Iss was dir schmeckt!

Die Natur hat es so eingerichtet, dass alles Grundlegende, was unserem Überleben & dem Arterhalt dient, uns Vergnügen bereitet – ein Kind zeugen, ein Baby stillen … auch Essen sollte immer eine angenehme, vergnügliche Erfahrung sein! Niemand sollte etwas essen müssen, was ihr/ihm nicht schmeckt.

Die Natur ist 100% verlässlich & vertrauenswürdig. Unser Geschmackssinn ist ein Wächter unseres Körpers, den du niemals ignorieren solltest. Wenn dir etwas nicht schmeckt, will dein Körper es nicht haben & du solltest darauf hören. (Achtung, der verlässliche Umkehrschluss gilt nur für absolut natürliche, naturbelassene Nahrung & ist schon bei verarbeiteten rohen Nahrungsmitteln mit Vorsicht zu genießen!!!). Es macht jedoch durchaus Sinn, Dinge (wie z. B. Grünzeug) in Abständen mal wieder zu probieren, denn der Bedarf deines Körpers ändert sich immer wieder.

Zu hören, was andere essen & für sich selbst als richtig & wichtig erkannt haben, kann Denkanstöße liefern, hat aber nichts mit deinem eigenen Bedarf zu tun. Wenn dir Bananen nicht schmecken, warum solltest du sie essen? Wenn dir Löwenzahn nicht schmeckt, lass ihn stehen.

Ich habe lange geglaubt, wir müssten unbedingt & immer viel Grünzeug, viele Wildkräuter, essen um gesund zu bleiben – denn mein Körper hat seit Jahren sehr danach verlangt. Deswegen habe ich sie auch der Tochter, teilweise versteckt, in ihr Essen gemixt. Das hat gut funktioniert – solange sie das Grünzeug tatsächlich brauchte. Denn auch, wenn z. B. in einer Schoko-Bananencreme die Brennessel nicht mehr zu sehen ist, so ist sie schon zu schmecken. Zumindest für den feinen Geschmackssinn einer langjährigen (in diesem Fall sogar lebenslangen) Rohköstlerin. Hat sie gerade keinen Bedarf, dann mag sie auch die „grünen“ Cremes & Smoothies nicht. Hat sie welchen, isst sie die Wildkräuter ebensogern pur! Und ich bin sicher, solange sie bei der natürlichen Ernährung bleibt, wird ihr Körper ihr, ein entsprechendes Angebot vorausgesetzt, immer signalisieren, was sie braucht um im Gleichgewicht zu bleiben.

Ich halte Wildkräuter als Bestandteil einer vitalstoffbedarfsdeckenden Ernährung nach wie vor für wichtig … in dem Maße, wie jedeR sie halt gerade braucht. In Deutschland habe ich wirklich rund ums Jahr riesige Mengen an Wildkräutern gegessen. Im Freundeskreis wurde ich mitunter schon mit einem Gorilla verglichen, weil ich bei Aufenthalten draußen im Grünen tatsächlich die ganze Zeit grüne Blätter gepflückt & gegessen habe. Momentan ist das ganz anders, & es liegt nicht nur am viel geringeren Angebot hier. Ich habe auch viel weniger Appetit auf Wildkräuter; offenbar ist mein Bedarf momentan geringer. Möglicherweise aufgrund der besseren Versorgung mit Sonne & Früchten. Gerade denen unter euch, bei denen Wildkräuter noch nicht selbstverständlich zum Speiseplan gehören (in welchem Ausmaß auch immer), möchte ich dennoch ans Herz legen, nicht nur nach dem Augenschein zu entscheiden, sondern, wie oben schon gesagt, immer mal wieder zu probieren.

Nutze alle deine Sinne für die Nahrungsauswahl – & verlass dich besser auf deinen Geschmackssinn als auf irgendwelche Tabellen & Vorschriften. Selbst mit all den modernen „wissenschaftlichen“ Erkenntnissen gibt es keinen Ersatz für das uns von der Natur gegebene System zur Nahrungsauswahl. Erlaube deinen Geschmacksknospen, ihre faszinierende Aufgabe zu erfüllen, und wenn sie sagen „Nein, danke“, höre auf sie!

Lobgesang auf die Früchte

Wow, meine Ernährung, voller Früchte, begeistert mich nun seit bald 6 Jahren jeden Tag aufs Neue. Es gibt nichts Besseres um meinen Körper zu ernähren, ich fühle mich damit so glücklich, energiegeladen & verbunden mit der Natur. Vergiss die Empfehlung der Krankenkasse über „5 am Tag“ – iss gleich ein paar Kilo Früchte & vergiss (fast) alles andere 🙂

Was so toll ist an Früchten:

  • Früchte sind von allen Nahrungsmittel auf der Welt dasjenige, das deinen Nährstoffbedarf am besten erfüllt.
  • Früchte bieten von allen Nahrungsmitteln den größten Nährwert pro Kalorie.
  • Früchte sind super-leichtverdaulich.
  • Früchte enthalten alles, was du brauchst: Vitamine, Mineralien, Eiweiß in leichtverwertbarer Form, Ballaststoffe, Fett, Kohlehydrate.
  • Früchte stecken auch voller Anti-Oxidantien & sind die besten Anti-Aging-Produkte.
  • Früchte wirken basisch in deinem Körper.
  • Früchte enthalten einen ähnlichen Wasseranteil wie dein Körper – & wie unser Planet.
  • Es gibt eine unglaubliche Vielfalt an Früchten auf dieser Welt – du könntest für den Rest deines Lebens jeden Tag eine neue Sorte ausprobieren.
  • Früchte erfordern keinerlei Zubereitung & sie werden in ihrer eigenen natürlichen & unwiderstehlich verlockenden Verpackung geliefert.
  • Im Gegensatz zu anderer Nahrung haben Früchte keine unangenehmen Nebenwirkungen. Du kannst soviel davon essen wie du willst!
  • Früchte sind unglaublich lecker & stillen deinen Süßhunger auf gesunde Art & Weise.
  • Iss eine Woche lang nur Früchte & dein Candida-Problem gehört der Vergangenheit an.
  • Eine Früchteernährung reduziert dein Risiko für Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Rheuma und mehr.
  • Eine Früchteernährung kann diese und andere Krankheiten, auch chronische, heilen
  • Früchte sind auch in ethischer Hinsicht das Beste, was du zu dir nehmen kannst. Mit dem Wissen, dass kein Tier für deine Nahrung leiden muss.

Frucht des Tages: Orange

Mhmm, Orangen-Saison 🙂

Gestern hab ich einen ganzen Sack voll gekauft, 10kg oder so. Hier auf der Insel gewachsen. Und heute fast nur davon gegessen. Yummy! Orange-Island wäre auch mal eine gute Idee … vielleicht nächste Woche?

Dass Orangen richtig reif sind, erkennt ihr übrigens an der dem Stielansatz gegenüberliegenden Seite der Frucht: dort muss sie richtig geöffnet sein – wie auf dem Foto zu erkennen. Die Farbe jedoch ist nicht unbedingt ein Hinweis auf den Reifezustand: Orangen werden nur bei ausreichend niedriger Nachttemperatur orange; in Gegenden mit geringem Temperaturunterschied zwischen Tag & Nacht bleiben sie auch bei vollständiger Reife grün. Eine kaum glänzende Schale sowie unregelmäßige Formen, Färbungen & Größen lassen erkennen, dass die Früchte nicht behandelt wurden.

Orangen bestehen zu etwa 55% aus Wasser, ihr Energiegehalt (47 kcal/100g) setzt sich zu über 90% aus Kohlehydraten, 2% Fett & fast 7% Eiweiß zusammen. Sie enthalten sehr viel Vitamin C, alle B-Vitamine, Folsäure, Vitamin A (bzw dessen Vorstufe, Karotin) & E, außerdem Kalzium, Kupfer, Magnesium, Natrium, Phospor, Mangan, Eisen, Selen & Zink.

Zucker!

Früchte sind für mich der wesentliche Bestandteil einer funktionierenden rohen Ernährungsweise. Ergänzt mit Grünzeug, möglichst Wildkräutern, mal mehr, mal weniger – je nach Bedarf. Im deutschen Klima & mit den dort zur Verfügung stehenden Früchten (die größtenteils lange Anreisewege hinter sich hatten) brauchte ich sehr große Mengen an Wildkräutern. Hier im Süden, versorgt mit reichlich regionalen nahrhaften Früchten & mit mehr Sonne & natürlicher Wärme, brauche ich nicht so viele. Früchte jedoch immer, reichlich! Meiner Beobachtung nach haben viele, die an der Rohkost scheitern, zu wenig Früchte gegessen oder zu wenig Wildkräuter.

Früchte liefern uns reichlich Kohlehydrate, unsere effizienteste Energiequelle! Außerdem Eiweiß & Fett in genau dem (im Vergleich zu den aus der Standardernährung stammenden Empfehlungen gering erscheinenden) richtigen Verhältnis.


Warum brauchen wir so viele Kohlehydrate in unserer Ernährung?

Kohlehydrate sind die effizienteste Energiequelle für unseren Körper. Pflanzen bilden sie und speichern sie in all ihren Bestandteilen: Blätter, Stengel, Wurzeln und Früchte. Die meisten Früchte bestehen zu über 90% aus Kohlehydraten & erfüllen so unseren Nährstoffbedarf optimal. Unser Gehirn & Körper brauchen eine stetige Glukoseversorgung um zu funktionieren.

Das worauf die meisten, denen Rohkost nicht gelingt, zurückfallen, sind kohlehydratreiche Lebensmittel wie Brot, Nudeln, Pizza, Kuchen … weil sie zu wenig Früchte gegessen haben & ihre Zellen deshalb dringend nach Kohlehydraten verlangen & das Gehirn so nach den gehaltvollsten bekannten Quellen dafür sucht – erhitzte Kohlehydrate! Wenn wir hungrig sind, schert sich das Gehirn nicht darum, was es über gesunde/ungesunde Quellen weiss – es will einfach nur den Blutzuckerspiegel anheben.

Die Geschmacksknospen für die unterschiedlichen Geschmacksrichtungen sind in Zonen auf unserer Zunge verteilt. Die Geschmacksknospen für den süßen Geschmack liegen an der Zungenspitze – und haben so als erste Kontakt mit probierter Nahrung. Süßer Geschmack (von Kohlehydraten) ist das, wonach unser Körper in erster Linie sucht.

Wenn du zuwenig Kohlehydrate isst, ist die Gefahr groß, dass du zuviel Fett isst. Einen großen Teil der benötigten Kohlehydrate durch Fett zu ersetzen, funktioniert jedoch nicht. Es verstopft unsere Arterien, lässt uns uns langfristig nicht wohl fühlen, nicht gedeihen. Wir setzen viel leichter Fett an & es befriedigt unseren Appetit nicht wirklich: nach einer fettreichen Mahlzeit hast du fast immer noch Appetit auf einen süßen Nachtisch, auf süße Früchte. Das, wonach deine Zunge, dein Geschmackssinn sucht, wurde durch die fettreiche Mahlzeit nicht befriedigt.

Der schlechte Ruf, den Zucker gemeinhin hat, ist durch die raffinierten Zucker aus der Standard-Kochkost begründet, die dort in großen Mengen & in Kombination mit Milchprodukten & Mehlprodukten vorkommen – nichts davon tut der Gesundheit gut & es ist kaum differenziert festzustellen, welchen Anteil genau der Zucker daran nun hat. In jedem Fall hat der natürlich in frischen Früchten enthaltene Zucker herzlich wenig mit seiner isolierten, raffinierten Version zu tun & ist definitiv nicht schädlich für uns!

Einen guten Weg um festzustellen, wie geeignet ein Nahrungsmittel ist, uns zu nähren, finde ich die Frage, ob es allein, mono, als Mahlzeit taugt. Eine Mono-Mahlzeit aus Bananen, Orangen oder Mangos – phantastisch! Lecker, sättigend, befriedigend. Du kannst davon soviel essen, bis du wirklich satt bist. Mit Oliven, Nüssen oder Avocados pur funktioniert das eher nicht – ohne Kohlehydrate/Zucker (oder Salz) dazu isst kaum jemand, ob Roh- oder Kochköstler, fettreiche Nahrung. Es ist aber von der Natur gewiss nicht so gedacht, dass wir ihre Produkte erst aufpeppen müssen, damit sie schmecken. Früchte & Grünzeug sind die einzigen Nahrungsmittel, die auch allein köstlich schmecken & unseren Nährstoffbedarf decken. Und du kannst von ihnen essen, soviel dein Herz begehrt!

Zu wenig oder zu viel?

Roh-vegane Kost ist wunderbar geeignet, dich mit allen Nährstoffen, die dein Körper braucht zu versorgen! Dennoch taucht da immer wieder die Sorge vor Nährstoffmängeln auf. Sei es Protein, Calcium, B12, Omega 3 … es gibt so viele widersprüchliche Informationen dazu, nicht wenige davon motiviert vom materiellen Interesse des Informierenden, der NEMs, Fisch, Superfoods oder was auch immer verkaufen möchte.

Zu Protein und Calcium habe ich hier schon viel geschrieben. Warum ein B12-Mangel durch eine rohe vegane Ernährung absolut nicht zu befürchten ist, kannst du in dem hier zitierten Artikel nachlesen. Und hier, was es mit Omega 3 und überhaupt den essentiellen Fettsäuren auf sich hat.

Mit roh-veganer Ernährung bist du also bestens versorgt! Warum gibt es dennoch immer wieder mal Fälle von Mangelzuständen? Und wie lässt sich einem Mangel, sollte er tatsächlich auftreten, am besten entgegenwirken?

Der medizinische Ansatz ist klar: du hast einen (z. B.) B12-Wert unterhalb des schulmedizinisch definierten Rahmens? Supplementieren! Egal, ob dieser Wert tatsächlich ein Problem darstellt, du also unter irgendwelchen Befindlichkeitsstörungen leidest.

Der natürliche Ansatz beim Auftreten welcher Störungen auch immer sieht anders aus. Es geht nicht darum, irgendwelche Symptome zu behandeln. Es gibt einen natürlichen Zustand und der heisst Gesundheit! Um diese Gesundheit zu erhalten ist genau dasselbe nötig wie um sie im Krankheitsfall wiederzuerlangen. Es gibt Bedingungen, Substanzen, Einflüsse, die im richtigen Maße gut für dich sind & deine Gesundheit erhalten. Das richtige Maß kann hierbei variieren – manchmal brauchst du mehr Schlaf, manchmal weniger, aber du brauchst immer Schlaf. Ebenso natürliche, naturbelassene Nahrung, Sonne, Freude, Bewegung, menschliche Nähe, Austausch usw. Wenn irgendetwas an deinem Befinden nicht stimmt, sind diese Bedingungen nicht richtig erfüllt.

Um wieder zu der Frage des Umgangs mit einem Mangel zurückzukommen: Dr. Graham hat es in einem Interview mal mit diesem Bild beschrieben: stell dir einen Eimer vor, da ist ein Loch drin & deshalb kein Wasser. Die Schulmedizin sagt: Wasser nachfüllen! Die Natur sagt: Loch schließen!

Ich glaube, dass die Ursache eines „Mangels“ eher in einer Überlastung zu sehen ist, ein Mangel also nicht durch ein Zuwenig sondern ein Zuviel zustande kommt. Zuviel Stress, zu viele Umweltbelastungen (Kleidung, Körperpflege, Wohngifte, Abgase, Pestizide, Strahlung usw.). Beim Essen: zu viel und/oder das „Falsche“. Beides durchaus auch möglich mit roh-veganer Ernährung: ungünstige Kombinationen oder ein Übermaß an überzüchteten Früchten ohne Ausgleich durch Wildkräuter. All das kann den Körper so sehr belasten, dass er in ein Ungleichgewicht oder gar einen Mangelzustand gerät. Die Lösung hiesse in diesem Fall also nicht, noch mehr (wovon auch immer) zuzuführen. Sondern im Gegenteil: zu entlasten, sich Ruhe zu gönnen, zu fasten.

Im eben schon erwähnten Interview berichtet Dr. Graham von Menschen, die ihren B12 Mangel mit Fasten behandelt haben – und 3-4 Wochen später einen super B12 Wert hatten! B12 wird von Bakterien produziert (nicht von irgendwelchen Tieren), und es ist überall – in der Luft, auf deinen Schleimhäuten: jedesmal wenn du deinen Speichel schluckst, schluckst du B12! Es ist kein Problem der Aufnahme, sondern der Verwertung. Gib deinem Körper die Chance, seine Nahrung optimal zu verwerten statt ihm beständig zuviel zuzumuten.

Rosa & grün

Die sonntagssüße Torte. Eine kleine Version, da nur für die Tochter. In ihren Lieblingsfarben – rosa & pink. Mit einem Hauch Grün dazu & darin.

Himbeer-Sahne-Torte. Mit Brennessel in der Sahnecreme & als Deko.

Das Rezept? Hier ist es:

Himbeer-Sahne-Torte

Sahneschicht: 2-3 Bananen mit 2 EL Kokosmus und einer HV Brennesseln zu einer dicken Creme mixen. In einen Tortenring (am besten gleich auf dem Teller, auf dem serviert werden soll, denn mangels Boden lässt sich die Torte nicht heil umlagern.) füllen & für eine halbe Stunde ins Gefrierfach stellen.

Guss: 1 Tasse Himbeeren mit 1 TL Kokosmus (oder -öl) pürieren. Auf der Torte verstreichen. Das ganze eine weitere halbe Stunde kühlen & dann servieren.

Natürlich könnt ihr die Torte auch richtig einfrieren, um sie später zu essen. In dem Fall sollte sie ca. 1-2 Stunden vor dem Essen aus dem Gefrierfach genommen werden.

Omega 3, Omega 6, essentielle Fettsäuren

Es gibt zwei essentielle Fettsäuren (essentiell bedeutet, dass der Körper sie nicht selbst herstellen kann, sondern sie über die Nahrung aufnehmen muss): Linolensäure (ALA), die einzige essentielle Omega 3 Fettsäure, die sich in allen Früchten & Gemüsen befindet! Und Linolsäure (LA), die einzige essentielle Omega 6 Fettsäure, die sich ebenfalls in allen Früchten & Gemüsen findet & außerdem in tierischen „Nahrungsmitteln“ – darin jedoch, ebenso wie in Getreide, häufig im Übermaß!

Außerdem gibt es noch AA – eine Omega 6 Fettsäure, die sich von LA ableitet. Überwiegend in tierischer Nahrung enthalten. Wirkt entzündungsfördernd.
EPA: Omega 3, abgeleitet von ALA. Entzündungshemmend.
DHA: Omega 3, abgeleitet von ALA. Besonders wichtig für die Gehirnfunktion, Regulierung des Hormonhaushaltes und für schwangere Frauen.

Essentiell sind jedoch nur Linolensäure, die im Körper zu EPA und DHA umgewandelt wird, und Linolsäure, die im Körper in AA umgewandelt wird.

Es gibt Studien, die darlegen, dass bei einer rein pflanzlichen Ernährung nicht ausreichend DHA aus ALA gebildet wird. Diese Studien berücksichtigen jedoch nicht das Verhältnis von ALA zu LA, also von Omega 3 zu Omega 6, welches in der Ernährung ihrer Probanden ungünstig verschoben ist, nämlich zu viel Omega 6 enthält. Omega 6 wirkt entzündungsfördernd & hemmt zugleich die Aufnahme von Omega 3.

Das optimale Verhältnis von Omega 6 zu Omega 3 liegt bei 2:1 – 5:1. Bei der Mehrheit liegt das Verhältnis in der Ernährung jedoch bei 10-20:1 – verursacht durch Fleisch, Milchprodukte und Eier. Jedoch enthält auch Getreide viel zu viel Omega 6 im Verhältnis zu Omega 3. Auch die meisten pflanzlichen Öle haben ein ungünstiges Verhältnis.

Das Gleichgewicht der Fettsäuren ist extrem wichtig für den Zellstoffwechsel. Beispielsweise kann ein Ungleichgewicht zu Diabetes-Symptomen führen, weil nicht genug Glukose in die Zellen gelangt und so der Blutzuckerspiegel erhöht wird.
So hängt u. a. Übergewicht mit einem solchen ungünstigen Verhältnis der Fettsäuren in der Ernährung zusammen.

Was somit auch das übermäßige Körpergewicht (& manche andere Befindlichkeitsstörungen, wie entzündliche Erkrankungen) mancher veganen Rohköstlern erklärt: durch die Verwendung von Ölen & einen übermäßig hohen Fettanteil (Nüsse!) wird zuviel Omega 6 aufgenommen.

Sinnvoller als eine erhöhte Aufnahme von Omega 3 anzustreben ist es mithin, die übermäßige Omega 6 Aufnahme zu reduzieren.

Beispiele für pflanzliche Omega 3 – Quellen:

  • 2 Cantaloupe-Melonen: 0.7g ALA
  • 5 große Mangos: 0.9g ALA
  • 10 Bananen: 0.4g ALA
  • 1 Kopf Salat: 0.7g ALA
  • 500g Brombeeren: 0.5g ALA

Beispiele fürs Verhältnis Omega 6 : Omega 3

  • Haselnuss, Walnuss 6,58:1
  • Obst, Gemüse 1:3
  • Kräuter, Wildpflanzen 1:2,86
  • Waldpilze 1:3
  • Beeren 1,29:1

Der sicherste Weg für eine Aufnahme der beiden Fettsäuren im richtigen Verhältnis über die Ernährung ist es zweifellos, sich vegan, rohköstlich, fettarm zu ernähren. Von Früchten, Gemüsen & grünen Blättern – und zwar unverarbeitet! Auf verarbeitete Produkte, insbesondere Öle, sollte verzichtet werden. Nüsse/Kerne eher selten. Rohkosttorten und andere Zubereitungen mit Nüssen sollten die absolute Ausnahme bleiben – denn gerade dadurch wird viel zu schnell viel zu viel Fett, noch dazu im ungünstigen Verhältnis der Fettsäuren zueinander, aufgenommen. Ein gutes Verhältnis haben Hanf (3:1) und Lein (1:4). Last not least: reich an Omega 3 in einem günstigen Verhältnis zu Omega 6 ist besonders Grünzeug: Algen, Wildpflanzen, Wildkräuter, Sprossen.

Quellen:
http://www.raw-food-freedom.net/omega-3-fatty-acid.html
http://oel-wechsel.com/Probleme/Problem3_Verhaeltnis.htm

Sonntagssüße Rohkost – Genuss ohne Reue

Weil ich ein bei Jules gefundenes Rezept ausprobieren wollte, haben wir uns den heutigen Sonntag mit dieser umwerfend leckeren Bananen-Apfel-Dattel-Torte versüßt. Nicht mono, mein Lieblingsweg zur Zeit, aber nur drei Zutaten. Und absolut fettfrei!

Bananen-Apfel-Dattel-Torte

BAD - Pie : High Carb, No Fat

Bananen-Apfel-Dattel-Torte – das Rezept:

Für zwei Portionen, von denen mich meine für 5 Stunden satt gemacht hat & meinen Zuckerbedarf für den Rest des Tages erfüllt hat.

Du brauchst: 3-6 Bananen (je nach Größe), 1 Apfel, 20 Deglet Datteln (ich hatte sie über Nacht eingeweicht, weil wir nur sehr trockene da hatten. Mit Frischen, Saftigen sollte es aber auch ohne Einweichen funktionieren.)

Datteln (ggfs mit ein paar EL des Einweichwassers) mit einer halben Banane zu einer dicken Creme pürieren. Bananen quer halbieren & dann der Länge nach in schmale Scheiben schneiden. Apfel mit einem Sparschäler oder ähnlichem in hauchdünne Scheiben schneiden (je nach Apfelsorte möchtest du die Scheiben vielleicht mit Zitronen- oder Orangensaft vor dem zu schnellen Bräunen schützen). Alles zu Tortenstücken aufschichten: zuerst ein paar Bananenscheiben, darauf Apfel, darüber Creme, wieder Banane, Apfel, … Mit einer Dattelcremeschicht abschließen. Meine Torten hatten 3 Etagen & ich habe sie noch mit ausgestochenen Bananensternen verziert. Sofort essen!

Was es sonst noch gab heute: am Morgen Orangen, am Abend 3 Tomaten & einen Kopf Salat mit 1 großen HV Spaghettialgen.

Vorsicht vor Rohköstlern!

Eine neue Art von Fremdlingen lauert in deiner Gemeinde!

Ja, es werden immer mehr Rohköstler unter der Bevölkerung ausgemacht. Sie vermehren sich in unvergleichlicher Geschwindigkeit. Beunruhigenderweise versteckt sich der Rohköstler häufig in der Menge. Wer weiss, wie viele du schon getroffen hast?!? Diese bananenfutternden Unholde überlaufen unsere Obst- & Gemüseabteilungen und verderben unsere sportlichen Wettkämpfe mit gebrochenen Rekorden. Am besten kannst du dich schützen, wenn du weisst, woran du einen Rohköstler erkennst. Dieser Text wurde geschrieben, um dir zu helfen, deine Familie & deine Obstbäume vor diesen gefräßigen Vandalen zu schützen.

Eigenschaften des Rohköstlers

  • Halte nach schlanken & muskulösen Individuen Ausschau. Rohköster verlieren ihr überschüssiges Körperfett durch ihre Rohkosternährung.
  • Achte auf ihre Haut. Ist sie glatt, gebräunt, frei von Unreinheiten? Du könntest einen Rohköster vor dir haben!
  • Morgendliche Jogger in deiner Umgebung sind hochverdächtig. Rohköstler wachen typischerweise voller Energie & Elan auf & lassen ihre Tarnung vielleicht auffliegen, indem sie ein wenig dieser Energie in ihre morgendlichen Fitnessübungen stecken.
  • Wenn dir ein Freund berichtet, er habe eine ausgezeichnete Verdauung & leide niemals unter Sodbrennen oder Verstopfung, sei auf der Hut!
  • Hast du in letzter Zeit jemanden getroffen, der ohne Verwendung von Pflegeprodukten wie Deo usw. angenehm roch? Rohköstler sind leicht zu erkennen an ihrem sauberen, süßen Geruch.
  • Achte im Supermarkt auf jeden mit einem Wagen voller Melonen, Bananen oder anderer Früchte. Er könnte vorhaben, sie alle zu essen. Es ist leicht, einen Rohköstler während einer der typischen riesigen Mahlzeiten zu erkennen.
  • Sei dir bewusst, dass Rohköstler in allen Bevölkerungsschichten zu finden sind. Junge & Alte, Männer & Frauen, Liberale & Konservative, Angehörige aller religiösen Gruppen sind verdächtig. Es sind sogar Rohköstler älterer Jahrgänge zu bemerken, mit erstaunlicher Gesundheit & Fitness.
  • Der Rohköstler könnte deiner Aufmerksamkeit durch den Gebrauch von Freundlichkeit & Mitgefühl entgehen. Lass dich davon nicht übertölpeln. Halte Ausschau nach einem breiten Lächeln, das Lebensfreude & ein inhaltsreiches Leben signalisiert!

Wo sind wir sicher vor ihnen?

Sicher vor Rohköstlern bist du in jedem Krankenhaus. Rohköstler, die typischerweise frei von den üblichen Krankheiten sind, nehmen keine Medikamente & investieren ihre Zeit & ihr Geld anders.
Ihre Ernährung, voller Früchte & fettarm, hält ihren Cholesterinspiegel auf einem gesunden Maß, ihre Arterien frei, ihre Zellen voller Glukose, ihre Knochen & Zähne stark und mineralisiert & ihre Nebenhöhlen frei.
Kurz gesagt, sie sind eine eindeutige Gefahr für unsere geliebte pharmazeutische Industrie.

Jeder kann unabsichtlich zum Rohköstler werden. Der Übergang kann so einfach & direkt passieren, dass du dich plötzlich vor einem 10-Bananen-Frühstück wiederfindest. Die Konsequenzen eines solchen Wechsels können schrecklich sein. Dies könnte die schnellste Verbesserung deiner Gesundheit bedeuten, die du je gesehen hast, ganz ohne Pillen, Säfte oder Puder.

Was würdest du mit all der zusätzlichen Zeit, Energie & dem Geld anfangen?

Diese Rohköstler lassen dich glauben, dass jeder Mensch geboren wurde mit dem Recht, eine extreme, unerschöpfliche Gesundheit zu erleben. Dass jeder es verdient, aktiv, voller Wohlgefühl, gutaussehend und glücklich zu sein.

Widerstehe all diesen verlockenden Behauptungen. Ein kleiner Schritt auf den roh-veganen Pfad kann dein Leben für immer ändern!

Entnommen & frei übersetzt dem kostenlosen eBook „How to spot a raw foodist“ von Josh Fossgreen. Das Original in voller Länge findet ihr hier.

Viele Früchte, wenig Fett, mono … plus GRÜN

Ein paar Tipps, wie vegane Rohkost für mich gut funktioniert!

  • Genug essen! Ich empfehle nicht, die Kalorien zu zählen, aber iss so viel, dass du richtig satt bist. Iss, wenn du Hunger hast. Wenn du Gelüste auf Gekochtes oder auf fettige Gourmet-Rohkost bekommst, hast du entweder zu wenig Früchte gegessen – oder zu wenig Grünzeug!
  • Esse so oft wie möglich mono – damit kommt dein Verdauungssystem am besten klar.
  • Wenn du kombinierst, achte auf günstige Kombinationen. Zuckerhaltige Früchte nicht mit Fett kombinieren.
  • Iss reife Früchte – unreife Früchte sind schwerer verdaulich, schlechter bekömmlich.
  • Sorge dafür, dass du immer genug reife Früchte im Haus hast!
  • Trink Wasser, falls nötig. Früchte enthalten viel Wasser & wir nehmen außerdem viel über die Haut auf, aber Schwitzen bei körperlicher Anstrengung, Heizungs-/Klimaanlagen-Luft und einiges mehr kann dennoch zu einem zusätzlichen Wasserbedarf führen.
  • Sorge dafür, dass du genug Zucker (aus Früchten!), Wasser, Sonne & Schlaf bekommst – spätestens dann, wenn du dich emotional angeschlagen fühlst.
  • Iss wenig Fett! Fett ist notwendig, aber nicht die geeignete Wahl, um sich damit satt zu essen. Eine halbe Avocado oder eine Handvoll Nüsse pro Tag (im Schnitt) sind ein guter Anhaltspunkt!
  • Iss täglich dunkelgrüne Blätter, am besten Wildkräuter!
  • Gemüsefrüchte (Tomaten, Zucchini, Gurken, Paprika …) sind leichter verdaulich als stärkehaltige Wurzelgemüse.
  • Iss morgens wasserhaltige Früchte (Melonen, Orangen, Papayas …) & gehe im Laufe des Tages zu gehaltvolleren Früchten (Bananen, Mangos, Datteln, …) über. Abends Grünes, Gemüse(früchte) & evtl. Fettfrüchte (in kleinen Mengen).
  • Vergiss nicht: du isst um zu leben – nicht umgekehrt.

Immer reife Bananen im Haus - & du hast nie Hunger!