Vegane Mythen

Halten sich beharrlich: Vorurteile, Mythen, über die vegane Ernährung. Bzw über das, was wir (angeblich) brauchen & das, was wir mit unserer Ernährung bekommen – oder auch nicht. Aber … wir sind ebenso beharrlich & erzählen es immer mal wieder gerne: eine sinnvoll gestaltete roh-vegane Ernährung ist erwiesenermaßen für jeden Menschen, in jeder Lebensphase, eine optimale Ernährungsform, bei der keinerlei Mängel zu befürchten sind. Ganz im Gegensatz zu der herkömmlichen Standardernährung der meisten Kritiker übrigens.

In der iPhone-App von Saf habe ich diese Liste der Top-5 Mythen & ihrer Widerlegungen gefunden, die ich euch hier gern mal, ins Deutsche übersetzt, wiedergebe:

  • Mythos 1: Du bekommst nicht genug Protein.

    Die Wahrheit: Es gibt keinen Zustand namens Proteinmangel. Es gibt nur Unterernährung/quantitave Mangelernährung (Protein-Energie-Mangelernährung, PEM). Daran leiden hungernde Menschen, Muskeln & Organe verkümmern dadurch & die Gesundheit ist ernsthaft gefährdet. Frag einen beliebigen Arzt oder Ernährungsberater, ob es möglich ist, zu wenig Protein zu bekommen wenn du genug Kalorien aufnimmst. Es ist unmöglich.

    Es ist leicht, Protein zu bekommen ohne tierische Produkte zu essen. Die meisten von uns essen ohnehin mehr Protein (& Kalorien) als wir brauchen – etwa 100 Gramm pro Tag. Die Empfehlung der Amerikanischen Gesundheitsbehörde liegt bei 50 Gramm und viele Ernährungsexperten sagen sogar 30 Gramm – die schon in einer einzigen Portion Bohnen & Reis enthalten sind.

  • Mythos 2: Es ist langweilig, vegan zu essen.

    Die Wahrheit: Stell dir eine Ernährung ohne Früchte, Gemüse und Getreide vor, nur Fleisch & Milchprodukte den ganzen Tag – das wäre langweilig! Nutze für den Übergang fleischähnliche Nahrungsmittel wie Pilze und Linsen. Wenn du dein Augenmerk auf den Überfluss an Möglichkeiten richtest statt mit einem Gefühl der Einschränkung an die Sache heranzugehen, wird veganes Essen alles andere als langweilig sein.

  • Mythos 3: Du wirst die ganze Zeit Hunger haben.

    Die Wahrheit: Es gibt viele herzhafte Elemente in der veganen Ernährung, sie Nüsse, Samen, Pilze, Bohnen, Reis & Getreide. Du wirst dich nicht nur voll sondern auch gut genährt fühlen.

  • Mythos 4: Eier und Milchprodukte aufzugeben ist Folter.

    Die Wahrheit: Ist eine Operation am offenen Herzen nicht schlimmer? Oder gehörst du zu der Mehrheit von Menschen, die sich gern selbst mit „mir wird das nicht passieren“ betrügen? Die Menge von Cholesterin und gesättigten Fetten in Käse und Eiern ist unglaublich hoch im Vergleich zu pflanzlichen Fettquellen (und du kannst kein Cholesterin in Gemüse finden; das gibt es nur in tierischen Produkten). Was hälst du davon, bei deinem nächsten Sandwich den Käse durch Oliven und Tomaten zu ersetzen? Probier Sojamilch oder Nussmilch und tausche das Omelett durch Pilze und Paprika aus.

  • Mythos 5: Ganz oder gar nicht – etwas anderes bringt’s nicht.

    Die Wahrheit: Selbst wenn du nur an zwei Tagen pro Woche auf tierische Produkte verzichtest, macht das einen großen Unterschied für deine Gesundheit & für die Gesundheit des Planeten. Einen radikalen Umbruch zu erzwingen, den du nicht durchhalten kannst, macht keinen Sinn. Entspann dich & geh in einem Tempo vor, das sich für dich gut anfühlt. Mit dem veganen Essen anzufangen bringt dich auf den Geschmack und die Chancen stehen gut, dass, wenn du es Teilzeit anfängst, du es ausdehnen willst. Das nennt sich „Flexitarierismus“ (Flexitarianism).


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