Mineralien & Salze

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Salz ist ein isoliertes Produkt, aus dem natürlichen Zusammenhang gerissen. Würden wir uns wahrhaftig natürlich ernähren, aus der Natur, hätten wir kein Salz. Was für mich die Frage, ob wir Salz brauchen oder nicht, eindeutig beantwortet. Was wir brauchen, sind die Mineralsalze. Die in Pflanzen, insbesondere in grünen Blättern, enthalten sind. Deswegen mögen wir den salzigen Geschmack, selbst wenn wir nicht durch jahrelange Kochkost darauf geprägt wurden.

Von dem, was im Supermarkt unter dem Namen „Salz“ verkauft wird, möchte ich hier gar nicht reden. Jedoch selbst relativ hochwertiges Salz, wie unraffiniertes Meersalz oder Kristallsalz, ist ein denaturiertes Produkt. Und überlistet als solches unseren Instinkt: gesalzen schmecken uns Dinge, die wir sonst nicht mögen. Mit ein bisschen Salz schmeckt die Avocado gleich so verlockend, dass wir über unseren Hunger hinaus weiteressen. Salz wirkt suchterzeugend – die Gewöhnung an den Geschmack geht schnell & schon stumpft unser Geschmackssinn ab, schmecken uns natürliche Nahrungsmittel fad & langweilig. Dagegen hilft nur eins: Salz weglassen. Am besten ganz & gar & sofort. Wem das zu heftig ist, der kann es natürlich auch nach & nach reduzieren, ausschleichen sozusagen. Ich habe das zu Beginn meiner Rohkostzeit so gemacht, eher zufällig als absichtlich: zu Anfang war ich mir der Schädlichkeit des Salzes an sich noch gar nicht bewusst & mochte den Geschmack einfach noch. Je länger ich roh gegessen habe, besonders mit der zunehmenden Menge an Wildkräutern, desto weniger mochte ich das künstliche Salzige. Nach einiger Zeit konnte ich gesalzene Salate oder Dipps, wie sie auf Rohkosttreffen serviert wurden, nicht mehr essen – so unangenehm war mir der salzige Geschmack.

Über diese den Instinkt verfälschende Wirkung hinaus kann Salz auch Schäden in unserem Körper anrichten. Deutlich zu sehen ist das, wenn jemand nach langer Zeit ohne oder mit kaum Salz doch mal wieder etwas Gesalzenes isst: es kommt zu Wassereinlagerungen, z. B. dicken Füßen oder Schwellungen im Gesicht. Ich selbst habe kürzlich erst eine ziemlich starke Reaktion nach dem Essen einer gesalzenen Sauce erlebt. Der langjährige Rohköstler Karl Probst berichtete im vergangenen Jahr in der Zeitschrift „Natürlich leben“, dass er ein schon lange andauerndes gesundheitliches Problem endlich loswurde, indem er auf Salz verzichtete. Eine Rückkehr zum Salz nach mehrwöchiger Pause brachte auch sofort das Problem wieder zurück.

Die Tochter, die, seit sie es bei einer Freundin kennengelernt hat, ihre Avocado, Sonnenblumenkerne oder Linsen gern nachsalzt, hat dafür in den letzten Jahren statt purem isoliertem Salz immer gemahlene getrocknete Algen, im Salzstreuer mit ein wenig unraffiniertem Meersalz aus dem Bioladen gemischt, genommen. Vor Kurzem haben wir etwas Neues „erfunden“ – sie verwendet nun eine Sellerie-Algen-Mischung: gemahlene getrocknete Blätter vom Staudensellerie, gemahlene Algen & ein wenig von dem Meersalz. Geschmacklich dominiert der Sellerie – ich wiege es nicht ab, aber es sind wohl ungefähr 5% Salz in der Mischung. Was ihre Lust auf den salzigen Geschmack & auf die Tätigkeit des Salzens an sich befriedigt & ihr gleichzeitig noch ein bisschen mehr Grünzeug, mit den wichtigen Mineralsalzen in ihrem natürlichen Verbund, gibt. Staudensellerie ist übrigens ohnehin ein guter Lieferant für Mineralsalze. Frisch & in guter Qualität schmeckt er von selbst tatsächlich salzig. Ein beliebter Snack hier sind in ca 0,5 cm breite Stücke geschnittene Selleriestangen – rohköstliche Erdnussflips, sozusagen 😉

Getrocknete Sellerieblätter & Meeresspaghetti - zusammen gemahlen ein prima Salzersatz


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