Wohlbefinden durch Früchte

Der Wechsel zur rohköstlichen Ernährung bringt für gewöhnlich schnelle & oftmals überwältigende gesundheitliche Verbesserungen mit sich. Die allermeisten der ersten Veränderungen sind meistens eher dadurch begründet, was du nun NICHT mehr isst: durch das Weglassen von Fleisch, Eiern, Milchprodukten, chemischen Nahrungsmittelzusätzen, Zucker, erhitzte Fette & allgemein erhitzte Nahrungsmittel, …

Je nachdem, wie du deine von nun an praktizierte Rohkost gestaltest, bist du vielleicht nach einiger Zeit enttäuscht, dass die andauernde derartige Ernährung nicht zu weiterer ständiger Steigerung des Wohlbefindens führt. Bedenke, wie viele Jahre du dich vorher … ich nenne es mal „suboptimal“ … ernährt hast: rohe, unverarbeitete, artgerechte Ernährung gibt deinem Körper endlich die Chance, sich selbst wieder zu heilen. Gib ihm Zeit dafür! Und: achte auf seine Signale, seine Reaktionen. Nicht alles, was roh ist, ist unbedingt optimal. Finde heraus, wie dein Körper wirklich genährt werden will. Auch das braucht möglicherweise Zeit.

Mitunter tauchen gesundheitliche Beschwerden auch nach längerer Rohkosternährung ganz neu auf. Sind es kurzfristige Erscheinungen, handelt es sich möglicherweise um die Entgiftung von Altlasten. Bei länger andauernden oder immer wieder auftretenden Beschwerden, die sich auch im Laufe der Zeit nicht bessern, lohnt es sich, mal einen Blick auf die Zusammensetzung deiner rohköstlichen Ernährung zu werfen. Was meiner Erfahrung nach nicht gut tut, sind

  • rohe Fertigprodukte (Riegel etc)
  • Öle
  • zu viele Trockenfrüchte
  • viel Fett
  • Mischungen aus Fett & süßen Früchten
  • Gewürze
  • komplizierte rohe Zubereitungen aus vielen Zutaten

Am wichtigsten fürs Wohlbefinden: viele Früchte! Und nach Bedarf Grünzeug, insbesondere Wildkräuter, dazu. „Nach Bedarf“ kann (muss aber nicht) ebenfalls sehr viel sein!

Wie immer gibt es auch hierzu viele verschiedene Meinungen. Lass dir nichts einreden – weder von mir noch sonst jemandem! Wir alle geben nur unsere eigene Erfahrung wieder. Probier es aus, wenn es sich richtig anfühlt & achte darauf, wie es dir damit geht!

Auch wenn du nicht gleich zur Frutarierin werden willst (warum eigentlich nicht? 😉 ): mehr Früchte zu essen, tut meiner Einschätzung nach jedem gut! Ein paar Gründe, dafür hat Frederic Patenaude heute in seinem Blog aufgelistet, mit denen ich absolut übereinstimme & die ich dir deshalb hier kurz zusammengefasst wiedergeben möchte:

  • Unser wichtigster Brennstoff sind Kohlehydrate. Früchte sind der beste Lieferant dafür: sie sind voll von Vitalstoffen & im Gegensatz zu Getreide & tierischen Nahrungsmitteln verstoffwechseln sie basisch.
  • Die meisten Früchte haben entgegen anderslautender Vorurteile einen niedrigen glykämischen Index. Anders als isolierte Zucker, Getreideprodukte und ähnliches treiben sie deinen Blutzucker nicht schnell in die Höhe. Beispiele: Weissbrot hat einen glykämischen Index von 95, Bananen dagegen nur 54, Trauben sogar nur 46. Das liegt daran, dass Früchte eine Kombination unterschiedlicher Zucker enthalten, von denen manche schnell verdaut werden & dir so sofort Energie geben, andere werden langsamer verdaut & versorgen dich so langanhaltend mit Energie. Darüberhinaus sind Früchte reich an Fasern, Ballaststoffen, die die Zuckeraufnahme ebenfalls verlangsamen.
  • Früchte sind das perfekte Fast Food. Keine Zubereitung ist nötig, du kannst einfach hineinbeissen (je nach Sorte eventuell vorher „auspacken“ = schälen 😉 ). Sie kommen in ihrer eigenen Verpackung & lassen sich einfach für unterwegs mitnehmen.
  • Früchte stecken voller Antioxidantien – bekannt für ihre Bedeutung zum Schutz vor Krebserkrankungen, als Anti-Aging-Substanzen und vieles mehr.
  • Früchte machen dich schlank! Früchte sind reich an Wasser & Ballaststoffen & gleichzeitig kalorienarm. Du kannst dich damit satt & voll essen, ohne davon jemals dick zu werden!
  • Früche machen schön – Studien haben gezeigt, dass bestimmte Bestandteile von Früchten & Gemüsen, wie z. B. Karotinoide, die Haut schimmernder & schöner machen.
  • Eine konventionelle Ernährun ist meist reich an Natrium & führt häufig zu erhöhtem Blutdruck. Früchte sind von Natur aus natriumarm; viele Früchte in deiner Ernährung helfen dir, deine Natriumaufnahme zu reduzieren.
  • Früchte sind saftig, reich an Wasser – perfekt für eine ausreichende Flüssigkeitsversorgung deines Körpers.
  • Optimal ist es, Nahrung in ihrer natürlichen Form zu sich zu nehmen. Unverarbeitet, ungewürzt. Früchte sind von Natur aus so lecker, dass sie keiner „Nachbesserung“ bedürfen.

In diesem Sinne … ich werde jetzt Papaya frühstücken gehen. Was isst du heute morgen? 🙂

Die optimale Ernährung

Auch wenn wir uns in unserem Lebensstil oft weit von ihr entfernt haben … wir sind natürliche Wesen, genau wie alle anderen Tiere. Unser Körper weiss genau, was er braucht & was nicht. Wenn wir auf ihn hören, seine Signale ernst nehmen, zeigt er uns, was ihm gut tut & was nicht. Was er braucht, ob er genug bekommt, ob ihm etwas fehlt.

Kein Tier käme auf die Idee, seine Nahrung vor dem Verzehr zu wiegen, Kalorien nachzuschlagen oder vor dem Essen zu überlegen, ob denn in den Früchten auch ausreichend Vitamine drin sind & es daher empfehlenswert ist, sie zu essen. Trotzdem ernähren sich Tiere, die frei in ihrem natürlichen Lebensraum leben, absolut ausgewogen – ihr Instinkt zeigt ihnen, was die für sie richtige Nahrung ist & wieviel sie davon brauchen.

Nun gut, wir leben halt nicht in einem „natürlichen Lebensraum“ & sind umgeben von allen möglichen sogenannten Lebensmitteln, die mit Natur & Bedarf absolut nichts zu tun haben. Hier den Kopf zwischenzuschalten & zu erkennen, welche Nahrungsmittel denn zu unserem natürlichen Spektrum gehören, macht daher sicher Sinn. Von da an jedoch sollten wir die Regie wieder an unseren Körper zurückgeben. Statt sie an andere Menschen, medizinische Empfehlungen, wissenschaftliche Erkenntnisse abzugeben.

Ernährungswissenschaftler, Mediziner & andere analysieren & messen unsere Nahrungsmittel & unsere Körper, finden dabei etliche definierbare Bestandteile unserer Nahrung (Vitamine, Mineralstoffe usw) & entwickeln Theorien darüber, wieviel wovon unser Körper genau braucht, um optimal funktionieren zu können. Sicher sind manche dieser Erkenntnisse dem Menschen in seinem naturfernen Leben hilfreich … wie z. B. das Wissen um den Bedarf an Vitamin C, ohne dessen Deckung, also ohne ausreichend frische pflanzliche Nahrung, beispielsweise Seefahrer in früheren Zeiten an Skorbut erkrankt sind.

Ob es jedoch Sinn macht, sich eine „optimale“ Ernährung auf Basis von Laborwerten zusammenzurechnen & sich nur sicher & gut genährt zu fühlen, wenn alle wissenschaftlichen Anforderungen erfüllt sind??? Unsere natürliche Nahrung – Früchte & grüne Blätter – ist soviel mehr als die Summe ihrer messbaren Bestandteile!

Wenn an Empfehlungen, Vorgaben orientieren – an welchen dann? Wer definiert die Werte? Warum unterscheiden sie sich von Land zu Land? Der definierte Bedarf an manchen Vitalstoffen ist gleichzeitig abhängig von dem, was du isst. Als Veganer oder Rohköstler brauchst du von manchem weniger als ein Kochköstler/Fleischesser. Dein eigener Bedarf variiert, je nach Lebenssituation. In stressigen Lebenslagen braucht dein Körper höhere Mengen mancher Vitalstoffe. Je besser dein Körper die in der Nahrung enthaltenen Nährstoffe assimilieren kann, desto weniger davon (sowohl von der Nahrung an sich als auch von den definierten Vitalstoffen) musst du aufnehmen. Je länger du dich natürlich ernährst, umso besser wird diese Fähigkeit deines Körpers – und um so weniger Nahrung braucht er daher im Laufe der Jahre. Diese Beobachtung haben schon viele langjährige RohköstlerInnen gemacht.

Eine optimale Ernährung für jeden Menschen – die lässt sich meiner Meinung nach zwar eingrenzen: ich glaube, sie sollte vegan, roh, so frisch wie möglich, frei von chemischer Behandlung, naturbelassen = unverarbeitet sein. Eher fettarm. Und ungemischt. Alles andere – was genau in welchen Mengen – ist abhängig von so vielen Faktoren, dass jedeR es für sich selbst herausfinden muss. Und es sich je nach Lebenssituation auch immer mal wieder ändern kann.

Unter Berücksichtigung jahrelanger körperlicher, emotionaler & sozialer Prägungen durch eine unnatürliche Ernährungsweise gibt es auf dem Weg zu einer derartigen (natürlichen!) Ernährung viele mögliche Stufen, die meistens schon so viel besser, gesundheitsförderlicher, sind als die vorhergehenden Gewohnheiten, dass sie uns jeweils optimal erscheinen. Und häufig auch die Basis liefern, um uns unsere sich weiterentwickelnden Bedürfnisse hin zu einer noch besseren Ernährung deutlich zu machen. Wer weiss, wohin mein Weg mich noch führt & welche Steigerungen meiner Optimal-Vorstellungen noch kommen mögen 🙂

Vertraue dir selbst!

Idealgewicht ohne Diät

Du willst Gewicht verlieren? Vergiss Diäten & kalorienreduzierte Ernährung – dabei lernt dein Körper nur, Kalorien besser zu speichern. Er gewöhnt sich sehr schnell an reduzierte Nahrungsmengen & richtet sich darauf ein. Außerdem machst du dich selbst nicht glücklich, wenn du dich dauerhaft einschränkst (oder eingeschränkt fühlst). Irgendwann kippt das, du bekommst Heisshunger & schlägst erst richtig zu.

Sinnvoll, um überflüssiges Gewicht abzubauen, ist einzig eine dauerhafte Umstellung der Ernährungs- und Lebensgewohnheiten. Finde zu einer natürlichen, gesunden, dich glücklich machenden Ernährung. und – sowohl zur Gewichtsreduzierung als auch für deinen Gesundheitszustand & dein Wohlbefinden allgemein wichtig: bewege dich!

Hast du schon mal einen (freilebenden) übergewichtigen Affen gesehen? Eine zu dicke Giraffe? Oder einen Löwen? Tiere wissen genau, was & wieviel sie brauchen; sie essen, bis sie satt sind. Ohne über die Kalorien nachzudenken oder gar ein schlechtes Gewissen zu haben, weil sie zuviel essen. Wieso können sie das, was den meisten Menschen so schwer fällt? Weil sie das essen, was die Natur für sie vorgesehen hat. Wofür sie gemacht sind. Artgerecht. Natürlich.

Das ist der Schlüssel: die Ernährung, die deinen Körper wirklich nährt – ihm gibt, was er braucht, um so zu funktionieren, wie es von der Natur gedacht ist. Damit wird er wieder in die Lage versetzt, angesammelte Gifte abzubauen, sich zu heilen. Krankheiten, Missbefindlichkeiten verschwinden. Ebenso übermäßiges Gewicht. Umgekehrt ist es ebenso möglich, Gewicht aufzubauen, falls du untergewichtig bist. Über- & Untergewicht, oder vielmehr: dein individuelles „richtiges“ Gewicht & Figur ist nicht das, was uns die Mode oder die Mediziner vorgeben. Mit einer natürlichen Ernährung & ausreichend Bewegung wird dein Körper zu seiner eigenen Form finden – so wie er sein sollte!

Eine dauerhaft funktionierende Ernährung kann nicht auf Einschränkung & Verzicht basieren. Gesundheit & ein schlanker, fitter Körper ohne Bewegung sind nicht möglich – dafür brauchst du Energie! Je mehr Energie dir aus deiner Nahrung zur Verfügung steht, umso mehr Kraft & Motivation hast du, dich zu bewegen! Folglich musst du genug essen! Und, besonders dann, wenn du ohnehin schon zuviel Fett mit dir herumschleppst: fettarm. Was du brauchst, um glücklich zu sein & viel Energie zu haben, sind Kohlehydrate. Früchte! Vor allem süße Früchte. Viele Früchte, soviel du magst. Grünzeug dazu, nach Bedarf. Warum du dir über Protein keine Gedanken machen musst, kannst du ausführlicher hier nachlesen. Kurz zusammengefasst: es ist praktisch unmöglich, zuwenig Protein aufzunehmen; zuviel jedoch ist ein großes Gesundheitsrisiko. Früchte haben den optimalen Eiweissgehalt, ähnlich dem von Muttermilch.

Iss früchtebasiert & du nimmst automatisch die richtigen Mengen an Kohlehydraten, Eiweiss & Fett auf! Iss genug, damit du satt & zufrieden bist & die nötige Energie hast, dich zu bewegen! Und vor allem: lerne wieder, auf deinen Körper zu hören! Er wird dir zeigen, was & wieviel er braucht.