Gewichtsregulierung mit Rohkost I

Einer von vielen Wegen zur Rohkost führt über den Wunsch abzunehmen, Gewicht zu verlieren. Warum auch nicht – Übergewicht ist definitiv ein Risikofaktor für die Gesundheit, und die roh-vegane Ernährung hilft nicht nur zuverlässig dabei, überschüssiges Gewicht abzubauen, sondern versorgt den Körper zugleich optimal mit allen benötigten Vitalstoffen. Bereits vorhandene Krankheiten & Beschwerden verschwinden & Gesundheit & Wohlbefinden steigen. Mit richtig praktizierter Rohkost erreicht nicht nur jedeR ihr/sein Idealgewicht; sie ist im Gegensatz zu den diversen unterschiedlichen Diäten, insbesondere in Verbindung mit ausreichend körperlicher Bewegung, der gesündeste Weg abzunehmen!

Wer es einfach mal probieren möchte & nicht so recht weiss, wie: einen guten Einstieg nicht nur für diejenigen, die mit Rohkost ab- oder zunehmen wollen, bietet das eBook „Die Reise: 7 Tage roh“ von Storm Talifero, das ihr hier bestellen könnt. Es enthält detaillierte Menüpläne und Rezepte sowohl zur Gewichtsabnahme als auch -zunahme und außerdem Pläne für die rohe Kinderernährung.

Bei weitergehenden individuellen Fragen dazu biete ich euch übrigens ab sofort auch gern persönliche Beratung per Telefon, Skype oder eMail an: weitere Infos & Buchung hier!

Weitere Gedanken zum Thema findet ihr in diesem Artikel:

Figur, Gewicht, Bedarf

Gründe, nicht 100% roh zu essen?

Nicht dass ihr mich falsch versteht: ich bin unverändert von meiner (tatsächlich 100%ig rohen) Ernährung überzeugt, liebe & genieße sie & will gewiss nichts daran ändern!

Nachdem ich aber gerade über ein Video von Ka Sundance (selbst mitsamt seiner Familie nach eigener Aussage ebenfalls 100%iger Rohköstler) gestolpert bin, in dem er drei Gründe gegen eine 100%ige Rohkosternährung nennt, habe ich mich mit seinen Argumenten auseinandergesetzt. & möchte euch meine Gedanken dazu nicht vorenthalten:

Als ersten Grund nennt er Zweifel, fehlende Überzeugung an der Rohkost als die richtige Ernährung. Nun ja, dazu ist eigentlich nicht viel zu sagen, oder? Sicher sollte sich jedeR bewusst ernähren & zwar so, wie es ihr/ihm richtig erscheint. Wer sich bei jedem Bissen fragt, ob dieser ihm gut tun wird, hat gewiss nicht viel von seiner Nahrung – weder im Hinblick auf die Nährstoffe noch hinsichtlich der Zufriedenheit & des Wohlbefindens.

Als zweiten Grund führt er das Leben in kaltem Klima (wie z. B. Nordeuropa, Nordamerika) an. Sonnengereifte, vorzugsweise tropische Früchte betrachtet er als unentbehrlichen Bestandteil der menschlichen Ernährung. Darüberhinaus sind in unseren Breitengraden gerade im Winter seiner Meinung nach so kompakte Nahrungsmittel wie Oliven, Nüsse, evtl. Algen für eine ausgewogene Ernährung notwendig. Beides ist mit relativ hohem finanziellen Aufwand verbunden. Eine ausgewogene Ernährung nur mit dem Angebot der lokalen Händler & Supermärkte hält er auf die Dauer für nicht möglich & empfiehlt, in solchen Fällen dann lieber andere, nicht-rohe, Komponenten in die Ernährung aufzunehmen.

Dem ersten Teil dieser Meinung schliesse ich mich an: langfristig ist hochqualitative Nahrung nötig, um uns gesund und leistungsfähig zu erhalten. Auch ich bevorzuge die früchtebetonte Rohkost & den größten Teil des Jahres halte ich das Früchteangebot hierzulande ebenfalls für nicht ausreichend – die Sonne, die auch uns hier fehlt, fehlt eben auch den angebotenen Früchten. Ob es nun aber hilft, gekocht zu essen, wenn das Geld fehlt, um tropische Früchte per Flugzeug zu importieren & hochwertige, rohe Nüsse etc zu kaufen?

Besser als die Ausgangsprodukte wird das Essen durch’s Kochen ja nun gewiss nicht – der Vitalstoffgehalt nimmt noch weiter ab, Sonnenenergie gelangt dadurch auch nicht hinein – stattdessen werden Enzyme zerstört & für den Körper schädliche Stoffe gebildet. Lediglich beim Wärmen des Körpers kann Kochkost natürlich helfen. Dies lässt sich aber auch auf anderen Wegen erreichen – viel Bewegung, so oft wie möglich auch bei kaltem Wetter draußen. Und die Anpassung der Nahrungszusammenstellung an die Temperaturen: Trauben & Datteln tun jetzt besser als Melone. Wurzeln, Kohl, Lauch und wärmende Gewürze wie Ingwer halten uns auch in der kalten Jahreszeit warm.

Wie Ka glaube auch ich, dass wir nicht für ein Leben in diesem Klima gemacht sind, sondern sowohl der Temperaturen und der Sonne als auch der Nahrungsmittel wegen in die tropischen und subtropischen Zonen der Erde gehören. Solange wir hier in den gemäßigten Zonen leben, müssen wir uns zwar damit arrangieren – aber dass das Kochen unsere Nährstoffversorgung verbessern könnte – das sehe ich absolut nicht.

Anders hingegen beim dritten genannten Grund. Hier stimme ich absolut mit Ka überein: Dieser Grund betrifft das soziale Umfeld. Genauer gesagt, das seelische Wohlbefinden, bedingt durch die Menschen, mit denen wir zusammenleben & die uns möglicherweise unserer Ernährung wegen kritisieren oder verurteilen. Versteht mich richtig: es geht nicht darum, wie die anderen sich verhalten – eine rohköstliche Ernährung ist auch absolut möglich ohne die Unterstützung unseres Umfelds. Solange wir selbst damit glücklich & zufrieden sind. Es geht um uns, um unsere Gefühle mit der Situation. Wenn wir durch mangelnde Unterstützung oder gar Angriffe unserer Familie & Freunde unserer Ernährung wegen beeinträchtigt oder unglücklich werden, relativiert das die positiven gesundheitlichen Auswirkungen der Rohkost natürlich. Ebenso, wenn wir uns ständig quälen, um dem Verlangen nach gekochtem Essen in unserer Umgebung zu widerstehen. Sind wir glücklich damit, gelegentlich mit unseren Lieben gemeinsam gekocht zu essen, ab und zu gekochtes Essen zu genießen (ganz bewusst, ohne uns selbst anschließend zu verurteilen deswegen), geht es uns insgesamt vielleicht besser damit als mit einer um jeden Preis 100%igen Rohkost.

Was meint ihr dazu?

Ka’s besagtes Video findet ihr übrigens hier.

Kalorienbedarf 27 Bananen?

Zur richtigen Art der Rohkost gibt es, wen wundert’s, so viele Meinungen wie es RohköstlerInnen gibt. Einige unter ihnen messen auch dem in Kalorien gemessenen Energiegehalt eine hohe Bedeutung zu. So z. B. Frederic Patenaud, der eine früchtebetonte, fettarme Rohkost mit ausreichend grünen Blättern empfiehlt. (Soweit bin ich noch seiner Meinung.) Er geht weiterhin von dem üblicherweise angesetzten Energiebedarf (für Frauen im Durchschnitt etwa 2.200 kcal/Tag) aus, der auch bei einer rohköstlichen Ernährung gedeckt werden müsse. Was bei der vom ihm bevorzugten Nahrungszusammenstellung ziemlich große Mengen von Früchten bedeutet. Er veranschaulicht das in einem kurzen Video: Eine Banane hat, je nach Größe, etwa 80-100 Kalorien. Ein mittelgroßer Apfel 50-75. Bio-Bananen sind kleiner als die konventionell produzierten, also gehen wir mal von 80 aus. Um meinen Kalorienbedarf zu decken, müsste ich also pro Tag ca. 27 Bananen essen. Bzw. die entsprechende Menge anderer Früchte. Uff. Kommt mir ziemlich viel vor!

Natürlich braucht unser Körper ausreichend Energie durch die Nahrung, & gewiss ist es auch besser, diese aus Früchten, grünen Blättern & Gemüsen zu beziehen als aus großen Mengen von Fettfrüchten, insbesondere Nüssen. Aber meinen Magen derart zu überfüllen – zu einem 800-Kalorien-Frühstück, wie Frederic es beschreibt, müsste ich 10 Bananen essen! – kommt mir auch nicht wirklich gesund vor.

Nun gibt es ja zum notwendigen Energiegehalt unserer Nahrung auch andere Sichtweisen: Nach den Forschungsergebnissen der russischen Ärztin Dr. Galina Schatalova beispielsweise brauchen wir bei weitem geringere Mengen an Kalorien, um fit, gesund & leistungsfähig zu bleiben. In ihrem faszinierenden Buch „Wir fressen uns zu Tode“ beschreibt sie ausführlich, dass selbst bei hohen körperlichen Anforderungen eine Energiezufuhr von 300-400 Kalorien/Tag ausreichend ist.

Unter ganz anderem Blickwinkel betrachtet Gabriel Cousens die Ernährung. Über sein ganz anderes Ernährungsparadigma habe ich hier schon einmal ausführlich geschrieben.

Ich kümmere mich bei meinem Essen nicht um die Kalorien – wenn ich Hunger habe, esse ich; wenn ich satt bin, höre ich auf. Wichtig & ggfs berücksichtigenswert erscheint mir allenfalls der Nährstoffgehalt meiner Nahrung – also die ausreichende Zufuhr aller benötigten Vitamine & Mineralstoffe. Wobei ich auch die nicht messe, sondern einfach auf eine möglichst große Vielfalt bei unserer Nahrung achte & ansonsten ebenfalls auf die Signale meines Körpers achte – mein Appetit verrät mir schon, was ich brauche!

Unter dem Aspekt des Vitalstoffgehaltes sticht beim Vergleich einer rohköstlichen Ernährungsweise mit Kochkost ins Auge, um wieviel besser der Körper damit durch rohe Nahrung versorgt wird. Ausreichend versorgt ist unser Körper dann, wenn er genug Vitalstoffe bekommen hat. Solange es ihm daran mangelt, verlangt er nach mehr & noch mehr Nahrung, ohne jemals richtig satt zu werden. Möglicherweise braucht ein mit Kochkost ernährter Körper ja 2200 Kalorien, um annähernd genug Nährstoffe zu bekommen. Wohingegen ein rohköstlich ernährter, weitgehend von Giften gereinigter Körper seinen Nährstoffbedarf bereits durch viel geringere Mengen decken kann. Dafür spricht die Beobachtung vieler langjähriger Rohköstler über ihren im Laufe der Jahre geringer werdenden Nahrungsbedarf.

Ob es nun die Kalorien waren oder die Nährstoffe – ich bin jedenfalls auch gestern wieder gut satt geworden – und zwar hiermit:

Rohkost-Kindern geht es gut!

Davon durfte sich vor ein paar Tagen auch das hiesige Jugendamt überzeugen. Warum es sich dafür interessiert hat, könnt ihr hier nachlesen. Nach einer gewissen anfänglichen Skepsis („Rohkost – was ist das eigentlich? Was essen Sie denn da überhaupt?“) haben meine strahlend gesunde Tochter sowie meine Beschreibung unserer Ernährung sie überzeugt, dass hier alle wohlauf sind!

Bleibt höchstens noch zu hoffen, dass sich auch um die vielen konventionell ernährten & dadurch kranken Kinder hierzulande so gesorgt wird …

Die alten Fotos meiner vor 5 Jahren noch schwer unter Neurodermitis leidenden Tochter haben es mir jedenfalls mal wieder bewusst gemacht: wie dankbar ich bin, dass wir diesen Weg gefunden haben!

Grüne Smoothies

Cantaloupe-Melone mit Brennessel

Victoria Boutenko hat sie mit ihren Büchern berühmt gemacht, aber nicht erst seitdem wissen wir alle, wie wichtig Grünzeug in unserer Nahrung ist. Am besten Wildkräuter, aber falls davon mal, z. B. jahreszeitbedingt, nicht genug zur Verfügung stehen, empfehlen sich auch einige Arten von Kulturgrün – in Bio-Qualität! (Falls ihr gelegentlich aus finanziellen Gründen auf Produkte aus konventionellem Anbau zugreift: macht das nicht ausgerechnet bei grünen Blättern, die ihr nicht mal schälen könnt. Und in denen dann, aufgrund der bodenauslaugenden Anbaumethoden, auch tatsächlich kaum noch welche der dringend benötigten Mineralstoffe drin sind.) Spinat, Feldsalat, Rucola, Grünkohl, Wirsing – bilden meinen bevorzugten Wildkräuter-„Ersatz“. Die dunkelgrüne Farbe & der zumindest im Vergleich zu Kopfsalat & Co noch relativ intensive Geschmack zeigen den einigermaßen hohen Gehalt an Mineralstoffen.

Für mich haben Gesundheit & Wohlbefinden & damit auch meine Ernährung viel mit natürlichem Leben zu tun – ich habe im Laufe der letzten Jahre immer wieder bemerkt, dass es mir am besten geht, wenn ich meine Nahrung so esse, „wie sie ist“ – also nicht gemixt, durcheinander gemischt oder sonstwie zubereitet. Am liebsten eine Frucht in der einen Hand, Wildkräuter in der anderen & dann immer abwechselnd zubeissen. Und gründlich kauen. 🙂

Warum schreibe ich dann hier einen Artikel über grüne Smoothies? Weil ich finde, dass dennoch vieles für deren Zubereitung spricht. Zum einen der Vorteil der besseren Vereinbarkeit mit einem modernen, zeitintensiven Arbeitsalltag: das gründliche Kauen = Verflüssigen der grünen Blätter, um sie gut verdauen zu können, braucht Zeit und Ruhe. Außerdem lassen sich Smoothies in Flaschen abgefüllt besser mitnehmen & sind wohl auch etwas „gesellschaftskonformer“ als eine Riesendose voller „Unkraut“ 😉

Vor allem aber sind grüne Smoothies ein hervorragender Weg, überhaupt (mehr) Grünzeug in die Ernährung aufzunehmen. Wer kaum Grün, geschweige denn Wildkräuter mit ihrem meist sehr intensiven Geschmack, isst, tut sich oftmals schwer damit, sich daran zu gewöhnen. Oder gar Gefallen daran zu finden – denn Essen soll ja schließlich Spaß machen & keine Pflichtübung sein. Auch die Konsistenz mancher Wildpflanzen, gründliches Kauen erfordernd & damit sehr ungewohnt für von der herkömmlichen Zivilisationskost verwöhnte Münder, ist gewöhnungsbedürftig. Man denke nur an Brombeerblätter im Winter – als ich mich denen vor Jahren zum ersten Mal genähert habe, konnte ich zu Anfang höchstens 1-2 Blätter runterkriegen. Gemischt mit süßen Früchten aber lassen sich leckere Getränke zubereiten. Zuerst mit wenig, dann immer mehr Grün drin, kann man den Körper genußvoll mit den wichtigen Mineralstoffen versorgen & sich dabei langsam mit dem Geschmack anfreunden.

Gerade für Kinder, die meist den süßen Geschmack bevorzugen, sind grüne Smoothies großartig. So können wir sichergehen, dass sie mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt werden. Die Vorbildfunktion allein reicht dafür leider nicht immer aus: Wenn ich beim Essen (immerhin bei jeder Mahlzeit, und zwischendurch, wenn wir draußen unterwegs sind) meine Wildkräuter futtere, animiert das meine Tochter durchaus nicht immer dazu, mitzumachen. Leckere grüne Smoothies nimmt sie aber gern! Mittlerweile mische ich in alles, was ich ihr zubereite, Wildkräuter oder anderes Grünzeug rein: Cremes, Dipps, Süssigkeiten, Cräcker. Unser Geschmackssinn, von Natur aus süß bevorzugend, wird eben auch geprägt durch unsere Erfahrungen. Und ihm so beizubringen, dass der Geschmack von Wildkräutern gleichbedeutend mit Genuss ist, halte ich für eine wichtige „Vorsorgemaßnahme“ für’s weitere Leben.

Im Sinne der guten Bekömmlichkeit & der Verwertbarkeit der Inhaltsstoffe aus den Früchten & Wildkräutern empfehle ich aber, für einen Smoothie nur eine oder zwei Fruchtsorten mit grünen Blättern zu mixen & auch keine allzu riesigen Portionen auf einmal zu trinken: bedenkt, was für eine riesige Portion Früchte, eventuell noch mehrere auf einmal, ihr sonst innerhalb weniger Minuten zu euch nehmt! Viel mehr, als ihr beim Essen vielleicht auf einmal schaffen würdet. Die Rückmeldung des Körpers über die Sättigung braucht nun mal länger als das Trinken eines solch gehaltvollen Smoothies.

Hier sind noch ein paar unserer Smoothies aus den letzten Tagen – als Anregung zum Nachmachen. Was sind eure liebsten Smoothie-Rezepte?

1/2 Mango, 1/2 Apfel, Ingwer, Brennesseln

1/2 Apfel, 1 kleine Banane, 1 frische Dattel, Brennesseln

M.'s Kreation: Banane-Brennessel-Mandelmus mit Gänseblümchen-Deko

Markus Rothkranz

… war gestern in Hamburg & ich hab mir seinen Vortrag angehört. Nachdem mich seine Ausstrahlung in diversen YouTube-Videos so begeistert hat, wollte ich ihn gern mal live erleben.

Erster Eindruck: Ein zwar attraktiver, Gesundheit ausstrahlender Mann, dem seine 48 Jahre nicht wirklich anzusehen sind … aber doch viel ruhiger, weniger berstend vor Energie, als er in manchen Filmen wirkte. Nun ja, er stand gestern ja auch nicht auf einer Bühne vor Hunderten von US-Amis sondern in einem verhältnismäßig kleinen Raum mit vielleicht 50 Menschen drin.

Markus hat (übrigens komplett auf Deutsch) über seinen Weg zur Gesundheit, zum Leben, berichtet. Dabei die wichtigsten Erkenntnisse über die richtige menschliche Ernährung in einfacher, eindrücklicher Form hervorgehoben: kein Fleisch, nur pflanzliche Nahrung, nichts Erhitzen, möglichst viele Wildpflanzen. Angenehm seine bestechend einfache Argumentation: Natürlich kannst du deinen Körper mit allem möglichen „füttern“, auch mit Steinen oder pulverisiertem Metall, und das (eine Zeitlang) überleben, aber das heisst noch nicht, dass es dir gut tut. Besonders betont hat er auch die Notwendigkeit der Reinigung des Körpers: solange dein Körper vollkommen vergiftet & verschlackt ist, kann auch die beste Nahrung der Welt ihn nicht schlagartig zu Hochform auflaufen lassen. Seine Empfehlung: zuerst Wasserfasten, so lange wie möglich. Anschließend weiterfasten mit Gemüsesäften. Dann erst mit veganer Rohkost-Ernährung weitermachen. Die aus möglichst viel Wildpflanzen bestehen sollte. Seine eigene Ernährung besteht überwiegend aus grünen Smoothies, zubereitet aus Früchten & Wildkräutern ca. 50:50, die er morgens frisch zubereitet & für den Tag in Glasflaschen abgefüllt mitnimmt. Meist isst er später dann noch einen Salat oder ein paar Nüsse. Damit ist er den ganzen Tag satt, energiegeladen, nie müde (er braucht nach eigener Aussage nur 4 Stunden Schlaf).

Der Gesundheit ist weniger Essen wesentlich zuträglicher, weil der Körper dann nicht so viel Energie für die Verdauung benötigt. Aber nicht erschrecken, ich will hier niemanden zum Hungern aufrufen: wie schon öfter erwähnt, sinkt der Bedarf an Nahrung im Laufe der Jahre mit Rohkost. Je reiner der Körper ist, desto weniger Nahrung braucht er um satt zu werden. Nach 20 Jahren Rohkost ist Markus‘ Nahrungsbedarf einfach auch nicht mehr so groß.

Seine Begründung für die Smoothies (statt die Wildkräuter einfach so zu essen): Zeitersparnis. Der Verzehr der Mengen an Grün, die wir brauchen, um uns gut zu ernähren, braucht – gründlich gekaut – einfach viel Zeit. Deswegen sind ja Gorillas, Kühe etc einen großen Teil des Tages mit Essen beschäftigt. In unserem modernen Leben geht das nicht. Zum Smoothie gemixt bekommen wir alles, was wir brauchen, in einfacher zu essender, ebenfalls gut verwertbarer Form. Auch dann, wenn wir mal den ganzen Tag unterwegs sind ohne die Gelegenheit, zwischendurch Wildkräuter zu finden.

Obwohl der Schwerpunkt des gestrigen Vortrags auf der Ernährung lag, hat Markus kurz angerissen, dass Gesundheit nicht nur durch die Ernährung beeinflusst wird; auch Bewegung, ein erfüllender Lebensstil im Einklang mit den eigenen Lebensvorstellungen und spirituelle Entwicklung spielen wichtige Rollen. Neue Erkenntnisse habe ich gestern nicht wirklich gewonnen, aber es war dennoch ein interessanter, unterhaltsamer Abend.

Die Quintessenz von Markus‘ Erzählungen, der ich mich auch komplett anschließen möchte: Folge deinem Herzen – bei der Ernährung, aber auch bei allem anderen im Leben. Der Kopf stört dabei nur, der weiss nur, was andere ihm dein Leben lang erzählt haben. Finde deinen eigenen Weg! Den muss jedeR für sich selbst herausfinden. Lass dich von anderen inspirieren und unterstützen – aber wie dein Weg aussieht, auch wie deine rohköstliche Ernährung genau zusammengestellt sein muss, um dich optimal zu nähren – das kannst nur du selbst herausfinden!

Mehr über Markus Rothkranz findet ihr übrigens bei YouTube und natürlich auf seiner Go-Raw-Now!-Website.