Gelesen: Meine liebsten Wildpflanzen

Nachdem ich euch kürzlich „Rohköstliches“ vorgestellt habe, hat mir der Verlag nun das neue Buch von Christine Volm zum Lesen & darüber Berichten angeboten: „Meine liebsten Wildpflanzen – rohköstlich: sicher erkennen, vegan genießen. Ein Angebot, das ich gerne angenommen habe … neue Rohkostbücher auf dem Markt finde ich ja immer interessant, und ich freue mich über die Gelegenheit, dir hier mal wieder ein gutes Einsteigerbuch vorstellen zu können.

Denn gut finde ich es tatsächlich! Diesmal geht es, der Titel sagt es schon, nicht um eine Einführung in die Rohkost sondern in die Welt der Wildpflanzen. Der essbaren Wildpflanzen. Die ja einen wesentlichen Teil unserer Ernährung darstellen, so dass du dich möglichst schnell mit ihnen vertraut machen solltest. Unbedingt empfehlenswert zum Kennen- & Bestimmenlernen sind natürlich sachkundig geführte Kräuterwanderungen. Für (anschließende) Sammelgänge auf eigene Faust, zum Nachschlagen bei Unsicherheit & zum Festigen & Erweitern deiner Pflanzenkenntnisse darüberhinaus ein gutes Buch. Pflanzenführer gibt es reichlich auf dem Markt, auch schon ein paar recht empfehlenswerte. Mit diesem Buch von Christine Volm gibt es nun jedoch endlich eines, das nicht nur eine hervorragende Einführung ins Wildpflanzensammeln allgemein plus gut verständlicher Portraits der wichtigsten Wildpflanzen in Deutschland liefert, sondern darüberhinaus die Wildpflanzen aus der Sicht einer natürlichen, roh-veganen Ernährung vorstellt.

Der Untertitel des Buches – sicher erkennen, vegan genießen – liefert schon gleich die perfekte Inhaltsangabe. Es geht los mit grundlegenden Informationen zu in Deutschland heimischen Wildpflanzen & zahlreichen wertvollen Tipps zum Sammeln & dem Umgang mit den Pflanzen. U. a. gehört dazu eine Liste der wichtigsten giftigen Pflanzen, mit denen du dich zu deiner eigenen Sicherheit vertraut machen solltest. Es werden einige Inhaltsstoffe der Pflanzen und ihre Wirkung aufgelistet – ergänzt um die wichtigen Hinweise, dass 1. diese Inhaltsstoffe in isolierter Form nicht gleichermaßen wirkungsvoll sind (NEMs also keine Alternative darstellen) und 2. dieses theoretische Wissen gar nicht notwendig ist, sondern wir durch den Geschmack & andere Rückmeldungen unseres Körpers ganz klar erkennen, welche Pflanzen uns gerade gut tun & welche nicht.

40 Wildpflanzen werden mit Fotos & ausführlicher Beschreibung, incl. Erkennungsmerkmalen zur Abgrenzung von ähnlich aussehenden giftigen Pflanzen vorgestellt, und es gibt zu jeder Pflanze ein roh-veganes Rezept … letztere allerdings für meinen Geschmack zu komplex, zu sehr Gourmet-Rohkost. Auch dieses Buch ist übrigens wieder aufs Schönste bebildert mit den wundervollen Fotos von Maximilian Ludwig.

Wenn du nach einer guten Einführung in die Welt der essbaren Wildpflanzen oder nach Ideen für Zubereitungen damit suchst, ist dieses Buch deines!

Riegel oder Praline?

Zwar sicher nicht die längste Praline der Welt, aber eine der leckersten: unsere Snickalinen, eine Weiterentwicklung des Raw S*nickers in Pralinenform. Wer Erdnüsse & Datteln mag, wird sie lieben:

snickerspralinen

Ich verzichte ja lieber auf die Erdnüsse & esse die Datteln pur. Was gibt es bei dir heute sonntäglich Süßes?

Happy Valentine!

Einen wunder- & liebevollen Valentinstag euch allen!

Apfel, Granatapfel, Mandelsauce

Herziger Obstsalat

Goldkiwi & Orange

Goldkiwi & Orange

Weil's so schön ist, heute nochmal :)

Weil’s so schön ist, heute nochmal 🙂

Granatapfel mit Schokosauce auf Apfelboden

Granatapfel mit Schokosauce auf Apfelboden

Giftige Rohkost?

Borretsch - wunderschön & lecker

Borretsch – wunderschön & lecker

Nicht alles, was in der Natur wächst, ist für den menschlichen Verzehr geeignet. Was, nebenbei, nicht bedeutet, dass es überflüssig ist & wir es zerstören sollten. Schließlich sind wir nur ein Teil des Ganzen, manche Pflanzen wachsen als Nahrung für andere Tiere oder als Unterstützung anderer Pflanzen. Einige wenige Pflanzen bzw. Pflanzenbestandteile gelten als so hochgiftig, dass ich sie wahrhaftig nicht ausprobieren möchte. Beispielsweise mag ich die Beeren der Eibe sehr gerne, würde aber unbedingt vermeiden, auf deren Kern zu beissen! Das allermeiste jedoch, was natürlicherweise wächst, ist nicht giftig! Und normalerweise lassen schon Geruch und Geschmack erkennen, ob etwas bekömmlich ist für dich oder nicht.

Viele Pflanzen gelten jedoch, glaubt man so manchen Kräuterbüchern, als giftig … obwohl zahlreiche Menschen sie ohne irgendwelche negativen Folgen häufig oder gar regelmässig essen. Das gilt übrigens nicht nur für Wildkräuter, sondern auch für manches, was aus Gärtnereien auf unseren Tisch kommt. Wie z. B. grüne Bohnen, Holunderbeeren oder Kartoffeln, die gemeinhin als in rohem Zustand giftig gelten. Dennoch kenne ich mehrere Menschen (wohl nicht zufälligerweise RohköstlerInnen 🙂 ), die seit Jahren immer wieder davon essen & sich nach wie vor bester Gesundheit erfreuen. Die Tochter beispielsweise isst schon seit dem Alter von drei Jahren sehr gern & immer mal wieder grüne Bohnen. Selbstverständlich roh. Und, anders als bei Experimenten mit Produkten der Kochkostküche hatte sie danach noch niemals irgendwelche Verdauungs- oder sonstigen Beschwerden. Ich selbst habe bis vor Kurzem mehrere Jahre lang jeweils von April bis November nahezu täglich große Mengen an Beinwell gegessen. Der angeblich lederschädigende Alkaloide enthält, die lt. allgemeiner Empfehlung wenn überhaupt nur in kleinen Mengen aufgenommen werden sollten. Selbst Brennesseln (ebenfalls seit Jahren eines meiner Grundnahrungsmittel) sollen, manchem Kräuterbuch zufolge, giftig sein. Mit geht es blendend & auf den Beinwell verzichte ich mittlerweile nur deshalb, weil er hier leider nicht wächst. Ansonsten vertraue ich dabei auf meinen Körper, auf meinen Geschmackssinn, der mir sagt, was ich gerade brauche & wovon ich besser die Finger lasse.

Woher rühren dann aber die verbreiteten Warnungen? Nun, häufig basieren solche Aussagen zur Giftigkeit auf Labortestergebnissen. So haben sich z. B. die erwähnten Alkaloide, in isoliertem Zustand, in Tierversuchen als leberschädigend herausgestellt. Möglicherweise verhalten sich die fraglichen Stoffe in ihrem natürlichen Verbund, also als Bestandteil einer komplett verzehrten Pflanze, ganz anders in unserem Körper. Manchmal macht auch die Menge das Gift. Oder etwas wirkt abhängig vom Zustand des Essenden oder von dem, was er sonst noch isst. So wirken manche Pilze z. B. auf den Einen giftig, während ein Anderer sie problemlos essen kann.

Natürlich heisst das nicht, dass es nicht tatsächlich Pflanzen gibt, deren Verzehr gesundheitsschädlich oder gar tödlich wirken kann. Eine gewisse Vorsicht beim Umgang mit unbekannten Pflanzen ist sicher sinnvoll, jedoch sollten wir uns nicht gleich komplett abschrecken lassen. Besser erstmal lernen, am besten direkt von anderen Menschen, z. B. auf Kräuterwanderungen. Und vor allem auf den eigenen Körper, auf die eigenen Sinne vertrauen … die allermeisten Giftpflanzen schmecken wirklich abscheulich, riechen schon abstoßend, brennen auf der Haut oder erzeugen sonstwie Widerwillen. Kaninchen vergiften sich schließlich auch nicht an unbekannten Kräutern; genau wie sie können auch wir (wieder) lernen, mithilfe unserer Sinne für uns Essbares von Unbekömmlichem zu unterscheiden.

(Hinweis, der Vollständigkeit halber: das ist meine persönliche Meinung, ohne zertifizierten medizinischen oder ernährungswissenschaftlichen Hintergrund!)

Früchte – Liebe – Feiern

Unsere sonntägliche Rohkosttorte, so sah sie gestern aus. Falls du vielleicht noch überlegst, womit du deineN LiebsteN am Valentinstag überraschen könntest: wie wäre es mit einer solchen herzigen & himmlisch leckeren Torte?

Früchte sind Liebe ...

Früchte sind Liebe …


... und ja, das schmeckt genauso lecker wie es aussieht!

… und ja, das schmeckt genauso lecker wie es aussieht!

Wie es geht? Ganz einfach!

– 2-3 Bananen (reife, aber noch nicht zu weiche) längst in dünne Scheiben schneiden.
– Ca. 250g Erdbeeren (ersatzweise Kiwis oder Mangos) ebenfalls in dünne Scheiben schneiden.
– Aus 5-6 eingeweichten Datteln, 1/2 Banane, 3-4 EL Fruchtfleisch einer jungen Kokosnuss & nach Bedarf 1-3 EL Kokosnusssaft (oder Wasser) eine Creme mixen. (Falls du keine Kokosnuss bekommen kannst, nimm stattdessen mehr Banane.)
– Ein Herz aus Bananenscheiben legen, darauf dann immer abwechselnd Creme, Erdbeeren, Bananen schichten. Mit Erdbeeren abschließen. Fertig!

Rohkostküche – einfach & günstig!

Ich muss immer ein bisschen schmunzeln, wenn Rohkostinteressierte befürchten, rohköstlich zu essen sei aufwändig, zubereitungsintensiv, zu zeitraubend. Okay, wer seine Ernährung umstellt, braucht vielleicht für eine Weile etwas mehr Zeit und Aufmerksamkeit für sein Essen … muss neue Gewohnheiten entwickeln, Einkäufe anders planen usw. Am nötigen Zeitaufwand für die Zubereitung des Essens jedoch wird diese Art der Ernährung gewiss nicht scheitern! Das Tolle an Rohkost ist ja gerade, dass du eigentlich überhaupt nichts zubereiten musst! Schäl dir eine Banane, beiss in eine Zucchini, schneid dir eine Avocado auf & löffel sie aus … Zubereitungszeit gleich null! Übrigens ist auch der Abwasch nach dem Essen unvergleichlich viel schneller erledigt.

Aber ja, ich weiss, die Umstellung von zubereiteten Kochkostgerichten auf Urkost pur fällt nicht jeder/m leicht, für den Übergang & besonders auch, wenn du deine Familie mitbegeistern willst, sind rohköstliche Zubereitungen möglicherweise motivierender & vermitteln dir mehr das Gefühl, ein „richtiges“ Essen vor dir zu haben.

Glücklicherweise muss auch zubereitete Rohkost kein großer Aufwand sein … definitiv nicht mehr, als dir ein Brot zu schmieren, Nudeln zu kochen oder was es sonst an schnellen Kochkostzubereitungen so gibt. Schau mal hier, zwei schnelle, einfache Ideen für deinen neuen Speiseplan – sättigend & kostengünstig sind sie nebenbei übrigens auch noch:

Schokopudding mit Kiwi

Schokopudding mit Kiwi

Buchweizen in Tomatencreme

Buchweizen in Tomatencreme

Immer wieder sonntags …

… Ideen für die sonntägliche Kuchentafel. Oder für’s Mittagessen … wie du’s magst 😉

Beeren-Bananen-Torte

Beeren-Bananen-Torte

... schmelzend schmeckt sie am besten!

… schmelzend schmeckt sie am besten!