Natürliche Ernährung – was soll ich essen?

Unsere Nahrungspalette besteht aus Früchten, Kräutern, Nüssen, Samen, Algen, Wurzeln – in ihrer natürlichen, rohen, unverarbeiteten Form.

„Wenn du keine komplette Mahlzeit daraus machen kannst, solltest du es nicht essen.“ – so eine der Richtlinien für das Essen natürlicher, wohltuender Nahrung. Auch wenn du (noch) nicht mono isst, macht diese Überlegung Sinn. Wenn sich etwas nicht auch als Mono-Mahlzeit eignen würde, ist es aller Wahrscheinlichkeit nach nicht als Nahrungsmittel für dich geeignet. Zumindest solltest du darauf achten, dass du alles, was du isst, auch einzeln, für sich, essen könntest – Dinge, die nur in Kombination mit etwas anderem genießbar sind, lieber nicht essen – dein Körper hat einen Grund, warum er sie instinktiv ablehnt! Beispiele dafür sind Knoblauch, Ingwer, Chili usw. Im Extremfall könntest du dich versehentlich mit etwas vergiften, indem du diese Kontrollfunktion deines Geschmacks- & Geruchssinns einfach übergehst!

Zur weiteren Überlegung über die Auswahl unserer Nahrung: jedes Lebewesen auf diesem Planeten hat eine spezifische artgerechte Ernährung. Die, an die wir genetisch angepasst sind. Wie hat der Mensch sich also ursprünglich, vor Beginn der Ackerbauperiode, den damit einhergehenden Züchtungen und allem, was seitdem noch so kam, ernährt?

Ganz klar: nur was von der Natur bereitgestellt wurde, kam als Nahrung in Frage!

  • Feuer stand sehr lange gar nicht zur Verfügung und wurde dann, nachdem die Menschen sich aufgrund wachsender Bevölkerung in die kälteren Regionen der Erde wagten, vermutlich noch lange Zeit nur zum Wärmen genutzt, nicht jedoch zur Veränderung der Nahrung. Wir gehen also davon aus, dass die menschliche Nahrung, genau wie die jeder anderen Spezies, roh sein sollte.
    Auch Mixer, Blender, Entsafter wachsen nicht an Bäumen – unsere Nahrung sollte also weiterhin auch unverarbeitet sein.
  • Die Nahrungbeschaffung erfolgte über das Sammeln von Früchten, Kräutern, Nüssen und Samen.
  • Tiermilch stand vor Beginn der Tierhaltung sicher nicht zur Verfügung.
  • Wem die offensichtlichen ethischen Argumente gegen das Töten und Verzehren anderer Lebewesen nicht reichen: Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass der Mensch eher gejagt wurde als selber zu jagen. Die Zähne unserer Urahnen zeigen darüberhinaus, dass sie sehr viel sehr Hartes gegessen haben, z. B. auch Rinde und dergleichen. Fleisch gehörte demzufolge offensichtlich nicht zu den üblichen Nahrungsmitteln. Ohnehin zeigen diverse unserer anatomischen Merkmale (Gebiss, Verdauungsorgane), dass wir keine Fleischfresser sind. Und auch unser Nahrungsinstinkt: die allermeisten Menschen können Fleisch nur in verarbeitetem Zustand essen. Selbst rohes Fleisch ist, wenn du es kaufst, bereits weit verarbeitet! Oder bekommst du beim Anblick eines lebenden Tieres tatsächlich Appetit und stürzt dich darauf, um es zum Stillen deines Hungers zu töten?
  • Honig – die kompletten Waben, nicht der extrahierte Honig, den wir heutzutage im Glas kaufen können – mag vielleicht mal erbeutet worden sein. Zumindest machen Menschenaffen das auch. Jedoch ist dabei zu bedenken, dass die Haut des Menschen deutlich ungeschützter und verletzlicher ist als die der Affen … falls überhaupt, so haben sie sich diesem Risiko gewiss nicht allzu häufig ausgesetzt.
    Auch gelegentlich mal ein aus dem Nest gefallenes Ei mag zur Nahrungspalette gehört haben.
    Heutzutage und in unserer zivilisierten Welt hat der Verzehr von Eiern wie auch von Honig jedoch noch eine ganz andere, nicht zu vernachlässigende Komponente: die ethische nämlich. Für die im Handel erhältlichen Produkte werden Tiere aufs Übelste ausgebeutet, misshandelt, getötet. Eier zu kaufen, bedeutet, das zu unterstützen, sich an der Ausbeutung zu beteiligen. Das gleiche gilt für die ebenfalls käuflichen Bienenwaben.
  • Getreide gibt es erst seit ca. 12.000 Jahren; die Züchtungen begannen in der Ackerbauperiode. Daran sind wir also eher nicht genetisch angepasst. Zudem macht es, wie so vieles von Menschenhand Verändertes, süchtig.
  • Manche der heute üblichen Gemüse sind ebenfalls relativ hochgezüchtet (Möhren, Fenchel), einige sehr stärkehaltig, schwerer verdaulich als Früchte und überwiegend wenig sättigend. Leichter bekömmlich sind Gemüsefrüchte, die mehr Wasser enthalten (z. B. Gurken, Kürbisse, Tomaten, Paprika). Wurzeln, besonders die ursprünglichen Sorten, mögen je nach Geschmack ab und zu durchaus lecker und eine interessante Bereicherung des Speiseplans sein.
  • Fermentiertes wie z. B. Sauerkraut ist zwar roh, aber dennoch nicht optimal für uns: es kommt so in der Natur nicht vor.
  • Dies gilt auch für alle anderen rohen Produkte: ungeeignet ist, was in der Natur nicht vorkommt. Neben den diversen rohen zubereiteten Lebensmitteln (Schokolade, Brot, Cracker) und den extrahierten „Superfoods“, Pülverchen, Süßungsmitteln gilt das übrigens auch für einen Großteil der im Handel erhältlichen Trockenfrüchte: für all die nämlich, die in der Natur nicht trocknen, sondern verfaulen wie u. a. Ananas, Banane, Mango, Papaya, …. Für die übrigen, auch natürlicherweise in der Sonne trocknenden Trockenfrüchte gilt: in der Natur sind sie eher selten einmal zu finden, und dann auch nicht gleich tütenweise. Demgemäß selten und in kleinen Mengen solltest du sie auch (höchstens) essen. Durch ihren hohen Zuckergehalt und reduzierten Wassergehalt bleiben sie an den Zähnen kleben und können diese durchaus angreifen.
  • Optimal für uns sind frische süße & nicht-süße Früchte, grüne Blätter, evtl. ab und zu mal Wurzeln, gelegentlich ein paar Samen oder Nüsse!
  • Zu beachten bei den frischen Früchte: ausgenommen ist natürlich alles, was gentechnisch verändert wurde – daran ist kein Lebewesen genetisch angepasst & bei uns Menschen wird diese Anpassung definitiv länger brauchen als bei den Insekten und Bakterien, vor denen die Manipulationen angeblich schützen sollen.
    Auch starke Züchtungen haben die Früchte im Laufe der Jahre sehr verändert – ich halte sie, ergänzt mit Wildkräutern, jedoch noch immer für das Beste, was wir so essen können. Falls keine selbstangebauten oder wilden Früchte zur Verfügung stehen, achte nach Möglichkeit auf Vielfalt in der Zusammenstellung deiner Nahrung! Innerhalb einer Mahlzeit besser nur eine Sorte, übers Jahr jedoch möglichst viel Abwechslung! Ursprüngliche Früchte bevorzugen.
  • Beim Grünzeug sind Wildkräuter und Baumblätter am optimalsten. Wenn du am Meer lebst, auch Algen. Falls du davon nicht ausreichend bekommen kannst, bieten sich angebaute dunkelgrüne Blattgemüse und Kräuter wie Spinat, Petersilie, Feldsalat und andere dunkelgrüne Salate an. Auch Stangensellerie ist sehr reich an Mineralsalzen.
  • Schließlich ist noch zu Bedenken, wie leicht & in welchen Mengen diese zu unserer natürlichen Nahrungspalette gehörenden Früchte, Nüsse & Kräuter unter natürlichen, ursprünglichen Bedingungen wohl für uns verfügbar wären. Wir können heute nahezu alles jederzeit kaufen. In der Natur stehen aber viele Früchte, Kerne etc. nur saisonal begrenzt zur Verfügung. Nüsse und Kerne wachsen zudem in harten, mehr oder weniger schwer zu knackenden Schalen. Ein paar hundert Gramm Mandeln, Cashews oder Sonnenblumenkerne zu essen, würde unter natürlichen Bedingungen Stunden dauern. Um dich daran nicht versehentlich zu überessen, iss sie optimalerweise nur frisch und direkt aus der Schale.

Noch einmal zusammengefasst: Früchte, Grünzeug, Kerne, frisch, unbehandelt, roh, unverarbeitet – bilden unsere artgerechte und damit die einzige für uns geeignete Ernährung!

Fruchtige Rezepte – supereinfach & 80/10/10-tauglich

Das beste Essen der Welt, eine riesige Palette köstlicher Früchte & grüner Blätter, hält die Natur für uns bereit. Es nährt uns optimal & bedarf keinerlei Zubereitung.

Weil es manchmal jedoch einfach Spaß macht, etwas zu gestalten – sei es für dich selbst, für die Familie oder Gäste – habe ich hier einige super-einfache, fruchtige Rezepte für dich zusammengestellt.

Einfach – das heisst: alles ist sehr leicht nachzumachen. Und einfach heisst auch: einfache Kombinationen – jedes Rezept kommt mit 1, 2 oder maximal 3 Zutaten aus.

Das eBook wird als PDF geliefert & enthält über 20 Rezepte & Ideen aus den letzten Monaten. Alle sind 80/10/10-tauglich, eignen sich also für eine kohlehydratbasierte, fettarme Ernährung.

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Mit Leichtigkeit: Bewegung & Gewichtsabnahme

Dass sowohl eine gute, natürliche, vorzugsweise rohe & vegane Ernährung als auch Bewegung essentiell für Gesundheit & Wohlbefinden sind, davon gehe ich aus. Ebenso wie es mir aber kontraproduktiv zu sein scheint, sich zur Rohkost zu zwingen, sich permanent disziplinieren zu müssen, um sie „durchzuhalten“ (statt sie einfach zu genießen als die beste Nahrung, die du je entdeckt hast!), ist auch ein Sportprogramm, mit dem du dich quälst, zu dem du dich ständig zwingen musst & bei dem du keinen Spaß hast, weder deinem Wohlbefinden förderlich noch führt es zu einer eventuell erwünschten Gewichtsabnahme.

Ein Workout, durch das du dich quälst? Dich ständig zu treten? Klar, auch dabei schwitzt du, verbrauchst Kalorien – aber zur Gewichtsabnahme führt das nicht. Eventuell sogar eher zur Zunahme!

Sicher, du verbrennst ein paar Kalorien, aber du wirst auch mehr essen. Wenn dein Training nicht mit einer Umstellung deiner Ernährungsgewohnheiten einhergeht, wird es niemals zu einem schlankeren, gesunden Körper führen!

Dich zu etwas zu zwingen, baut Spannung in deinem Körper auf & ebenfalls in deinem Gehirn.

Spannung im Gehirn muss wieder abgebaut werden. Dazu entwickeln wir (häufig ungesunde) Gewohnheiten. Essen als Belohnung zum Beispiel. Emotionales Essen. Überessen, um dich für das harte Training zu entschädigen. Aggressives, zwingendes Training baut Spannung auf, die sich in deinem übrigen Leben fortsetzt. Du wirst genauso aggressiv, gedankenlos essen – ohne darauf zu achten, was dir gut tut.

Zweifellos ist tägliche Bewegung sinnvoll & notwendig für einen gesunden Körper. Genauso wie beim Essen ist es jedoch auch beim Bewegungsprogramm wichtig, darauf zu achten, was dein Körper & dein Geist brauchen. Womit du dich wohlfühlst. Du willst leichter werden? Genau, Leichtigkeit ist das Zauberwort! Wenn du dein Training genießt, gehst du in die richtige Richtung: du behandelst dich gut! Etwas zu tun, was du liebst, macht dich glücklich und gesund. Was genau du machst, ist nicht wichtig – wie du es machst, das ist entscheidend! Finde das Training, das zu dir passt. Und fange auf dem Level an, der zu dir passt. Trainiere mit Leichtigkeit – tue alles, was du tust, mit Leichtigkeit! Wenn es sich mühsam anfühlt, kann es nicht richtig sein! (Wobei das nicht heissen soll, dass du dich nicht anstrengen darfst 🙂 ).

Du bist was du isst. Deine Nahrung ist dein Treibstoff, sie bildet & formt deinen Körper, bestimmt deinen Level an Gesundheit, Energie und Lebendigkeit. Dein Bewegungsprogramm sollte dich dazu bringen, frische, einfache, natürliche Nahrung zu wählen. Falls es das nicht tut – bist du sicher, dass du das Richtige machst? Trainierst du nur, um Kalorien zu verbrennen oder Muskeln aufzubauen? Oder um dich gut & lebendig zu fühlen, deine Laune zu verbessern? Siehst du es als Ausgleich für deine ungesunden Gewohnheiten oder machst du es, weil du es liebst? Finde etwas, was dich dich lebendig fühlen lässt, was dir Spaß macht – es wird dir helfen, nicht nur deine Figur sondern all deine Gewohnheiten zu verbessern!

Der sichere Weg, VEGAN zu leben

Iss roh-vegan, urköstlich, unverarbeitet!

Und geh so der „Lebensmittel“-Industrie (schon das Wort ist ein Widerspruch in sich) am besten komplett aus dem Weg! Nicht deklarierte tierische Bestandteile in allen möglichen Produkten … so werden Abfälle aus anderer Produktion kostensparend oder gar gewinnbringend entsorgt. Unfassbar eigentlich, dass es überhaupt Gesetze gibt, in denen geregelt wird, welche Zutaten ab welcher Menge deklariert werden müssen … das einzig Verantwortungsbewusste wäre doch wohl, alle Zutaten eines essbaren Produktes auf der Verpackung zu deklarieren.

Hach, ich bin einfach nur froh, dass wir all das eh nicht essen. Dankbar, den Weg zur Rohkost gefunden zu haben. In all den Jahren zuvor, in denen ich zuerst vegetarisch, dann vegan gelebt habe, habe ich mich natürlich auch an den Etiketten mit den Listen der Inhaltsstoffe orientiert. Mühsam, und offensichtlich nicht besonders zuverlässig 🙁 Während der Neurodermitiserkrankung der Tochter, kurz bevor wir die Rohkost entdeckt haben, wurde bei ihr ein Allergietest gemacht, bei dem unter anderem eine Allergie auf Hühnerei festgestellt wurde. Gegessen hatte sie das glücklicherweise noch nie vorher … da ich jedoch damals noch nichts von den völlig neuen Perspektiven durch eine natürliche, lebendige Ernährung ahnte, habe ich mich aufgrund des Testergebnisses von einer Ernährungsberaterin beraten lassen. Die mir nicht etwa zur Rohkost geraten hat, sondern mich im wesentlichen mit Listen über die Auswahl aus dem üblichen Nahrungssortiment versorgt hat. Fruchtsäfte waren verboten, weil die oft mit Eiweiß geklärt werden (was selbstverständlich nicht auf dem Etikett vermerkt wird). Außerdem ist Hühnerei in diversen Emulgatoren und Stabilisatoren enthalten, auch in Schokolade und überhaupt scheinbar in fast allem. Ein Leben als Hühnerei-Allergiker (oder als stillende Mutter eines allergischen Kindes) mit einer Standardernährung – puh!

Zum Glück wissen wir ja inzwischen viiiiel mehr … unsere Ernährung nährt uns nicht nur vortrefflich, hält uns glücklich & gesund & vermeidet wirklich zuverlässig die Verursachung von Tierleid, sie schützt uns auch zugleich vor solchen Machenschaften – und schließlich: sie ist so unglaublich einfach & leicht!