Ausgelaugt?

Fühlst du dich müde, erschöpft, & weisst nicht warum? Möglicherweise leidest du unter einem Mangel an Mineralien oder anderen Nährstoffen.

Selbst bei großartiger Nahrung kannst es passieren, dass du in ein Ungleichgewicht (wie Erschöpfung oder einen Mangelzustand) gerätst, falls du

  • rohen Kakao konsumierst, da dieser deine Nebennieren erschöpfen & dadurch Ermüdungserscheinungen hervorrufen kann.
  • dich häufig über-isst. Durch Überessen verwandelst du all die guten Nährstoffe in deinem Verdauungssystem zu toxischem Schlamm.
  • dich nicht bewegst. Iss all die wunderbaren, nährstoffreichen, rohen, veganen, biologisch angebauten Früchte & Gemüse, die du magst – ohne tägliche Bewegung kannst du sie nicht effektiv aufnehmen & verwerten.

Also: lieber mehr bewegen, weniger essen … & statt irgendwelcher Superfoods besser einfach Früchte & Grünes. Auswahlkriterium: könntest du eine komplette Mahlzeit draus machen? Wenn ja – super! Alles andere besser sein lassen (oder zumindestens auf Ausnahmen beschränken.)

Gelbe Beeren & Riesenkräuter … oder Warum ist die Banane krumm

Die Bananenpflanze ist das größte Kraut der Welt. Ehrlich: Bananenpflanzen sind keine Bäume, sie zählen zu den baumartigen mehrjährigen Kräutern. Und damit nicht genug: die Banane selbst ist eigentlich … eine Beere!

Mehr Interessantes & Überraschendes über die leckere gelbe Frucht:

  • Die heute in Deutschland & den meisten anderen bananenimportierenden Ländern hauptsächlich verkaufte Banane ist die Cavendish-Banane. Bevor sie zur Banane der Wahl des Handels wurde, war es die Gros Michel. Nahezu alle kommerziellen Bananenpflanzen sind perfekte Klone voneinander und die meisten gehen auf eine einzige Pflanze aus Südostasien zurück. Dies macht sie extrem anfällig dafür, weltweit in kürzerster Zeit ausgelöscht zu werden. Genau das ist mit der Gros Michel passiert, die innerhalb weniger Dekaden vom Anfang bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts durch bestimmte Pilze weltweit nahezu ausgerottet wurde. Eine Abart dieser Pilze bedroht nun auch die Cavendish. Zur Zeit gibt es jedoch keinen potentiellen Ersatz für die Cavendish. Zwar gibt es ungefähr 1000 verschiedene Bananenarten auf dieser Welt, aber die meisten von ihnen sind ungenießbar. Viele andere sind zu klein oder nicht ausreichend transportfähig, um die Rolle der Cavendish zu übernehmen.
  • Bananen sind natürlicherweise radioaktiv, da sie relativ viel Kalium enthalten. Genauer gesagt, enthalten sie Kalium-40, ein radioaktives Isotop des Kalium.
  • Weltweit werden jährlich mehr als 100 Billionen Bananen konsumiert. Damit sind Bananen das viertgrößte Agrarprodukt (nach Weizen, Reis und Mais). Amerikaner essen mehr Bananen als irgendeine andere Frucht, sogar mehr als Äpfel und Orangen zusammen; im Durchschnitt 26,2 Pfund pro Jahr & Person – erschreckend wenig, finde ich. Bananen, Äpfel und Orangen zusammen weniger als 50 Pfund im Jahr … selbst wenn wir annehmen, dass sie von weiteren Früchten zusammen weitere 25 Pfund äßen, wären das nur 75 Pfund Früchte im Jahr. Pro Tag also gerade mal 100 Gramm! Den höchsten Pro-Kopf-Verbrauch an Bananen hat Uganda; dort werden im Schnitt 500 Pfund Bananen pro Jahr & Person gegessen.
  • Bananenessen macht glücklich! Bananen enthalten Tryptophan und Vitamin B6, welches in Kombination die Serotoninproduktion des Körpers anregt. Was du vermutlich auch schon weisst: Bananen enthalten fast kein Fett, wenig Kalorien (nun ja, viel für eine Frucht, jedoch weniger als das meiste andere, was in unserer zivilisierten Welt so gegessen wird). Sie sind reich an Vitamin B6, Fasern und Kalium. Darüberhinaus enthalten sie nennenswerte Mengen von Phosphor, Magnesium, Kalzium, Eisen, Zink, Kupfer, Selen, den Vitaminen A, B1, B2, C, E, K, Niacin und Pantothensäure. Das Essen von Bananen verringert das Risiko von Herz- & Schlaganfällen & von Krebserkrankungen.

Quelle: todayifoundout.com

Salzige Pflanzen

Wie schädlich isoliertes Salz ist, hast du hier schon gelesen … wer sich einige Zeit roh, vegan, natürlich, salzfrei ernährt hat, merkt es auch selbst recht schnell beim Ausprobieren am eigenen Körper. Ich mag & vertrage schon seit Jahren kein Salz mehr & habe besonders letzteres bei einem (versehentlichen) Experiment vergangenes Jahr unangenehm bestätigt bekommen. In den letzten Tagen habe ich nun, vielleicht hast du es gelesen, an der Nordsee frische Algen gefunden. Und Salzgras. Wie sieht es bei solchen salzigen Pflanzen aus mit der Bekömmlichkeit?

Zunächst einmal besteht ein grundlegender Unterschied zwischen Mineralsalzen, die in ihrem natürlichen Zusammenhang gebunden sind, also Bestandteil einer Pflanze sind, & isolierten Salzen. Letztere kommen so in der Natur nicht vor & sind deswegen logischerweise auch nicht gut verträglich für den Körper. Salzige Pflanzen wie Algen oder Salzgras jedoch kannst du unbesorgt essen – soviel du magst. Dein Körper, dein Geschmackssinn wird dir sagen, wann du genug hast. Das gilt übrigens für alle Bestandteile der Pflanzen, solange du sie frisch, roh, unverarbeitet & mono isst. Auch für das in den Algen enthaltene Jod. Eine Gefahr der „Überdosierung“ besteht dabei meiner Erfahrung nach nicht.

Frische Algen hatte ich jetzt schon sehr lange, seit etwa einem Jahr, nicht mehr gegessen, und auch getrocknete im letzten halben Jahr nur noch sehr selten. Beim Essen der frischen Nordseealgen habe ich diesmal festgestellt, dass ich nicht mehr viel davon essen mag. Nicht annähernd die Mengen, die ich früher davon gefuttert habe. Sie schmecken mir jetzt viel zu salzig, insbesondere diese dicken „Blasen“ des Blasentangs (Fucus-Algen sind es, die an der Nord- und der Ostseeküste wachsen). Die übrigen Teile der Algen fand ich immer noch sehr lecker. Im ersten Überschwang habe ich dennoch zuviel gegessen … & bin tatsächlich mit den üblichen Folgeerscheinungen von zuviel Salz „belohnt“ worden: Juckreiz, Ekzeme, Schwellungen. Unangenehm. Beim nächsten Mal höre ich wieder besser auf meinen Körper …

Gesammelte Algen lassen sich übrigens gut einige Tage, bis zu zwei Wochen, im Kühlschrank lagern. Da wir morgen wieder nach Hause fliegen & sie nicht mitnehmen können, werden wir unseren Restvorrat heute dem Buffet beim Rohkosttreffen spenden. Ich freu mich schon auf ein unseren Urlaub abschliessendes Fest 🙂

Iss dich satt! Früchte sind Grundnahrung!

Eine liebe Freundin schrieb mir kürzlich über ihre Erfahrungen auf ihrem langjährigen, kurvenreichen Weg zur Rohkost und bestätigte dabei, was auch hier schon des Öfteren zu lesen war: einer der wichtigsten Aspekte für eine dauerhaft funktionierende rohköstliche Ernährung ist es, genug zu essen. Genug von dem, was der Körper braucht. Zucker (Kohlehydrate) als Treibstoff & Mineralstoffe. Früchte & Grünzeug also. Nahrhafte, unbehandelte, möglichst frische, reife Früchte. Dazu nach Bedarf Grünes, insbesondere Wildkräuter … wobei du meiner Erfahrung nach umso mehr Grünes brauchst, je weiter du von einer regionalen Früchteversorgung entfernt bist. Je länger die Ernte der Nahrung her ist & je unreifer sie aufgrund langer Transportwege geerntet wurde (& auch, je überzüchteter die Sorten sind), desto ärmer an Vitalstoffen ist sie. Das schmeckst du & du spürst es – irgendetwas scheint zu fehlen, egal wie viele Früchte du isst. Grünzeug, ganz besonders die extrem vitalstoffreichen Wildkräuter, helfen beim Ausgleich.

Grundnahrungsmittel Bananen



Iss dich satt mit Früchten! Früchte sind kein Nachtisch, kein Extra, kein zu rationierender Luxus. Sondern deine Grundnahrung! Kohlehydrate machen nicht dick. Auch wenn dein Bauch direkt nach einer sättigenden Früchtemahlzeit rund ist – nach wenigen Stunden sind die Früchte verdaut, sie werden nicht in Form von Fettdepots gespeichert, und dein Bauch ist bald wieder schön flach.

Das funktioniert erwiesenermaßen auch in Deutschland … ich empfinde es als wesentlich einfacher im warmen Teneriffa, jedoch hat diese Ernährung bei mir auch vorher schon 5 Jahre lang in Deutschland funktioniert. Den größten Teil des Jahres brauchte ich dort zwar importierte Früchte; das regionale Angebot reichte tatsächlich nur im Sommer & Frühherbst aus … aber das heisst nicht, dass vegane, früchtebasierte Rohkost in Deutschland nur für Menschen machbar ist, die sich wöchentlich bei Orkos & Co eindecken können! Bananen & Datteln findest du immer & überall; andere Früchte lassen sich, ggfs im Zusammenschluss mit anderen, oftmals günstig im Großhandel oder über kistenweise Bestellungen beim Einzelhändler deiner Wahl beschaffen. Den Verlust an Mineralstoffen durch die längeren Transportwege kannst du mit den in Deutschland nahezu ganzjährig im Überfluss wachsenden Wildkräutern kostenlos decken!

Anstelle von ausreichend kohlehydratreichen Früchten auf größere Mengen an Fettfrüchten & Kernen auszuweichen, funktioniert meiner Erfahrung nach nicht & führt bei vielen zu sogenannten „Rückfällen“ zu Brot, Pasta, Pizza … der Körper verlangt nach Kohlehydraten! Also gib sie ihm. Aus Früchten. Täglich & in ausreichender Menge. Und falls dir Früchte noch immer wie Luxus vorkommen – dann gönn dir diesen Luxus! Täglich! Weil du es dir wert bist 😉

Satt werden wir, wenn unser Körper ausreichend genährt ist. Mit Kohlehydraten & Mineralstoffen. Und nur wenn du satt & zufrieden bist, dich also wohlgenährt fühlst, wirst du eine Ernährungsweise beibehalten können. So einfach ist das:-)

Typisch?

Ich freue mich immer wieder über (auch kontroverses) Feedback zu meinen Artikeln hier. Über das erstaunlich rege Interesse von Menschen, die ihren Kommentaren nach für falsch halten, was ich tue … es jedoch trotzdem relativ kontinuierlich zu verfolgen scheinen. Scheint wohl doch etwas drinzustecken, dem sie sich nicht entziehen können … ein Körnchen spürbare Wahrheit vielleicht?!? Einige Kommentare der letzten Zeit möchte ich heute mal zum Anlass nehmen, ein paar der gern genommenen Klischees über Roh-Veganer anzusehen.

  • Früchteesser frieren ständig
    Ich persönlich friere leicht & brauche ein warmes Klima, um mich wohl zu fühlen. Das war schon immer so, unabhängig von meiner Ernährungsweise, die seit meiner Kindheit von Kochkost mit Fleisch über vegetarische und vegane Kochkost viele verschiedene Phasen durchlaufen hat, bevor ich bei der roh-veganen, früchtebasierten Ernährung angekommen bin. Die Tochter, die von Anfang an roh-vegan aufwächst, friert hingegen selten … vermutlich ist sie schlicht noch nicht so verweichlicht wie ich. Ein Leben in geheizten Räumen, von Baby an immer dick eingemummelt, lässt einen nämlich die Fähigkeit zur Selbstregulierung der Körpertemperatur bei wechselnden Umgebungstemperaturen verlieren. Kochköstler haben häufig einen noch geringeren Toleranzbereich, in dem sie sich wohlfühlen, besonders bei höheren Temperaturen. Darüberhinaus glaube ich, dass es halt unterschiedliche Typen gibt: ich kenne eine Reihe von Menschen, die sich in kühlem Klima wohler fühlen. Auch Roh-Veganer. Ebenso Kochköstler, die warmes Wetter bevorzugen & in der Kälte genauso frieren wie ich.

    In meinem ersten Rohkost-Winter habe ich tatsächlich extrem gefroren; im Laufe der Jahre jedoch hat mein Körper seine natürlichen Fähigkeiten teilweise zurückgewonnen & ich gelernt, wie ich meine Ernährung klimaabhängig gestalten muss, um auch im deutschen Winter über die Runden zu kommen.
    Wie geht es dir bei wechselnden Aussentemperaturen?

  • Roh-Veganer sind dünn, mangelernährt, ausgezehrt
    In mancher Hinsicht bin ich sicherlich eine Freude für die, die nach zu ihren Klischees passenden Rohköstlern suchen. Ja, ich bin tatsächlich dünn. Manche finden mich zu dünn. Das war übrigens schon fast immer so … nun ja, nicht in meiner Kindheit, aber seit ca meinem 20. Lebensjahr. Durch alle oben erwähnten Ernährungsvarianten. Unterbrochen nur in & kurz nach meiner ersten Schwangerschaft ;). Da es mir nicht an Energie & Kraft mangelt & es mir in vielerlei Hinsicht besser geht als zu nicht-rohen Zeiten, glaube ich nicht, dass ich mangelernährt bin. Mehr Sport würde vermutlich helfen, etwas mehr Muskeln aufzubauen. Als ausgezehrt empfinde ich mich keineswegs … auch nicht als zu dünn übrigens, ich gefalle mir wie ich bin.
    Ich kenne zwar keine übergewichtigen Roh-Veganer, jedoch durchaus viele, die weniger mager sind als ich & etliche, die sehr kräftige, muskulöse Körper haben. Ebenso kenne ich „zu“ dünne Kochköstler & Allesesser … kurz: zwingende Zusammenhänge mit der Ernährungsweise lassen sich auch hier kaum feststellen.
  • Veganer haben mehr/tiefere Falten
  • Wie schnell jemand optisch altert (Faltenbildung, graue Haare, Haarausfall) wird außer von den Lebensgewohnheiten (Ernährung, Umweltbelastungen, Sonneneinstrahlung etc) auch durch die ererbte Veranlagung bestimmt und entspricht nicht unbedingt dem Gesundheitszustand der jeweiligen Person. So berichtete Frederic Patenaude, der seit seinen frühen Zwanzigern roh & vegan lebt, kürzlich, dass er mit Mitte 30 bereits teilweise ergraut ist; sein Vater jedoch bei konventioneller Ernährung bis in seine 60er hinein kaum ein graues Haar hatte, jedoch bei äußerlich anscheinend bester Gesundheit im letzten Jahr recht plötzlich durch einen Herzanfall ums Leben gekommen ist.
    Was mich betrifft: ich werde im allgemeinen deutlich jünger geschätzt als ich tatsächlich bin. Auch das war schon immer so & hat insofern wohl kaum mit meiner Ernährung zu tun.
    Milchprodukte fördern die Einlagerung von Wasser im Gewebe & mögen so vorhandene Falten abmildern. Ob sich die damit verbundenen gesundheitlichen Konsequenzen für ein etwas glatteres Gesicht lohnen würden?

Abgesehen davon, dass ich also keine ursächlichen Zusammenhänge zwischen all diesen Aspekten und der roh-veganen Ernährung erkennen kann – selbst wenn es so wäre bzw sie sich durch eine andere Ernährungsweise beeinflussen ließen, bleibt neben der Abwägung der gesundheitlichen Folgen des Konsums von Milchprodukten und Fleisch die Frage, ob eventuelle positive Effekte das in ethischer Hinsicht fragwürdige Konsumieren = Ausbeuten & Töten anderer Lebewesen rechtfertigen würden. Hätte ich das Recht zu töten, um etwas weniger zu frieren? Wäre es in Ordnung, andere leiden zu lassen, wenn ich dadurch dem Schönheitsideal anderer Menschen etwas näher käme? Was meint ihr dazu?