Curry-Dipp

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Curry-Dipp

1 Handvoll Cashews, über Nacht eingeweicht
1 kleine Feige, über Nacht eingeweicht
Saft 1/2 Zitrone
Currypulver nach Geschmack (ich nehme je ca 1/2 TL süßes und scharfes Curry von Sonnentor)
1 Prise gemahlene Algen (oder unraffiniertes Meersalz, wer mag)

Die Cashews abgiessen, alles zusammen (mit dem Einweichwasser der Feige) im Blender pürieren. Bei Bedarf noch etwas Wasser dazugeben.

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Brennesselgenuss

Zu meinen Lieblingswildkräutern gehören unbedingt die Brennesseln. Zu dieser Jahreszeit kann ich mich kaum an ihnen satt essen – ich finde sie einfach unglaublich lecker! Auch die meisten Kinder mögen sie sehr; die kleineren lassen sich auf Spaziergängen gern mit mundgerecht vorbereiteten (nicht mehr brennenden) Brennesselblättchen versorgen.

Aber wie geht das eigentlich – Brennessel essen? Die brennt doch schon an den Fingern, wie soll man sie bloß in den Mund stecken, ohne sich die Zunge zu verbrennen!? Ganz einfach: Die obersten Blätter, die neuen jungen Triebe, beherzt mit zwei Fingern packen und abzupfen, dann kräftig zwischen den Fingern zusammenrollen. Dabei werden die Brennhaare zerstört und die Blätter lassen sich problemlos in den Mund stecken und genüsslich kauen. Mit ein wenig Übung funktioniert das auch mit größeren Teilen der Pflanze – jetzt, wo die Nesseln schon groß gewachsen sind, pflücke ich gern die obersten 2-3 „Etagen“ und esse sie auf diese Art.

Ich selbst ziehe es vor, die Brennesseln wie oben beschrieben zu essen, also einzeln für sich & ohne Mischerei oder Verarbeitung, aber sehr Vorsichtige
können die Brennesselblätter auch zusätzlich noch in andere Blätter, zb Lindenblätter, einwickeln und als „Kräuter-Wrap“ geniessen. Andere pflücken gleich mit Handschuhen und/oder Schere und mixen sich dann einen grünen Smoothie – z. B. mit Banane. Da brennt dann ganz sicher nichts mehr!

Bei Wildkräutern aber unbedingt beachten: zum Mischen und Verarbeiten nur bekannte Kräuter verwenden! Neue/unbekannte immer nur einzeln für sich und in kleinen(!) Mengen probieren, um nicht versehentlich etwas Unbekömmliches oder gar Giftiges zu erwischen!

Sparsame Rohkost

Auf den ersten Blick mag eine rohköstliche Ernährung sehr teuer erscheinen. Frisch aus den Tropen eingeflogene Ananas oder Mango für über 8 EUR/kg, oder Mandelmus in Rohkostqualität: fast 14 EUR für nicht mal ein halbes Pfund. Da kommen dann schnell Argumente wie „diese Ernährungsform ist nur für Reiche; ich kann mir das nicht leisten.“ Aber lasst euch nicht abschrecken – es geht auch anders!

Zunächst mal ist es eine Frage des Blickwinkels: Vergleiche nicht die Menge auf deinem Teller, die du für dasselbe Geld bekommst. Sondern den Nährwert, die Lebenskraft, die dein Körper durch die Nahrung erhält. Auch wenn es für manche schwer zu verstehen sein mag, wieso es für den Preis eines Happy Meal nur 3 Bio-Äpfel oder 1 Mango gibt: Mit frischen, rohen Früchten kaufst du dir Nahrung, die dich weder verschlackt noch dick macht oder Hautprobleme verursacht. Von vorzeitiger Alterung und degenerativen Erkrankungen ganz zu schweigen. Im Gegenteil – du nährst deinen Körper tatsächlich. Gibst ihm Kraft & Energie & hilfst ihm, die – vergangenen & gegenwärtigen – Belastungen durch Schadstoffe, Stress und anderes, in unserem naturfernen Umfeld Unvermeidliches, zu bewältigen. Das ist unbezahlbar!

Außerdem sinkt dein Nahrungsbedarf im Laufe der Zeit. Beim Umstieg auf Rohkost brauchen die meisten von uns zunächst riesige Mengen an Nahrung, um satt zu werden. Unser Körper ist an das „volle“ Gefühl nach dem Essen von Kochkost gewöhnt; ein Bauch voller Rohkost fühlt sich einfach viel leichter an – & scheint daher zunächst noch nicht wirklich satt zu sein. Je nachdem, wie deine Ernährung vor der Umstellung aussah, ist dein Körper vielleicht auch derart ausgehungert nach Nährstoffen, dass er einfach immer nach mehr verlangt, um den langen Mangel auszugleichen. Die meisten von uns brauchen auch eine Weile, um die für sie richtige Zusammensetzung ihrer neuen Ernährungsform zu finden. Und um das so überaus wichtige Grünzeug, insbesondere Wildkräuter, in ausreichender Menge zu sich zu nehmen – das hilft sehr bei der Sättigung: durch die Unmengen an wertvollen Inhaltsstoffen & die darin enthaltenen Ballaststoffe bekommt der Körper, was er wirklich braucht. Der enorme Nahrungsbedarf der ersten Monate sinkt auch ganz von alleine nach einer Weile – je reiner der Körper wird, desto besser funktioniert er & desto besser kann er die ihm zugeführte Nahrung verwerten.

Und schließlich gibt es eine Reihe von Möglichkeiten, sich bei geringen Kosten roh zu ernähren:

  • Angebote nutzen: sehr reife Früchte oder Obst/Gemüse mit „Schönheitsfehlern“ wird im Bioladen häufig aussortiert & zu Sonderpreisen angeboten. Es lohnt sich auch oft, nach Aussortiertem zu fragen, das sonst weggeworfen wird!
  • Saisonale & regionale Produkte sind immer günstiger als die von weither importierten – außerdem leckerer, frischer, nährstoffreicher.
    Sonnengereifte Tropenfrüchte sind die Nahrung, auf die unser Körper optimal angepasst ist. Aber wenn die mal nicht ins Budget passen, sind regionale, reife! Früchte in Bio-Qualität immer noch um Klassen besser als Kochkost!
  • Aus Samen & Kernen lassen sich für wenig Geld unendlich viele leckere, sättigende rohe Gerichte zubereiten. Rezepte dafür findest du in den eBooks hier & auf unzähligen weiteren Webseiten. Besonders empfehlenswert in diesem Zusammenhang ist diese Website: sehr kreative, reizvolle, rohe Gerichte für unter 10$ pro Tag.
  • Großeinkäufe. Kistenweise lassen sich eigentlich immer günstige Preise für Obst, Gemüse, Saaten/Kerne/Nüsse/Trockenfrüchte … aushandeln. Einfach mal im Bioladen nachfragen! Wenn deine Familie nicht so groß ist & du solche Mengen nicht bewältigen kannst, tu dich mit FreundInnen zusammen oder gründe eine Einkaufskooperative.
  • Durch gemeinsame Bestellungen bei Tropenfrucht- oder anderen Rohkostversendern lassen sich auf diese Art auch zumindest die teilweise nicht unerheblichen Versandkosten sparen oder reduzieren.
  • Last not least: Vergiss nicht die Wildpflanzen! Mit Wildkräutern, Baumblättern, wildwachsenden Früchten & Beeren lässt sich ein nicht unerheblicher Teil des Nahrungsbedarfs decken – ganz ohne Geld!

Rohkost für kleine & große Menschen

Immer mal wieder höre ich die Frage, ob & wie Kinder sich mit Rohkost ausreichend & bedarfsdeckend ernähren können. Ich bin fest davon überzeugt, dass eine 100% rohe, vegane Ernährung für Menschen jeden Alters, in jedem Lebensabschnitt, die optimale Ernährung ist! Weil es die einzig artgerechte Ernährungsweise ist.

Gerade kleine Kinder spüren das auch noch selbst – haben sie die Wahl, entscheiden sie sich beim Essen ohnehin für frisches, rohes Obst oder Gemüse. So ziemlich jedes Baby/Kleinkind, das mit gekochter Nahrung „zugefüttert“ wird, lehnt diese ja auch erstmal ab. Am besten sollten Babys & Kleinkinder so lange Muttermilch trinken dürfen, wie sie mögen. Und parallel dazu aus einem guten Sortiment frischer, roher Nahrung auswählen dürfen, ob & was sie außerdem essen möchten.

Wichtig ist dabei – natürlich auch für größere Menschen – dass es genug zur Auswahl gibt. Meiner Erfahrung nach setzt sich die optimale Ernährung, mit der auch Kinder bestens gedeihen, aus folgenden Nahrungsmitteln zusammen:

  • Vollreife, sonnengereifte, unbehandelte/chemiefreie Früchte. Bevorzugt tropische Früchte wie Mangos, Papayas, Durian, Kokosnüsse … Besonders gut sind wilde oder möglichst wenig gezüchtete Früchte. Achtet im Sommer & Herbst außerdem besonders auf regionale, saisonale Angebote: Beeren, Kirschen, Zwetschgen, Äpfel; am besten frisch gepflückt.
  • Grünzeug! Vor allem Wildkräuter! Jeden Tag, zu jeder Mahlzeit. Ersatzweise auch Kulturgrün, dann möglichst viel abwechseln & dunkelgrüne Sorten wählen, wie Spinat, Feldsalat usw.
    Von den Wildpflanzen mögen die meisten Kinder gern Sauerampfer, Sauerklee, Vogelmiere. Auch Brennesseln, wenn ihnen jemand hilft, dass sie sich nicht verbrennen. Zum „Dran-Gewöhnen“ könnt ihr auch grüne Smoothies mixen, die Wildkräuter mit Kultursalaten und Gemüse mischen oder z. B. rohe Tomatensaucen damit anreichern. Die Blüten von Gänseblümchen, Malve, Borretsch usw sind wunderschöne, essbare Dekoration für den Obstteller. Im Herbst kommen Hagebutten, Weissdornbeeren, Sanddornbeeren und vieles mehr dazu.
  • Samen & Kerne: Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Hanfsamen, Leinsaat. Pur, gekeimt, gemischt, zu Obst, Gemüse oder einfach so … Es lassen sich auch allerhand Leckereien daraus zubereiten: Süßigkeiten, pikante Knabbermischungen, Mixgetränke.
  • Fettfrüchte: Avocados, Oliven, Kokosnüsse. Auch Samen, Kerne & Nüsse sind reich an Fetten, & auch an Proteinen. Apropos Proteine: unser Bedarf an Proteinen ist bei weitem nicht so hoch, wie die fleisch- und andere Tierprodukte verkaufende Lebensmittelindustrie es uns so gern weissmachen möchte. In den ersten 6 Monaten unseres Lebens, der Zeit also, in der unser Körper & unser Gehirn sich am schnellsten entwickeln, ernähren wir uns optimalerweise von Muttermilch – die gerade mal 2% Protein enthält. Ziemlich genausoviel wie Orangen. Mehr brauchen wir nicht – niemals im Leben!
  • Sprossen: gekeimte Hülsenfrüchte und Kerne sind Vitalstoffpakete – voller Energie & wichtiger Vitamine. Und bei den meisten Rohkostkindern sehr beliebt. Sie lassen sich pur geniessen, können aber auch pikant mit Kräutern, Meersalz, Oliven oder süß mit Trockenfrüchten angerichtet werden.
  • Kein Nahrungsmittel im obigen Sinn, aber mindestens genauso wichtig, ebenfalls nährend & aufbauend: möglichst viel Sonne auf der Haut, frische Luft & Bewegung! Auch über die Haut & die Atmung nehmen wir Energie auf. Durch Sonneneinstrahlung bildet unser Körper Vitamin D.

Versucht, für euch und eure Kinder immer eine Auswahl aus den genannten Gruppen im Haus zu haben – & lasst auch die Kinder selbst wählen, was sie essen möchten. Der Körper kennt seinen Bedarf & entwickelt Appetit auf das, was er gerade braucht.