Was du isst, verändert die Welt!

Hast du schon einmal darüber nachgedacht, welchen Einfluss deine Nahrungsauswahl auf die Mitwelt hat? Früchte-Essen ist nicht nur besser für dein Karma & dein Gewissen, sondern hat auch ganz reale positive Konsequenzen für den Erhalt unserer Welt. Genau wie alles, was auf deinem Teller landet, nicht nur eine Bedeutung für dich & deine Gesundheit sondern vor allem auch für die Gesundheit unseres Planeten & damit aller seiner Lebewesen hat.

Auch wenn beim Blick in die Natur die Fülle manchmal unerschöpflich zu sein scheint, sind die Ressourcen unserer Erde begrenzt. Eine dieser Ressourcen ist Wasser – ohne Wasser kann der Planet nicht überleben & es gibt viele Gebiete auf dieser Welt, in denen es knapp ist! Eine andere, oft unerschöpflich zu sein scheinende Ressource, ist Erde. Ohne fruchtbare Erde kann nichts wachsen. Verursacht durch unseren Umgang mit der Welt haben wir in den letzten 50 Jahren Billionen Tonnen Mutterboden verloren. Auch Pestiziden & Fungiziden gegenüber ist unsere Welt empfindlich – wir können sie nicht retten & nicht überleben, wenn wir sie weiterhin vergiften.

Wie sehen die Konsequenzen unserer unterschiedlichen Ernährungsentscheidungen für unseren Planeten also aus? Ganz klar ist: eine rohe, organische, früchte-basierte Ernährungsweise hilft dem Planeten!

Wenn wir unseren Mutterboden verlieren, ist unsere Zeit auf diesem Planeten vorbei – ohne Erde können wir uns nicht ernähren. Zahlreiche alte Kulturen sind durch den Verlust von etwas so simplen untergegangen. Mutterboden geht verloren durch die Abholzung ganzer Urwälder – um Weideflächen für Vieh & Anbauflächen für Getreide (überwiegend zur Fütterung von „fleischproduzierendem“ Vieh) zu schaffen. Ohne die tiefen Wurzeln der Bäume geht die Erde durch Erosion verloren; die Hufe der Viehherden tragen noch weiter dazu bei. Bäume hingegen geben dem Boden Halt & Stabilität & tragen darüberhinaus durch das herunterfallende, verrottende Laub zur Regeneration des Bodens bei.

Über die unglaublichen Mengen an Wasser, die für die Fleischproduktion verbraucht werden, habt ihr alle schon unzählige Male gelesen. Die Tiere müssen trinken, das für ihre Fütterung angebaute Getreide muss bewässert werden – zur Produktion von einem Kilo Rindfleisch wird mehr als 100mal soviel Wasser benötigt wie für ein Kilo Kartoffeln. Für die Produktion von 1 Kilo Käse immer noch 10mal soviel. Außerdem sind die Exkremente des Schlachtviehs einer der größten Faktoren zur Umweltverschmutzung. Es gibt praktisch kein Entsorgungssystem & große Teile davon landen in unseren Flüssen & Meeren, wo sie Millionen von Fischen töten und zusammen mit der Vergiftung durch Pestizide etc zu weltweit immer mehr Gebieten führen, in denen durch die Gifte-Ansammlung kein Leben mehr möglich ist.

Was können wir also konkret tun, um den Planeten (und uns) zu retten? Werfen wir einen Blick auf die Insel Tikopia. Etwa 100 v. Chr. steuerte Tikopia auf die Zerstörung zu – ähnlich wie die Osterinseln, deren Zivilisation sich selbst durch das Abholzen all ihrer Bäume ausgelöscht hat. Die Menschen in Tikopia haben jedoch rechtzeitig umgedacht und das Abholzen ihrer Wälder zur Gewinnung von Ackerflächen eingestellt. Stattdessen haben sie Bäume gepflanzt, die Insel in eine Obstplantage verwandelt, und die zu futterintensive Viehhaltung eingestellt. Was für eine brilliante Idee!

Mit einem Hektar voller Obstbäume können wir 2,5 mal so viele Menschen ernähren wie mit einem Hektar Getreideanbaufläche. Glaubst du nicht? Hier ein konkretes Beispiel: ein halber Acre (ca. 2000qm) voller Apfelbäume würde einen Ertrag von ca. 115 Äpfeln (etwa 12.000 KCal) pro Tag bringen. Mehr als genug, um einen Menschen zu ernähren. Auf derselben Fläche könnten 14 Tassen gekochtes Getreide, entsprechend ca. 9.500 KCal, produziert werden. Äpfel haben verhältnismäßig wenig Kalorien – stell dir stattdessen Avocados vor, mit denen pro Tag über 40.000 KCal erzeugt werden könnten!

Rette die Welt, iss Früchte!

Ausführlich berichtet dazu, in englischer Sprache & belegt mit vielen Zahlen für die USA, RawFoodHealth.Net.

Paradiesische Nahrung … in der Realität

Früchte, wilde, ursprüngliche, können uns, das glaube ich zumindest, auch wenn ich es leider noch nicht selbst ausprobieren konnte, vollständig nähren. Die den meisten von uns zur Verfügung stehenden Früchte jedoch sind das Produkt von Kulturpflanzen, überzüchtet, ohne unsere Hilfe nicht überlebensfähig. Uns ausschließlich von solchen Früchten zu ernähren … kann das funktionieren?

Ich glaube nicht. Nicht langfristig. Nicht ohne Ausgleich. Viele überzüchtete Früchte, durcheinander, bringen den Körper aus dem Gleichgewicht, überlasten ihn. Bringen ihn in ein Ungleichgewicht zu Ungunsten der Mineralstoffe. Daher der Effekt, mit Unmengen von Früchten dennoch nicht satt zu werden. Denn unser Gehirn signalisiert „satt“, wenn es alles hat, was es braucht. Alle Mineralstoffe.

Brigitte hat es vor einiger Zeit in ihrem Blog geschrieben: dass …

… die Kulturpflanzen überzüchtet sind und dass sie ohne die Hilfe der Chemie nicht mehr lebensfähig wären

Quelle

Früchte, die selbst nur bedingt überlebensfähig sind, können uns nicht vollständig nähren! Darum brauchen wir die Wildkräuter dazu!

Ich glaube, die in unserer paradiesfernen Umgebung am besten funktionierende paradiesische Ernährung sieht so aus: einen möglichst hohen Anteil an ursprünglichen, wilden Früchten essen. Gezüchtete Früchte nur in Maßen & unbedingt durch Wildkräuter ergänzen! Mono essen, am besten pro Tag nur eine Fruchtsorte. Weniger essen – nicht hungern, aber eben nur so viel wie nötig, um den Körper zu nähren. Öfter mal fasten zur Entlastung könnte auch helfen – damit hab ich nicht so viel Erfahrung bisher.

Probiert es aus … so wie ich, immer wieder :), und findet das für euch in eurem Leben am besten funktionierende heraus!

Papaya!

Yay, seit heute bin ich also auf meiner Früchte-Insel. Mit Papaya! Warum Papaya? Nun, ich liebe Papayas & mag sie ohnehin am liebsten täglich essen. Außerdem sind sie jetzt endlich wieder in Saison & somit gut, reif & günstig zu bekommen. Die Küche liegt voller Vorrat für die nächsten Tage (ein bissel nachreifen müssen sie schon meist noch).

Ein bisschen Wissenswertes über Papayas? Sie enthalten mehr Vitamin C als Kiwis, reichlich Antioxidantien wie Karotine oder Provitamin A – mehr als Karotten – und Flavonoide. Außerdem die fürs Nervensystem wichtigen B-Vitamine Thiamin, Riboflavin und Niacin, Vitamin E und die Mineralien Magnesium, Eisen, Phospor, Kalium, Selen und Kalzium. Papaya soll die basenbildenste Frucht sein, die es gibt. Sie ist arm an Fruchtsäuren & somit nicht nur für empfindliche Mägen gut verträglich, sondern darüber hinaus sogar beruhigend und heilend bei Schleimhautreizungen. Das in ihr enthaltende Papain, ein eiweißspaltendes Enzym, wirkt unterstützend bei der Eiweißverdauung.

Die in manchen Papayas reichlich enthaltenen Kerne können übrigens mitgegessen werden. Ebenso, sofern unbehandelt, die Schale, die mit zunehmender Reife dünner & weniger bitter wird. Häufig schimmeln Papayas während des Nachreifens von außen – das ist nicht weiter schlimm: es dauert mehrere Tage, bevor der Schimmel auch ins Innere der Frucht wandert. Verschimmelte Stellen einfach großzügig wegschneiden & den Rest der reifen Frucht genießen.

Früchteparadies

Die Vision von einer besseren Welt. Für alle ihre Bewohner.

Früchte als Nahrung zu wählen – das ist der einzige Weg! Das Beste für dein Karma. Früchte sind die einzige Nahrung, die dir vollkommen frei gegeben wird. Die pure Liebe. Alles was du brauchst. Alles andere ist verbunden mit dem Tod oder der teilweisen Zerstörung oder Verletzung einer anderen Lebensform. Tiere werden getötet eingesperrt, müssen leiden für die Gefräßigkeit der Menschen. Der Anbau von Getreide und anderem zerstört den Lebensraum unzähliger Lebensformen. Selbst der Verzehr von Samen & Nüssen verhindert häufig die Entstehung neuen Lebens aus diesen Samen, und beim Ernten von Möhren, Salaten und Ähnlichem wird entweder das Leben der Pflanze komplett beendet oder ein großer Teil von ihr zerstört. All das belastet auch dein Karma & muss irgendwie ausgeglichen werden.

Früchte essen sollte nichts mit dem Zählen, Messen, Berechnen von Kalorien, Vitaminen, Mineralstoffen usw zu tun haben. Das alles ist nur ein Ausdruck mangelnden Vertrauens. Die Natur sorgt für uns … wenn wir sie lassen. Und ihr folgen. Natürlich leben, einfach leben.

Leben und leben lassen … essen wenn du hungrig bist, trinken wenn du durstig bist, schlafen wenn du müde bist. Leben und am Leben lassen.

Eine wunderbare Vision. Wie lässt sie sich umsetzen, unter unseren meist nicht sooo natürlichen Lebensbedingungen? Dazu & auch zu den realitätsnäheren Konsequenzen unserer Nahrungswahl mehr … in den nächsten Tagen.

Gerüche & Instinkt

Habt ihr schon bemerkt, dass all eure Sinne mit natürlicher Ernährung wieder viel feiner werden? Der Geschmackssinn erholt sich von dem Überschuss an künstlichen Gewürzen, Salz, Geschmacksstoffen usw und plötzlich erlebt ihr wahre Geschmacksexplosionen, merkt wieder, wie intensiv & gut Apfel, Brokkoli, Spinat … schmecken. Auch der Geruchssinn wird wieder viel empfindlicher. Was beim Essen (Geschmack & Geruch hängen ja eng zusammen) angenehm ist, den Aufenthalt in vollen Bussen, auf befahrenen Straßen, in Läden usw jedoch manchmal zu einem Problem werden lässt.

Der Geruchssinn beeinflusst viele unserer Entscheidungen. Ich rede jetzt nicht von Pheromonen, also Duftstoffen, die wir unterhalb unserer Wahrnehmungsschwelle, unbewusst, wahrnehmen. Sondern von den vielen (ca. 10.000) Gerüchen, die wir bewusst wahrnehmen & unterscheiden können (wenngleich nicht unbedingt benennen). Ob wir einen anderen Menschen anziehend finden, wird nicht zuletzt durch dessen bewusst wahrnehmbaren Geruch bestimmt. Und der wiederum durch das, was Mensch so zu sich nimmt. Was die Partnersuche für Roh-VeganerInnen nicht unbedingt einfacher gestaltet … aber das ist nicht das Thema, über das ich heute schreiben möchte.

Ganz klar, auch die Auswahl unserer Nahrung folgt zu einem großen Teil dem Geruch, den wir wahrnehmen. Die Instinktos lehren es sogar genau so: zur Auswahl stehendes Essen wird durchgerochen; ausgewählt wird, was am besten riecht. In Seminaren wird das so praktiziert, dass mit verbundenen Augen gerochen wird, um sich nicht durch den Anblick (& eventuelle kopfgesteuerte Vorbehalte) beeinflussen zu lassen. Klingt irgendwie sinnvoll. Jedoch: auch unser Riechempfinden ist stark verbunden mit Emotionen, Erinnerungen. Die Bewertung von Riechstoffen findet vor der Erkennung des Geruchs statt. Und wird überwiegend in den ersten 5-10 Lebensjahren gelernt. Wie oft folgt eine derartige Nahrungsauswahl wohl nicht dem Instinkt, dem tatsächlichen Bedarf, sondern einer Erinnerung an frühere Genüsse, an angenehme Gefühle, die unser Gehirn mit diesem Geruch verbindet? Es gibt einige Essensgerüche, die ich noch immer als angenehm empfinde, obwohl ich das, was da riecht, schon seit vielen Jahren nicht mehr als Teil der Palette potentieller Nahrung empfinde. Bei den meisten Gerüchen hat sich das geändert. Was vielleicht mit an der gestiegenen Sensibilität liegt. Unser Gehirn lernt jedoch ganz sicher auch in dieser Hinsicht immer weiter. Wir werden weiterhin geprägt durch die Erfahrungen, die wir im Zusammenhang mit einem bestimmten Geruch machen – wer sich einmal mit etwas den Magen verdorben hat, der wird dessen Geruch auf sehr lange Zeit hinaus nicht mehr ohne Übelkeit ertragen können.

Besonders faszinierend finde ich in diesem Zusammenhang die so krass unterschiedlichen Reaktionen auf Durian-Geruch. Ich empfinde den Geruch seit meinem ersten Kontakt mit einer frischen, reifen Durian, noch bevor ich sie gegessen hatte, als wundervoll. Betörend. So geht es den meisten mir bekannten RohköstlerInnen. Einige haben mir berichtet, dass sie den Geruch zu Anfang unangenehm fanden & sich das erst gewandelt habe, nachdem sie – trotz des Geruchs – probiert haben. Wohingegen ich nur einen einzigen Nicht-Rohköstler kenne, der den Geruch ebenfalls mag. Alle anderen finden ihn so abstossend, dass sie diese Frucht auf keinen Fall probieren könnten. Wobei der Zusammenhang wohl weniger mit der Rohkost als mit einer halbwegs natürlichen, zusatzstoff-freien Ernährung besteht. In den Heimatländern der Durian, Thailand z. B., mögen wohl viel mehr Menschen Durian – obwohl auch da offenbar die Vorlieben auseinander gehen (es gibt ein Durian-Denkmal, aber auch Verbotsschilder an öffentlichen Verkehrsmitteln, in Hotels etc.). Ich habe gelesen, das mit der zunehmenden Verbreitung von verarbeiteter Nahrung immer mehr junge Menschen keine Durian mehr mögen … vielleicht stimmt es, dass diese Frucht (durch ihre relative Ursprünglichkeit?) eine stark entgiftende Wirkung hat, gegen die sich ein von künstlichen Nahrungsmittelzusätzen belasteter Körper wehrt?!?

Noch mal zurück zur „instinktiven“ Nahrungsauswahl, nach Geruch & Geschmack. Manche Nicht-Veganer behaupten, Instinkt & Veganismus schlössen sich aus. Ich sehe das nicht so. Selbst dann nicht, wenn ich meine Sinne diesbezüglich rein auf den Geruch beschränke. Wobei auch unsere übrigen Sinne ja einen Zweck haben … Kürzlich hat sich die Tochter über die süßen Kaninchen vor einem Laden gefreut, wollte sie streicheln, kuscheln, … ich habe ihr nicht gesagt, dass der Laden eine Fleischerei war. Wer, bitte, empfindet beim Anblick von Kaninchen – oder auch beim Blick in wunderschöne Kuh-Augen, das Verlangen, dieses Tier zu töten um es zu essen??? Beim Gang über den Fischmarkt, mit all den herumliegenden toten Fischen, empfinde ich auch allenfalls Mitgefühl für die Tiere, jedoch keinesfalls Appetit darauf sie zu essen.

Okay, also nur der Geruch. Wart ihr mal in der Nähe eines Schlachthofes? In einer Fleischerei? Dieser intensive, ekelerrregende Geruch von totem Fleisch, Blut … mag ja sein, dass es Menschen gibt, die ihn wirklich appetitanregend finden. Ich finde ihn grauenhaft. Abstoßend.

Fleischessende Rohköstler haben mir erzählt, dass sie mit Fisch angefangen haben. Mit getrocknetem Fisch sogar. Frischer ging erst später. Und Fleisch (das ja auch nicht frisch sondern „abgehangen“ gegessen wird) war eine Hürde, etwas, an das sie sich erst gewöhnen mussten, sich zu Anfang überwinden mussten, es zu essen. Später geht es dann immer leichter … Instinkt??? Wohl eher das Gegenteil. Das Austricksen des Instinkts – genauso wie ich ihn mit Mischen & Zubereiten austricksen kann. Und sogar die Überwindung des Instinktes, das bewusste Handeln dagegen.

Mein Instinkt reagiert jedenfalls auf frische, lebende potentielle Nahrung. Und sagt ja zu Früchten, grünen Blättern, ab und zu Gemüsen, Nüssen, Kernen. Und eindeutig nein zum Essen von Tieren!

Du weisst, dass du Rohköstler bist, wenn …

… sich deine Mikrowelle in einen Sprossen- & Kräutergarten verwandelt hat

… du dich nicht erinnern kannst, wann du zuletzt auf der „anderen Seite“ des Lebensmittelladens warst

… du die Zeit seit deiner letzten Erkrankung in Dekaden angibst.

… du öfter über Verdauung als über Sex nachdenkst

… du dein eigenes Körpergewicht in weniger als einem Monat konsumierst

… du 5€ für einen fairen Preis für einen 40g-Schokoriegel hälst

… du zuversichtlich bist, auf Gilligan’s Island (amerikanische Sitcom aus den 60ern) überleben zu können – und weisst, dass du eine bessere Kokosnuss-Creme-Torte machen kannst als Mary Ann

… deine Ernährung eine Kombination der Ernährungsweise von Bonobos, Kühen und Plankton ist

… du jeden Artikel in der Obst- & Gemüseabteilung identifizieren kannst

… die Kassiererin im Lebensmittelgeschäft die Hälfte der Artikelnummern für deinen Einkauf nachschlagen muss; bei der anderen Hälfte muss sie nachfragen, um sie zu identifizieren

… du über eine Rohkost-Version von Costco (gigantische Warenhauskette in USA) fantasierst

… du Obst & Gemüse in deinem Backofen lagerst

… du Einladungen zum Mittagessen aus logistischen Gründen abgelehnt hast

… dein Blender mehr kostet als dein Auto (& eine längere Garantiezeit hat)

… du Krafttraining beim Obst- & Gemüseeinkauf betreibst

… deine letzte verbliebene Sucht eine Bohne ist

… du nichts von Sex vor der Entgiftung hälst

… du aus dem Inhalt deines Hinterhofs einen Salat machen kannst, selbst wenn du keinen Garten hast

… du weisst, wie Krebs, Herzkrankheiten und Diabetes geheilt werden können … und dir keiner glaubt

… irgendwas in deiner Küche immer unter Wasser steht

… du den Unterschied zwischen roh und wirklich roh kennst bei Produkten wie Mandeln, Tahini und Agavennektar

… es dich beunruhigt, wenn Leute über wirklich, wirklich roh zu sprechen anfangen

… du bald mal Sungazing ausprobieren willst

… du Koch-Shows als Horror-Sendungen bezeichnest

… dir deine Ernährung hilft, dein Hörvermögen wiederzuerlangen, dass du durch den Gebrauch deines Blenders verloren hast

… du dich selbst als Küchenchef und/oder Coach bezeichnest, obwohl du nicht mal zur Schule gegangen bist

… du weisst, wie Kassandra sich gefühlt hat

… dein erster Name ein Gefühl, ein Adjektiv oder ein Insekt ist

… du deine Kleidung in der Kinderabteilung kaufst

… dein Badezimmer frei von Lesestoff ist

… Veganer dich fragen „Aber woher bekommst du dein Protein?“ (Manche Dinge ändern sich nie).

… du deine potentiellen Verabredungen nach ihrem Vergiftungslevel bewertest

… deine Berufsbezeichnung mit den Worten Roh-, Öko- oder Alternativ- beginnt

… die Berufsbezeichnung deines Heilpraktiker auf -path oder -ist endet.

… deine Cräcker mehr als 3€ pro 100g kosten

… du einen Lichtköstler triffst und fragst „Aber woher bekommst du dein Protein?“

… deine Frühstücks-Smoothies Zutaten aus 6 Kontinenten, 4 Weltmeeren & einem Vulkan enthalten

Original von Steve Pavlina (englisch).

Du bist was du isst – Kognition & Ernährung

Eine neue Studie der Oregon Health & Science University in Portland belegt den Zusammenhang zwischen Vitamin-Spiegel im Blut und kognitiver Leistung, also einer gesunden Gehirnfunktion. Im Gegensatz zu anderen Studien, bei denen die Ernährungsgewohnheiten der Teilnehmer durch Befragung ermittelt wurden, wurden hier Biomarker im Blut betrachtet, um den Vitamin-Spiegel der Teilnehmer zu ermitteln. Die Denkfähigkeit & Gedächtnisleistung der Teilnehmer wurde durch Tests gemessen & 42 der insgesamt 104 Teilnehmer liessen außerdem ihr Gehirnvolumen durch Kernspintomographie feststellen.

Je höher der Vitamin-B-Spiegel, desto besser die im Test erbrachten kognitiven Leistungen im Vergleich zu den Teilnehmern mit niedrigerem Wert. Das Selbe gilt für den Vitamin-C, -D und E-Spiegel, und auch für Omega-3-Fettsäuren zeigte sich dieselbe positive Beziehung. Umgekehrt zeigten Teilnehmer mit einem höheren Gehalt an Transfetten im Blut schlechtere Leistungen in Denk- & Gedächtnistests & ein stärker geschrumpftes Gehirn. Transfette sind vor allem in JunkFood-Produkten (frittiertes, abgepacktes, FastFood) enthalten.

Bezüglich der Denkfähigkeit & Gedächtnisleistung beeinflusste die Ernährung im Vergleich zu anderen Faktoren wie Alter, Ausbildung & Blutdruck das Testergebnis nur zu 17%, im Bezug auf das Gehirnvolumen jedoch spielte sie mit 37% eine deutlich größere Rolle.

Das Ergebnis deutet darauf hin, dass es möglich ist, durch Ernährungsumstellungen Gehirnschwund zu stoppen & die Leistungsfähigkeit des Gehirns zu erhalten.

Quelle: http://www.theatlantic.com/health/archive/2012/01/the-connection-between-good-nutrition-and-good-cognition/251227/

Natürliche Haarpflege

Shampoo wächst nicht auf Bäumen, kein Tier wäscht sich die Haare mit irgendwelchen Mittelchen – & trotzdem haben freilebende felltragende Tiere weder fettiges Haar noch Schuppen, Spliss oder sonst etwas, wogegen angeblich nur Shampoos, Spülungen, Haarkuren etc helfen. Was folgern wir daraus? Genau – brauchen wir alles nicht! Im Gegenteil, es schadet nur. Direkt den Haaren & der Kopfhaut – dazu gleich mehr -, und darüberhinaus dem ganzen Körper, denn bekanntlich nehmen wir über die Haut all die Stoffe, die mit ihr in Berührung kommen, auch in unseren Körper auf. Kennt ihr schon: Schmier dir nichts auf die Haut, was du nicht auch essen würdest! Schon mal die Liste der Inhaltsstoffe auf deinem Shampoo durchgelesen? Wohl bekomm’s! Da sind in der Regel mehrere nachgewiesenermaßen krebserzeugende Stoffe drin. Dazu noch etliches anderes, für dessen Wirkungen es vielleicht noch keine Untersuchungen gibt, das aber definitiv so in der Natur nicht vorkommt. Und ja, das gilt auch für Produkte aus dem Bio-Laden!

Genau wie die Haut im Gesicht & am Körper hat auch die Kopfhaut ein natürliches Gleichgewicht, reguliert sich selbst. Die Haare fetten natürlicherweise nach, soviel wie nötig. Sie brauchen unter normalen Umständen auch keine besondere Reinigung – von Ausnahmesituationen wie dem Zustand nach dem Streichen der Decke oder ähnlichen Arbeiten jetzt mal abgesehen. Schaut euch die Haare von Kindern an: die Tochter z. B. ist 7 Jahre alt & hat ihre Haare noch nie im Leben mit etwas anderem als Wasser gewaschen; selbst das tut sie nur alle paar Monate mal. Dennoch sind ihre langen Haare weder schmutzig noch ungepflegt & müffeln auch nicht. Staub etc. lässt sich problemlos durch Kämmen oder Bürsten entfernen.

Wenn wir Shampoo oder ähnliches verwenden, um die Haare zu waschen, bringen wir das natürliche Gleichgewicht durcheinander. Beispiel: Das Shampoo entzieht Haaren & Kopfhaut Fett – die Kopfhaut produziert verstärkt nach – wer sagt, sie „müsse“ jeden Tag Haare waschen, weil diese sonst sooo fettig seien, sorgt genau damit dafür, dass es immer schlimmer wird.

Die beste Lösung, wer hätte es gedacht 😉 : zurück zur Natur. Entsorge dein Shampoo, Spülung & was immer du noch verwendest. Erspare dir all die Chemie auf deiner Haut. Eine chemiefreie, natürlichere (Zwischen-)Lösung ist Ghassoul-Erde (Tonerde, Wascherde). Ich finde die grobe, stückige Ghassoul-Erde am besten, es gibt aber auch feinere, in Pulverform. Noch lieber mag ich Sidr: die getrockneten & gemahlenen Blätter des Christusdorns. Letztere trocknen die Haare noch weniger aus.

Ein bisschen Geduld während der Umstellungsphase könnte nötig sein, bis Haut & Haare ihr Gleichgewicht wiedergefunden haben. Was übrigens deutlich positiv beeinflusst wird durch eine natürliche Ernährung – denn auch über die Kopfhaut wird gern entgiftet, siehe Schuppen, Milchschorf etc.

Für die Umstellung von Shampoo auf Erde haben meine Haare ziemlich lange gebraucht. Was teilweise sicher auch daran lag, dass ich erst den richtigen Umgang mit der Erde, die richtige Art von Erde etc. finden musste. Die gute Nachricht: innerhalb kürzester Zeit sind meine Naturlocken, von denen ich vorher gar nicht wusste, das ich sie habe, so richtig herausgekommen. Die nicht so gute: mehrere Monate lang waren meine Haare dauerhaft derart verwirrt, dass sie praktisch unkämmbar waren. Weder mit dem breitzinkigsten Lockenkamm noch mit den Fingern bin ich durchgekommen, ohne sie mir büschelweise auszureissen. Glücklicherweise habe ich ohnehin schon immer sehr viele Haare & in dieser Zeit sind sie – ob dank Ernährungs- oder dank Pflegeumstellung, wer weiss – noch üppiger geworden. Crazy sexy Look – naja, wohl mehr crazy 😉 . Das hat sich aber irgendwann wieder gegeben. Damals habe ich meine Haare dann ca. alle 2-3 Tage mit der Erde gewaschen. Da auch die Erde ziemlich stark austrocknend wirkt (sie bindet Fett & Schmutz, also auch das natürliche Kopfhautfett), bin ich nach einer Weile dazu übergegangen, immer seltener mit Erde zu waschen, höchstens noch einmal pro Woche. Zwischendrin nur mit Wasser. Dann bin ich eines Tages über den Blogeintrag zum Thema „Natürliche fettige Haare“ von Alex gestolpert & habe daraufhin ausprobiert, wie es ist ganz ohne Haare waschen. Also ganz ohne Mittelchen, Erde oder sonstwas. Alle paar Tage mal mit Wasser. Das Projekt fand in den wenigen wirklich heißen Wochen des vor-vor-letzten Sommers statt … und nach etwa 2 Wochen fing es an, ein wenig unangenehm zu werden: meine Haare sahen fettig & ungepflegt aus, fühlten sich unfrisch an, verschwitzt, die Kopfhaut wurde schuppig & juckte. In einer Großstadt sammelt sich natürlich auch eine Menge Staub in den Haaren, und meine sind nun mal so lockig, dass ich sie nicht wirklich durchbürsten kann zur Reinigung. Theoretisch sollte diese schwierige Phase nach ein paar Wochen überstanden sein. Ich weiss es nicht wirklich, denn ich habe nach 4 Wochen aufgegeben 🙁 . Die Freundin einer Freundin hat zeitgleich dasselbe Experiment gestartet – und bei ihr war nach etwa 5 oder 6 Wochen die unangenehme Phase überstanden & ihre Haare plötzlich super-schön, gar nicht mehr müffelig oder ungepflegt.

Seit diesem Experiment wasche ich jedoch nur noch alle 2, manchmal auch erst nach 3 Wochen, mit Sidr. Immer dann, wenn es mir nötig erscheint. Also anfängt sich unangenehm anzufühlen (oder so auszusehen). Diese Phasen sind unterschiedlich lang, werden jedoch insgesamt immer länger (ich ahne einen Zusammenhang mit meiner Ernährung, muss ich mal genauer drauf achten). Vielleicht komme ich ja so noch ganz von allen Haarwaschmitteln weg? Das gelegentliche Färben mit purem (zusatzfreiem, tierversuchsfreiem) Henna, alle 3-4 Monate, auf das ich noch nicht verzichten mag, bringt übrigens noch mehr Durcheinander. Danach sind meine Locken für einige Tage verschwunden, mein Haar fast glatt. Was immerhin den Vorteil hat, ausnahmsweise mal nicht total ungekämmt auszusehen 😉

Probier’s mal mit Gemütlichkeit …

Ein anderer Blickwinkel auf das immer wieder interessante Thema „Bewegung“. Natürliche Bewegung. Inspiriert durch Sven Roharks Buch „Die Rohkost-Revolution„.

Bewegung ist ein natürliches Bedürfnis. Natürlicher Bewegungsdrang, gut zu beobachten bei Kindern. Bei den meisten etwas Älteren, besonders bei sich standardmässig ernährenden, eher verschüttet. Auch sitzende/bewegungsarme Tätigkeiten bremsen unseren Bewegungsdrang aus. Der Körper tendiert dazu, seinen Status beizubehalten. Trägheit der Masse 😉 . In Ruhe erfordert es Energieaufwand, ihn (also sich) in Bewegung zu setzen. Ist er an Bewegung gewöhnt, wird auch das Bedürfnis danach wieder besser spürbar & es fällt leichter loszulaufen (-springen, -tanzen), weil der Körper danach verlangt.

Da wir jedoch meist so weit von einem natürlichen Bewegungsverhalten entfernt sind in unserer Art zu Leben, ist es manchmal schwierig, das richtige Maß zu finden. Natürlicher Bewegungsdrang & dessen Erfüllung ist nicht gleichbedeutend mit exzessivem Training. Und vermutlich auch nicht bei jedem Menschen gleich – so wie unser Nahrungsbedarf in Bezug auf Menge & Auswahl individuell & je nach Lebenslage unterschiedlich ist.

Tiere, die sich viel bewegen, werden nicht alt. Die höchste potentielle Lebenserwartung haben Schildkröten, die langsam & geruhsam durchs Leben gehen. Sport erhöht den Zellstoffwechsel, es gelangt viel Sauerstoff in die Zellen, die dadurch viele freie Radikale bilden. Bewegung, Sport, wirkt säurebildend im Körper. Sport verbraucht Energie.

Selbst wenn offenbar durch Bewegung, die im sinnvollen Maße ja die Entgiftung anregt, so manche „Ernährungssünde“ ausgeglichen wird, macht es keinen Sinn, sich weiterhin unnatürlich und bewusst ungesund zu ernähren & dazu exzessiv Sport zu treiben. Wer überflüssiges Gewicht loswerden will, ist besser beraten, sich gesund = natürlich zu ernähren & langsam & entspannt durchs Leben zu gehen. Spätestens wenn Sport als unangenehm empfunden wird, du nicht mehr kannst, es schmerzt, ist es besser aufzuhören.

Foto: complize/photocase

Dies soll kein Plädoyer dafür werden, nur noch auf dem Sofa abzuhängen. Nur mal wieder eine Anregung, auf dich, deine natürlichen Bedürfnisse, zu achten & danach zu handeln. Dem natürlichen Bewegungsdrang zu folgen, sich zu bewegen, solange es Spaß macht & gut tut. Was übrigens viel besser funktioniert & leichter fällt, je natürlicher & leichter du isst. Ich kann z. B., ohne regelmäßiges Training, spontan & mühelos mehrere Kilometer laufen. Und das fällt mir viel leichter, wenn ich zuvor wenig & leicht, z. B. nur Früchte in angemessener Menge, gegessen habe. Avocado oder gar Nüsse hingegen belasten meinen Körper erkennbar mehr; er ist dann sehr mit der Verdauung beschäftigt & hat weniger Energie für Bewegung übrig.

Je leichter Bewegung fällt, um so weniger Energie wird gebraucht & um so weniger belastend, zellschädigend, ist sie. Langfristig besser ist es, zu einer natürlichen Ernährung & damit zurück zum Erkennen der natürlichen Bedürfnisse (& deren Erfüllung) zu finden. Beobachte Kinder, oder Tiere. Die ein Gefühl für das gesunde Maß an Bewegung & Ruhe haben. Finde deinen eigenen Bewegungsrhythmus. Höre auf deinen Körper.

Crazy Sexy Alltag

Yeah – Vollmond. Das bedeutet für mich noch mehr Energie als eh schon. Und die Frage, wohin damit 🙂 … nein, keine Bange, hier gibt’s genug zu tun! Ist dieses Leben, diese Art zu leben, nicht wundervoll, crazy, sexy … nicht als „Kur“, sondern immer! Ich mag mir gar nichts anderes mehr vorstellen.

Mitunter, in Gesprächen mit Anderslebenden, fällt mir auf, wie weit vom „Normalo-Standard“ wir inzwischen entfernt sind. Und wieviel von dem, was uns „normal“, selbstverständlich, erscheint, für die meisten anderen erklärungsbedürftig ist. Zum Beispiel meine Körperpflege 🙂 … im realen Leben stieß ich neulich auf großes Erstaunen darüber, spontan in die Sauna gehen zu können – „Ach, schade, ich hab gar nix mit“ – „Wie, du hast doch ein Handtuch!“ – „Ja, aber kein Shampoo, Duschgel, Bodylotion …“. Nachdem ich auch hier mittlerweile schon gefragt wurde, ob ich, siehe Tages-Logs, tatsächlich nur alle 1-2 Wochen mal dusche :), erzähl ich euch also heute mal, was Wellness- oder schlicht Körperpflege-mäßig hier so alltäglich auf dem Programm steht (& ich deswegen noch gar nicht drauf gekommen bin, es in den Logs mal zu erwähnen). Im Log erwähne ich die warmen Duschen, weil die tatsächlich selten vorkommen. Nur dann, wenn mir sehr kalt ist oder ich mich extrem verspannt fühle. Ansonsten dusche ich schon fast jeden Morgen – allerdings kalt. Nur kalt. (Und ja, das habe ich auch im kalten Deutschland schon gemacht – winters allerdings im beheizten Badezimmer. ;)) Das erfrischt, mir ist danach schön warm, es laugt die Haut nicht so aus wie Warmduschen & tut auch dem Kreislauf besser. Es regt die Körperfunktionen an & fördert so natürlich auch das Immunsystem.

Irgendwie lustig, wenn Menschen während eines speziellen Programms (in diesem Fall das sich gerade großer Beliebtheit erfreuende Crazy Sexy Detox Programm nach Kris Carr) Dinge tun, die bei mir seit ewigen Zeiten zum Standardprogramm gehören, ohne dass ich jemals dran gedacht habe, dass sie eine besondere entgiftende Wirkung haben. In diesem Fall das Trockenbürsten, bei mir schon seit ewigen Zeiten fester Bestandteil des morgendlichen Rituals. Einfach, weil ich es angenehm finde. Nebenbei fördert es die Durchblutung & regt die Entgiftung über die Haut an. Bei akuten Beschwerden soll es sogar hilfreich sein, sich mehrmals täglich trockenzubürsten.

Und – yepp, das war es schon! Keine Cremes, Deo oder ähnliches – brauche ich alles nicht & erspare damit meinem Körper unnötige Belastungen. Meine Haare wasche ich mit Wasser & alle 1-2 Wochen mal mit Erde. Als Ausgleich für die hautaustrocknende Wirkung der Heizungsluft in Deutschland habe ich dort nach langen, warmen Duschen Sesamöl (in Rohkostqualität! Schmier dir nix auf die Haut, was du nicht aus essen würdest!) verwendet. Darüber hab ich übrigens hier schon mal geschrieben.

In zwei Worten: simplicity rules! Genau wie beim Essen.