Folge deinem eigenen Weg!

Nicht anders als mit allem im Leben ist es auch mit der Rohkost. Du kannst die Wege anderer ausprobieren, dir ihre Erfahrungen anhören … deinen Weg musst du selbst finden! Einem Ernährungskonzept, das jemand anderes entworfen und erfolgreich gelebt hat, zu folgen, mag ein guter Einstieg sein. Ein Versuch, ein Ausprobieren. Um langfristig zu einer für dich funktionierenden Ernährung zu finden, folgst du besser nur dir selbst. Dem, was dein Körper dir signalisiert.

Das bedeutet nicht, dass du niemandem mehr zuhören sollst oder jeden Rat von vorne herein ablehnen sollst. Sondern dass du nur das übernimmst, was wirklich zu dir passt. Dass du erkennst, was dir wirklich gut tut. Unabhängig davon, was andere behaupten oder davon halten.

Orangen mögen als gesund gelten und Superfoods als die ernährungsphysiologische Offenbarung schlechthin. Wenn du sie magst – gut so. Wenn nicht – auch in Ordnung. Egal, wie „gesund“ irgendein Nahrungsmittel sein mag – wenn du es gegen deinen Willen essen musst, wird es dir nicht gut tun!

In diesem Sinne: folge nur dir selbst! NIEMAND weiss besser, was dir gut tut, als DU.

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Anti-Aging durch Rohkost

Wenn du dir frische und getrocknete Tomaten anschaust und sie vergleichst, fällt besonders eines auf: während die Frischen eine glatte, pralle Haut haben, sind die Getrockneten extrem schrumpelig, faltig. Der Grund ist klar: sie sind komplett dehydriert. Es fehlt ihnen an Wasser.

Unser Körper besteht zu über 70% aus Wasser. Mangelt es uns an Wasser, ist unser Körper also dehydriert, bekommt er Falten und entwickelt gesundheitliche Probleme.

Untersuchungen zufolge ist der Durchschnittsbürger hierzulande chronisch dehydriert. Die Ursachen liegen, wenn wundert es, vor allem in der Ernährung. Die meisten Menschen trinken nicht nur zu wenig, sondern vor allem ungeeignete Getränke. Was unser Körper braucht, um seinen Durst zu löschen, ist das, woraus er zu einem so großen Teil besteht: Wasser! Kaffee, Limonaden, Energydrinks und alkoholische Getränke versorgen den Körper nicht nur nicht mit dem lebensnotwendigen Wasser sondern entziehen es ihm im Gegenteil noch – für ihre Entgiftung (denn: ja, die Bestandteile dieser Getränke sind überwiegend Stoffe, die schädlich sind für den Körper und die er deshalb möglichst schnell wieder entgiften möchte.) Zudem ist die herkömmliche Ernährung in unserer Gesellschaft viel zu trocken, zu arm an Wasser.

Der erste Schritt zur Vermeidung von Wassermangel ist also klar: Wasser trinken. Vorzugsweise Quellwasser oder gefiltertes Wasser. Ein sehr empfehlenswertes Mittel zur ersten Hilfe bei kleineren Befindlichkeitsstörungen wie z. B. Kopfschmerzen, Müdigkeit usw. ist es tatsächlich, ein bis zwei Gläser Wasser zu trinken. Häufig reicht das schon aus, damit du dich wieder gut fühlst.

Frische Früchte, Gemüse und Blattgrün sind, wie die schon erwähnte Tomate, ebenfalls voll von Wasser. Über 90% beträgt der Wassergehalt der meisten Sorten. Die außerdem reichlich Vitamine, Mineralstoffe, Enzyme etc. mit bringen. selbst Bananen, relativ wasserarme Früchte, bringen es noch auf 70%. Optimal ernähren und mit ausreichend Wasser versorgen kannst du deinen Körper also, indem du dich von möglichst viel Frischem ernährst.

Ein echtes Highlight dabei sind junge Kokosnüsse. Nutze die Gelegenheit, falls du welche bekommen kannst: ihr Saft ist so vollkommen, dass er für Babies sogar die Muttermilch ersetzen kann.

Das beste Essen überhaupt!

Das beste Essen überhaupt sind für mich Früchte. Oh ja, auch grüne Blätter, Wildkräuter, natürlich! Die Früchte stehen jedoch auf meiner „Rangliste“ ein wenig höher …

  • … weil sie sooo köstlich schmecken
  • … weil ich sie essen kann, ohne dabei eine Pflanze zu verletzen oder gar zu zerstören
  • … weil sie mit ihren bunten Farben und schönen Formen auch meine Seele nähren, mein Herz erfreuen
Seit Jahren mein absoluter Favorit: die Papaya. Von der ich mich auch gut ausschließlich ernähren kann. Tage-, wochenlang!

Seit Jahren mein absoluter Favorit: die Papaya. Von der ich mich auch gut ausschließlich ernähren kann. Tage-, wochenlang!

Seltener Genuss: rote Bananen. Eine der vielen überaus leckeren Sorten dieser nahrhaften Frucht.

Seltener Genuss: rote Bananen. Eine der vielen überaus leckeren Sorten dieser nahrhaften Frucht.

Nahrung ist frei

Du bist, was du isst.
Hoffentlich nicht billig, künstlich oder Fastfood. (Oder tot.)

Food is Free, Nahrung ist frei/kostenlos, ist ein tolles Projekt, das Menschen dazu motiviert, ihre eigene Nahrung anzubauen. Sich dafür zusammenzutun, Nachbarschafts- und Straßengärten anzulegen und die Ernte miteinander zu teilen. Neben gesunder Nahrung entstehen dabei auch gleich schöne Gemeinschaften.

Platz für den Nahrungsanbau lässt sich überall finden … im Internet gibt es zahlreiche Fotos und Beispiele für Anbaumöglichkeiten auch auf Dächern, Balkonen und in kleinen Stadtwohnungen.

Unsere Nahrung, unsere Grundversorgung, sollte frei sein. Kostenlos. Und natürlich von guter Qualität. Unabhängig von Konzernen und Spekulanten. Für jeden Menschen.

Falls du mehr über das Projekt wissen willst, schau doch mal auf ihre Website: http://foodisfreeproject.org/.

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Wocheneinkauf

Heute zeige ich dir mal wieder unseren Wocheneinkauf – wie immer vom samstäglichen Bauernmarkt. Meinem einzigen fixen Termin jede Woche, für den ich mir sogar den Wecker stelle; denn der Markt ist die beste Quelle weit und breit für frische und unbehandelte Früchte, Gemüse, Grünzeug. Alles frisch geerntet & direkt von den Erzeugern verkauft. Hier kaufe ich den größten Teil unseres Essens für die gesamte Woche. Wie übrigens auch viele andere. Darunter, unschwer an den Einkäufen zu erkennen, auch der eine oder andere Frutarier … war schon witzig, als ich vergangene Woche gleichzeitig mit jemand anderem am einzigen Erdbeeren anbietenden Stand auf dem Markt stand und wir beide jeweils Schälchen mit Erdbeeren anhäuften … die übrigen Kunden, die jeweils nur ein bis zwei Schälchen kauften, standen mit großen Augen daneben 🙂 … Am Bio-Stand staunt niemand mehr, wenn ich (oder andere) kistenweise Papayas oder Bananen einpacken.

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Diese Woche habe ich – falls du auf dem Bild nicht alles erkennen kannst – dies hier mitgebracht: Papayas (mehr als zu erkennen, sie verstecken sich im Schatten neben dem Grünzeug), Bananen, Avocados, Spinat, Borretsch, Koriander, Löwenzahn, Bok Choi, Brokkoli, Zucchini, Gurken, Fenchel, Möhren, Mais, Erbsen, Paprika, Tomaten und Zitronen. Außerdem Birnen, Mandarinen und Grapefuit aus der Fruteria. Ausgegeben habe ich für das alles ca. 40 Euro.

Rohkost & Zyklus

Heute mal ein Thema, das vielleicht eher für die hier mitlesenden Frauen interessant ist … die Auswirkungen der rohköstlichen Ernährung auf den weiblichen Zyklus.

Der Wechsel zu einer roh-veganen Ernährung bringt für die meisten von uns mehr oder weniger deutliche körperliche Veränderungen mit sich. So verändert sich bei fast allen Frauen auch der Zyklus – oder vielmehr die Menstruation. Damit verbundenes Unwohlsein & Schmerzen verschwinden, die Blutung wird geringer, die „Tage“ kürzer und auch Stimmungsschwankungen nehmen häufig ab.

Während die meisten mir bekannten Rohköstlerinnen weiterhin menstruieren, verschwindet bei einigen zumindestens zeitweise die monatliche Blutung ganz. Während dies in manchen Fällen durch starken Gewichtsverlust & dadurch bedingten Mangelzustand verursacht sein mag, also auch kein Eisprung mehr stattfindet, erleben etliche Rohköstlerinnen jedoch auch einen vollständigen Zyklus, mit Eisprung, jedoch ohne oder nur mit minimaler Blutung. Trotz fehlender Blutung auftretende Schwangerschaften dürften der deutlichste Beweis dafür sein, dass es sich hierbei nicht um einen Mangel, ein Problem, handelt, sondern um einen normalen, natürlichen Zustand.

Frauen in natürlich lebenden Völkern sollen, so habe ich gelesen, ebenfalls nicht oder nur sehr gering bluten – es wird etwas Blut, nämlich die in diesem Zyklus nicht benötigte Gebärmutterschleimhaut, abgestoßen. Was innerhalb weniger Minuten erledigt ist und kaum zu vergleichen mit den in unserer zivilisierten Welt üblichen tagelang andauernden & häufig mit mehr oder weniger starken Schmerzen verbundenen „Tagen“.

So wie unser Körper jede Gelegenheit nutzt, sich zu heilen & aufgenommene Schadstoffe zu entgiften, so nutzt eben der weibliche Körper diese monatliche Blutung & entsorgt auf diesem Weg, was ihm nicht gut tut. Logisch, dass es dann bei unnatürlicher Ernährung bei so vielen Frauen zu Menstruationsbeschwerden kommt. Immerhin ist (auch) dies ein Vorteil, den wir gegenüber den Männern haben … und vermutlich einer der Gründe für die potentiell höhere Lebenserwartung von Frauen.

Ich selbst hatte als vollstillende Mutter einer 18 Monate alten Tochter beim Wechsel zur Rohkost ohnehin noch keine Blutung (bei mir hat Stillen _immer_ zuverlässig als Empfängnisschutz funktioniert 🙂 ). Die Stillzeit ging von da an noch weitere 5,5 Jahre weiter – in abnehmendem Maße natürlich -; die Blutung blieb weiterhin aus. Als die Tochter das nächtliche Stillen eingestellt hat und die tägliche Stillhäufigkeit auf 3-4mal zurückgegangen ist, bekam ich wieder (unregelmäßige) Eisprünge – aber keine Menstruation. Nach dem Abstillen (die Tochter war sieben Jahre alt & ich ernährte mich seit 5,5 Jahren roh & vegan) wurde mein Zyklus zwar regelmäßiger, blieb jedoch weiterhin ohne Blutung.

So weit, so gut … vermisst habe ich die Blutung gewiss nicht & Sorgen hat es mir auch nie bereitet – ich denke, mein Körper hatte ausreichend andere Gelegenheiten zu entgiften & vor allem wenig Entgiftungsbedarf.
Jetzt, nach mittlerweile acht Jahren roh-veganer Ernährung, hatte ich zum ersten Mal wieder eine Monatsblutung. 1,5 Tage nur, ohne Schmerzen oder sonstige körperliche oder emotionale Probleme. Ob das mit der Belastung durch die Holzschutzmittel zusammenhängt, die diese größere „Reinigung“ erforderlich macht(e)? Ich vermute es. Und bin dankbar für meinen so gut funktionierenden Körper.

Hast auch du Veränderungen im Zyklus erfahren durch Umstellung deiner Ernährung? Welche?

Früchte … aufgeräumt

Heute hab ich mich von Urs Wehrli inspirieren lassen beim Gestalten des Frühstücks:

Aufgeräumt: Apfel, Erdbeeren, Papaya, Dattel, Sellerie

Aufgeräumt: Apfel, Erdbeeren, Papaya, Dattel, Sellerie

Und die Tochter hat beim Essen weitergestaltet:

... geordnetes Essen ;)

… geordnetes Essen 😉