Damit die Angaben über den Vitamingehalt auf dem Etikett auch garantiert stimmen, werden tatsächlich noch weitaus höhere Mengen an Vitaminen zugesetzt. Womit diese gefährlich hoch überdosiert werden. Von Folsäure beispielsweise ist damit schon in einem Glas Saft evtl. der 2,5 fache Tagesbedarf eines Erwachsenen enthalten. Welche Nebenwirkungen das haben kann, ist bei zahlreichen Vitaminen nicht abschließend erforscht. Beim standardmäßig ebenfalls enthaltenen künstlichen Beta-Carotin ist sogar bekannt, dass es, in großen Mengen aufgenommen, mindestens bei Rauchern das Krebsrisiko signifikant erhöht. Wie das bei Nichtrauchern aussieht, weiss man nicht so genau.

Einzig die Bio-Varianten der Multivitaminsäfte sind einigermaßen okay, da die Biorichtlinien offenbar den Einsatz sowohl künstlicher Vitaminzusätze als auch von Aromen verbieten. Das macht die Biosäfte vermutlich zumindestens weniger gefährlich als die anderen – erhitzt sind sie natürlich trotzdem.

Das Fazit ist klar, oder? Verzichte besser auf derartige „Vitaminbomben“ – es gibt nur einen Weg, deinen Körper mit ausreichend Vitalstoffen zu versorgen: iss möglichst viele frische Früchte und Gemüse!

Quellen:
ARD Mediathek
Ökotest

Relativ gesund?

Was ist Gesundheit? Mit dieser Definition tun sich selbst die, die sich die Gesundheit als Daseinszweck auf ihre Fahnen geschrieben haben, die Gesundheitsbehörden und -organisationen, schwer. Eigentlich ist Gesundheit unser natürlicher Zustand. Von dem wir jedoch dank unserer immer unnatürlicher werdenden Lebensweise und nicht zuletzt auch der in der gesamten mehr oder weniger zivilisierten Welt üblichen Ernährungsweise derart weit entfernt sind, dass selbst viele unserer Babys nicht mehr gesund auf die Welt kommen.

Gesundheit, das ist vollkommenes Wohlbefinden, körperlich, seelisch, geistig. Ein Zustand, der uns fast allen so unbekannt ist, dass selbst die WHO Gesundheit gemeinhin als „Abwesenheit von Krankheit“ definiert.

Und „relative Gesundheit“ – kann es das geben? Ein bisschen gesund? Ein bisschen schwanger? Krankheit lässt sich relativieren – du kannst ein bisschen krank sein oder schwer krank. Aber entweder du bist schwanger – oder nicht. Entweder du bist gesund – oder eben nicht.

Jedoch – in dieser Welt, in der kaum noch jemand weiss, wie sich wirkliche Gesundheit eigentlich anfühlt und häufiges (ab einem gewissen Alter gar ständiges) eingeschränktes Wohlbefinden (=Krankheit!) als ganz normal empfunden wird, freut sich verständlicherweise schon, wer sich einigermaßen wohl fühlt.

Entsprechend werden auch die diversen zur Verfügung stehenden Nahrungsmittel nicht nur in „gesund“ (= dem Wohlbefinden förderlich) und „ungesund“ (= dem Wohlbefinden schadend) unterteilt. Denn wer gar nicht wirklich gesund ist, der nimmt die Auswirkungen seiner Nahrung deutlich weniger stark wahr. Wer sich absolut natürlich ernährt, der wird sich schon schlecht fühlen, wenn er nur einmal einen Smoothie trinkt oder gar einen Rohkostriegel isst. Wohingegen ein Küchenrohköstler erst beim Verzehr gekochter Nahrung eine Veränderung zum schlechteren hin wahrnehmen wird und ein Standard-Kochköstler sich nach demselben Smoothie vielleicht gar besser & energiegeladener fühlen wird.

Eigentlich ist es vollkommen klar: wirklich gesunde Nahrung ist natürliche Nahrung – nenn sie Urkost, Naturkost, oder wie du magst. Früchte, Wildkräuter, Gemüse, Samen. Giftfrei gewachsen, reif geerntet, frisch gegessen. Unverarbeitet, unvermischt, weder erhitzt noch gefroren oder künstlich getrocknet.

Auf dem Weg von der üblichen, langgewohnten Zivilisationskost hin zu dieser natürlichen Ernährungsweise gibt es viele mögliche Stationen … genieße die Reise, bleib, wo es dir gefällt und geh weiter, wenn du spürst, dass du noch nicht an deinem Ziel angekommen bist!

Sind grüne Smoothies gut für dich?

Grüne Smoothies liegen voll im Trend und gelten sowohl unter vielen Rohköstlern als auch bei anderen Ernährungsbewussten als unglaublich gesund. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass du nicht weisst, was ein Grüner Smoothie ist: er besteht für gewöhnlich aus einem großen Teil grüner Blätter (Salate, Wildkräuter, grüne Blattgemüse, Sellerie … ), Früchten (süßen oder Gemüsefrüchten) und mitunter noch weiteren Zutaten wie Kernen/Samen/Superfoods usw.. All das wird im Mixer oder Blender zusammen zu einem glatten („smooth“ = glatt) Getränk oder einer Creme püriert.

Auf den ersten Blick scheint dieses Powerpaket voller Vitamine, Mineralien, Antioxidantien und Fasern unbestreitbar gesund zu sein. Aber. Ist es das wirklich?

Betrachten wir zunächst einmal die Menge an der mit einem Smoothie aufgenommenen Nahrung. Smoothies sind flüssig und werden in der Regel getrunken. Würdest du die Zutaten eines grünen Smoothies „am Stück“, unvermixt, essen, so bräuchtest du wesentlich länger dafür. Vermutlich würdest du nicht einmal alles schaffen, weil du vorher schon voll wärest. Beim Trinken (selbst wenn du in kleinen Schlucken trinkst oder den Smoothie löffelst) verpasst du diesen Zeitpunkt und isst mehr, als du eigentlich bräuchtest. Außerdem entfällt das Kauen, das gründliche Einspeicheln, welches der erste, durchaus wesentliche Teil der Verdauung ist.

In den meisten Rezepten für grüne Smoothies sind außerdem sehr viele unterschiedliche Zutaten enthalten. Unsere Verdauung funktioniert am Besten, wenn wir eine Sache zur Zeit essen. Dann kann der Körper die Nahrung am optimalsten verwerten. Ihn nicht nur während einer Mahlzeit mit abwechselnden Bissen unterschiedlicher Nahrung zu füttern, sondern sogar mit einer wilden Mischung, bei der jeder Bissen/Schluck mehrere verschiedene Nahrungsmittel mitbringt, die alle unterschiedliche Anforderungen für die Verdauung haben, stellt eine Belastung für das Verdauungssystem dar.

Viele Menschen neigen außerdem dazu, im Smoothie Zutaten unterzubringen, die sie für „gesund“ halten, deren Geschmack sie jedoch nicht mögen. Ich halte das nicht für klug. Es gibt Gründe dafür, dass wir unseren Geschmackssinn haben. Er zeigt uns, was gut für uns ist und was nicht. Okay, hinsichtlich des bei den meisten von uns durch jahrelange „Zivilisationskost“ verdorbenen Geschmackssinnes mag es sein, dass wir uns darauf zu Beginn einer natürlicheren Ernährungsweise nicht 100% verlassen können. Sicherlich nicht, wenn unsere Zunge uns sagt, wie gut ihr Pizza, Pommes oder Eiscreme schmecken. Diese Auswahl funktioniert nur bei natürlichen, rohen, unverarbeiteten, ungewürzten Nahrungsmitteln. Die vielleicht in der Umstellungsphase zunächst langweilig, fade schmecken – bis wir uns von den künstlichen Aromen entwöhnt haben und die natürlichen Geschmäcker wieder wahrnehmen und schätzen können. Wenn jedoch etwas wirklich ekelhaft, abstossend, widerlich, unangenehm schmeckt, ist das sicher ein ernstzunehmendes Zeichen des Körpers: Das will ich nicht, das kann ich nicht gebrauchen, es wird mir nicht gut tun!

Aus ayurvedischer Sicht gibt es weitere Einwände gegen den häufigen oder gar regelmäßigen Genuss grüner Smoothies, die sich auf die Qualitäten der Smoothies bzw. ihrer Zutaten beziehen:

  1. Grüne Smoothies bringen Vata aus dem Gleichgewicht:
    Nicht nur das in vielen Smoothie Rezepten verwendete gekühlte Wasser bzw. Eiswürfel sondern auch viele Früchte sind kalt, d. h. sie wirken abkühlend. Selbst beim Zusatz warmer Gewürze wie Ingwer ist die Qualität eines grünen Smoothies immer noch überwiegend kalt. Grüne Blätter sind trocken und rauh.
    Diese drei Eigenschaften – kalt, trocken, rauh – erhöhen dein Vata und bringen so dein Dosha aus dem Gleichgewicht. Besonders deutlich werden Menschen mit einer Vata-Veranlagung dies merken; es gilt jedoch auch für alle anderen Doshas. Ein Vata-Überschuss führt zu gesteigerter Trockenheit, Kälte, Rastlosigkeit und Unruhe sowohl körperlich als auch mental. Aus ayurvedischer Sicht beruht die Mehrheit aller sog. Krankheiten auf einem Vata Überschuss.
  2. Grüne Smoothies schwächen dein Oja
    Ein langandauernder Vata Überschuss führt zum Abbau von Gewebe. Das fühlt sich zunächst gut an: wenn Zellen abgebaut werden, wird viel Energie freigesetzt. Darum erfahren viele, die anfangen Grüne Smoothies zu sich zu nehmen, zunächst solche überwältigenden Energieschübe. Die gute Nachricht daran ist sicher, dass auch Fettgewebe abgebaut wird. Leider nicht nur dieses, sondern ebenso alle anderen Gewebe deines Körpers, inklusive der Knochen, Nerven, etc. … was zu schlechter Zahnsubstanz, schwachen Knochen, angegriffenen Nerven, Hormonproblemen bis hin zur Unfruchtbarkeit führen kann. So wird dein Immunsystem, deine Abwehrenergie (im Ayurveda Oja genannt), geschwächt.
  3. Grüne Smoothies sind schwer verdaulich.
    Etliche Aspekte hierzu habe ich weiter oben schon beschrieben. Aus ayurvedischer Sicht kommen noch die absolut ungeeigneten Kombinationen von Nahrungsmitteln hinzu: Früchte sollten niemals mit anderer Nahrung kombiniert werden! Selbst wenn alle Zutaten durch das Mixen bereits „aufgebrochen“, sozusagen vorverdaut, sind, brauchen die grünen Blätter ebenso wie andere schwerere Zutaten (Nüsse, Kerne, Superfoods) wesentlich länger für die Verdauung als die Früchte, die dennoch solange im Verdauungssystem bleiben müssen, bis alles verdaut ist, und dort zu Gärung, Gasbildung, Bauchschmerzen führen können. Die schwere Verdaulichkeit, die viele als anhaltende Sättigung positiv interpretieren, stellt in Wirklichkeit eine Belastung des Verdauungssystem dar und hindert den Körper so an seinen vielen anderen Aufgaben.

Fazit: Iss deine Nahrung lieber „am Stück“, kau sie gründlich, solange du noch Zähne hast (dann behälst du auch länger welche!) und verzichte weitgehend auf Smoothies! Hätte die Natur gewollt, dass wir Smoothies trinken, dann würden Vitamixe an Bäumen wachsen 😉

Wenn du grüne Smoothies liebst und unbedingt gelegentlich welche zu dir nehmen willst, möchtest du vielleicht folgende Punkte für eine bessere Verträglichkeit beachten:

  • Trink höchstens zwei bis dreimal die Woche einen grünen Smoothie. Auf keinen Fall täglich.
  • Kau deinen Smoothie. Nimm ihn in kleinen Schlucken zu dir und kaue jeden Schluck gründlich. Das hilft bei der Verdauung und gibt dir zugleich die Chance, rechtzeitig zu bemerken, wenn du satt bist.
  • Verwende nur wenige Zutaten in deinem Smoothie, maximal drei bis fünf unterschiedliche. Und nur solche, die du auch einzeln essen magst.
  • Gib wärmende Zutaten wie Ingwer oder Kurkuma (frisch, nicht die getrockneten Pulver!) hinzu, um die Kälte auszugleichen und die Verdaulichkeit zu verbessern.
  • Verzichte möglichst auf schwere Zutaten wie Nüsse oder sog. Superfoods!

Obst am Stiel

Kreier dir deinen Lieblingslolli … schon die Herstellung macht Riesen-Spaß:

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Es ist ganz einfach: schneide einen Apfel (oder beliebiges anderes festes Obst) in passende Stücke und steck diese auf einfache Holzstiele. Nun brauchst du noch „Klebstoff“ – wir haben Mandelpüree und Feigenmus verwendet, Dattelmus eignet sich ebenfalls gut – um die Äpfel damit zu überziehen. Anschließend wendest du die Stücke z. B. in gehackten Mandeln, Rosinen oder was immer du magst. Wir hatten Mandeln, Rosinen, Carob, Weizengraspulver, Gojibeeren und Kokosstreusel. Fertig!

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