Wieviel esse ich an einem Tag?

Häufig werde ich gefragt, was & wieviel ich bzw die Tochter an einem Tag so essen. Was wir so essen zeige ich hier ja gern. Zu den Mengen schreibe ich eher selten etwas, weil ich nicht glaube, dass die Mengenangaben dessen, was mich sättigt, für dich hilfreich sind. Möglicherweise erschiene dir eines meiner Wassermelonenfrühstücke riesig (das sättigende Volumen ist bei Melone in der Regel deutlich größer als beim Frühstücksbrötchen oder -müsli), eventuell käme dir eine meiner Mahlzeiten oder die Übersicht über das, was ich am Tag esse, auch sehr gering vor. Mein Nahrungsbedarf hat nach mehreren Jahren der Rohkost erkennbar abgenommen. Darüberhinaus schwanken die Mengen auch durchaus. Während der Stillzeit der Tochter habe ich z. B. viel mehr gegessen als jetzt, wenn es warm ist, brauche ich weniger als wenn ich friere usw.

Verarbeitete Rohkost, mit Kernen/Nüssen oder Trockenfrüchten, ist konzentrierter als frische Früchte und Blätter – daher reicht davon ein geringeres Volumen. Andererseits esse ich, in Kalorien gemessen, sicher viel mehr, wenn ich davon esse, weil einfach mehr auf einmal in meinen Bauch passt. Ich merke bei solchem Essen auch, wie leicht ich mich damit überesse – also mehr esse, als ich eigentlich brauche.

Auch bei der Tochter variieren die Essensmengen enorm – je nach Entwicklungsphase (Wachstumsschübe), körperlicher Aktivität etc. Und auch sie isst sehr viel mehr, wenn sie verarbeitete Rohkost isst – häufig ohne dabei wirklich zufrieden zu werden.

Besonders unter den 80/10/10-orientierten Früchteessern ist das Vorführen der täglichen Essensmengen sehr beliebt. Freelee aus Australien macht das gerne, und auch Kristina aus Texas. Für Neueinsteiger in die Früchteernährung mag es hilfreich sein, das zu sehen – um einfach mal einen Eindruck davon zu bekommen, dass du so viel essen sollst/darfst, wie du magst. Denn wer von einer Standardernährung kommt, muss häufig erst lernen, ausreichende Mengen zu essen – die bei Früchten, siehe oben, eben viel „größer“ aussehen. Sowohl Freelee als auch Kristina sind, ihrer eigenen Darstellung nach, körperlich sehr aktiv, Kristina ist Langstreckenläuferin und braucht schon allein deshalb vermutlich viel mehr Nahrung als beispielsweise ich.

Die Wahrnehmung der Mengen ist zudem relativ: während unseres Besuchs bei jademond empfanden unsere Gastgeber unsere Essensmengen als extrem gering, während ich das Gefühl hatte, zu der Zeit ziemlich viel zu essen.

Zusammengefasst: der Mengenbedarf ist individuell verschieden und variiert je nach Lebensumständen.

Lass dich nicht irritieren von dem, was & wieviel andere essen – iss so viel, dass du satt und zufrieden bist. Nicht mehr und nicht weniger. Vielleicht kommt es dir (oder anderen) viel vor. Oder wenig. Du wirst schon spüren, ob es richtig ist oder nicht. Du selbst bist der einzige für dich relevante Maßstab!

Paradiesisches Leben

Sonnige Grüße aus dem nordhessischen Mittelgebirge … ich ernähre mich hier derzeit von Kirschen (frisch vom Baum), Beeren und Wildkräutern. Abends dann noch Gemüsefrüchte bzw Gemüse, Kichererbsen oder Sonnenblumenkerne für die Tochter.

Gestern sah das zum Beispiel so aus: gefrühstückt habe ich im Kirschbaum (Früchte und ein paar Blätter), die Tochter an den Beerensträuchern (Himbeeren, schwarze und weiße Johannisbeeren). Nach dem Pflücken noch Brennesseln und Borretsch. Mittags gab es Eis (Kirsch-Banane). Später habe ich wieder Kirschen gegessen, zusammen mit Beinwell, Löwenzahn und Giersch. Die Tochter hatte Möhren und eine Scheibe Olivenknäcke von Vitakeim. Abends gab es für mich Zucchini, eine Handvoll Datteln und noch etwas Beinwell und Löwenzahn, für die Tochter gekeimte Kichererbsen, Möhren und Algen (sie hat alles kleingeschnitten & als Suppe/Eintopf mit etwas Wasser in ein Schälchen gegeben).

Kirschen, frisch gepflückt

Kirschen, frisch gepflückt

Bunte Beerenmischung - auch die Blätter dazu sind essbar!

Bunte Beerenmischung – auch die Blätter dazu sind essbar!

Endlich wieder Beinwell - njam!

Endlich wieder Beinwell – njam!

Rohkost in Deutschland: Mitterteich

Was Mitterteich mit Rohkost zu tun hat? Und wo liegt das überhaupt??? Genau, in Bayern, keine 20km von der tschechischen Grenze entfernt. Der deutsche Sitz von lifefood befindet sich dort … eine Besichtigung hat leider nicht geklappt; dafür aber ein Besuch bei einem lieben Freund aus Hamburger Zeiten … in dessen Garten ohnehin viel köstlichere Dinge wachsen:

Helle Stachelbeeren - so lecker!

Helle Stachelbeeren – so lecker!

Zeit der Entscheidung

Heute möchte ich einen Text mit dir teilen, dem ich gerade begegnet bin & den ich sehr eindrucksvoll finde:

„Fleischessen ist völlig normal. Etwas anderes haben wir auch nie gelernt, warum also soll man dann davon lassen? Warum soll ich kein Recht haben, im Supermarkt zum Schweinenacken für 3,90€ das Kilo zu greifen? „Weil das Tier ein Lebewesen ist und gelitten hat, gelitten hat, gelitten hat.“ dröhnt es in meinen Ohren und ich kann es nicht mehr hören. Und selbst beim Fisch, diesem gefühlslosen Tier versucht eine Veganerstimme in mich zu dringen. Was also tun? Entweder Ohrstöpsel, den Veganer meinen ganzen Spott über seine Vermenschlichung von Tieren über den Kopf schütten oder … sich ganz einfach mal darüber informieren, wie es denn wirklich ist. Damit ich irgendwann mal wieder ohne schlechtes Gewissen in ein Schnitzel beißen kann. Und zwar Abseits der ganzen Fanatiker – grundsolide Information will ich.

Das Internet ist heute eine wunderbare Informationsquelle. Also beginne ich zu surfen. Zuerst lande ich auf einer Informationsseite der Fleischindustrie und werde prompt bestätigt. „Fleisch gehört zu einer ausgewogenen Ernährung“ lese ich da und bin ersteinmal erleichtert. Und dann lese ich, daß die Fleischindustrie sich strikt an das Tierschutzgesetz hält. Na also! „Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen.“ Ich bin erleichtert. Warum können das diese ganzen Tierrechtler nicht verstehen? Ich lese weiter: „Anforderung an eine nachhaltige Nutztierhaltung: Ausübung der Tierhaltung ohne Schäden für den Menschen. Erhalt der Nutztierpopulation und ihres genetischen Potenzials. Konkret geht es darum, die Ansprüche der Nutztiere an eine ihnen gemäße Umgebung zu erfüllen, Belastungen zu reduzieren, ihr genetisches Leistungspotenzial auszuschöpfen, ihre Leistungsfähigkeit sowie ihre Vitalität zu erhöhen und damit ihre Nutzungsdauer zu verlängern. Das schafft im Übrigen auch eine hohe Akzeptanz durch die Verbraucher.“

Das hat gesessen. Ich lese nocheinmal. Genauer. Hab ich da wirklich gelesen: „Ausschöpfung des genetischen Potentials? Verlängerung der Nutzungsdauer?“ Jetzt wird mir zum ersten Mal mulmig. Ich fühle Unbehagen in mir aufsteigen.

Ich meine: selbst wenn es gefühlslose Wesen sind, die da in unseren Ställen stehen: immerhin waren die doch auch schon vor dem Menschen da und wurden nicht erst vom Menschen gemacht. Hmm. Ich beginne zu überlegen. Warum schreibt die Fleischindustrie so was. Die wollen doch nur das Beste von Mensch UND Tier, oder? Oder wollen sie am Ende doch nur eines, was im Prinzip alle wollen: mein Geld?

Jetzt will ich es endlich wagen. Ich suche und finde ein Video über Schlachtung aus irgendeinem ARD-Magazin. Gut recherchiert, nicht so ein irres Schockvideo wie das von Tierschützern. Zuerst eine Zahl: in Deutschland werden jedes Jahr 56 Millionen Schweine geschlachtet. Man wird vorgewarnt: die Bilder, die jetzt gezeigt werden sind nicht so grausam wie die Wirklichkeit. Das lässt meine Vorahnung nicht besser werden. Gezeigt wird ein modernes Schlachthaus. Es wird mit Kohlendioxid betäubt. Alles vollautomatisch. Ich sehe, wie Schweine von einem Gitter zusammengedrängt werden und: das kann nicht sein! Warum schreien die? Die schreien und wehren sich. Das Schreien wird immer kläglicher. Endlich werden sie von der Maschine so zusammengedrückt, daß sie sich nicht mehr wehren können. Dann verlieren sie das Bewusstsein. Dann erst kommt die Schlachtung und mein erster Reflex ist: ich schalte aus.

Ich gehe spazieren und rege mich auf. Wieso zeigt man solche Bilder? Das ist doch unmenschlich. Wieso erinnert mich alles was ich sah an Gräuelszenen, die ich in Geschichte gelernt habe?

Ich setze mich auf eine Bank und beobachte ein paar Vögel. Es sind Sittiche, Köln hat eine große Sittichpopulation und ich mag diese Tiere. Ich liebe es, ihnen zuzusehen und vor allem zuzuhören. Ich frage mich oft, wo sie herkommen, doch ich habe noch nie den Versuch unternommen, es herauszufinden. Ich will es nicht wissen, denn ich möchte meine bunten Versionen im Kopf behalten. Meine Version vom entflogenen Vogel, der eines Tages auf ein halbverhungertes Weibchen traf und es aufpeppelte. Ich habe in den Stunden auf der Bank im Park eine ganze Sittichwelt in meinem Kopf entstehen lassen, alles aus Fantasie. Und ich liebe sie. Ich weiß, daß sie nicht wahr ist, doch ich will sie so haben. Das können nur Menschen. Deshalb sind sie auch die Herrscher über die Welt geworden, deshalb können sie Tiere … der nächste Gedanke bleibt stecken. Irgendwo zwischen Hirn und Mund, in irgendeinem Nervengang der nahe der Kehle liegen muss, denn die schnürt sich auf einmal zu.

So fängt es an. Alles geht kaputt im Kopf. Das geliebte schöne Gedankengebäude. Es bricht zusammen, es explodiert. Und nachher sitzt man da und fühlt sich hundeelend. Ich bin ein liebender Familienvater, habe Mitleid mit einer Maus, die ihre frierende Nase da auf der Wiese nach oben streckt. Verrückt. Wieso bin ich nicht in der Lage Mitleid zu haben mit 56 Millionen Schweinen? Weil es einfach zu viele sind?

Dann reiße ich mich zusammen. Ich gehe wieder zurück an den Computer. Ich atme tief ein, sammle mich wie ein Skispringer vor dem Sprung und beginne, weiterzurecherchieren. Ich ahne, was mich erwartet. Doch meine Ahnung ist weit harmloser als die Wirklichkeit. Obwohl sich mein Verstand dagegen wehrt, will mein Herz es nun wissen. Immerhin nehme ich mir das Recht heraus, Fleisch, Eier und Käse zu essen, dann muss ich es auch aushalten zu wissen, woher mein Essen kommt. Was ich finde ist grausam. Einfach nur grausam. Es widerspricht allem was ich bisher glaubte, was mir bisher vorgegaukelt wurde, doch es ist wahr. Belegt. Alles belegt. Ich nenne an dieser Stelle nur eine einzige Zahl von hunderten, die mich erschütterten: Jedes Jahr sterben 170.000 Kälber, die ihren Milchkuhmüttern weggenommen wurden allein durch die katastrophalen Bedingungen beim Transport. In dieser Zahl stecken so viele grausame Informationen, daß alles in mir zusammenstürzt. Meine schöne heile Welt, meine geliebten Gewohnheiten, mein Anspruch auf Fleisch, mein gefühltes Recht auf etwas, für das einem Tier Schmerzen zugefügt werden, die ich nie, nie, niemals toleriert hätte, wenn ich denn davon gewusst hätte. Nur für ein bisschen Geschmack. Warum hat mir keiner gesagt, daß ein Tier ein fühlendes Wesen ist? Warum hat mir keiner gesagt, daß eine Kuh ihre Kälber nicht auf die Welt bringt, damit die Menschen reichlich Milch trinken und zum Dank ihr zartes Kalb essen können? So habe ich es doch gelernt. Warum hat mir keiner gesagt, daß Kälbchen leiden, wenn sie von ihren Müttern getrennt werden, daß Schweine ihre Kinder lieben und leiden, wenn ihnen die kleinen Ferkelchen entrissen werden? Warum hat mir keiner gesagt, daß Tiere wahnsinnig werden können vor Angst?

.Wenn ich das alles gewusst hätte, dann hätte ich geschrieen: HAAAAALT!!!

Doch dann nach einer Stunde der Wut fällt mir auf einmal auf:
… ich habe es gewusst. Ich habe es immer schon gewusst. Weil es natürlich ist, weil Tiere vom Menschen erst zu Nutztieren gemacht wurden. Es ist logisch, daß sie keine gefühlslosen Roboter sind. Wieso konnte ich dieses Wissen, das in allen von uns angelegt ist, so lange verdrängen?

Weil ich es nicht mehr sah vielleicht? Weil die Nutzung der Tiere industrialisiert wurde? Weil kaum ein Verbraucher noch sehen kann, wie sie gehalten und geschlachtet werden? Weil die Produktionsstätten inzwischen überwacht werden wie Gefängnisse? Nicht damit keiner ausbrechen, sondern damit kein Unbefugter einbrechen kann, um sehen zu können, was dort geschieht.

Der Mythos vom gefühllosen Wesen.
Ich betrachte Bilder von glücklichen Tieren. Eine Kuh auf einer Wiese, ihr Kalb liebevoll an sie geschmiegt. Darunter steht: „Liebt ihr Kind“. Dann ein Bild einer glücklichen Menschenmutter mit ihrem Kind. Darunter steht: „Liebt ihr Kind.“

Veganer sind auch nur Menschen. Sie nerven. Sie sind wütend. Man versteht sie nicht. Aber nun verstehe ich sie doch. Sie sind so wütend, weil sie dieses Leid der Tiere sehen können. Weil sie Tag für Tag den Schmerz spüren, den dieses Wissen und Fühlen in einer Welt auslöst, die sich nicht um dass Leid der Tiere schert. Ich versuche, mich in einen Veganer hineinzuversetzen. Ich stelle mir vor, wie ich immer wieder den Verzicht auf Tier anmahne und dafür nur Spott und Häme ernte. Wie ich ausgelacht werde, weil ich Tiere vermenschlichen würde.
Doch ein Veganer ist kein Romantiker. Er ist Realist. Er ist mehr Realist als wir. Wir sind die Romantiker, wir sind es, die an die heile Werbewelt glauben, an glückliche Tiere, an grüne Wiesen. Wir sind die wirklichen Träumer. Und nur weil 75 Millionen etwas Dummes für Richtig halten, wird es dadurch nicht schlauer.

Ich wollte den Mythos vom veganen Bessermenschen entzaubern. Was ich wirklich entzaubert habe ist der Mythos von sauberer Tierproduktion und heilem Tierkonsum.

Veganer sind auch nur Menschen.
Sie vertun sich genauso häufig im Ton wie andere. Doch ich verstehe auf einmal, daß es ihnen gar nicht darum geht, sich über andere zu stellen und den Bessermenschen raushängen zu lassen. Sie werden nur so verstanden.

Doch sie sprechen nicht über sich, sie sprechen vielmehr für fühlende und leidende Lebewesen, die sich nicht in die Diskussion einmischen können, die aber alles was sie haben hergeben müssen für unser Wohlergehen: ihr ganzes Leben. Veganer und Tierschützer sind Anwälte der Tiere. Ich spüre auf einmal die Last, die auf deren Schulter liegt und dann bleibt ein Gefühl in mir stehen:

Ich schäme mich. Und das tut weh.

Tage später recherchiere ich endlich, wie wichtig Tier für unsere Ernährung ist. Und ich erschrecke. Es gibt nicht eins, nicht ein einziges Argument FÜR Fleischkonsum, das nicht entkräftbar wäre. Dafür hunderte dagegen. Fleischerzeugung verbraucht bis zu zehnmal soviel pflanzliches Material wie als wenn Pflanzen direkt gegessen würden. Nahrung aus Massentierhaltung kommt vor allem aus Drittländern. Vor allem Soja. Für Soja wird Regenwald abgeholzt. Man sagt, daß für einen Hamburger 4 m² Regenwald weichen müssen. Die ganze Landwirtschaft in dritte Welt-Ländern wird zerstört. Die Folge ist Hunger. Millionen Menschen verhungern, weil wir nicht auf unser billiges Schnitzel verzichten wollen. Die Meere werden leergefischt, darüber hinaus wird der Meeresgrund durch Schleppnetze unwiederbringlich vernichtet. Nur weil einmal ein Netz dadrüber reißt. Ich lerne, wie viel Schmerz auch Fische spüren.

Ich werde nie wieder Veganer und Tierschützer verspotten, denn ich verspotte damit nicht sie, sondern ich verspotte damit leidende Tiere und verhungernde Menschen. Ich verspotte damit den Regenwald. Ich verspotte damit die Zukunft unserer Kinder.

Und ich werde nie wieder ein Stück Fleisch oder Fisch anrühren.

Und wenn ich mit jemandem über die Konsequenzen von Tierkonsum spreche, dann versuche ich, nicht von oben herab zu argumentieren. Weil niemand das Recht dazu hat. Kein Mensch hat das. Ich vermeide Streit, ich will zum Nachdenken bewegen. Denn die Tiere, die Natur und unsere Kinder, deren Zukunft wir berauben sind die Leidtragenden, nicht ich bin es. Also stecke ich ein und schlucke herunter, wenn ich verspottet werde. Und argumentiere weiter. Ich brauche Geduld.

Wem ich inzwischen keinen Glauben mehr schenke sind bunte Werbung, schöne Heilewelt-Videos und Politiker, die versprechen, daß alles besser wird. Es wird nichts besser, ohne daß die normalen Menschen umdenken. Ohne daß die Menschen zu begreifen lernen. Die Menschen, die Tag für Tag konsumieren und damit das Angebot bestimmen. Nichts wird sich ändern in einem System, daß mit Tierquälerei und Raub an der Zukunft unserer Kinder sein Geld verdient, ohne daß die Menschen sich diesem System verweigern.

Inzwischen weiß ich, daß wir in einer Zeit der Entscheidung leben. In welche Richtung wir gehen, entscheiden wir. Und wer meint, daß man allein die Welt nicht ändern kann, der sei daran erinnert, daß es nicht darum geht, die Welt heute und augenblicklich zu ändern. Das denken nur Utopisten und es ist ein gern benutztes Argument gegen Weltverbesserer. Ich habe es selbst lange benutzt. Aber wenn man sich der Änderung verwehrt, dann steht man auf der Seite derer, die unseren Kindern eine zerstörte Welt hinterlassen. Will ich das? Werden meine Enkel stolz auf mich sein können oder werde ich mich schämen müssen wenn sie mich fragen: „Opa, was hast du damals gegen das Verbrechen der Massentierhaltung getan?“

-Marsili Cronberg

Wie entscheidest du dich?

Vegane Rohkost funktioniert – wenn du es willst!

Damit Beziehungen, zu Liebespartnern, FreundInnen, Kindern, dir selbst, funktionieren, ist es nötig, sich einzulassen. Auch mal an sich zu arbeiten. Ebenso erfordert eine Ernährungsumstellung ein wirkliches Sich-Einlassen, die Bereitschaft, etwas „Arbeit“ zu leisten, um das jahrelang erlernte Ernährungsverhalten (Suchtverhalten!) abzulegen, damit es funktionieren kann.

Wenn dir Menschen erzählen, für sie hätte die vegane Rohkost nicht funktioniert: schau genau hin! Wie lange haben sie wirklich ausschließlich vegan und roh gegessen? Wie haben sie gegessen – Küchenrohkost, voller verarbeiteter Rohkostprodukte? Haben sie tatsächlich jahrelang ausschließlich vegan, roh und zumindetens überwiegend unverarbeitete frische Früchte, Gemüse, Wildkräuter gegessen?

Noch besser: guck dir die an, bei denen es seit vielen Jahren funktioniert. Such dir Vorbilder und ggfs. Unterstützung, Beratung! So wie du es ja auch tun würdest, wenn du in anderen Bereichen deines Lebens Veränderungen anstrebst.

Wenn deine Beziehung kriselt & du sie retten willst – lässt du dich dann von deiner frisch getrennten Freundin beraten? Oder suchst du lieber Rat bei jemandem, bei dem es besser läuft?

Klassische Ernährungsberater sind meist selber „süchtig“ – Essen ist nun mal Lebensgrundlage und in unserer Gesellschaft meist weit vom natürlichen Zustand entfernt. Wir alle haben in vielen Jahren vor der Rohkost gelernt, Essen wie eine Droge zu verwenden. Klingt krass, ist aber so. Eine Droge, um unsere unerwünschten Gefühle zu betäuben. Die Entzugserscheinungen, wenn du dein „Trostessen“ weglässt, sind klar: es kommen Gefühle hoch, vielleicht sehr viele, lange betäubte. Das ist nicht angenehm. Aber genausowenig, wie du vom Rauchen wegkommst, wenn du dir bei jedem Jieper doch wieder eine ansteckst, schaffst du es auch nicht, deine Essenssüchte zu überwinden, wenn du beim ersten Problem in den nächsten Schokoriegel beisst oder den Pizza-Service anrufst.

Es muss gewiss nicht alles von jetzt auf gleich gelingen, nimm dir Zeit für deinen Weg & lass dich von Rückschlägen nicht entmutigen, aber verliere dein Ziel dabei nicht aus den Augen.

Bei „Krisen“ – feiere sie! Freu dich über den Ballast, den du nun endlich loswerden kannst. Genieße deine Gefühle, auch die nicht so angenehmen – sie zeigen dir, dass du lebst!

Vegane Rohkost ist Lebensfreude pur und hat als Lebensstil mit Strenge & Dogmen so überhaupt nichts zu tun. Es ist deine Entscheidung.

Möge dich dieser Blog auf deinem Weg unterstützen!

Frischluft

Zu Besuch bei meiner Tante in Frankreich. Zum ersten Mal seit einer Woche wieder in einem Haus. Nachdem wir eine Woche lang nur draußen oder im (gut belüfteten) Zelt geschlafen haben, habe ich es am Wochenende im Zimmer kaum ausgehalten. Wir haben das Fenster weit aufgemacht, so ging es schließlich. Erfreulicherweise herrschen auch hier, in den Midi-Pyrénées, Temperaturen von 38°C … ich hoffe, dass uns der Sommer noch lange, auch in Deutschland, wohlgesonnen ist, so dass wir möglichst viel draußen sein können. Es tut so viel besser als der Aufenthalt, insbesondere das Schlafen, in geschlossenen Räumen!

Auch andere Aspekte des „zivilisierten“ Lebens erscheinen mir momentan weniger angenehm als die natürlicheren Varianten. Sitzen auf einer Toilette statt auf dem Boden o. ä. zu hocken zum Beispiel. Klopapier statt waschen mit Wasser. Duschen indoor ist okay – das Wasser lässt sich ja glücklicherweise kalt einstellen & ist hierzulande auch nicht so gechlort wie vielerorts auf den Kanaren.

Woran ich übrigens nicht gedacht hatte bei der Ankündigung meines Besuches hier: meine Ernährungsweise vorab zu erklären. Ich hatte die Tante seit über 20 Jahren nicht gesehen & sie hatte offenbar noch nie von irgendwelchen „alternativen“ Ernährungsformen gehört. So wurden wir hier mit Bratkartoffeln & Würstchen empfangen … & meine dankende Ablehnung und Erklärung riefen großes Erstaunen hervor. Glücklicherweise hat sie die Ablehnung ihres Essens nicht persönlich genommen & fühlte sich auch nicht (wie es mir bei anderen Menschen schon häufiger begegnet ist) kritisiert. Sie hat uns ersatzweise ihre Obstschale angeboten (Charentaismelonen & Kirschen!), wir sitzen alle gemeinsam am Tisch, verspeisen jeweils, was wir so mögen & genießen unsere Unterhaltung. La vie en France 🙂

Roh von Portugal nach Frankreich

Seit Donnerstag sind wir wieder unterwegs, weiter auf unserer Reise gen Norden. Wir haben Portugal verlassen, nach einem ausgiebigen Mittagessen aus Zucchini, Gurke, Melde, Malve, Tomaten und Kichererbsen“matsch“ (eingeweichte, geriebene Kichererbsen). Unsere Gastgeber haben uns außerdem eine große Schale von den Kichererbsen und eine Zucchini mitgegeben – Reiseproviant für die nächsten Tage. Vielen Dank dafür! An einer nahegelegenen Quelle haben wir noch unsere Wasserflaschen aufgefüllt. Bei über 40°C sind wir am späteren Nachmittag losgefahren, in den Abend hinein. Das ausgiebige Mittagessen hat uns satt gehalten, bis wir abends um elf den anvisierten Campingplatz nahe Salamanca erreichten.

Auf der Fahrt über die Autobahn im Westen Spaniens sah es schlecht aus mit Verpflegung, keine Orte, keine Märkte am Weg. Schließlich haben wir ausnahmsweise in einem Supermarkt Melonen gekauft. Die sowie die aus Portugal mitgenommenen Vorräte und Mandeln & Datteln aus unseren Trockenvorräten haben uns bis San Sebastian, kurz vor der französischen Grenze, gut genährt. Das Kichererbsenmus scheint im Laufe der Tage zu fermentieren & schmeckt mittlerweile etwas säuerlich, aber immer noch sehr lecker. Ich habe den Eindruck, dass es so leichter verdaulich ist.

Im spanischen Teil des Baskenlands, nahe San Sebastian, haben wir wieder übernachtet und am Samstagmorgen auf einem Bauernmarkt mitten in der Altstadt von San Sebastian frisches Gemüse & Obst gefunden – Gurken, Zucchini, Salat, Möhren und bergeweise Kirschen!

Kirschen!

Kirschen!

sansebastianpilze

Nicht so spannend für uns, aber außer Tomaten gab es hier auch unzählige Sorten Pilze.



Anschließend ging es über die Grenze, nach Frankreich. Faszinierend: kaum hatten wir die Grenze überquert, veränderte sich das Erscheinungsbild komplett. Wald, jede Menge Grün, putzige kleine Dörfer, ganz anders gestaltet als die spanischen Ortschaften. Und: in jedem Dorf, durch das uns die Route Nationale führte, fanden wir Obst- & Gemüseläden und sogar Bioläden. Wir haben günstige Aprikosen gekauft – gekennzeichnet als „für Marmelade“, schon sehr reif, nicht so hübsch, aber köstlich! Und uns mit einem Gemisch aus Spanisch, Englisch, Deutsch und Französisch über den Obstregalen über die Vorzüge der unterschiedlichen Feigensorten (getrocknete noch, für die Frischen ist es hier noch zu früh) unterhalten.

Dieses Wochenende verbringen wir in den Midi-Pyrénées, am Montag geht es dann weiter. Ich kannte Frankreich außer Paris noch fast gar nicht & bin grad sehr begeistert von dem, was ich hier kennenlerne.

Die beste rohe Nahrung II

Eine interessante Bewertung einzelner Nahrungsgruppen habe ich bei Rawschool gefunden und möchte sie dir hier in von mir ergänzter Form wiedergeben. Ob sich die Frage, welche Nahrung aus der beschriebenen Palette nun tatsächlich optimal für uns Menschen ist, tatsächlich so allgemeingültig beantworten lässt, bezweifle ich. Manches deckt sich mit meinen Erfahrungen, manches erscheint mir logisch, anderes wiederum kommt mir wie eine sehr individuelle Einschätzung des Autors vor.

  • Früchte
    Früchte sind unsere optimale Nahrung! Unter der Vielfalt von Früchten auf dieser Welt gibt es nur vergleichsweise wenige, die für den menschlichen Genuß ungeeignet, weil unbekömmlich oder gar giftig, sind. Solange du dich an das kultivierte Angebot hälst – folge deinem Geschmackssinn & genieße einfach. Bei Wildfrüchten möchtest du dich evtl. vorher mithilfe eines geeigneten Buchs oder bei einer geführten Wanderung informieren.
  • Nüsse und Samen
    (z. B. Mandeln, Haselnüsse, Pekannüsse, Paranüsse, Sesam, Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne)
    Nüsse und Samen haben von Natur aus eine harte Schale und sind somit, wenn du sie frisch isst, schwer und langsam zu essen. Zudem beschränkt sich die Zeit im Jahr, in der sie natürlicherweise zur Verfügung stehen, auf einige Wochen im Herbst. Würdest du dich direkt aus der Natur ernähren, würdest du sicher Früchte zum Sattessen vorziehen, weil sie sich wesentlich leichter in ausreichenden Mengen essen lassen. Getrocknete Nüsse und Samen sind relativ schwer verdaulich. Einweichen vor dem Essen verbessert die Verdaulichkeit. Besser isst du sie aber so frisch wie möglich. Und kaufst sie nach Möglichkeit mit Schale. Damit reduzierst du die Gefahr, dich daran zu überessen. Erdnüsse sind übrigens keine Nüsse, sondern Hülsenfrüchte – siehe unten. Cashews werden so gut wie immer vor dem Schälen erhitzt, da in der äußeren Schale eine ätzende Flüssigkeit enthalten ist; die Rohkostqualität ist daher selbst bei kontrollierter Verarbeitung immer eher fraglich. Ungeschälte Cashews bekommst du in Deutschland nicht. (Ungehäutete schon, aber auch die wurden vorher geschält.)
  • Wurzelgemüse
    (z. B. Möhren, Kohlrabi, Jicama, Yam, Kartoffeln, Rote Bete)
    Die Aufgabe von Wurzeln ist es, Nährstoffe für die überirdisch daraus wachsende Pflanze zu speichern. Sie enthalten sehr viel Stärke, die auch in unserem Körper die (Fett-)Speicherung fördert. Der hohe Stärke- und Zellulosegehalt macht sie schwerverdaulich und für unsere Ernährung eher suboptimal.
    Genau wie Nüsse und Samen sind Wurzelgemüse jedoch hilfreich in der Übergangszeit zur Rohkost, weil sie ein Gefühl der Fülle verursachen.
  • Kreuzblütler
    All diese Gemüse sind reich an Zellulose, die unserem Körper den Zugang zu den enthaltenen Nährstoffen sehr erschwert. Daher belasten sie den Körper teilweise mehr als das sie ihn nähren. Zudem enthalten die genannten Gemüse viel Oxalsäure. Junger Spinat ist im Gegensatz zu den übrigen Gemüsen noch relativ leicht verdaulich und enthält wenig Oxalsäure. Was vermutlich auch eine Erklärung für seinen von den meisten Menschen viel angenehmer empfundenen Geschmack darstellt.
  • Hülsenfrüchte
    (z. B. Bohnen, Erbsen, Linsen, Erdnüsse)
    Hülsenfrüchte sind roh schwer bis gar nicht verdaulich. Mitunter werden sie gar als in rohem Zustand giftig bezeichnet – dazu kann ich sagen, dass ich etliche rohköstlich lebende Menschen kenne, u. a. die Tochter hier, die immer mal wieder rohe Hülsenfrüchte verzehren, ohne irgendwelche Vergiftungssymptome zu zeigen. Bei Bohnen reichen in der Regel wenige, um den Bedarf zu decken, Erbsen lassen sich auch in etwas größeren Mengen essen, Erdnüsse ebenso. Getrocknete Linsen und Erdnüsse in angekeimtem Zustand sind ein sehr beliebtes Gericht bei vielen Rohkostfamilien. Jedoch – auch angekeimt bleiben Hülsenfrüchte schwer verdaulich und führen häufig zu Gasbildung und entsprechenden Befindlichkeitsstörungen. Ich halte sie daher ebenfalls eher für suboptimal … wie auch bei allen anderen Nahrungsmitteln gilt: lass dich von deinem Körper leiten.
  • Gemüsefrüchte
    (z. B. Paprika, Tomaten, Gurken)
    Genau wie süße Früchte sind sie optimal für unsere Ernährung. Reich an Wasser und Nährstoffen. Und besonders gut, wenn du es grad mal nicht so süß magst. Manche Menschen vertragen Tomaten nicht so gut – probier aus, was für dich gilt. Grüne Paprika sind unreif, die anderen Farben kannst du unbesorgt essen.
  • Kürbisse
    (z. B. Zucchini, Hokkaido, Butternut, Spaghettikürbis)
    Kürbisfrüchte sind je nach Sorte relativ reich an Zellulose und daher schwerer verdaulich als die anderen Gemüsefrüchte. Ich finde Zucchini sehr bekömmlich, die anderen Kürbisarten liegen mir jedoch schwer im Magen. Was die Eignung für unsere Ernährung angeht, würde ich sie als nicht so optimal wie Früchte und Gemüsefrüchte, jedoch besser als z. B. Wurzelgemüse einordnen.
  • Salate
    (z. B. Batavia, Endivie, Eisberg)
    Geringer Nährstoffgehalt, je nach individuellem Empfinden fade oder mild im Geschmack, hoher Wassergehalt. Ich bevorzuge wenn überhaupt die Sorten, in denen noch ein paar Bitterstoffe enthalten sind, wie Endivie. Für mich sind Kultursalate eine Art Notbehelf bei Wildkräutermangel – besser als gar kein Grün.
  • Sprossen
    (z. B. Alfalfa, Buchweizen, Linsen)
    Sicher eine gute Lösung bei Mangel an frischem Grün, jedoch nicht so notwendig, wie häufig behauptet. Siehe auch Absatz über Hülsenfrüchte.
  • Küchenkräuter
    (z. B. Basilikum, Petersilie, Salbei, Oregano)
    Im allgemeinen zum Würzen = Geschmackverändern eingesetzt. Was ich für absolut nicht empfehlenswert halte. Vielfach im Eigengeschmack, pur gegessen, unangenehm und mithin nicht geeignet für unsere Ernährung. In der Übergangsphase kann Petersilie ein guter Einstieg in den „grünen“ Teil der Ernährung sein, wenn du sie magst. Jedoch ist auch sie reich an Oxalsäure und sollte daher nicht im Übermaß gegessen werden.
  • Toxische „Nahrung“
    (z. B. Zwiebeln, Lauch, Knoblauch, Rucola, Chilischoten, Ingwer, Radieschen)
    Enthalten toxische Säuren und Alkaloide, die das Gewebe reizen und die Nerven stimulieren. Vielleicht magst du aufgrund deiner bisherigen Prägung einige davon pur; ich habe jedoch noch kein rohköstlich aufgewachsenes Kind getroffen, dass irgendeines davon im Originalzustand essen würde. Im allgemeinen essen wir diese Dinge aufgrund ihrer scheinbar anregenden Wirkung, die jedoch in Wirklichkeit eine Entgiftungsreaktion unseres Körpers auf die angreifenden Substanzen ist.
  • Mais
    Ganz frisch gepflückt, schmeckt er süß und zeigt so einen relativ hohen Zuckergehalt. Schon wenige Stunden nach der Ernte jedoch überwiegt der Stärkeanteil und die Verdaulichkeit wird schwerer. Gut geeignet für die Übergangszeit.
  • Sellerie
    Optimale Nahrung! Reich an Wasser und Mineralien, gut verdaulich, basisch, lässt sich mit allem (außer Melonen) gut kombinieren.
  • Pak Choy (Stengel)
    Ähnlich wie Sellerie, etwas zellulosehaltiger, etwas bitterer.
  • Rhabarber
    Säurehaltig, ungenießbar.
  • Pilze
    Schwer verdaulich, niedriger Wasser- und Nährstoffgehalt. Viele Sorten sind giftig. Pilze sollen jedoch Vitamin D enthalten, also in der dunklen Jahreszeit möglicherweise eine gute Ergänzung des Speisezettels – falls du sie magst.
  • Avocado
    Enthält viele wertvoll Nährstoffe, jedoch auch viel Fett. Insbesondere die üblicherweise im Handel erhältlichen Sorten sind besonders auf ihren hohen Fettgehalt hin gezüchtet. Ich empfinde sie als eher belastend als nährend. Besser in Maßen essen.
  • Oliven
    Wenn sie sonnen- und baumgereift sind, eine in Maßen (hoher Fettgehalt!) empfehlenswerte Nahrung. Die meisten im Handel erhältlichen Oliven schmecken bitter (oder wurden mit Salz entbittert), weil sie nicht ausgereift sind.
  • Artischocken
    Bitter, stärkehaltig, meiner Meinung nach absolut un-lecker. Solange dir andere Nahrung zur Auswahl steht, lass sie lieber liegen.
  • Okra
    Stärkehaltig, reich an Zellulose, liefern wenig Energie. Gut, wenn du sie frisch bekommst, ansonsten schwer verdaulich. Wie Wurzelgemüse und Nüsse gut in der Übergangsphase aufgrund der füllenden Wirkung.
  • Aubergine
    Zellulosereich, ungenießbar.
  • Wildkräuter
    Extrem nährstoffreich, eine essentielle Ergänzung unseres Speiseplans. Die geschmackliche Vielfalt ist groß, es gibt milde, säuerliche, süße, bittere Wildkräuter. Wähle, was dir schmeckt, dann wird es deinem Körper geben, was er braucht!

Was meinst du dazu, wie sind deine Erfahrungen mit den genannten Nahrungsmitteln?

Die beste rohe Nahrung I

Welche rohen Nahrungsmittel sind die Besten für dich, für mich, für uns Menschen? Die Beantwortung dieser Frage erfordert keine Analysen, Labore, Vitamin- und Mineraltabellen. Vor allem eines brauchst du dafür: deine Sinne! Und ein wenig gesunden Menschenverstand.

Mein Verstand sagt mir, dass die für mich – einen Teil der natürlichen Schöpfung – geeignete Nahrung ebenfalls aus der Natur kommt. Also ein Teil dessen ist, was wächst. Künstliche Lebensmittel und -zusätze, extrahierte und verarbeitete Produkte, übermäßig Erhitztes … all das kommt in der Natur nicht vor und gehört somit nicht zu der für mich bestimmten Nahrungspalette. Potentielle Nahrungsmittel sind demzufolge nur natürliche, frische, unverarbeitete Nahrung. Innerhalb dieser Palette verraten mir meine Sinne, was für mich geeignet ist. Da die Sinne sich (zumindest bei all denen von uns, die durch jahrelange nicht-naturgemäße Ernährung konditioniert sind, auch durch das Mischen natürlicher Zutaten austricksen lassen, finde ich es noch wichtig, beim Mischen im Auge zu behalten, ob ich denn die Zutaten auch einzeln würde essen mögen. Denn wenn mein Geschmackssinn mir sagt, dass er beispielsweise diesen Pilz nicht mag, wird es meinem Wohlbefinden wohl kaum zuträglich sein, ihn unter etwas anderes gemischt zu mir zu nehmen. Magst du Knoblauch pur? Dann, aber auch nur dann, spricht sicher nichts dagegen, ihn gelegentlich in einen Dipp oder ähnliches zu mischen. Höre auf deinen Körper – und gib ihm die Chance, jede Zutat deiner Mahlzeiten einzeln zu bewerten!

Mit einer auf dieser Basis zusammengestellten Ernährung, bei der du dein Essen jeweils nach deinem aktuellen Bedarf auswählst, sorgst du meiner Meinung nach optimal für dein Wohlbefinden!

Natürlich leben in Portugal

Draußen schlafen, draußen duschen, draußen spielen, draußen arbeiten (im Garten, am Computer bin ich nur kurz & ausnahmsweise, um dir schnell ein paar Eindrücke unseres momentanen Aufenthaltsortes zu zeigen). Leben in Gemeinschaft zudem … wir genießen es!

Gegessen wird hier roh, ein wenig anders, als wir es sonst tun. Viel Zubereitetes gibt es, was mich im Großen & Ganzen wie üblich wenig reizt. Die „Kichererbsenküchle“ heute mittag haben mir allerdings auch geschmeckt! Aus eingeweichten, geriebenen Kichererbsen, Tomate und Zwiebel. Echt lecker & unglaublich sättigend. Ansonsten genieße ich essensmäßig Früchte & Grünes frisch aus dem Garten: Zucchini, Melde, Malve, Himbeeren, die ersten Frühfeigen, …

… und die Temperaturen von annähernd 40°C. Bei denen wir hier, obgleich in Portugal scheinbar sonst nicht so üblich, nachmittags Siesta machen. Ich versuch mal, ein bissel davon mitzubringen nach Deutschland … oder hast du es dort mittlerweile auch etwas wärmer?

Unser Outdoor-Schlafplatz

Unser Outdoor-Schlafplatz

Wegwarte (aus der Familie der Endivien)

Wegwarte (aus der Familie der Endivien)

Blick über einen Teil der Farm

Blick über einen Teil der Farm

Himbeere :)

Himbeere 🙂

Palmkohl

Palmkohl